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Gedenken an Dresdner Bombennacht : Menschenkette stärker als Neonazi-Aufmarsch

APMit einer kilometerlangen Menschenkette gedenken Tausende Dresdner dem Jahrestag der Zerstörung ihrer Stadt und setzen ein Zeichen gegen Rechts - der Neonazi-Aufmarsch wird vorzeitig abgebrochen, Polizisten eskortieren die Rechtsextremen zurück zum Bahnhof. Ausschreitungen bleiben aus.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...815078,00.html
  1. #70

    Sie Held...

    Zitat von rotertraktor Beitrag anzeigen
    1. Wunder:
    Es gibt doch noch deutlich mehr gesunden Menschenverstand als dumpfen Rassismus in den Köpfen. Falls die öffentliche Empörung über die Neonazi-Mörderbande mit dazu beigetragen hat, dann haben die Opfer wenigstens.....
    ...meinen wohl undifferenziert jeden/jede Angehörigen/Angehörige der Sicherheitsbehörden per sé veratwortlich machen zu können. Gut, dann die folgenden Anmerkungen/Fragen:

    1. Wo war Ihre Expertise und Ihr Erkennen einer rechtsterroristischen Motivation der Mordserie des NSU? Nichts gemerkt? Hmm...

    2. Es gibt ein Grundrecht sich unter freiem Himmel, friedlich und ohne Waffen, zu versammeln. Bei "in den Weg stellen" lesen Sie doch mal, was das BVerfG dazu schreibt/sagt/feststellt. Demokratie heißt auch "Politik durch Diskussion". Bitte, suchen Sie die politische Auseinadersetzung, die argumentative Demontage der rechten Ideen. Aber zwingen Sie nicht, dazu vom Platz am PC (warm und trocken), der Polizei auf, diesen Diskurs zu lösen. Das ist nicht deren Job.
    Was machen Sie denn so? Sind Sie in einem Städteparlament, im Landtag, in einer Partei? Was ist ihr Beitrag zum Diskurs? Also außer stumpfen Beiträgen, die jenes einschränken wollen, was es zu schützen gillt - nämlich das Recht auf freie und friedliche (für beide Seiten !) Versamlungen. Was bitte mache Sie?
    3. Alle beim VS, der StA und bei der Polizei rechts? Weil Gysi (das war doch der Stasi-Spitzel, IM sonstwie, oder?) es sagt. Sorry, die Meinungen von bezahlten Verrätern der Geheimdienste waren mir nie etwas wert. Oder ist da die Vergangenheit von Herrn G. in Vergessenheit geraten? NA ja, alles Pfeifen bei der Stasi. sonst hätten die ihren und Herrn G's Untergang vorhergesehen,

    Oder, halt, wie beim NSU, hat er nur verdeckt für Mielke berichtet. Bestimmt war er beim VS.....(Ost). Ja, der weiß, wer auf welchem Auge "blind" ist. Oder nicht? Na dann wissen Sie es doch, oder???

    Summa sumarum: Es könnte einen "anbrechen", wie unterschiedlcih "rechts" und "links" die Rechte des jeweils anderen sehen. Demonstrieren darf jeder in diesem Land - das finde ich toll. Aber, FRIEDLICH und OHNE WAFFEN und auch ANGESICHTS ANDERER (von wo immer die kommen). Kommen Sie damit klar, engagieren Sie sich politisch (friedlich, mit dem "Schwert des Wortes"), dann ist alles schick.
    Die Alternative - meiner Meinung nach Geschwätz eines Helden der die Welt "versteht" (sorry soweit).

    Aber gut, dass wir Ihren Weitblick haben. Und, das ist ernst gemeint, noch besser, dass wir ein Land haben, in dem sie es dürfen.
  2. #71

    Welche Schublade hätten´s denn gern?

    Zitat von btc76 Beitrag anzeigen
    Immer diese Menschenverachtende gerede., jeder Mensch der sinnlos stirbt ist zu bedauern, das gilt für alle Menschen! ...
    Wieso sind die Dresdner „sinnlos“ gestorben? Das wären sie nur dann, wenn die Überlebenden aus ihrem Tod (und dem von 50 Millionen Anderen) nichts gelernt hätten! Es gibt nur leider schon wieder (oder immer noch) einige, die auf „Ausländer raus“ und ähnliche Hetzparolen reinfallen. Merkwürderweise in den östlichen Bundesländern überdurchschnittlich viele.
    Zitat von btc76 Beitrag anzeigen
    Sie haben im übrigen keine Ahnung was den Wiederaufbau in der DDR betrifft, sonder reden einfach nur. Zwinger, Schauspielhaus, Semper Oper BrüHlsche Terasse, Barockbauten an der Hauptstrasse etc. ...
    Sie wollen doch einige Prestigeobjekte nicht ernsthaft als Wiederaufbau bezeichnen? Sind Sie mal vor der „Wende“ über die Autobahn Wartha-Herleshausen nach Berlin gefahren?

    Zitat von btc76 Beitrag anzeigen
    Die Todeszahlen sowie den Zerstörungsgrad belegen Sie mal bitte mit Fakten... ...
    Die können Sie in den Geschichtsbüchern oder bei Wikipedia nachschlagen…
    Zitat von btc76 Beitrag anzeigen
    Weiterhin ist es in einer Demokratie wohl jedem selbst überlassen wann er wo trauert, vielleicht sollten Sie erst einmal grundsätzliches Verständnis für die Bundesrepublik entwickeln...
    Ja sicher. Es ist ja auch jedem selbst überlassen, welchen Rattenfängern er nachläuft. Der Sinn Ihres 2. Halbsatzes geht mir nicht auf???
  3. #72

    Argumente statt Schubladen

    Wieso sind die Dresdner „sinnlos“ gestorben? Das wären sie nur dann, wenn die Überlebenden aus ihrem Tod (und dem von 50 Millionen Anderen) nichts gelernt hätten! Es gibt nur leider schon wieder (oder immer noch) einige, die auf „Ausländer raus“ und ähnliche Hetzparolen reinfallen. Merkwürderweise in den östlichen Bundesländern überdurchschnittlich viele.
    Aus meiner Sicht, ist das Sterben unschuldiger Menschen grundsätzlich immer Sinnlos, es ist in der tat richtig, das aus dem Tod unzähliger Menschen der Weltkriege etc. Lehren gezogen werden müssen, sonst war der Tod der Millionen obendrein wertlos. Ich entnehme Ihren Worten darüber hinaus, das Sie ein Anhänger der These "Kollektiv-Schuld" sind, dem ist aber bei näherer Betrachtung mit Nichten so, ergo es kann keine Kollektivschuld geben, da Schuld letztendlich immer Individuell ist.

    Was Ihre Aussage zu Rechten Hetzparolen betrifft, so kann ich Ihnen nicht zustimmen, handelt es sich doch bei Ihrer Aussage um eine subjektive Wahrnehmung, welche leider den Blick auf die Wahrheit verschleiert. Im Rahmen meines Studiums in Mainz habe ich an einer groß Angelegten Bundesweiten Telefonumfrage teilgenommen. Grundsätzlich sprachen wir mit den Probanden über Gesundheitspolitik. Ich war erschrocken über den verdeckten Rassismus, sowie den massiven Aversionen gegenüber Ostdeutschen. Grundsätzlich sind wir zu dem Schluss gekommen, das Rechtsradikale Tendenzen im Osten wie im Westen in gleichem Umfang auftreten, allerdings im Westen der Republik eher verdeckt, am Stammtisch, im Osten hingegen offener propagiert werden. Das Übel ist und bleibt aber dass Selbe.


    Sie wollen doch einige Prestigeobjekte nicht ernsthaft als Wiederaufbau bezeichnen? Sind Sie mal vor der „Wende“ über die Autobahn Wartha-Herleshausen nach Berlin gefahren?.
    Sicherlich handelt es sich um Prestige Projekte, allerdings könnte ich jetzt von der Prager Straße über den Altmarkt etc. eine Menge mehr aufzählen. Allerdings geht es Ihnen in Ihrer Aussage vermutlich mehr um den gesamten Verfall Ostdeutscher Städte wie Dresden bis 1989. Da haben Sie natürlich Recht, allerdings klingt es bei Ihnen so, als hätte das Regime hierbei den Verfall absichtlich herbeigeführt. Dem ist mit Nichten so. Im Gegenteil, seit den 80iger Jahren, gab es in Dresden Pläne die Frauenkirche nebst Neumarkt wieder aufzubauen, den Neumarkt natürlich nicht in der heute realisierten Qualität. Grundsätzlich entstand der Verfall in der DDR aus Retourchen Mangel, welcher natürlich auf Misswirtschaft beruhte, aber auch auf den Reperationsleistungen an die Sowjetunion. Sie dürfen nicht vergessen, das die Ostzone, statt eines Marshallplanes, die kompletten Reparationsleistungen der Sowjetunion gnadenlos Schultern musste, obwohl sich diese im Rahmen der Konferenz von Jalta auf ganz Deutschland verteilen sollten.
  4. #73

    .

    Die können Sie in den Geschichtsbüchern oder bei Wikipedia nachschlagen….
    Das habe ich bereits, und auch diverse Bücher zum Thema gelesen, leider sind Ihre getroffen Aussagen in Gänze für mich nicht nachvollziehbar, vielleicht haben Sie einen Tipp für mich?

    In Wikipedia ist im Übrigen zu lesen :"„Mir scheint, dass der Moment gekommen ist, wo das Bombardieren deutscher Städte, nur um den Terror zu vermehren, wenngleich andere Vorwände angeführt werden, überdacht werden sollte. Andernfalls werden wir ein völlig zerstörtes Land kontrollieren… Die Zerstörung von Dresden stellt die Ausführung alliierter Bombardierungen von nun an ernsthaft in Frage.… Ich sehe die Notwendigkeit für eine präzisere Konzentration auf militärische Ziele… anstelle von bloßen Terrorakten und mutwilligen Zerstörungen, wie imposant diese auch sein mögen.“ Winston Churchill

    Dieser Satz alleine Dokumentiert für mich, dass auch in der Wahrnehmung der Britischen Führung die Bombardierung Dresdens etwas besonderes, eine Art Zäsur darstellt.

    Ja sicher. Es ist ja auch jedem selbst überlassen, welchen Rattenfängern er nachläuft. Der Sinn Ihres 2. Halbsatzes geht mir nicht auf???
    Da stimme ich Ihnen zu, allerdings Teile ich nicht Ihre Auffassung das den Dresdner vorgeschrieben werden sollte, wann Sie in welcher Form trauern. Im Gegenteil, wenn man aufhört zu trauern, aufgrund der Nazis, so kapitulierten man doch vor den Braunen, und niemandem ist geholfen. Es geht viel mehr darum, das die Trauerfeierlichkeiten für die Dresdner ein Inhalten bedeuten und eine Demonstration für den Frieden darstellen. Daran gibt es aus meiner Sicht überhaupt nichts zu kritisieren. Wichtig ist an dieser Stelle lediglich, das die Bürger der Stadt den braunen eindeutig zu verstehen geben, dass Sie hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln, was aber aus meiner Wahrnehmung heraus geschieht. Ein Ende der Trauerfeierlichkeiten, würde letztendlich nur bedeuten das die Rechten nicht mehr nach Dresden Fahren, die Linksradikalen Spinner sich ein neues Ereignis zum austoben suchen, die Anzahl der Nazis in Deutschland aber unverändert gleich bleibt.
  5. #74

    Argumente

    Zitat von btc76 Beitrag anzeigen
    Das habe ich bereits, und auch diverse Bücher zum Thema gelesen, leider sind Ihre getroffen Aussagen in Gänze für mich nicht nachvollziehbar, vielleicht haben Sie einen Tipp für mich?....

    Ein Ende der Trauerfeierlichkeiten, würde letztendlich nur bedeuten das die Rechten nicht mehr nach Dresden Fahren, die Linksradikalen Spinner sich ein neues Ereignis zum austoben suchen, die Anzahl der Nazis in Deutschland aber unverändert gleich bleibt.
    Wir liegen ja garnicht so weit auseinander, nur betrachten wir die Dinge wohl aus einem anderen Blickwinkel.
    Da dieser Blog aber schon "tiefgefroren" ist und von keinem mehr gelesen wird, setzten wir unsere Dikussion evtl. mal an anderer Stelle fort.
  6. #75

    Zitat von pitterw Beitrag anzeigen
    Wir liegen ja garnicht so weit auseinander, nur betrachten wir die Dinge wohl aus einem anderen Blickwinkel.
    Da dieser Blog aber schon "tiefgefroren" ist und von keinem mehr gelesen wird, setzten wir unsere Dikussion evtl. mal an anderer Stelle fort.
    Irrtum. Er wird noch gelesen.
    Ich würde schon gerne noch wissen, warum das Gedenken an die Opfer des Krieges, der von den Nazis begonnen wurde, den Nährboden gerade für diese Nazis bilden soll.
    Und natürlich wissen die Dresdener, wer Schuld an dem Krieg war, und dass sie nicht die einzigen Opfer sind. Warum sonst haben sie eine Städtepartnerschaft mit Coventry, St Petersburg, Rotterdam.








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