DPAVier Wochen nach dem Tod Peter Strucks hat die Berliner Polit-Prominenz dem SPD-Politiker gedacht - eigentlich ein trauriger Anlass. Doch es wurde eine überraschend heitere Veranstaltung - dank CDU-Mann Kauder und Ex-Kanzler Gerhard Schröder.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-879506.html
Struck hat also Merkel gebeten, die FraktionschefS zurückzupfeifen. Das heißt doch wohl: die Chefs der Koalitionsfraktionen, denn Oppositionsführer lassen sich in aller Regel nicht von der Regierungschefin zurückpfeifen. Die Chefs der Koalitionsfraktionen waren aber: Struck und Kauder. Da Struck wohl kaum Merkel gebeten haben wird, ihn selbst zurückzupfeifen, hat Struck wohl die Bitte geäußert, (nur) Kauder zurückzupfeifen. Das hat Kauder, der Erzähler der Anekdote etwas kaschiert. Und Spiegel Online hat es dabei belassen!
Eine würdige, überparteiliche Veranstaltung. Kompliment an Volker Kauder, der zu seinen Freundschaften steht, auch wenn's wahlkampftaktisch eher unpassend ist.
Politiker mit Ecken wie Struck werden dem Land fehlen.
...und so gedenken wir gemeinsam dem Politiker, oder lieber das Politiker
schade, dass jetzt auch beim Spiegel kein vernünftiges Deutsch mehr geschrieben wird!
solche wohltuenden Charaktere immer mehr. Peter Struck hatte etwas ehrlich Verbindendes über Parteigrenzen hinweg. Zugänglichkeit und Geradlinigkeit gepaar mit menschlicher Wärme - das zeichnet eigentlich keinen Spitzenpolitiker hierzulande mehr aus. Leider.