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Gedimmte Sonne: Chinas Schwefelemissionen bremsen Klimawandel

Klima paradox: Die Atmosphäre enthält immer mehr Kohlendioxid, doch die Temperaturen sind bis 2008 nicht gestiegen. Forscher erklären das Phänomen nun ausgerechnet mit der Verbrennung schmutziger Kohle in China. Vor allem der darin enthaltene Schwefel kompensiert demnach den Treibauseffekt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...772252,00.html
  1. #10

    Schwelfel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klima paradox: Die Atmosphäre enthält immer mehr Kohlendioxid, doch die Temperaturen sind bis 2008 nicht gestiegen. Forscher erklären das Phänomen nun ausgerechnet mit der Verbrennung schmutziger Kohle in China. Vor allem der darin enthaltene Schwefel kompensiert demnach den Treibauseffekt.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...772252,00.html
    Nun, der Schwefel "kompensiert" ja nicht wirklich lange und nachhaltig, sondern dimmt das Licht nur solange, bis ihn der nächste Regen aus der Luft gewaschen hat.. Wogegen fossiles CO2, das sich nicht in den pflanzlichen Assimilationskreislauf einbinden lässt, für immer Klimaaktiv in der Atmosphäre bleibt!

    Trotzdem sind auch aus anderer, schon vor Jahren mal diskutierter Sicht die europäisch/deutschen Vollentschwefelungs-Standards für Kohlekraftwerke nicht unbedingt das Non-plus-ultra. Weil Pflanzen, auch Bäume, etwas Schwelfeldüngung brauchen, um Pflanzeneiweiße speziell zur Immunabwehr gegen Schädlinge aufzubauen. - Bin zwar selbst kein Förster, habe diese jahrealte These dennoch gut im Kopf. Natürlich muss, damit der Waldboden nicht versauert, dann auch ein klein wenig alkalisch-puffernde Kraftwerksasche oder Kalk nachgedüngt werden...

    Fazit: Natürlich muss Rauchgaswäsche im Kraftwerk sein. Doch eine etwas kostengünstigere Variante mit mittlerem Wirkungsgrad wäre ggf. insgesamt zuträglicher. Insbesonders auch, weil erst seit ca. 6 Jahren erkannt wurde, dass neben SOx und NOx das CO2 ein langfristig sehr viel größeres Problem darstellt.
  2. #11

    Eine Erklärung nachzuschieben, ...

    ... die Beobachtungen nachträglich erklärt, ist unwissenschaftlich. Glaubwürdig wäre eine modellgestützte Vorhersage der Beobachtungen gewesen. So bleibt uns nur, trotz mehr als 30 Jahre Klimaforschung, die vage Vermutung der Ursachen der beobachteten Klimaänderung. Ein Musterbeispiel für das Versagen einer ganzen Wissenschaftlergeneration.
  3. #12

    Es nervt

    jede Woche wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben.

    Das Klima scheint extrem komplex zu sein. Ein derart komplexes System zu erforschen, scheint unmöglich.

    Es gibt immer wieder neue Variablen...Wasserverbrauch, Schwefel, Eisreflexion, Höhenwolken durch Luftverkehr, Methangas, Erdgasaustritt, Meeresströmungen, Verdunstung von Wasser bei Temperatursteigerungen mit erhöhter Wolkenbildung etc. pp.
    Es ist wohl reine Kaffeesatzleserei.
    Dennoch. Ein massiv erhöhtes Umweltbewusstsein ist nötig, damit bald 10 Milliarden Menschen noch auf der Erde leben können, ohne die eigene Lebensgrundlage zu zerstören.
  4. #13

    Glaube?

    Glaubt eigentlich noch irgend jemand diesen Klima-Hysterikern?
    Gestern waren es furzende Kuehe und das Waldsterben heute der Schwefel der alles wieder gut macht und morgen ist der Sack Reis der in China umfaellt schuld... Schauen wir mal was denen uebermorgen einfallt damit sich die entspr. Leute mit dem Verkauf von CO2 Zertifikaten die Taschen voll stopfen koennen.
  5. #14

    !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klima paradox: Die Atmosphäre enthält immer mehr Kohlendioxid, doch die Temperaturen sind bis 2008 nicht gestiegen.
    Natürlich sind sie das. Die letzte Dekade war die heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Alle vier globalen Temperaturreihen zeigen eindeutig den positiven Trend. Davon abgesehen ist 1998 als Ausgangspunkt vollkommen ungeeignet, weil das ein besonders heißes Jahr war.
    Hier sieht man sehr gut, wie weit 1998 herausragt: http://www.woodfortrees.org/plot/wti...rom:1999/trend
    Dass z.B. Aerosole und natürliche Schwankungen den athropogenen Klimawandel zeitweise verstärken oder abschwächen, ist wissenschaftlicher Konsens und deshalb sind die Aussagen der Forscher keineswegs "paradox". (Steht ja auch alles im IPCC-Bericht.)
  6. #15

    Komplex

    Das beweist doch nur, dass dieses Thema viel zu komplex ist, als dass man mit ein paar "Wissenschaftlern" auf die schnelle eine sichere Lösung findet.

    Bei allen Anstrengungen müsste vielleicht nur zwischendurch mal ein Vulkan ausbrechen und alles wäre für die Katz. Und wer kann mit Sicherheit sagen, dass nicht zum Beispiel bei der massenhaften Herstellung von Voltaikanlagen Nebenwirkungen auftreten ?

    Besonnenheit ist angesagt.
  7. #16

    An Systemen, von denen man nichts versteht: Nicht fummeln!

    Ob Kohlendioxid oder Schwefelpartikel - dieses unfreiwillige "Geoengineering", besser (hoffentlich wenigstens unbeabsichtigte) Herumgefrickele im System Erde sollten wir besser lassen.

    Warum kann man nicht versuchen, jegliche menschliche Aktivität darauf hin zu optimieren, möglichst geringe Veränderungen im Erdsystem zu verursachen ...?

    Wenn man sich die (besonders deutsche) Besorgtheit bzgl. der Kernkraftwerke anschaut, warum ist man nicht auch besorgt um andere Einflüsse auf unseren Planeten wie etwa die massive geplante Ausweitung von Bioenergie-Landwirtschaft?

    Ich glaube, wir brauchen wieder eine grüne Partei in Deutschland, die nicht nur die Farbe vor sich her trägt, sondern ökologische Kompentenz hat - vor lauter "Green (Economy)" ist die nämlich bei allem, was grün gelabelt ist, weitgehend flöten gegangen!
  8. #17

    x

    Kürzlich gab es einen TV-Bericht über das Abfackeln von Beigas in den Ölförderanlagen. Immerhin 400 Mio Tonnen CO2 pro Jahr, fast soviel wie der deutsche Gesamt-Ausstoß. Das ließe sich technisch vermeiden, senkt aber die Profite.
    Es wurde gesagt dass der Ruß aus den Abfackelungen in Sibirien für bis zu 50% der Arktis-Erwärmung verantwortlich ist. In anderen üblen Gegenden wie dem Niger-Delta in Nigeria ist dadurch ebenfalls die Temperatur gestiegen und dazu noch die Landwirtschaft ruiniert.
    In Europa ist das Abfackeln per Gesetz verboten und m.M. hat deswegen noch keine Ölquelle oder Raffinerie Pleite gemacht.

    KOmischerweise hört man auf all den Klimakonferenzen nichts davon. Die Umstellung auf Energiesparlampen soll das Problem lösen. Na denn.
  9. #18

    Kein Titel heute

    Zitat von travelfox42 Beitrag anzeigen
    Ich bin jedenfalls genervt von dem ständigen CO2-Vermeiden. Jede Bahnfahrt, jeder Flug wird mit der CO2-Bilanz ausgewiesen, usw. usf. Langsam nervt es.
    Hier haben Marketing-Strategen hervorragende Arbeit geleistet: die Bahn fährt in Baden-Württemberg zum großen Teil mit Atomstrom aus Neckarwestheim, also CO2-frei sowie es auf dem Ticket steht. Aber kein Ökostrom so wie sich das grüne Männchen sich vorstellt.
  10. #19

    Packen wir's an!

    Zitat von travelfox42 Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man dann eben mehr Schwefeldreck in die Luft pusten! Oder vielleicht sollte man mal überlegen, das die einseitige Fixierung auf CO2, CO2, CO2 doch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Das Klima wird eben doch von mehreren komplexen Faktoren beeinflusst, als nur von CO2.
    Ich bin jedenfalls genervt von dem ständigen CO2-Vermeiden. Jede Bahnfahrt, jeder Flug wird mit der CO2-Bilanz ausgewiesen, usw. usf. Langsam nervt es.
    Was ich da lese ist echt traurig. Sie sind voll auf die Propaganda der Energiekonzerne hereingefallen.

    Haben Sie schon vergessen was passiert wenn man Schwefeldioxid in die Luft bläst? Die Bäume sterben durch sauren Regen! Das Baumsterben ist ein echtes Problem auch für das Klima, da Bäume zu den wichtigsten Faktoren gehören, die eine Klimaerwärmung verlangsamen. Mittelfristig wird der Schwefel also doch das Klima erwärmen.

    Natürlich ist es unangenehm, den eigenen Energieverbrauch einzuschränken, aber wir schulden es unseren Kindern, dass wir anfangen verantwortungsvoll und vor Allem nachhaltig mit den natürlichen Resourcen umzugehen. Die CO2 Mengen sind nur ein Maß für Ihren Resourcenverbrauch. Natürlich ist das System viel Komplexer, aber möchten Sie neben dem CO2 Ausstoss auch noch an den Verbrauch von Metallen und anderen Resourcen erinnert werden? Bitte sehen Sie die Minimierung des eigenen CO2 Verbrauches als Chance Ihren Kindern einen funktionierenden Lebensraum zu hinterlassen.
    Und dass wir Menschen da wirklich etwas bewegen Können haben wir bei unseren Gewässern (es gab mal Zeiten da waren die deutschen Flüsse so vergiftet dass kaum noch Fische überlebt haben) und der Verwendung von FCKW gezeigt (Das Ozonloch über der Antarktis wird langsam wieder kleiner). Packen wir's an!








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