...Ihre Anmerkung.
Persönlich habe ich den Eindruck, daß es "früher" souveräner zuging auf der Autobahn.
Was rote Bremstrommeln angeht: So ganz läßt es sich in den Bergen wohl nicht vermeiden. Superschulmäßig geht es berab mit 30km/h plus Motorbremse, die (bei gleichzeitiger Nullförderung der Einspritzpumpe) auf die Kolben des Motors einen Staudruck gibt und damit Bremswirkung erzeugt, während die Auflieger- bzw. Anhängerbremse in passendem, geringem Maße einsetzt und sich bei 8% Gefälle damit 30 km/h halten lassen (so ist die Lesitung jedenfalls definiert). Die moderneren Bremssysteme (so ab den 80er Jahren) geben es m. E. schon her, daß man den LKW ab der Bergkuppe ohne Gasgeben loslaufen läßt (das Gewicht von 38/40 Tonnen schiebt ungeheuer), mit den Gängen passend hinterherschaltet, zwischendurch phasenweise bremst und am Ende die Kiste auf 90-95 km/h kommen läßt, um Schwung für die nächste Steigung zu haben. Das geht natürlich nur, wenn die Verkehrslage es zuläßt und der Abstand zum vorherfahrenden Fahrzeug groß genug ist. Das geht bzw. ging in den Kasseler Bergen am besten nachts, so etwa ab 01:00/ 02:00 Uhr.
Wichtig ist auch, daß die einzelnen Bremsen zueinander g.l.e.i.c.h.m.ä.ß.i.g eingestellt sind, weil sonst einzelne Bremssätze eher einsetzen und praktisch die Hauptbremslast übernehmen. Diese laufen dann als erste im Übermaß heiß und fallen dann durch fading praktisch aus. Sehr unangenehm, weil das den dazugehörigen Reifen zum Brennen bringen kann (zunächst innen). Zudem "verglasen" auch die dazugehörigen Bremsbeläge, was sie praktisch dauerhaft unwirksam macht. Die Bremstrommeln werden dadurch auch irgendwann rissig.
Im Zweifel sollte man jedenfalls nichts riskieren, was vielen leider nicht klar ist.

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