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Gedenkfeier für NSU-Opfer: "Einer muss die Kraft haben"

DPASemiya Imek ist 14 Jahre alt, als die Neonazis Böhnhardt und Mundlos ihren Vater an einem Blumenstand erschießen. An diesem Donnerstag wird sie auf der Gedenkveranstaltung zum braunen Terror eine Rede halten. Es wird ihre letzte in Deutschland sein.

Gedenkfeier für NSU-Opfer: "Einer muss die Kraft haben" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #160

    Holla

    Zitat von les.fleur.du.mal Beitrag anzeigen
    dass ich viele Threads nicht komplett lese(n kann), damit erspare ich es mir, solchen Müll wie den Ihres Vorposters auch noch im "Original" lesen zu müssen.

    Seine menschliche, politische und moralische Sensibilität mit der einer Dampframme von gigantischen Dimensionen zu vergleichen, würde ihm zu viel der Ehre antun.

    Und mit dem Verweis auf den "allseits bekannten Kniefall vor der Welt" meint unser nationaldeutscher Freund bestimmt den von Willy Brandt in Warschau - da dachte man, sowas kann ja auch nur ein feiger Immigrant wie dieser Frahm bringen, sich für die Mehrheit des deutschen Volks bei diesen Pollaken auch noch zu entschuldigen, und jetzt auch noch die Merkel! Vor den Türken! Ist ja fast noch schlimmer! Auch keine rechte Deutsche!

    Fleurs
    Also was der Willy seinerzeit in Polen macht hat mir den größten Respekt vor Ihm abgerungen, aber ich glaube nicht das der Forist darauf anspielte sondern auf die Unterstellung mancher Leute das in D 80 Mio Nazis leben gegen die jetzt angegangen wird bzw. das sich nun alle 80 Mio gefälligst der Morde an den Toten schuldig zu bekennen haben. Das zeigt doch andererseits das es mit dem Nationalsozialismus in D nicht weit her sein kann wenn soviele Menschen an dem Gedenken teilnehmen.
  2. #161

    Mein Beileid den Hinterbliebenen und meinen Abscheu den Tätern und deren Gesinnung.

    Ob man allerdings mit dieser Gedenkfeier für Opfer explizit rechtsextremer Gewalt der guten Sache einen Dienst erweist, erscheint mir mehr als fraglich.

    Vielmehr ist es doch Wasser auf die Mühlen der mehr oder vor allem auch minder Rechten, der Sarrazin-Anhänger in diesem Land, wenn es wieder nur die Opfer "rechtsextremer" Gewalt sind, derer mit beispiellosem Promi-Aufgalopp gedacht wird.

    Gedenkfeiern für Opfer linksextremer, islami(sti)scher oder einfach nur sinnloser Gewalt im Alkohol- oder Drogenrausch, wie in den letzten Monaten immer wieder von Deutschlands S-Bahnhöfen berichtet, sucht man vergebens.

    Und so mancher mag sich da schon fragen, wo der Unterschied zwischen einem unschuldig am Blumenstand erschossenen Mann und einem unschuldig in der S-Bahn tot getretenen Mann liegen mag, der es rechtfertigt, dass des einen von Kanzlerin und mannigfaltiger Prominenz gedacht wird, während der andere höchstens lokal im Gedächtnis bleibt.

    Ich fürchte, durch solche durch nichts zu erklärende Ungleichbehandlung stärkt man eher die zu Recht kritisierte, Menschen verachtende Gesinnung, anstatt ihr wirksam zu begegnen.
  3. #162

    Zitat von Otto Normal Beitrag anzeigen
    Ich als "deutscher" Deutscher schließe mich an.
    Wenn Frau Simsek Deutschland verlässt bedeutet dies einen Verlust für Deutschland und seine Bevölkerung. Es ist das Schlimmste was den Deutschen passieren kann, wenn Frau Simsek und andere Deutschland verlassen, weil sie erkannt haben wie finster es hier unter anderem ist.
    Man kann es auch die gerechte Strafe für die Deutschen nennen, wenn man unbedingt will.
    Die dummen Nazis freuen sich natürlich, wenn eine türkische Deutsche wie Frau Simsek auswandert.

    Auch den türkischen Arzt weiter oben verstehe ich vollkommen.
    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Besonders bitter ist, dass es vor allem die gut integrierten und gut ausgebildeten Türken sind, die gehen. Eben diejenigen, die es nicht nur in Deutschland schaffen, sondern überall auf der Welt.

    Unter denen, die bleiben, steigt dagegen der Anteil derer, die trotz ständiger Bedrohung in Deutschland hier ein materiell besseres Leben führen, als das in der Heimat oder sonstwo der Fall wäre. Anderenfalls wären sie ja auch dumm, zu bleiben.
  4. #163

    Schaun wir mal....

    Zitat von GetulioV Beitrag anzeigen
    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Besonders bitter ist, dass es vor allem die gut integrierten und gut ausgebildeten Türken sind, die gehen. Eben diejenigen, die es nicht nur in Deutschland schaffen, sondern überall auf der Welt.

    Unter denen, die bleiben, steigt dagegen der Anteil derer, die trotz ständiger Bedrohung in Deutschland hier ein materiell besseres Leben führen, als das in der Heimat oder sonstwo der Fall wäre. Anderenfalls wären sie ja auch dumm, zu bleiben.
    Vielleicht kommen dafür ein paar Griechen,Portogiesen,Ungarn oder
    Spanier?
    Wäre nicht schlecht und Bratwurst und Bier dürfen die ja
    Gottseidank auch verzehren.
  5. #164

    1 Minute

    An meinem Arbeitsplatz (öffentlicher Dienst) wurden wir am heutigen Tag aufgefordert, eine Schweigeminute einzulegen, um der Opfer des NSU-Nazi Terrors zu gedenken. Selbst diese eine Minute war einigen zuviel abverlangt.
    Im öffentlichen Dienst ist der Anteil der Migranten sehr gering, besonders die höher dotierten Stellen. Die meisten sind im Umgang mit Migranten eher zurückhaltend (vorsichtig, wie es so ihre Art ist) und pflegen lieber ihre Vorurteile. (Aber sie sind natürlich keine Rassisten..)

    Man darf nur nicht zu sensibel sein, denn dann hört man doch so manchen schrägen Unterton...
  6. #165

    Zitat von les.fleur.du.mal Beitrag anzeigen
    dass bei den übrigen Bundesbürgern so wenig gehandelt worden wäre und von den Strafverfolgungsbehörden so seltsame Verdächtigungen über die Toten wie über Ihre Angehörigen ausgesprochen werden, wie in diesen Fällen.

    Fleurs
    Die Polizei hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert, keine Frage. Aber dass bei Tötungsdelikten im Umfeld der Getöteten ermittelt wird und nicht unbedingt nach nebulösen Tätern aus dem Nichts, ist vollkommen normal und empirisch auch vernünftig. Das Gros der Tötungsdelikte wird eben von Tätern aus dem persönlichen Nahfeld verübt, nicht von Irren, die mit den Opfern nie ein Wort gewechselt haben.
  7. #166

    Das Problem

    Zitat von GetulioV Beitrag anzeigen
    Die Polizei hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert, keine Frage. Aber dass bei Tötungsdelikten im Umfeld der Getöteten ermittelt wird und nicht unbedingt nach nebulösen Tätern aus dem Nichts, ist vollkommen normal und empirisch auch vernünftig. Das Gros der Tötungsdelikte wird eben von Tätern aus dem persönlichen Nahfeld verübt, nicht von Irren, die mit den Opfern nie ein Wort gewechselt haben.
    hier ist, daß die Ermittlungen immer nur in bestimmte Richtungen (organisierte Kriminalität oder Familie) gingen und man die Variante Rechtsextremismus von vornherein ausgeschlossen hat, und das selbst dann noch als klar war, daß es zwischen den Opfern keine Beziehung gibt und in den Familien keine Verdächtigen gefunden wurden.
  8. #167

    ....

    Zitat von Politikum Beitrag anzeigen
    Der Aufmarsch heute samt öffentliche Schweigeminute in Firmen und ÖPNV nennt man also eine "kleine Entschuldigung"? Alle Achtung, was passiert denn dann, wenn es mal richtig was zu entschuldigen gibt?
    Wenn Ihnen 10 Morde begangen von Rechten-Deutsche auf Deutschen Boden nicht genug ist um sich "richtig zu entschuldigen", dann muß ich mir die Frage stellen was Ihrer Meinung nach denn passieren muß damit eine "richtige Entschuldigung" gerechtfertigt ist.
    Vielleicht ein paar Morde mehr oder gleich ein 2tes Norwegen??.
  9. #168

    Wenn Sie sich die anderen Postings

    Zitat von homerjsimpson Beitrag anzeigen
    Also was der Willy seinerzeit in Polen macht hat mir den größten Respekt vor Ihm abgerungen, aber ich glaube nicht das der Forist darauf anspielte sondern auf die Unterstellung mancher Leute das in D 80 Mio Nazis leben gegen die jetzt angegangen wird bzw. das sich nun alle 80 Mio gefälligst der Morde an den Toten schuldig zu bekennen haben. Das zeigt doch andererseits das es mit dem Nationalsozialismus in D nicht weit her sein kann wenn soviele Menschen an dem Gedenken teilnehmen.
    des verehrten Foristen ansehen, müssten sogar Sie (und Ihre Postings lassen einen manchmal auch schon ins Grübeln kommen) es zumindest in Betracht ziehen, dass er sehr wohl den besagten Kniefall meint.

    Wen meinen Sie denn mit den vielen Menschen, die teilnahmen? Die Tausend oder wieviel, die eingeladen waren - da waren ja nicht einmal alle vorherigen Opfer rechter Gewalttaten eingeladen - wer aus dem Raster der "offiziellen" Opfer rausfällt, gehört eben nicht dazu - und ob Sie ein Opfer sind, weiß unsere Obrigkeit nun mal besser als Sie.
    Es ist unzweifelhaft, dass sich viele von den Taten dieser rechten Mischpoke distanzieren, es ist aber fraglich, ob sich wirklich so viele von der Denkweise, die dazu führt, distanziert.


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