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Gebühren bei S&P: Deutsche Konzerne rebellieren gegen Rating-Riesen

dapdSchelte aus der Politik sind die Rating-Agenturen gewohnt, nun gibt es auch Kritik von deutschen Konzernen. Grund ist eine kräftige Gebührenerhöhung bei Standard & Poor's. Zwölf Unternehmen protestieren laut einem Zeitungsbericht gegen die Preistreiberei.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829146,00.html
  1. #10

    Zitat von Querspass Beitrag anzeigen
    Sind diese Gebühren Zwangsgebühren? Vergleichbar mit denen der IHKs?
    Nein. Sie können auch auf die Ratings dieser Agenturen verzichten und zu irgendeiner kleinen Konkurrenzagentur gehen. Oder Sie verzichten komplett auf das Rating. Gut laufende und solvente Unternehmen sind auf diese Ratings sowieso nicht wirklich angewiesen, wenn sie mal Anleihen ausgeben wollen. Aber ich glaube, die meisten Konzerne geben sowieso immer seltener Anleihen aus. Die meisten Konzerne schwimmen nämlich im Geld und brauchen gar kein zusätzliches Kapital.
  2. #11

    Zustimmung

    Hier werden also seitens der Politik Gesetze erlassen, die Ratingagenturen für viele Bereiche unverzichtbar machen. Schafft man das ab, bin ich sicher, dass dann aber wieder Milliarden von gierigsten Fondsmanagern in höchst dubiose Geschäfte gepulvert werden. Ob das dann besser ist? Ich glaube nicht


    Mit den Rating-Agenturen hat man zwar den Bock zum Gärtner werden lassen, ohne gäbe es aber ungehinderten Wildwuchs auf den Finanzmärkten. Die Rating-Agenturen stellen daher, wenn auch nicht wirklich eine gute Kontrolle der Finanzmärkte dar. Ich möchte mal die Gesichter der Rating-basher sehen, wenn deren Riesterversicherung das ganze Geld beim Spekulieren von Jamaika-Anleihen verzockt hat...
  3. #12

    Hmm,

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    Wer braucht denn überhaupt Ratingagenturen!? Stellen die irgendwas her, was ein Unternehmen unbedingt braucht?.
    wer braucht denn Versicherungen, stellen die irgendwas her, was ein Unternehmen unbedingt braucht? Leider ja, Ratingageturen machen nichts anderes als Versicherungen: Sie bewerten das Risiko, nur haften sie jedoch leider nicht für falsche Prognosen. Deshalb wäre ein transparenteres Geschäfstgebahren und mehr Konkurrenz sicher wünschenswert, genauso wie die Möglichkeit bei grober Inkompetenz, wie 2008, zur Kasse gebeten zu werden.
  4. #13

    na hoffentlich setzen die das auch konsequent durch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Zwölf Unternehmen protestieren laut einem Zeitungsbericht gegen die Preistreiberei.

    Gebühren bei S&P: Deutsche Konzerne rebellieren gegen Rating-Riesen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es eine Möglichkeit gibt den Fittichen zu entkommen, dann sollten die Unternehmen das konsequent durchsetzen.
    Wenn S&P dann trotzdem bewertet dann sollten sie die S&P verklagen.
    Dass wir keine europäische Rating-Agentur auf die Reihe kriegen ist auch so eine Sache, eine die nicht für unsere Politik spricht.
  5. #14

    Unfassbar dumm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schelte aus der Politik sind die Rating-Agenturen gewohnt, nun gibt es auch Kritik von deutschen Konzernen. Grund ist eine kräftige Gebührenerhöhung bei Standard & Poor's. Zwölf Unternehmen protestieren laut einem Zeitungsbericht gegen die Preistreiberei.

    Gebühren bei S&P: Deutsche Konzerne rebellieren gegen Rating-Riesen - SPIEGEL ONLINE
    Der Sinn hinter den Agenturen ist die Bewertung von Unternehmen.
    Der Zweck dahinter ist das Anleger einfacher abschätzen können wie gut das Geld angelegt ist.
    Gerade in der heutigen Zeit ist das schon wichtig, da Anleger stehts mit Kötteln in der Hose herumrennen und ständig Angst um ihr "hart" verdientes Geld haben.

    Wenn ich mit einem Dienstleister (nichts anderes sind die Ratingagenturen) nicht zufrieden bin, dann kündige ich meine Geschäftsverträge und suche mir einen anderen Anbieter.
    Da Fitch wohl keine große Rolle in Europa spielt wäre dies wohl die erste Anlaufstelle um den Druck auf die anderen RAs zu erhöhen.
    Die beste Lösung wäre es, das Geld was sie an die Ratingriesen aus den Vereinigten Staaten abdrücken zusammenzusammeln und damit eine eigene, europäische Ratingagentur gründen.

    Damit würde man zum einen eine europäische Agentur schaffen die ja von nahezu allen Europäern gefordert wird und würde den Amerikanern etwas Macht nehmen.
    Ich denke niemand bezweifelt, dass die amerikanischen Agenturen im Ernstfall im Sinne der heimischen Wirtschaft agieren.
  6. #15

    Geist aus der Flasche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwölf Unternehmen protestieren laut einem Zeitungsbericht gegen die Preistreiberei.
    "Den Brief haben Bayer, Continental, Daimler, Lufthansa, Deutsche Post, E.on, Henkel, Linde, RWE, Siemens, VW sowie der Familienkonzern Bertelsmann unterzeichnet."

    Gerade Eon und RWE (z.T. auch die anderen) tun mir jetzt aber so was von leid.
    Einfach mal Preistreiberei von der anderen Seite aus kennenlernen müssen. So was aber auch.
    Ts, ts, ts.
  7. #16

    Eigene Aufbauen ist Blödsinn

    Mann könnte damit anfangen die gesetzlichen Regelungen abzuschaffen, dass Produkte von denen bewertet werden müssen. grins
    Das würde die Macht schon erheblich einschränken.
    Und im Grunde ist das ganze Kozept eh sinnlos wie immer wieder bewiesen wurde.
    Denn die verdienen Ihr Geld mit der Bewertung von Produkten die diejenigen bezahlen die die Bewertung verlangen.
    Ein Witz!!
    Genauso wie die Erpressungsversuche der Agenturen indem sie selbstständig Bewertungen "androhen" falls man sie nicht beauftragt.
    Ein doppelter Witz!!
    Was glaubt man wohl wo der Unterschied liegt zwischen einer eigenen Bewertung und einer beauftragten Bewertung??
  8. #17

    geht auch ohne...

  9. #18

    hmmmmm

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ist ja witzig! Da erhöhen die unternehmen ständig die preise und das wo es nur geht UND hier beschwert man sich jetzt. Kann ich nur drüber lachen zeigt aber auch welchen zeitgeist wir haben. Man nimmt was man bekommt beschwert sich aber selber wenn man mehr zahlen muss.
    es ist sicher richtig, dass alle Unternehmen versuchen ihre Gewinne zu maximieren ... nicht nachvollziehen kann ich die Aussage, dass "die Unternehmen" (welche immer das sein soll) ständig ihre Preise erhöhnen. Das würden die sicher gerne alle (bei gleichzeitig sinkenden Löhnen und Kosten), bei den aufgeführten Unternehmen ist das aber so nicht der Fall, da diese sich in einem Umfeld befinden, in denen der Wettbewerb das oft nicht erlaubt. Da leiden einige unter heftigem Preisverfall.
    Was man aber schön sehen kann ist, was passiert wenn der Markt nicht geregelt wird. Dann bilden sich Monopole und wahnwitzige Preisentwicklungsn sowie Gewinnmargen.
    Verdopplung der Preise... das sollte ein Mercedes mal versuchen..
    Margen von über 40% wie bei Apple...

    Ich halte es für richtig, dass hier gegen die Monopole vor gegangen wird. Denn diese Kosten, losgelöst vom Aufwand bezahlen am Ende wieder wir über die Preise der Produkte, die Bayer, Daimler und Co da herstellen.
  10. #19

    ...

    Zitat von Mani2 Beitrag anzeigen
    wer braucht denn Versicherungen, stellen die irgendwas her, was ein Unternehmen unbedingt braucht? Leider ja, Ratingageturen machen nichts anderes als Versicherungen: Sie bewerten das Risiko, nur haften sie jedoch leider nicht für falsche Prognosen. Deshalb wäre ein transparenteres Geschäfstgebahren und mehr Konkurrenz sicher wünschenswert, genauso wie die Möglichkeit bei grober Inkompetenz, wie 2008, zur Kasse gebeten zu werden.
    Ich gebe zu, ich weiß nichtmal wofür die DAX-Konzerne überhaupt bezahlen. Dafür, dass sie sich bewerten lassen oder dafür, dass sie die Analysen bekommen? Beides?
    Aber Ihr Vergleich mit den Versicherungen gefällt mir. Ließe sich aus deren Werten nicht eine statistisch viel bessere Analyse herstellen?
    Wenn jetzt jemand sagt, die verlassen sich selber auf die Ratingagenturen, dann würde ich als Noob und Laie einfach mal behaupten, dann hätten sie ihr Kerngeschäft outgesourced. Kann ich mir nicht vorstellen, dass es so läuft. Eher dass sie mit Rücksicht auf ihre Kunden ihre Analysen anderen nicht zur Verfügung stellen dürfen.

    Wie auch immer - sich hinzustellen und zu sagen, ich bin skeptisch, dass wir eine europäische Rating-Agentur hinbekommen - ist einfach armselig.
    Niemand sagt, die EU-Kommission solle eine gründen, aber wenn an der Spitze der EZB schon ein Lobbyist der amerikanischen Think-Tanks sitzt, braucht man sich wahrscheinlich nicht zu wundern, wenn sich niemand auch nur um Ideen und Voraussetzungen kümmert.


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