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Gedichtband "Eintagsfliegen": Israel reagiert mit Ironie auf Grass-Gedicht

DPAGünter Grass würdigt in seinem neuen Gedichtband einen wegen Spionage verurteilten Israeli - und provoziert damit die Regierung des Landes. Ein Sprecher des Außenministeriums reagiert jedoch mit Ironie.

Günter Grass: Gedichtband "Eintagsfliegen" stößt auf Kritik - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    ephemer

    Die Stellungnahme des Außenministeriums drückt wohl die Bedeutung des
    Gedichtes ganz gut aus.

    Wohingegen die Entdeckung eines Rassismus-Gens durch den Vorsitzenden des hebräischsprachigen Schriftstellerverbands
    ...der Rassismus des Nazi-Regimes sei in Grass' Erbgut eingebrannt...
    eine weniger lustige Stilblüte schizophrener Argumentation darstellt.
  2. #2

    daneben

    keine Wertung über die sonstigen Aussagen und Ansichten von Grass, aber zwei Dinge wollte ich erwähnen:
    Die Entführung und Verhaftung von Mordechai Vanunu sprechen jedem Völkerrecht Hohn- er ist zwar jetzt offiziell frei, darf aber mit keinem Journalisten sprechen- wie in China!

    Und das mit dem "ins Erbgut eingebrannt" stammt 1:1 von der ganz anderen Fraktion, niemand würde so etwas in einer Diskussion behaupten, weil es ein klassisches Nazi-Argument ist...
  3. #3

    Ein Pragmatismus

    ist hier und heute gefragt. Jenseits vom jeglichen Pathos der Israelischen Äusserungen (Grossisrael) und/oder der Grasschen "Gedichte" (Israel, die Weltgefahr) müssen pragmatische Lösungen her. Der Idealismus mag als Zündkerze motivierend funktionieren, endet aber mit im Alter als Platitüde die keiner mehr hören will. Gähn!

    Vanunu hat seinen Beitrag zum Weltfrieden geleistet. Informationen über die Gegenseite sind friedensstifftend. Dieses beweisen die USA/Sovietunion Spiele der Geheimdienste im Kalten Krieg. Je unzuverlässiger die Informationen über die Gegenseite, desto höher ist auch die Gefahr einen Fehler zu begehen. Fehler bei Kernwaffen sind nicht ganz ohne. Daher, ein dank an Vanunu. Hut ab!








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