dapd"Aggressives Pamphlet", "unverantwortlich" - Politiker und der Zentralrat der Juden reagieren scharf auf das Günter-Grass-Gedicht zum Iran-Konflikt. Besonders deutliche Kritik kommt vom Gesandten Israels im Berlin, Emmanuel Nashon. Er rückt Grass in die Nähe antisemitischer Hetzer.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...825718,00.html
Günter Grass befindet sich in der saturierten Situation eines unabhängigen Literaten und weiß gar nicht wie das ist, wenn man als angestellter Schiffbau-Ingenieur Israelis gegenübersitzt, die kostenlos ein U-Boot haben möchten und so auftreten, als seien sie Kunden. Man verdrängt alles in Fachgesprächen, aber wenn die vorbei sind fragt man sich: was ist hier los? Haben wir kein Kriegswaffenkontrollgesetz? Warum hat dieser Staat kein Geld, Ingenieurwissenschaftler unbefristet an der Uni zu beschäftigen, aber verschenkt nun U-Boote an ein kriegführendes Land?
Ihnen scheint entgangen zu sein, dass Grass sich seit Jahrzehnten politisch zu allen möglichen Themen zu Wort meldet. Von "Anfangen" kann ja wohl nicht die Rede sein. Und überhaupt: Grass nimmt sein Recht zur freien Meinungsäußerung wahr, genausso wie Sie und wie ich auch. Der öffentliche Aufschrei mit dem Versuch Grass in die nationalsozialistische Ecke zu stellen spricht Bände. Kein gutes Licht wirft das auf unsere sogenannte demokratische Kultur.
Ich gebe Ihnen in allem Recht. Es ist völlig legitim, in dieser Art und Weise die Politik der derzeitigen Regierung in Israel zu kritisieren, wie Sie es tun. Auch ich bin kein Freund einer militärischen Intervention Israels im Iran. Aber was Herr Grass macht, ist etwas anderes. Mit seiner Wortwahl verniedlicht er das Terror-Regime im Iran und benennt Israel als den eigentlichen Verursacher der Krise. Das ist eine komplette Verdrehung der Tatsachen. Die Aggression ging von Anbeginn des Nahost-Konflikts an immer von den arabischen Staaten aus und so ist es auch jetzt mit dem Iran. Folgt man in letzter Konsequenz der Logik des Hern Grass, würde eigentlich nur die Auslöschung Israels das Nahost-Problem lösen - also die Variante der Mullahs. Dann wäre endlich Frieden in Nahost. Ironie aus. Das ist in letzter Konsequenz - ja, Antisemitismus.
der zeitraum zwischen 1950 und 1989 scheint ihnen wohl entgangen zu sein . da sprach man übrigens trotz des umstandes , das deutschland ( ost und west ) im ernstfall die ersten nukleare wüste in europa gewesen wäre nur von einem "gleichgewicht" . und das hat keine sau interessiert , ausser die "doofen" pazifisten , die man mischon hat wegknüppeln lassen .....ziehen sie sich das mal rein ....... har har har .
Ob Sie Panzerdivisionen und Bomberflotten dankbar sein sollen, werden Sie für sich selber klären müssen, wofür ich nicht verantwortlich bin.
Es ist aber so, dass Menschenrechte, dass Religionsfreiheit und in diesem Zusammenhang auch konkret das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nur für Sie durchgesetzt und garantiert werden kann, wenn es geschützt ist.
Kein Staat kann sich eine Schutzlosigkeit leisten, kann auf Waffen und den evtl. Einsatz von Waffen verzichten, will er seinen Bürgern deren Rechte garantieren und schützen. Was würde Ihnen hierzulande das Papier nutzen, auf dem das GG gedruckt ist und uns das Recht auf Kriegsdienstverweigerung „garantiert“, wäre man hier anderen Mächten ausgeliefert oder von diesen besetzt. Und diese Mächte würden das Recht auf KDV nicht anerkennen!
Sie könnten sich das Recht auf KDV zu Papier gebracht einrahmen und übers Bett hängen. Mehr aber auch nicht.
Keine Angst, ich gehe nicht davon aus, dass die BRD von einem anderen Staat angegriffen würde. Nur ändert das nichts am beschriebenen Grundproblem, welches nicht phantasiert ist, sondern real existent.
Was ist mit den Verfechtern und Kämpfern des arabischen Frühlings? Kommen die gegen die Diktatoren weiter, indem sie mit Wattebäuschchen oder Teebeuteln werfen?
Was ist mit den Israelis, die Frieden wollen, aber trotzdem Ahmadinedschads Ankündigungen ins Auge sehen müssen. Wobei diese Ankündigungen und die dahinter stehenden Ziele ja eben nicht nur von diesem Mann verlautbart werden.
Ich habe selber den Kriegsdienst verweigert aber sehe heute manche Dinge anders als vor 38 Jahren.
Ich las damals unter anderem den Spruch: Wer als Politiker für die Rechte der Bürger seines Landes einstehen möchte, wer überhaupt für Menschenrechte nicht nur mit frommen Worten Einsatz zeigen will, der darf auf gar keinen Fall ein so genanntes gebrochenes Verhältnis zur Macht und auch zur Anwendung von Machtmitteln haben.
Und in genau diesem Sinn billige ich nicht nur den Israelis das Recht auf Selbstverteidigung zu, besonders dann, wenn ihnen mit der völligen Vernichtung, mit dem Auslöschen gedroht wird. Und ebenso in diesem Sinn betrachte ich es, milde gesagt, als haarsträubende Fehlleistung, den Israelis die Hauptverantwortung für die momentane Situation zu geben, die Dinge einfach auf den Kopf zu stellen.
Israel ist nach wie vor eine Demokratie, von der ich hoffe, dass sie sich nach innen zu wehren weiß und dem evtl. auch gefährlich werden könnenden Fundamentalismus der Ultraorthodoxen nicht erliegt.
Iran kann ich nicht als Demokratie mit all ihren Selbstreinigungsmöglichkeiten ansehen. Man weiß um die Unberechenbarkeit des Systems und seinen Umgang mit Andersdenkenden. Man weiß aber über die zuverlässige Berechenbarkeit und Skrupellosigkeit autoritärer Regime, geht es um deren Machterhalt. Nicht nur Syrien zeigt da Schlimmes.
Nein. Die Sorgen sind ja berechtigt und gibt es übrigens auch in Israel.
Nein, auch wenn diese Frage nicht sonderlich intelligent ist. Denn die Antwort darauf liegt natürlich auf der Hand: weil es Israel gutes Recht als souveräner Staat ist, sich für oder gegen diesen Vertrag zu entscheiden, und Sie diese Entscheidung rein gar nichts angeht.
Wahrscheinlich ja. Oder sprechen Sie allen anderen Staaten der Welt ebenfalls das Recht ab, Atomwaffen zu besitzen?
Nein, jedenfalls nicht, solange Ihre Kritik innerhalb eines gewissen Rahmens bleibt und sich an Kriterien orientiert, die Sie auch auf jeden anderen Staat der Welt anwenden.
Das ist schön, scheint in Deutschland aber nicht mehr selbstverständlich zu sein. Allerdings würden Sie dieser Aussage widersprechen, wenn Sie Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen würden -- und da landen wir dann wieder beim Recht auf den Besitz von Atomwaffen.
...ist mit abstand der undifferenzierteste kommentator den es gibt.... mich schüttelt's bei der flachheit, die er reglemäßig an an den tag legt...
ja, günther grass hat sich bei einigen formulierungen vergriffen bzw. hätte vorsichtiger formulieren müssen.
aber: nein, kriegsgeheul einer rechtsnationalen israelischen regierung ist zu verurteilen, genauso wie kriegsgeheul jeder anderen - insbesondere rechtsnationalistischen! - regierung der welt zu verurteilen ist.
wer jemandem der so etwas feststellt antisemitismus vorwirft, befindet sich auf einem niveau mit broder. ganz unten.
Recht haben Sie!
Vor ein paar Wochen sah ich Henryk M. Broder in Königstein, wie er vor einem Immobilien-Händler so tat, als würden ihn die Preise interessieren. Er redete im Selbstgespräch etwas vor sich hin, nur um der Öffentlichkeit zu entgehen. Und dann will Herr Broder etwas von der Welt erzählen, vor der er sich zurückzieht ?! Oh welch ein Sesselfurzer und Feigling ist dieser Henryk M. Broder.