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Gauck zum Gedenktag in Rostock: "Es gibt keine Entschuldigung"
dapdEr schonte keinen, weder den Staat noch seine Heimatstadt. Joachim Gauck ist beim Gedenken an das Pogrom vor 20 Jahren im Stadtteil Lichtenhagen hart mit den Rostockern und der Politik ins Gericht gegangen. Für ihn war es ein emotionaler Auftritt. Das offenbarte auch die Reaktion auf Störer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...852185,00.html
- #1 26.08.2012 18:47 von
...was war das denn
...ein viel zu klein geratener artikel für dieses ereignis....!
- #2 26.08.2012 19:07 von
optional
Warum muss SPON das auf Krampf so hinbügeln, dass er Neonazis gemeint hätte? Könnte er nicht ebenso sehr vor möglicherweise linksextremem Verfassungsfeinden gewarnt haben?
- #3 26.08.2012 19:14 von
Nervtötende Selbstgerechtigkeit
Wikipedia: "hielt Gauck am 19. Oktober (1989) in Rostock eine Predigt zum Propheten Amos, in der er „tötende Selbstgerechtigkeit“ der „rettenden Gerechtigkeit“ gegenüberstellte."
Gauck war damals selbst Pfarrer in Rostock, in Rostock-Evershagen. Es gibt keinen Hinweis, dass er sich damals vor die gröhlende Mengen in Lichtenhagen gestellt hätte und eine rettende, flammende Rede über Freiheit und Asylgerechtigkeit gehalten hätte. Wo warst Du, Adam Gauck? - #4 26.08.2012 19:21 von
Gauckelei
auch hier einmal wieder. Wo war Herr Gauck 1992, als die Krawalle in Lichtenhagen begannen. Am Anfag dieser Krawalle hätte vielleicht die Macht des Wortes ausreicht, selbige einzudämmen. 20 Jahre später als Bundespräsident sind blumige Reden wohlfeil.
- #5 26.08.2012 19:36 von
Das Problem sind nicht die Neonazis....
Das Problem ist das kleine rechte Gedankengut unterm Volk. Sarrazin hat die häßliche Fratze des Deutschen ganz gut gezeigt.
- #6 26.08.2012 19:53 von
@Grafsteiner: Gauck war damals keineswegs mehr Pfarrer in Rostock, sondern längst Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen! Den Vorwurf, sich nicht vor die Massen gestellt zu haben, kann man auch jedem anderen Verantwortungsträger zu der Zeit machen!
- #7 26.08.2012 20:04 von
Lesen bildet
Rostock-Lichtenhagen: Joachim Gaucks Rede zum 20. Jahrestag - SPIEGEL ONLINE
...Doch heute und hier versprechen wir: Allen Rechtsextremisten und Nationalisten, all jenen, die unsere Demokratie verachten und bekämpfen, sagen wir: Wir fürchten euch nicht - wo ihr auftretet, werden wir euch im Wege stehen: In jedem Ort, in jedem Land, im ganzen Staat.
Wir sind stark.
Wir wissen es: Wir sind stark!
Unsere Heimat kommt nicht in braune Hände! ... - #8 26.08.2012 20:07 von
Ziemlich weit gegriffen?
Dass Gauck die linken Demonstranten misverstanden hat, ist doch eher unwahrscheinlich. Man will es hier wohl nicht wahrhaben dass er gegen ALLE Extreme is, rechte UND linke, weil er sie sehr persönlich erfahren hat. Für diese Objektivität: Hut ab!
- #9 26.08.2012 20:13 von
Tut mir Leid
aber im TV gab es einen 45-Minutenrückblick über Lichtenhagen. Die Bewohner haben sich lange vorher beschwert. Denn welcher Idiot kommt auf die Idee mitten in ein Wohngebiet ein Flüchlingsheim zu bauen. Die Regierung in Schwerin wusste Bescheid und hat nichts unternommen. Aus politischem Kalkül? Ein Ministerialer aus Schwerin aus der damaligen Zeit hat dann endlich bei den Krawallen den Umzug der Flüchtlinge veranlasst. Vorher habe er und die Regierung in Schwerin die Lage falsch eingeschätzt. War die Sendung nicht sogar von spiegeltv? Zum Schluss haben ca. 500 Roma auf den Wiesen vor dem Haus gelebtr und gehaust. Dort fand viel statt, was besser in geschlossenen Räumen stattgefunden hat.
Schuld an diesem Desaster waren nicht die Bewohner von Lichtenhagen sondern die absolut blinden verblödeten Politiker. Und viele aus dem Westen importierte Beamte, die von den Gegebenheiten vor Ort Null Ahnung hatten.
Langer Rede kurzer Sinn: Die NPD hatte nach langer Zeit leichtes Spiel.
Danach ging es sehr schnell, das Asylbewerberheim nach Schönheide in der Nähe von Boizenburg zu verlegen.
Das ist keine Entschuldigung aber eine glasklare Erklärung.
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