Als Hetze im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man unsachliche und verunglimpfende Äußerungen zu dem Zweck, Hass gegen Personen oder Gruppen hervorzurufen, Ängste vor ihnen zu schüren, sie zu diffamieren oder zu dämonisieren. Nach diesem Begriff hetzt die israelische Regierung gegen Günter Grass, diese Hetze reicht sogar bis zur Forderung nach Aberkennung des Nobelpreises.
Der 1927 geborenen Schriftstellers wurde 1944 (also minderjährig, mit 17 Jahren) als Flakhelfer eingezogen, also hat sich nicht freiwillig gemeldet. Ich bin sicher, daß Sie mit 17 schon als Professor weit in die Zukunft sehen konnten und sich während des II. Weltkrieges frei im Internet Informationen besorgen konnten. Ich würde selbst als Scharfrichter mildernde Umstände gelten machen!
Er hat sich unmittelbar nach Kriegsende gegenüber den Amerikanern zu seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS bekannt. Grass war am 8. Mai 1945 im heute tschechischen Marienbad in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten. Er hat das Papier unterschrieben, das seine Fingerabdrücke zeigt und auch Angaben zu seiner gesundheitlichen Verfassung enthält.
Daß er sich mit der Waffen-SS nicht rühmen konnte oder sogar dafür schämte, ist für mich durchaus nachvollziehbar. Ihn deshalb aber als heimlichen SS-Mann hinzustellen, dafür muß man schon sehr verbohrt sein.
Die Lügen, von denen Sie schreiben, müßten Sie uns noch erklären.

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