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Gefährlicher Diabetes: Warum Schwangere auf ihre Pfunde achten sollten

DPASchwanger und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Viele werdende Mütter unterschätzen die Gefahr einer übermäßigen Gewichtszunahme. Sie riskieren nicht nur einen Schwangerschaftsdiabetes und Leiden wie Bluthochdruck: Ein zu hoher Zuckerspiegel kann zu erheblichen Geburtskomplikationen führen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...846719,00.html
  1. #10

    Gemischte Gefühle

    Ich hatte während meinen beiden Schwangerschaften eine Schwangerschaftsdiabetes. Weder hatte ich ein sehr hohes Anfangsgewicht (1. 50 kg 2. 47 kg bei 173 cm Körperhöhe) noch eine hohe Gewichtszunahme (1. hatte 3 kg abgenommen 2. 12 kg Gewichtszunahme). Während der Schwangerschaften kam ich mir vor, wie schwer krank. Teilweise sinnvolle, teilweise aber auch völlig unsinnige Untersuchungen - dienen wohl eher dem Geldbeutel der Klinik, da mit so einer Diagnose alles abzurechnen, Angst, riesen Theater. Bei der Geburt waren meine beiden Jungs dann 2750 bzw. 3140 g. schwer!!! Nach der Geburt hat meine Diabetes dann zunächst keinen mehr interessiert. Erst ein Jahr nach der ersten Geburt wurde klar, dass ich die Diabetes in einer leichten Form wohl behalten hatte. Zwischen den Schwangerschaften ist es plötzlich verdammt schwer, Dinge verschrieben zu bekommen. Während der Schwangerschaft geht plötzlich alles. Mein Diabetologe sagt, dass vieles übertrieben ist. Klar gibt es die schweren Fälle und sicher sollte man das jeweils im Auge behalten, aber teilweise wird auch unnötig Stress und Angst verbreitet. Ich kenne kaum eine Schwangere, die nicht aus dem ein oder anderen Grund als Risikoschwangere eingestuft wird. Und eine Schwangerschaft voller Angst und Überwachung ist bestimmt auch nicht gut fürs Kind
  2. #11

    Medizinischer Geisterfahrer?

    Zitat von hojas Beitrag anzeigen
    Wenn man sich heute anschaut, mit wie vielen Ge- und Verboten eine Schwangere heute torpediert wird (iss das nicht, mach Sport, ruh dich aber auch aus - sehr lustig, wenn schon ältere Kinder da sind - bereite dich seelisch auf die Geburt vor...), dann möchte man echt wissen, wie die Frauen in früheren Generationen es geschafft haben, Kinder zu bekommen!
    Mädels - lasst Euch nicht verrückt machen! Wenn Ihr mal Lust auf einen Döner oder einen Eisbecher habt, dann esst ihn!
    Durch einen sinnvollen Test und ein so oder so sinnvolles Verhalten dauerhaft eine Erkrankung zu vermeiden (Diabetes in der Zukunft) ist also Hirnriß? Wie sind Sie denn drauf?
  3. #12

    Das ist eindeutig falsch,

    Zitat von la_le_lu Beitrag anzeigen
    Diesen Aussagen kann ich nur eingeschränkt zustimmen.
    Den Schwangerschaftsdiabetes kann man schon ab Beginn der Schwangerschaft diagnostizieren, die entsprechenden Untersuchungen werden bei vorbelasteten Frauen auch so früh durchgeführt und in regelmäßigen Abständen wiederholt.
    Vorbelastet sind z.B. Frauen mit einer Insulinresistenz und/oder PCOS, da diese ein deutlich höheres Risiko haben, an Gestationsdiabetes zu erkranken.
    weil es eine Definitionsfrage ist. Unterhalb einer Schwangerschaftswoche kann durchaus eine diabetische Stoffwechsellage vorliegen (z.B. durch die genannten Erkrankungen), man spricht aber nicht von einem Gestationsdiabetes, sondern z.B. von einer Insulinresistenz oder diabetischen Stoffwechsellage. Ein Gestationsdiabetes folgt erst ab circa der 25.Woche, reine Definition.
  4. #13

    Der Artikel ist unvollständig und haarscharf an der Realität vorbei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwanger und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Viele werdende Mütter unterschätzen die Gefahr einer übermäßigen Gewichtszunahme. Sie riskieren nicht nur einen Schwangerschaftsdiabetes und Leiden wie Bluthochdruck: Ein zu hoher Zuckerspiegel kann zu erheblichen Geburtskomplikationen führen.

    Schwangerschaftsdiabetes: Komplikationsrisiko für das ungeborene Kind - SPIEGEL ONLINE
    Ignoriert wird durch den Autor, dass das Gesundheitsbewusstsein bei einer steigenden Anzahl von Menschen abnimmt, wie sonst kann man sich die erheblich steigende Zahl Übergewichtiger erklären? Der Artikel nimmt die prädisponierenden Risiken hin wie Manna vom Himmel.
    Wenn sich Frauen (Männer natürlich auch) bis zum Eintritt einer Schwangerschaft nicht ernsthaft Gedanken über Ernährung, Gewicht etc, gemacht haben, wieso soll das dann in 9 Monaten klappen?
    Wenn der ärztliche Ratschlag eher als Schlag, als ein Rat aufgefasst wird und daher sich auch im Vorfeld sich nicht daran gehalten wird, wieso dann in der Schwangerschaft?
    Wie wichtig kann das Thema der Politik sein, wenn die Richtlinien zum Test auf den Gestationsdiabetes erst im März diesen Jahres aufgestellt wurden, das Problem aber schon seit Jahrzehnten bekannt ist?
    Wie wichtig kann das Problem akut seit, wenn durch den neu eingeführten Test nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Diabetologie 27% aller Gestationdiabetes Frauen nicht entdeckt werden, obwohl ein besserer Test zur Verfügung steht, dieser aber nicht angewendet wird? Also ein 1b Diagnostik?
    Ungereimtheiten, welche nicht gerade zum besseren Verständnis des Themas beitragen!
  5. #14

    wie bitte?

    Zitat von areyoushure? Beitrag anzeigen
    Durch einen sinnvollen Test und ein so oder so sinnvolles Verhalten dauerhaft eine Erkrankung zu vermeiden (Diabetes in der Zukunft) ist also Hirnriß? Wie sind Sie denn drauf?
    Das Wort hirnriss haben SIE benutzt, nicht ich!
    Was allerdings offensichtlich ist - gerade die werdenden Mütter, die sich ohnehin bemühen, alles richtig zu machen, werden inzwischen durch unzählige Ratschläge dermaßen verunsichert, dass eine entspannte oder gar genussvolle Schwangerschaft schon nicht mehr möglich ist!
  6. #15

    Zitat von areyoushure? Beitrag anzeigen
    Durch einen sinnvollen Test und ein so oder so sinnvolles Verhalten dauerhaft eine Erkrankung zu vermeiden (Diabetes in der Zukunft) ist also Hirnriß? Wie sind Sie denn drauf?
    das problem ist, daß der sinnvolle test keine generelle kassenleistung ist, und das obwohl er nicht sehr teuer sein dürfte.

    die kasse zahlt es nur, wenn der arzt den verdacht hat, daß eine frau eine schwangerschaftsdiabetes entwickel hat, oder entwickeln könnte.

    das ausgangsgewicht einer schwangeren ist dabei aber unerheblich. das größte risiko einer schwangerschaftsdiabetes tragen ältere (30+) schwangere. und dabei sind die erstgebärenden noch einmal eine risikogruppe für sich.

    das wird im artikel aber leider nicht erwähnt.
  7. #16

    Ihr Kind wär vermutlich mit Kartoffeln und Brot und Nudeln genauso gesund zur Welt ge

    Zitat von bolonch Beitrag anzeigen
    Das sollte der behandelnde Arzt im Griff haben. War bei meiner Frau auch so. Irgendwann hieß es: kein Zucker mehr (Obst!), weiter normal ernähren, lieber Fleisch, Fisch und Gemüse als Brot, Nudeln und Kartoffeln.

    Dann war die extreme Gewichtszunahme stark verlangsamt und unsere Tochter kam einen Tag nach dem errechneten Termin natürlich mit 3.550g (also exakt Normgewicht) zur Welt ...
    Darüber sollte man mal nachdenken und das es defintiv kein sogenannt "richtiges" Gewicht gibt, sondern nur ein überlebensfähiges und das entscheidet nicht die Ernährung, weil ansonsten täten ja zum Beispiel Kühe immer ein Kalb mit gleichem Gewicht bekommen. Tun sie aber nicht, also wie erklärt das die Wissenschaft und das frage ich dann auch die Journalistin die dies hier "recherchierte" mit erkennbar keinem (also NULL) Wissen!?

    Unglaublich, das Journalisten ohne Wissen eben nichts hinterfragen und einfach nur das schreiben was ihnen vorgekaut wurde, weil genauso kommt mir das bei diesem Beitrag vor.

    Da hat mal ne Journalistin was gebracht und das mit Null Ahnung des Themas.

    Unglaublich sowas auch noch ins Internet gestellt. Als laufen in ganz Deutschland vloß Bildleser und somit verdummte Idioten rum. Ich empfinde das echt als Beleidung.
  8. #17

    Was soll man dazu sagen?

    Ich kann mich den meisten anderen anschließen. Wenn Insulin das Problem ist soll man einfach die Zucker- und Kohlenhydratzufuhr reduzieren und das Problem hat sich gegessen. Aber hier wird sich ganz vage ausgedrückt und im Zweifelsfall natürlich immer auf Vollkornprodukte verwiesen... Dass Zuckerbomben wie einige Frühstücksflocken auch 1/3 aus Vollkorn bestehen, wird verschwiegen. Aber das soll es ja auch, sonst werden die Pharmakonzerne ihre Medikamente nicht los...
  9. #18

    Was soll man dazu noch sagen?

    Ich kann mich den meisten anderen anschließen. Wenn Insulin das Problem ist soll man einfach die Zucker- und Kohlenhydratzufuhr reduzieren und das Problem hat sich gegessen. Aber hier wird sich ganz vage ausgedrückt und im Zweifelsfall natürlich immer auf Vollkornprodukte verwiesen... Dass Zuckerbomben wie einige Frühstücksflocken auch 1/3 aus Vollkorn bestehen, wird verschwiegen. Aber das soll es ja auch, sonst werden die Pharmakonzerne ihre Medikamente nicht los...
  10. #19

    Gefährliches Halbwissen

    Als Typ 1 Diabetikerin schockt es mich immer wieder, wieviel Halbwissen über die verschiedenen Formen des Diabetes verbreitet wird. Immerhin ist Diabetes - wenn man diesen überhaupt pauschal zusammenfassen kann - eine weit verbreitete Krankheit und ausgerechnet hier wird den Menschen immer wieder Schwachsinn vorgesetzt, was nur dazu führt, dass jeder sich für einen Experten hält, obwohl er keine Ahnung hat. (Merke ich selbst immer wieder, z.B. wenn ich ein Stück Kuchen esse und andere entsetzt fragen: "Das darfst Du doch gar nicht essen, oder? Falsche Ernährung ist doch der Grund für Deine Krankheit, oder?")

    Die Autorin hat schon während der Uni viel mit Biologie und Medizin zu tun gehabt, heißt es? Hmm... offenbar hat es sie nicht davor bewahrt, u.A. Folgendes zu schreiben: "Bei manchen Frauen kommt die Bauchspeicheldrüse aber aus genetischen Gründen und wegen ihres Übergewichts mit der Insulinproduktion nicht mehr nach - der Blutzuckerwert steigt an."
    Nicht komplett flasch, erweckt bei Laien jedoch mal wieder ein falsches Bild, schmeißt sie doch Insulinmangel und Insulinresistenz (wie so viele Journalisten, die keine Ahnung haben) in einen Topf und es kommt so rüber, als sei ein Defekt der Bauspeicheldrüse (eben durch Gene oder Übergewicht) die Ursache für SS-Diabetes. So weit, so schlecht.

    Übergewicht und Typ 2 Diabetes in der Familie sind zwar eindeutige Risikofaktoren - jedoch für die InsulinRESISTENZ an sich und nicht für eine Dysfunktion der Bauchspeicheldrüse. Eine dysfunktionale Bauchspeicheldrüse liegt anderen Diabetes-Formen zugrunde: Typ 1, Typ 3, Typ LADA.

    Vielleicht spricht aus mir der Frust einer Typ 1 Diabetikerin, die sich immer wieder anhören muss, dass allein eigenes Fehlverhalten, mangelnde Disziplin und "falsches" Essen zu Diabetes führe, was selbst bei Typ 2 und SS-Diabetes nicht zwingend der Fall sein muss.
    Vielleicht muss ich mal wieder akzeptieren, dass dieser Artikel (wie so viele zu diesem Thema) stark vereinfacht wurde, um der Masse zugänglicher zu sein. Ärgern tut es mich trotzdem.

    Und zum Thema "Vollkorn und Obst": Mein Diabetologe sagte mir jüngst, wenn ich schwanger werden möchte, sollte ich bereits 6-3 Monate vorher meine Ernährung komplett umstellen, und zwar auf Low Carb! Nun, ich habe ja schon Diabetes, also is die Sache klar.

    Gruß,
    Veri








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