Gebührenpflicht für Schulklos: Ich muss mal - zahlen

Viele Schultoiletten sind so dreckig, dass Schüler sie meiden, selbst wenn sie müssen. Einige Schulen steuern jetzt gegen mit dem Modell der Autobahn-Raststätten: Sie kassieren für jedes Geschäft. Die kleinen Kunden schwärmen vom Pinkelparadies, doch einige Eltern und Schulpolitiker sind empört.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...770083,00.html
  1. #20

    Albern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Schultoiletten sind so dreckig, dass Schüler sie meiden, selbst wenn sie müssen. Einige Schulen steuern jetzt gegen mit dem Modell der Autobahn-Raststätten: Sie kassieren für jedes Geschäft. Die kleinen Kunden schwärmen vom Pinkelparadies, doch einige Eltern und Schulpolitiker sind empört.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...770083,00.html
    Da kann man ja die Schultoiletten gleich an "MrClean" outsourcen. Und wenn ein Schüler kein Geld hat, hat er Pech gehabt, oder wie? Auch Sch...en muss man sich halt leisten können?

    Natürlich ist Vandalismus und Verschmutzung auf Schultoiletten vollkommen inakzeptabel.

    Aber dann müssen andere Lösungen gefunden werden, z.B. eine von den Schülern selbst organisierte Aufsicht. Im wöchentlichen Turnus "opfern" dann zwei Mädchen auf dem Mädchenklo und zwei Jungs auf dem Jungsklo ihre Pausen und und schauen nach jeder Benutzung nach, ob die jeweilige Toilette, wie es immer so schön heisst "so verlassen wurde wie man sie vorzufinden wünscht".
  2. #21

    Was denn sonst, bitte?

    Zitat von NaIschWaasNet Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man/frau doch dem einen oder anderen Direktor mal wieder auf den Schreibtisch sch*****!
    Einfach 50 Cent liegenlassen.
    )
    Wegen Leuten wie dir/Ihnen kam man vermutlich auf die Idee, die Toiletten gebührenpflichtig zu machen. Das ist an Niveaulosigkeit nicht zu toppen.

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Ich lehne aus grundsätzlichen Gründen ab, für's Geschäft zu zahlen, wo ich a) zu Gast bin oder b) pflichtgemäß sein muss. Wer sich das bezahlen lässt, legt m.E. ersichtlich keinen Wert auf meine Anwesenheit, weil er mir grundsätzliche Lebensäußerungen reglementiert und damit demonstriert, dass er mich lieber außerhalb seiner Räume sehen würde.
    Von der Schule fernbleiben schadet niemandem außer dir/Ihnen selbst. Mit dieser Einstellung wird das mit dem Berufsleben nichts;-)

    Ich gebe meinen Kinder lieber 30 Cent für 3x aufs Klo gehen am Tag mit, als irgenwann wegen schwerer Infektionen zum Arzt mit ihnen zu müssen.

    Fürs Klo bezahlen ist bitter und für einige Familien vielleicht finanziell hart (mehrere Kinder, Hartz4 etc) - aber was soll denn bitte sonst unternommen werden gegen den ständigen Vandalismus.

    Wenn Schüler ihre Ausscheidungen an die Wände schmieren, dann hört der Spaß eben auf. Dann müssen die Toiletten - auch zum Schutz der anderen Schüler - eben überwacht werden. Und wovon soll das finanziert werden?

    Unserem Staat sind die Arbeitnehmer von morgen doch ohnehin nichts mehr wert - also muss eben geguckt werden, wie man solche Dinge mithilfe der Schüler/Eltern finanziert.
  3. #22

    Totales Versagen -und alle machen mit?

    Natürlich hat der Schulbetreiber Toiletten zur Verfügung zu stellen - orientiert an der Anzahl der Schüler, gibt sicherlich auch Richtwerte dafür.
    Und wenn die versifft werden, hat er die wieder in Ordnung zu bringen - oder die Schule in dieser Zeit zu schließen, da eine unhygienische Toilette eine Gesundheitsgefahr für den Schulbetrieb darstellt.
    Um den ordnungsgemäßen (hygienischen!) Schulbetrieb wieder zu ermöglichen, gibts ja verschiedene Möglichkeiten, z.B.:
    Aufsichtspflicht (auch in der Toilette!) ausreichend wahrnehmen, versiffte Toiletten sind ja ein Beweis für mangelhafte Aufsicht durch den Schulträger (in Verbindung mit nicht vorhandener Erziehung der Eltern)
    Schüler gehen oder fahren auf Kosten des Schulträgers mit dem Taxi nach Hause auf die Toilette (natürlich mit Begeleitservice durch den Schulträger und Ausgleich für den versäumten Unterricht)
    Die Toiletten werden durch einen externen Dienstleister betrieben (Auf Rechnung oder mit Kostenerstattung durch den Schulträger).
    Wenn eine Kneipe wegen unhygienischer Verhältnisse dichtgemacht werden kann - wieso tun sich dann die Aufsichtsbehörden bei einer Schule so schwer?
    Das Bezahlmodell ist in meinen Augen eine Kapitulation vor dem Unvermögen des Schulträgers, einen ordnungsgemäßen Schulbetrieb durchzuführen. Und da macht der Schulförderverein noch mit - ich fasse es nicht!
    Dessen erste Aufgabe müsste es sein, den Verantwortlichen in der Schulaufsicht und beim Schulträger Feuer unter dem faulen ..... (umgangssprachlich für unteres Rumpfende bei Primaten) zu machen, und nicht diese Unfähigkeit noch zu decken!
    Bin ja mal gespannt, wann die erste Klage wegen Durchfall, EHEC, usw. gegen einen Schulträger durchgezogen wird.
  4. #23

    Irrsinn

    Zitat von glass88 Beitrag anzeigen
    Warum ist es denn versifft? Heißt das wenn's gratis ist kann ich's kaputt machen? Wie krank ist das denn?

    Ich bin selbst in einem EB und auch an unserer Schule gibt es Probleme mit den Klos. Und das traurige ist dass sich Baureferat und Schulrefert wohl nicht einigen können wen die Sache angeht. Jeder Ehrengast der an solche Schulen kommt soll sich mal in das Häusl setzen.
    Als ich noch auf der Schule war kann ich mich an kein runtergekommenes Klo erinnern...

    Einen Grund dafür sehe ich auch in den Reinigungstrupps bzw. bei der Auswahl derselben. Der Job wird EU weit/Landesweit (?) ausgeschrieben. Für was denn? Soll eine Firma aus Spanien das Häusl in Hamburg putzen? bzw. eine Hamburger Firma in München? Ist doch unmöglich... und die Ausschreibung dauert drei Monate... bis was rauskommt weil 17 Behörden und 5 Consultants an der Ausschreibung mitschustern.
    Solche Aufträge sollen doch die Rektoren dirket vergeben können. Dann ist das Feedback direkter, man kennt die Firma die das macht und zu guter letzt gehen auch die Kinder der Angestellten der Reinigungsfirma auf dieses Klo.
    Wenn die Rückkopplung entsprechend kurz ist, ist auch der Thron sauber!
  5. #24

    irrsinn

    Zitat von seduro34 Beitrag anzeigen
    Ich finde die Idee gut.Die Schüler können ja selbst entscheiden, ob sie auf die "öffentliche" Toilette gehen wollen, die evtl. versifft und/oder durch Vandalismus zerstört wurde oder ob sie für die extra Pflege 10 ct. zahlen wollen. Wer jemals auf einem normalen Schulklo war, der würde sich wahrscheinlich immer für die Bezahlvariante entscheiden.

    Es ist ja nicht so, als wenn die Schule ihrer Sorgfaltspflicht für die normalen Toiletten nicht nachkommen würde. Es sind die Schüler, die sich ihre Pinkelumgebung selbst schaffen. Und wenn nun jemand angestellt wird, der Toiletten beaufsichtigt um sie ansehnlich zu erhalten, dann muß das natürlich bezahlt werden. Es ist wie überall, wenn es keinen Bedarf dafür geben würde, würde sich das Angebot von selbst erledigen.
    Ist 1. April? Als nächstes gibt es dann Eintritt für den Pausenhof, oder was??

    Es ist die verdammte Pflicht userer Schulen ein brauchbares Lenrumfeld zu schaffen. Dazu gehören auch Toiletten! Und die Schulen die ich kenne sind ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen. Dazu gehört nämlich auch, eine brauchbare Putztruppe zu beschäftigen, die nicht nur 1* in der Woche mit dem Lappen wedelt. In frequentierten Toiletten ist das nämlich 1* -2* am Tag nötig und dann sind sie auch sauber!
  6. #25

    toll

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    soll denn der Bürger für die von seinen Steuern mehrfach bezahlten Dinge nochmal zur Kasse gebeten werden?
    nur als Beispiel. In meinem Kaff eine neu eröffnete Schulsporthalle. Nach 2 Monaten eine Kabine: Man erleichterte sich, steckte anschliessend Feuerwerkskörper hinein und liess selbige dann hochgehen.
    Das Ergebnis dürfte klar sein.
    Kosten für Wiederherstellung etc. lagen dann bei ein paar TSD. Euronen. Zu wessen Lasten die paar TSD. gingen ist klar. U.a. zu meinen, verursacht durch dumpfbackige Kiddies.
  7. #26

    titel

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    ... . . Wie wäre es, wenn man den Kindern einfach mal beibringt, mehr Respekt vor dem Nächsten zu haben und dass jeder auf ein sauberes Klo möchte, anstatt wieder mal pauschal zu bevormunden. Klar der Pöbel ist zu blöd oder zu faul, etwas für die Erziehung seiner Nachkommen zu tun.
    Einfach mal beibringen - ja wie denn ?
    Es ist einfach ein Naturgesetz, daß unbeobachtete Pubertierende vor allem in der Gruppe zu Aktionen neigen, die sie selbst Jahre später als blödsinnig einschätzen. Jugendliche, die Klobrillen zertreten, denken nicht darüber nach, daß sie dieses Klo vielleicht eine halbe Stunde später brauchen. Es ist die Lust, mit möglichst verbotenen Handlungen Gleichaltrige zu beeindrucken und das tun Sprößlinge aus Akademikerhaushalten genauso wie jene aus anderen Schichten.
    Hier würde nur ein Umdenken einsetzen, wenn in einer Schule alle Schüler planmäßig ihre Sanitäranlagen selbst putzen müssten, woraufhin schnell eine kritische Haltung gegenüber denen, die die Arbeit aller sabotieren, einsetzen würde. Dies wird allerdings nie passieren, da die Eltern dieser Kinder hierin eine Verletzung der Menschenrechte sehen würden.
  8. #27

    wenn denn alles so einfach wäre ....

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    Irgendwie kommen wir aus dem Schildbürgertum nicht mehr raus. Wie wäre es, wenn man den Kindern einfach mal beibringt, mehr Respekt vor dem Nächsten zu haben und dass jeder auf ein sauberes Klo möchte, anstatt wieder mal pauschal zu bevormunden. Klar der Pöbel ist zu blöd oder zu faul, etwas für die Erziehung seiner Nachkommen zu tun.
    Vielleicht staffelt man die Toilettengebühr nach der Gehaltsklassen der Eltern, wie bei den KiGa-Gebühren?
    Geht's eigentlich noch?
    Bei vielen Themen hier fällt es schwer, etwas Sinnvolles zu schreiben, da man von der Materie nicht genug Ahnung hat.
    Mit diesem Thema verhält es sich offensichtlich ähnlich.
    Was lese ich hier für geistreiche Kommentare oder Bemerkungen:
    ... wenn abends nur mal die Putztruppe vorbeihuscht ....
    oder ... den Kindern Respekt beibringen ...
    Alle diese Menschen scheinen schon seit Jahren keine Schule mehr von innen gesehen zu haben.
    Als ich selbst noch Schüler eines sehr kleinen Gymnasiums war, konnte ich ohne Probleme auf die Toilette gehen, die war sauber. Es herrschte Ordnung und Disziplin und es war irgendwie allen klar, dass man Respekt vor den Einrichtungen hatte.
    Mittlerweile bin ich Lehrer an einer städtischen Realschule.
    Das Jungenklo ist schon beim Vorbeilaufen auf dem Flur eine Zumutung. Es stinkt derart, dass man diesen Flurtrakt am besten ohne zu atmen möglichst rasch durchschreitet. Es liegt aber weniger an den Putzfrauen, dass es derart stinkt, als an unseren Schülern. Die beschmieren nach Herzenslust die Toiletten, immer wieder sind die Wände mit Fäkalien verschmutzt. Derart schlimm, dass sich die Putzfrauen weigern, sauber zu machen. Kann ich verstehen.
    Erwischen wir gelegentlich Schüler bei diesen Aktionen (und das ist eher selten der Fall, weil, wie hier schon jemand geschrieben hat, die Kollegen keine Toilettenpolizei spielen wollen - da kommt schnell der Vorwurf auf, man sei ein perverser Schnüffler, der den Jungs zusieht auf der Toilette, schon erlebt!!), informieren anschließend die Eltern und beschließen Ordnungsmaßnahmen wie die Reinigung der Toiletten, bekommen wir keine Rückendeckung von den Eltern. "Mein Kind macht keine Toiletten sauber" ist dann immer wieder dieselbe Antwort der Eltern, deren Sprößlinge die Toiletten verschmutzen.
    Respekt ist in diesem Fall ein gesellschaftliches Problem und das betrifft erfahrungsgemäß an unserer Schule alle Bevölkerungsgruppen. Kinder mit und ohne Migrationshintergrund werden beim Schmieren erwischt, Kinder eher wohlhabenderer Eltern wie auch Kinder ärmerer Eltern.
    Geschmiert wird von vielen Kindern, gedeckt wird von vielen Eltern.
    Statt immer wieder Geld in die Reinigung und Neuausstattung der Toiletten zu investieren, ist das "Bezahlklo" eine gute Alternative. Mag sein, dass das eine Bankrotterklärung ist, aber es ist leider mittlerweile in weiten Bereichen Deutschlands die Realität.
    Ich werde auf der nächsten Konferenz vorschlagen, über die Einführung eines Bezahlklos auch an unserer Schule zu diskutieren. Dann muss die Toilette nicht wenigstens wieder wochenlang wegen unzumutbarer Verschmutzung für ALLE geschlossen bleiben. ;)
  9. #28

    UNd es stört sie nicht, dass....

    Zitat von Andreas Rolfes Beitrag anzeigen
    Alle, die sich hier über die "Pinkelgebühr" beschweren, können ja mal eine Woche auf ein versifftes Schul- oder gerne auch Universitätsklo gehen um dort ihr Geschäft zu verrichten. Nach einer Woche zahlen sie alle freiwillig 10 Cent(!; keine 70) für ein ordentliches Klo (mit Klobrille und ohne die neusten Propagandasprüche).
    ... wir alle dies schon mal mit unseren Steuern bezahlt haben, und nun die Nutzer es nochmal bezahlen sollen?

    ... das Problem gar nicht gelöst wurde, sondern nur auf die armen abgewälzt wurde (ja, auch die reichen Schüler werden zu Unsinn machen auf die Klo´s der armen gehen ... oder was haben sie gedacht?)

    ... das es immer mehr Bereiche gibt, die zwar für menschenwürdiges Leben notwendig sind, die man aber nur gegen zusätzliche Bezahlung bekommt.

    Last but not least: Wie wird sich wohl ein Kind fühlen, dass keine Geld von den Eltern bekommt und immer auf die schmutzigen Klo´s muss ... na? Zweitklassig vielleicht? Wertlos? Abgeschoben?

    Einfach widerlich was hier passiert und manche finden das auch noch gut!
  10. #29

    !

    Zitat von barlog Beitrag anzeigen
    Einfach mal beibringen - ja wie denn ?
    Es gibt offensichtlich eine ganze Anzahl von Schülern, die nicht nur gerne eine saubere Toilette vorfinden wollen, sodnern die auch selbst so wieder verlassen und keinerlei Ambitionen hegen, irgendwen mit einer zugesauten Kabine ärgern zu wollen - es geht also ;-)

    Und es gibt andere Schüler, die offensichtlich gerne 'rumsauen und auch keinerlei Problem haben, von anderen derart zugerichtete - Verzeihung! - Schei**häuser zu benutzen und gar noch ein wenig versiffter zu hinterlassen; wo also ist nun eigentlich das Problem, beiden Gruppen gerecht zu werden?