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Gedicht-Kritik: Akademie macht Grass Nobelpreis nicht streitig

APIsraels Innenminister hat nicht nur ein Einreiseverbot für Günter Grass verhängt, sondern auch befunden, man müsse dem Schriftsteller den Literatur-Nobelpreis aberkennen. Nun hat der Akademiesekretär Peter Englund geantwortet: Für eine solche Diskussion sehe er keinen Anlass.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...826558,00.html
  1. #30

    Lesen Sie Beitrag Nr. 16,

    Zitat von myschkin64 Beitrag anzeigen
    Erklären Sie bitte, was oder wen meinen Sie mit "die Bestimmer"?
    dann wissen Sie, was er meint.
    Und, wollen Sie ihn jetzt auch auf die Abschußliste setzen ?

    "Those who know what´s best for us
    will rise and save us from ourselves..."
  2. #31

    Hoffentlich haben Sie Recht,

    Zitat von breisig Beitrag anzeigen
    ich interpretiere das so, dass frau merkel sich erstmal etwas weiter aus dem fenster lehnt, um ihre aussage im "ernstfall" mit blumigen worten zu relativieren und anzumerken, dass sie da völlig falsch interpretiert worden ist.

    was in diesem fall richtig wäre.
    da ja allgemein bekannt ist, dass Merkel eine gute Ausbildung
    für Agitation und Propaganda genossen hat, und nicht allzuviel
    auf "Ihr dummes Geschwätz von gestern" gibt.

    Aber Merkel unterschätzt vielleicht auch die Lobby aus Israel und
    den USA, die sie im Ernstfall wohl ganz hart an den ... packen werden.
    (sorry geht ja nicht bei ihr), zumindest auf mandatorisch auf
    Einlösung ihrer Versprechen pochen werden und dann wird sie wohl
    kaum sagen können, sie habe sich bei diesem Versprechen
    versprochen.
  3. #32

    Innenminister, Innenminister.

    Zitat von rolandharry Beitrag anzeigen
    Der Herr Außenminister scheint an Größenwahn zu leiden. Er vertritt die Regierung eines Volks, welches sich das über alle anderen Völker erhabenes "auserwählte Volk" sieht. Es ist jedoch nicht das Herrenvolk über den Rest der Welt.

    Die Arroganz und der Größenwahn den israelischen Regierung ist nicht nur abstoßend und unerträglich. Grass` erfährt die Bestätigung seiner zutreffenden Aussage, dass eine solche Regierung eine Gefahr für das Zusammenleben der Völker ist.

    Diese israelische Regierung darf und muss man nicht nur kritisieren, sondern jeder, der sie unterstützt macht sich mitschuldig an der Vorbereitung eines Angriffskriegs und dessen Anstachelung.
    Ich meine, das sind doch auch alles nur Politiker - man mag sich über
    Merkel´s Buckelreden echauffieren (hat aber Tradition, die kann
    sie ja nicht einfach brechen) oder über die SPD, aber wenn
    der israelische Innenminister sowas von sich gibt, ist es doch
    noch am ehesten irgendwie nachvollziehbar.

    Er ist nichts weiter als ein gewählter Politiker, und als Politiker
    muß man nicht sagen, was man selbst,
    sondern was das eigene Stimmvieh (vermutlich) denkt - ist normal ;)
  4. #33

    Sehr geehrte Spiegel-online-Redakteure. Bitte begeben Sie sich nicht auf solch ein Boulevard-Niveau herab. "Günter Grass den Nobelpreis aberkennen", diese Frage sollte Sie der einschlägigen BILD-Presse überlassen und sich mit wichtigen seriösen Themen befassen.
    Sie haben uns DDR-Bürgern seinerzeit den Morus gelehrt über die ach so gesegnte Meinungsfreiheit in dieser so "freiheitlich demokratischen Grundordnung". Nun kommt aus sehr berufenem Munde ein Bedenken gegen die gemeinsame amerikanisch-europäische Kriegshysterie gegen den Iran, schon ist das anscheinend das Ende dieser Meinungsfreiheit. Der vielbeschworene Präventivkrieg gegen den Iran wird trotzdem ein Angriffskrieg sein und er wird nicht den Maulhelden Ahmadinedschad treffen, sondern viele Opfer im iranischen Volk fordern, Zivilisten, Frauen, Kinder, wie immer. Und wofür? Was gibt es im Iran zu holen? Öl, dafür das ganze Schauspiel! Und wer etwas dagegen sagt, der ist ein Vaterlandsverräter. Das hatten wir doch schon mehrmals in der Geschichte.
  5. #34

    wie immer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Israels Innenminister hat nicht nur ein Einreiseverbot für Günter Grass verhängt, sondern auch befunden, man müsse dem Schriftsteller den Literatur-Nobelpreis aberkennen. Nun hat der Akademiesekretär Peter Englund geantwortet: Für eine solche Diskussion sehe er keinen Anlass.

    Nobelpreis für Grass: Akademie schließt Aberkennung aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    wird ein Deutscher, der Israel angreift, sofort als Nazi bezeichnet. Wer etwas gegen Israel sagt ist sofort ein Antisemit, kein. Das ist die Allzweckwaffe. Gehen den israelischen Hardliner die Argumente aus ( das Beziehe ich aber nicht auf dieses Gedicht) wird man sofort als Nazi bezeichnet). Vielleicht sollten die Israelis mal versuchen nicht nur in der Vergangenheit zu leben, sondern, in die Zukunft zu schauen, ohne alle als Antisemiten zu sehen....
  6. #35

    Zitat von myschkin64 Beitrag anzeigen
    Erklären Sie bitte, was oder wen meinen Sie mit "die Bestimmer"?
    Alle die, die meinen BESTIMMEN zu dürfen, was andere tun, denken oder von etwas zu halten haben:
    Vorlaute Politiker, Berufsempörte, sich profilieren wollende Literaten, Medien.
    Kein kritischer Beitrag hat mir bisher eine,n für mich neuen Denkansatz, gebracht, ich lese nur, was ich von Grass zu halten habe, wie man mit ihmumzugehen habe.
  7. #36

    Seien Sie beruhigt...

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Merkel hat dies schon sehr deutlich im Jahre 2008 gesagt:

    .... "Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der
    Staatsräson meines Landes. Das heißt die Sicherheit Israels ist für
    mich als Bundeskanzlerin niemals verhandelbar - und wenn das so ist,
    dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben."

    Wenn man dies liest, kann einem schon schwindelig werden, denn es
    heißt wohl, wenn Israel einen Krieg führt, nicht gewinnt, dann muß
    halt Deutschland einspringen und Israel helfen.

    Wissen die Deutschen eigentlich, was Merkel da meint?
    ...sie wissen es. Aber es hat nichts damit zu tun, dass die schwedische Akademie nicht daran denkt, Grass den Nobelpreis abzuerkennen, wie es in Israel gefordert wird.

    Und was Frau Merkel anbetrifft, da war und ist sie auch als Bundeskanzlerin nicht legitimiert, die Staatsraison "ihres" Landes zu definieren und großspurig darüber zu raisonieren, was Deutschland tun wird, wenn sich Israel am Iran verheben sollte - und was offenbar völlig außerhalb jeder Vorstellungskraft liegt. Aber Frau Merkel wäre ja nicht sie selbst, wenn sie im Falle des Falles keinen Weg fände, sich von ihren flotten Sprüchen vor der Knesset abzusetzen.
  8. #37

    Zitat von georg schwarz Beitrag anzeigen
    Sehr geehrte Spiegel-online-Redakteure. Bitte begeben Sie sich nicht auf solch ein Boulevard-Niveau herab. "Günter Grass den Nobelpreis aberkennen", diese Frage sollte Sie der einschlägigen BILD-Presse überlassen und sich mit wichtigen seriösen Themen befassen.
    Sie haben uns DDR-Bürgern seinerzeit den Morus gelehrt über die ach so gesegnte Meinungsfreiheit in dieser so "freiheitlich demokratischen Grundordnung". Nun kommt aus sehr berufenem Munde ein Bedenken gegen die gemeinsame amerikanisch-europäische Kriegshysterie gegen den Iran, schon ist das anscheinend das Ende dieser Meinungsfreiheit. Der vielbeschworene Präventivkrieg gegen den Iran wird trotzdem ein Angriffskrieg sein und er wird nicht den Maulhelden Ahmadinedschad treffen, sondern viele Opfer im iranischen Volk fordern, Zivilisten, Frauen, Kinder, wie immer. Und wofür? Was gibt es im Iran zu holen? Öl, dafür das ganze Schauspiel! Und wer etwas dagegen sagt, der ist ein Vaterlandsverräter. Das hatten wir doch schon mehrmals in der Geschichte.

    Volle Zustimmung!
  9. #38

    Günter Grass scheint ein "Ambivalenter" zu sein, deshalb Aberkennung des Doktortitels

    Zitat von mr.andersson Beitrag anzeigen
    Schade, ich hätte es lustiger gefunden, wenn man ihm den
    Nobelpreis aberkennt.
    Danach vielleicht noch zur Verbrennung seiner Bücher aufrufen.
    ... da gibt es noch mehr Nobelpreisträger, denen man nachträglich
    den Preis wieder aberkennen könnte aus moralischen Gründen.

    Die Dr. hc. mult. - Doktortitel des Günter Grass sollte ihm
    aber unverzüglich aberkannt werden,
    weil es erhebliche Zweifel an seiner geistig-moralischen
    Vorbildfunktion inzwischen international gibt.
    Er ist auch "Dr. med. h.c." (Uni Lübeck, 2003) ... ????

    Grass ist m.E. kein guter Doktor sondern ein
    Schamane ohne Heilungskraft der nicht nur seine letzte
    Tinte verschrieben hat sondern auch ein Schamane ohne
    Heilungskraft ist der zu einem malignen Heilsprediger mutiert ist.
  10. #39

    Nun

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    .
    weil ein alter Mann, eine unbequeme Ansicht zum Besten gab. Was hat das Alles noch mit Pluralismus, Meinungsfreiheit, Demokratie usw.
    die man doch den Völkern außerhalb der westlichen Welt so dringend und stetig ans Herz, legt zu tun.
    Zum Beispiel, dass Sie dies hier äußern dürfen, ohne dass Sie Gefahr laufen, weggesperrt zu werden wie etwa im Iran.








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