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"Gebärmaschinen"-Streit: CSU fordert Entschuldigung von SPD-Frau

dpaIm Streit um das Betreuungsgeld wird der Ton schriller. Die CSU verlangt von SPD-Politikerin Manuela Schwesig eine Entschuldigung. Die Vize-Bundesvorsitzende hatte das Gesetz mit der Formulierung abgelehnt, Frauen seien nicht "die Gebärmaschinen dieser Gesellschaft".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...844469,00.html
  1. #130

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    ----------------
    In einer Gesellschaft, in welcher selbst allereinfachste weibliche Tätigkeiten höher bewertet werden als die Erziehung von Kindern, ist etwas total schief gelaufen. Was ist daran altmodisch sich seinen Kindern widmen zu wollen?? Darf eine Frau, eine Familie dies nicht selbst entscheiden? Und selbst, wenn es eine altmodische Einstellung sein sollte, WEN geht dies etwas an????????????????
    ach und was sind einfache weibliche Tätigkeiten?
  2. #131

    Zitat von MGM128 Beitrag anzeigen
    Der in der Forschung mWn als für Kinder nicht schädliche angenommene Betreuungsschlüssel für Kinder < 2 Jahren liegt zwischen 1:2 und 1:3 (Betreuer:Kleinstkinder). Viel Spaß, so eine Krippe zu finden und bezahlen zu können. Der in Deutschland angestrebte Schlüssel liegt mWn bei 1:5 und es ist fraglich, ob er überhaupt gehalten werden kann. Sicherlich ist es möglich, auch über Krippen ein gute Betreuung zu erlangen, mMn sind im Normalfall aber die Eltern und die Familie die idealen Betreuer für ihre Kinder.

    Davon abgesehen: die Betreuerinnen werden krank, sind typische Habtagesjobs, haben Urlaub, müssen auf Fortbildung, usw. Bei einen angenommen gesetzlichen Mindesturlaub (20 Tage) und durchschnittlicher Krankheit (16 Tage, müsste eigentlich höher angenommen werden) und der Fortbildung ist die Bezugsperson also schonmal 2 volle Monate im Jahr (1/6) nicht für das Kind da. Daher halte ich ein externe Betreuung von Kindern <1 (eher 2) Jahren für falsch.

    Einen Kindergarten ab 2 - 3 Jahre (anfangs teilweise, später auch gerne ganztägtig) halte ich hingegen für überaus förderlich.
    wenn das so wäre dann dürften Frauen keine Mehrlingsgeburten haben und was war zu den Zeiten in denen manche Frauen sehr schnell die Kinder bekommen haben? Damals gab es noch nicht mal die nettetn Helferlein im Haushalt wie Spülmaschine, Waschmaschine etc.
  3. #132

    Wenn die Männer

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Und was, wenn die Väter das möchten?
    -----------
    was möchten??
    - Kinderbetreuung? Kein Problem!
    - Mitentscheiden? Kein Problem! Ich hatte von Familie geschrieben!
  4. #133

    Dumm ist der der Dummes sagt

    Liebe Mitschreibende!
    1. Sicher passte der Gebärmaschinenvergleich nicht zum Thema und gehört in die Zeiten der 70er Jahre Frauenbewegung.
    2. Das Betreuungsgeld ist großer Nonsens: Weder Elterngeld, noch Kindergeld, noch Betreuungsgeld werden dazu führen, dass sich die Nachwuchszahl erhöht. Es ist auch nicht die Frage, ob sich Menschen mit Migrationshintergrund eher vermehren. Das bring uns nicht weiter. Das ist einfach nur Rassismus.
    Realistisch wird die Debatte, wenn es um die Vereinbarkeit von außerhäusigem Beruf und Familie geht. Wer Kinder hat weiß, dass Berufstätigkeit jenseits der Haustätigkeit schwierig ist- übrigens egal ob für Männer oder für Frauen. Das hat viele Faktoren: Arbeitswelt, Kitaplatzverfügbarkeit, Schülerhortöffnungszeiten, Arztöffnungszeiten, Nachbarschaftsumfeld, Kinderfreunlichkeit der Gesellschaft, Partnerfindewahrscheinlichkeit, Qualität und Intaktsein von Paarbeziehungen und vieles mehr.
    Investitionen in die Infrastruktur, die all diese Faktoren verbessert macht Sinn. Alles andere ist Polemik, es geht um ein Gesamtkonzept und nicht eine Geldspritze hier oder da. Die Politik bleibt da einfach zu kurzfristig und zu wählerstimmenoportunistisch.
  5. #134

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    Ist natürlich kompliziert ... wenn ich mich recht entsinne sind 21 Jahre optimal, nach 25 wird's schlechter. Das Durchschnittsalter für das erste Kind in DE liegt mit 29 Jahren da schon deutlich drüber. Ich gehe mal davon aus, daß die von mir zuerst genannten Zahlen älter sind und heutzutage das optimale Alter bischen nach hinten verschoben ist. Aber mit 35 oder 40 Jahren ist man weit weit weg, von den "Rekorden" um die 60 ganz zu schweigen. Das ist, als würde man während der Schwangerschaft trinken oder rauchen. Der Körper der Mutter muß das Kind ja versorgen. Entsprechend gibt es kleinere, anfälligere Kinder und mehr Probleme bei der Geburt. Nun ist das nicht das einzige was zählt und ich bin auch nicht immer 100% auf der Linie, daß das Kindeswohl das alleinige Entscheidungskriterium sein soll, denn auch die Erwachsenen sind Menschen ... aber dennoch, Kinder mit 40 zu bekommen ... naja.
    Einiges kann man natürlich nachvollziehen. Natürlich bei einem Alter von 60 bzw Rauchen und Trinken während der Schwangerschaft.
    Aber mir erschliesst sich immer noch nicht, warum ein Kind medezinische Nachteile bei einer Frau um die 40 haben soll.
  6. #135

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Ich bin keineswegs dafür, ein Kind, das unter ein Jahr alt ist, in eine Krippe zu geben. Ich habe aber auch ein Kind kennengelernt, das schon mit 8 Monaten täglich ein paar Stunden in der Krippe war: jetzt ein sehr fröhliches und ausgeglichenes Kind. Und eine Krippe ist keine Fabrik, wo Kinder keine Bindungen haben können und keine festen Bezugspersonen, niemand, der sie auf den Arm nimmt oder sie tröstet oder ein Lied mit ihnen singt, das stimmt einfach ganz und gar nicht. Unsere Krippe war sehr liebevoll und warmherzig, mit einer tollen, fantasievollen Ausstattung und sehr gutem Essen.

    Meine Tochter ging mit einem Jahr und fünf Monaten in die Krippe. Erst vier Stunden, später sechs. Sie wollte das auch, sie ist bei der Vorstellung ein paar Monate vorher, wo sie noch gekrabbelt ist, zu den anderen Kindern an den Tisch, hat da auch einen Platz bekommen und eine Kartoffel und auch schon eine richtige Gabel, und als ich sie ausfindig gemacht hatte (sie war einfach weggekrabbelt) war sie ganz vertieft darin, der Kartoffel mit der Gabel beizukommen. Sie wollte mitmachen. Sie hat sich toll entwickelt und im Gegensatz zu Kindern, die erst später in den Kindergarten gekommen sind, fühlt sie sich in Kindergruppen wohl, weiss, wie man abschaltet und sich zurückzieht und nein sagt, wenn man etwas nicht möchte. Gestresst sind eher die Kinder, die meistens zu Hause waren und dann auf einmal in der Schule zwischen anderen Kinder klarkommen sollen. Gestresst sind auch die Kinder der ewig gestressten und misstrauischen Mütter, denn deren Nervosität überträgt sich auch auf die Kinder. Vertrauen in die Umwelt - das müssen auch die Eltern vorleben können.
    Ich befürchte Einzelbeispiele helfen hier nicht weiter, denn alle schlimmen Diktaturen der Weltgeschichte haben erstaunlicher Weise immer auch glückliche und ausgeglichene Menschen hervorgebracht. Wenn es danach ginge, dann könnten wir auch alles so machen wie in der DDR, denn von dort aus wurden ja zum Beispiel auch beliebte (von mir eher nicht so, ich schließe mich hier mal persönlich aus;-)), spätere Bundeskanzlerinnen oder Präsidenten generiert.
    Um nicht missverstanden zu werden, ich will damit sagen: Menschen entwickeln sich also oftmal auch gut, wenn sie unter widrigsten Umständen großgeworden sind, das kann also kein Maßstab sein.
    Ich denke wichtig ist, Kinder so optimal groß werden zu lassen wie möglich und das kann nicht anhand von Einzelfällen im persönlichen Umfeld ermessen werden, sondern dafür gibt es Psychologen und Pädagogen und deren Erkenntnisse.
    Schlimm wäre, wenn zunehmend faule Kompromisse auf Kosten der Kinder und zugunsten der Wirtschaft gemacht würden.
  7. #136

    All

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    ach und was sind einfache weibliche Tätigkeiten?
    -------------
    jene Tätigkeiten, welche einfacher zu bewältigen sind als die Erziehung von Kindern!!! Und davon gibt es "einige"! Noch Fragen?
  8. #137

    ...

    Zitat von MGM128 Beitrag anzeigen
    Der in der Forschung mWn als für Kinder nicht schädliche angenommene Betreuungsschlüssel für Kinder < 2 Jahren liegt zwischen 1:2 und 1:3 (Betreuer:Kleinstkinder). Viel Spaß, so eine Krippe zu finden und bezahlen zu können. Der in Deutschland angestrebte Schlüssel liegt mWn bei 1:5 und es ist fraglich, ob er überhaupt gehalten werden kann.
    Das wäre doch ein Argument für Investitionen im Bereich Kita ;-).
    (Ja, ich hatte Glück mit einer gut geführten Kita.)

    Zitat von MGM128 Beitrag anzeigen
    Sicherlich ist es möglich, auch über Krippen ein gute Betreuung zu erlangen, mMn sind im Normalfall aber die Eltern und die Familie die idealen Betreuer für ihre Kinder.
    Nicht unbedingt. Auch leibliche Eltern haben ihre Grenzen und oft sind gleichaltrige Kinder viel spannender, so gemein das auch sein mag für die nach Liebeserlebnissen lechzenden Eltern (ist doch wahr...).

    Im übrigen werde ich nicht müde zu sagen: selbst wenn Ihr kleines Kleinkind sechs Stunden am Tag inkl. Mittagsschlaf in einer Kita ist und da seinen Spaß hat oder entdeckt, wie man auch andere ärgert, werden Sie deshalb als Bezugsperson und Erzieher keinesfalls obsolet. Noch mehr, Sie bleiben Papa oder Mama und damit ein Leuchtturm und Wegweiser, hoffentlich ein Guter.
  9. #138

    ???

    Zitat von Fünfeinhalb Beitrag anzeigen
    Ich befürchte Einzelbeispiele helfen hier nicht weiter, denn alle schlimmen Diktaturen der Weltgeschichte haben erstaunlicher Weise immer auch glückliche und ausgeglichene Menschen hervorgebracht. Wenn es danach ginge, dann könnten wir auch alles so machen wie in der DDR, denn von dort aus wurden ja zum Beispiel auch beliebte (von mir eher nicht so, ich schließe mich hier mal persönlich aus;-)), spätere Bundeskanzlerinnen oder Präsidenten generiert.
    Um nicht missverstanden zu werden, ich will damit sagen: Menschen entwickeln sich also oftmal auch gut, wenn sie unter widrigsten Umständen großgeworden sind, das kann also kein Maßstab sein.
    Ich denke wichtig ist, Kinder so optimal groß werden zu lassen wie möglich und das kann nicht anhand von Einzelfällen im persönlichen Umfeld ermessen werden, sondern dafür gibt es Psychologen und Pädagogen und deren Erkenntnisse.
    Schlimm wäre, wenn zunehmend faule Kompromisse auf Kosten der Kinder und zugunsten der Wirtschaft gemacht würden.
    Wovon reden Sie hier eigentlich? Wir befinden uns in der Bundesrepublik, 21. Jahrhundert. Die DDR gibt es nicht mehr.
  10. #139

    Erst informieren, dann Kommentar schreiben....

    @James-100"-Beitrag 103

    Zitat: "Auch für Sie noch einmal: Es wird Sie keiner dazu zwingen Ihr Kind in den Kindergarten bringen zu müssen. Nein, Sie dürfen Ihr Kind alleine oder mit Hilfe anderer Personen zu Hause erziehen!! Aha, darum geht es Ihnen vornehmlich. Sie möchten noch mehr Geld von der Allgemeinheit haben, weil Sie sich angeblich alleine für Ihr Kind aufopfern." Zitatende

    Sie äußern sich hier im Forum und können nicht mal eine Kinderkrippe (Alter 0-3) von einem Kindergarten (Alter 3-6) unterscheiden?

    Beim Betreuungsgeld geht es um Babys im Alter von 0-2 Jahren!!!

    Es ist immer wieder erstaunlich, welche Menschen meinen, sich zu einem Thema äußern zu müssen, von dem sie nicht die geringste Ahnung haben.

    Übrigens sind unsere Kinder schon fast erwachsen - ich persönlich habe vom Betreuungsgeld nichts mehr.








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