dpaIm Streit um das Betreuungsgeld wird der Ton schriller. Die CSU verlangt von SPD-Politikerin Manuela Schwesig eine Entschuldigung. Die Vize-Bundesvorsitzende hatte das Gesetz mit der Formulierung abgelehnt, Frauen seien nicht "die Gebärmaschinen dieser Gesellschaft".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...844469,00.html
Liebe Mitschreibende!
1. Sicher passte der Gebärmaschinenvergleich nicht zum Thema und gehört in die Zeiten der 70er Jahre Frauenbewegung.
2. Das Betreuungsgeld ist großer Nonsens: Weder Elterngeld, noch Kindergeld, noch Betreuungsgeld werden dazu führen, dass sich die Nachwuchszahl erhöht. Es ist auch nicht die Frage, ob sich Menschen mit Migrationshintergrund eher vermehren. Das bring uns nicht weiter. Das ist einfach nur Rassismus.
Realistisch wird die Debatte, wenn es um die Vereinbarkeit von außerhäusigem Beruf und Familie geht. Wer Kinder hat weiß, dass Berufstätigkeit jenseits der Haustätigkeit schwierig ist- übrigens egal ob für Männer oder für Frauen. Das hat viele Faktoren: Arbeitswelt, Kitaplatzverfügbarkeit, Schülerhortöffnungszeiten, Arztöffnungszeiten, Nachbarschaftsumfeld, Kinderfreunlichkeit der Gesellschaft, Partnerfindewahrscheinlichkeit, Qualität und Intaktsein von Paarbeziehungen und vieles mehr.
Investitionen in die Infrastruktur, die all diese Faktoren verbessert macht Sinn. Alles andere ist Polemik, es geht um ein Gesamtkonzept und nicht eine Geldspritze hier oder da. Die Politik bleibt da einfach zu kurzfristig und zu wählerstimmenoportunistisch.
Ich befürchte Einzelbeispiele helfen hier nicht weiter, denn alle schlimmen Diktaturen der Weltgeschichte haben erstaunlicher Weise immer auch glückliche und ausgeglichene Menschen hervorgebracht. Wenn es danach ginge, dann könnten wir auch alles so machen wie in der DDR, denn von dort aus wurden ja zum Beispiel auch beliebte (von mir eher nicht so, ich schließe mich hier mal persönlich aus;-)), spätere Bundeskanzlerinnen oder Präsidenten generiert.
Um nicht missverstanden zu werden, ich will damit sagen: Menschen entwickeln sich also oftmal auch gut, wenn sie unter widrigsten Umständen großgeworden sind, das kann also kein Maßstab sein.
Ich denke wichtig ist, Kinder so optimal groß werden zu lassen wie möglich und das kann nicht anhand von Einzelfällen im persönlichen Umfeld ermessen werden, sondern dafür gibt es Psychologen und Pädagogen und deren Erkenntnisse.
Schlimm wäre, wenn zunehmend faule Kompromisse auf Kosten der Kinder und zugunsten der Wirtschaft gemacht würden.
Das wäre doch ein Argument für Investitionen im Bereich Kita ;-).
(Ja, ich hatte Glück mit einer gut geführten Kita.)
Nicht unbedingt. Auch leibliche Eltern haben ihre Grenzen und oft sind gleichaltrige Kinder viel spannender, so gemein das auch sein mag für die nach Liebeserlebnissen lechzenden Eltern (ist doch wahr...).
Im übrigen werde ich nicht müde zu sagen: selbst wenn Ihr kleines Kleinkind sechs Stunden am Tag inkl. Mittagsschlaf in einer Kita ist und da seinen Spaß hat oder entdeckt, wie man auch andere ärgert, werden Sie deshalb als Bezugsperson und Erzieher keinesfalls obsolet. Noch mehr, Sie bleiben Papa oder Mama und damit ein Leuchtturm und Wegweiser, hoffentlich ein Guter.
@James-100"-Beitrag 103
Zitat: "Auch für Sie noch einmal: Es wird Sie keiner dazu zwingen Ihr Kind in den Kindergarten bringen zu müssen. Nein, Sie dürfen Ihr Kind alleine oder mit Hilfe anderer Personen zu Hause erziehen!! Aha, darum geht es Ihnen vornehmlich. Sie möchten noch mehr Geld von der Allgemeinheit haben, weil Sie sich angeblich alleine für Ihr Kind aufopfern." Zitatende
Sie äußern sich hier im Forum und können nicht mal eine Kinderkrippe (Alter 0-3) von einem Kindergarten (Alter 3-6) unterscheiden?
Beim Betreuungsgeld geht es um Babys im Alter von 0-2 Jahren!!!
Es ist immer wieder erstaunlich, welche Menschen meinen, sich zu einem Thema äußern zu müssen, von dem sie nicht die geringste Ahnung haben.
Übrigens sind unsere Kinder schon fast erwachsen - ich persönlich habe vom Betreuungsgeld nichts mehr.