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Gedenken an Soldaten: Plan für Veteranentag empört SPD

DPAIn der SPD wird Kritik an der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Einführung eines Veteranentages am 22. Mai laut. Das Datum dürfe kein Gedenktag wie jeder andere werden. Streit gibt es auch darüber, wer überhaupt als Veteran anerkannt werden soll.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825627,00.html
  1. #1

    Ungeeignet

    Ich selbst bin Soldat, tue mich aber mit der Thematik "Veteranentag" schwer.
    Ein solcher Heldengedenktag - darauf läuft es ja wohl hinaus - ist unzeitgemäß und unangemessen.

    Militärische Mittel als Stufe der politschen Eskalation sind meines Erachtens abzulehnen. Somit ist (zumindest in meinem Weltbild) ein Krieg wie in AFG, nicht zu rechtfertigen. Die Opfer dort sind vergebens, das lässt sich jetzt schon absehen. Darüber hinwegzutäuschen, ist Ziel der jetzigen Diskussion.

    Traurige Grüße
  2. #2

    Was soll das....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der SPD wird Kritik an der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Einführung eines Veteranentages am 22. Mai laut. Das Datum dürfe kein Gedenktag wie jeder andere werden. Streit gibt es auch darüber, wer überhaupt als Veteran anerkannt werden soll.

    Gedenken an Soldaten: Opposition kritisiert Plan für Veteranentag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ...ich dachte diesen Mist hätten wir endgültig hinter uns. Das sich Soldaten wieder mit Orden behängen lassen...von mir aus, wenn sie es schön finden...aber einen Gedenktag...schon vergessen was Deutschland vor 70 Jahren angerichtet hat....laßt es sein. Militär ist dafür da das Land zu schützen (aber nicht am Hindukusch oder sonstwo in der Welt) und dafür gehört es von der Bevölkerung geachtet und unterstützt...aber Gedenktage einführen...nein nein und nochmals nein.
  3. #3

    Gibts schon.

    Wenn man den Kriegstoten gedenken will, kann man den Totensonntag auf die Opfer und Gefallenen der deutschen Wirtschaftspolitik und der Verteidigung des Grundgesetzes am Hindukusch erweitern. Ansonsten ist so ein Vorschlag widerlich und bestätigt nur die Verortung der C*U in der rechts-nationalen Ecke.
  4. #4

    von de maiziere habe ich bisher viel gehalten. aber diese idee ist schwachsinn hoch 3.
  5. #5

    Gute Idee !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der SPD wird Kritik an der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Einführung eines Veteranentages am 22. Mai laut. Das Datum dürfe kein Gedenktag wie jeder andere werden. Streit gibt es auch darüber, wer überhaupt als Veteran anerkannt werden soll.

    Gedenken an Soldaten: Opposition kritisiert Plan für Veteranentag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Einen Veteranentag sollte Deutschland haben. Unsere Soldaten haben dasselbe Recht darauf wie Franzosen, US-Bürger und und und.

    Wer mit unserer Vergangenheit dagegen argumentiert, der sollte sich einmal anschauen, was Deutschland und seine Soldaten seit 1949 alles schon geleistet hat !
    Hoffentlich wird der Veteranentag auch wirklich kommen.
  6. #6

    Tag der Opfer politischer Fehlentscheidungen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der SPD wird Kritik an der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Einführung eines Veteranentages am 22. Mai laut. Das Datum dürfe kein Gedenktag wie jeder andere werden. Streit gibt es auch darüber, wer überhaupt als Veteran anerkannt werden soll.

    Gedenken an Soldaten: Opposition kritisiert Plan für Veteranentag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was ist dann mit Gerhard Schröder? Wird er von de Maizière verklagt? Durch sein NEIN zum Irak-Einsatz deutscher Truppen hat er vielen Soldaten die Chance genommen, "Veteran" zu werden.
    Nur dem Lemming-Gehorsam von Merkel & Co. haben wir Truppen nach sonst wo gesendet. Die Ausrede, dort Menschenrechte, Freiheit und Demokratie zu "verteidigen" ist 'ne Lachnummer, weil wir sonst sofort in Lybien hätten einmarschieren müssen, Syrien hätten wir auch auf dem Zettel .... u.v.m..
    Eher wäre der Tag "Tag der Opfer politischer Fehlentscheidungen" zu nennen. Und auf der Ehrentafel steht jedes Opfer, aber dazu auch die verantwortlichen Bundeskanzler, Verteidigungsminister.
  7. #7

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Jetzt, wo die Bundeswehr ohne Wehrpflicht beinahe aushungert, muss man natürlich etwas für das Ansehen unserer Schießmonster tun. Da hilft natürlich ein Veteranentag. Am besten im berliner Olympiastadion inkl. Fackelmarsch, Marschmusik und ermutigenden Reden. Vielleicht erschießt man zur Feier des Tages einen afghanischen Zivilisten oder stellt die Zerstörung der Tanklaster in Kunduz mit einer Theateraufführung nach. Auf unser deutsches Militär.
    @frubi,

    ein sehr guter Beitrag!
  8. #8

    Kanns nicht mehr hören

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...ich dachte diesen Mist hätten wir endgültig hinter uns. Das sich Soldaten wieder mit Orden behängen lassen...von mir aus, wenn sie es schön finden...aber einen Gedenktag...schon vergessen was Deutschland vor 70 Jahren angerichtet hat....laßt es sein. Militär ist dafür da das Land zu schützen (aber nicht am Hindukusch oder sonstwo in der Welt) und dafür gehört es von der Bevölkerung geachtet und unterstützt...aber Gedenktage einführen...nein nein und nochmals nein.
    Ob ein Veteranentag nun das Richtige ist, sei dahingestellt. Aber
    hören sie doch auf mit ihrer 'vor 70 Jahren...' Leier.
    Ist ja ätzend.
  9. #9

    Seltsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Linken-Verteidigungspolitiker Paul Schäfer warf de Maizière vor, mit besonderen Ehrenbezeugungen für Veteranen die Anerkennung für deren persönlichen Einsatz "in allgemeine Akzeptanz für Kampfeinsätze und Kriegführung" ummünzen zu wollen.

    Gedenken an Soldaten: Opposition kritisiert Plan für Veteranentag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Seltsam, die Kritik des Herrn Schäfer. War er nicht viele Jahre DKP-Mitglied? Einer Partei mit einem eigenen militärischen Arm? Die Mitglieder dieser Kampfgruppe erhielten in der DDR eine paramilitärische Ausbildung mit dem Ziel, im Bedarfsfall Sabotageakte und terroristische Anschläge in der Bundesrepublik durchzuführen. Auf dem Lehrplan standen „Umgang mit Waffen und Sprengmitteln, die Taktik von Kleinkampfgruppen, Tarnung, Spurenverwischung und das lautlose Töten von Menschen“ (Deutsche Kommunistische Partei).

    Eindeutig war auch die Position der DKP zur gewaltsamen Niederschlagung des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR, zur blutigen Niederschlagung des „Prager Frühlings“ in der CSSR 1968, zum Bau der Mauer und zum sowjetischen Einmarsch in Afghanistan 1979. Die Partei begrüßte und verteidigte diese Maßnahmen.

    Hat nicht Margot Honecker den Wehrunterricht an den Schulen der DDR eingeführt, sogar den „Kampf mit der Waffe in der Hand“ gefordert? Ein Protest der DKP dagegen ist nicht bekannt.

    Mag Herr Schäfer die Linie der DKP im Einzelnen persönlich vertreten haben oder nicht, er hielt der DKP die Treue, immerhin von 1970 bis 1988. Mehr als genug Zeit und Gelegenheit, den gleichen Maßstab an die Grundsätze, Ziele und Aktivitäten seiner Partei zu legen wie jetzt an den Vorschlag von Verteidigungsminister Thomas de Maizière zur Einführung eines Veteranentages.


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