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Gauck-Macher Rösler: Aufstand des Erniedrigten
dapdDie FDP und ihr Vorsitzender Philipp Rösler haben hoch gepokert: Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden, dafür haben die Liberalen die Kanzlerin brüskiert. Der Liberalen-Chef präsentiert sich erstmals als harter Machtpolitiker - aber wird ihm das helfen?
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816363,00.html
- #60 20.02.2012 13:14 von
keine Präsidenten-Macherin
Die FDP hat damit zumindest daran erinnert, dass es nicht Merkels Aufgabe ist, jemand zur Wahl des Bundespräsidenten zu bestimmen.
- #61 20.02.2012 13:15 von
ja, Kunststück - denn des "Volkes Wille" ist in Umfragen manifestiert, wie wir alle wissen...wie steht es mit des Volkes Wille eigentlich z.B. bei Töpfer?
so, "in der Runde durchgesetzt" schließt für Sie offenbar Erpressung als legitimes Mittel ein? Von einer Diskussion mit Argumenten konnte ja wohl keine Rede sein...das wäre eher mein Verständnis von "in der Runde"...diesen in der Runde durchgesetzt
die kategorische Ablehnung von Töpfer war nichts als pure Parteitaktik. Töpfer hätte vermutlich - im Gegensatz zu Gauck - sogar noch Stimmen aus der Linken erhalten...und die Kanzlerin als das bloßgestellt, was sie ist: als eine eine taktisch denkende und machtbesessene Person
Das wird sich zeigen.... :DDas ist Mut und die Konsequenz, wie ihn viele FDP-Anhänger bisher vermisst haben. Es wird Ihrer Partei nicht schaden. - #62 20.02.2012 13:16 von
Ein wunderbarer Phyrrus-"Sieg"....
...für die sog. "fdp" ! :)
Die NICHT-Partei "fdp" wird von diesem -möglicherweise gestern Abend- noch so empfundenen Triumph NULL haben, im Gegenteil, und das ist SEHR gut so !
"Mutti" wird ihre -gleichwohl verkraftbare- taktische Niederlage die "fdp" TEUER bezahlen lassen. Das wird bis 2013 richtig BITTER für die gelb-blauen Kasper ! :))
Ich sage nur Vorratsdatenspeicherung und allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn.... beides mit der SPD künftig "problemlos bis begeistert" zu machen !
Die fortgesetzten T€uro-Bailouts ebenso viel einfacher als mit der ewig widerspenstigen "fdp"....
"Mutti" wird der "fdp" die Daumenschrauben nun erst recht derart anziehen, daß denen künftig täglich die Tränchen nur so kullern werden :))
Die sich abzeichnende Neuauflage der großen, schwarz-roten Koalition wurde durch die gestrige Nominierung Gaucks bereits angekündigt(vorweggenommen). Die SPD weiß dies schon länger, weshalb sie ja auch keinen Anti-Merkel Wahlkampf führen möchte.
Andere, mögliche Koalitionen wird es, mangels Mehrheit, 2013 nicht geben.
....umso weiter Griechenland, die übrigen PIIGS und folglich der T€uro abstürzen werden !
Das verdiente ENDE der ~2% "Partei" wird sich so hoffentlich auch weiterhin nicht aufhalten lassen !!
"Steuersenkungen" und "Deregulierung" sind ein niemals ausreichendes Programm - noch nicht einmal für diese ehemalige 5-6 % "Partei".
Fähiges Personal ist -zum Glück- weiterhin nicht vorhanden. Einzige Ausnahme: Brüderle, doch der ist leider ebenfalls nur ein Neoliberaler und davon gibts in den übrigen "Parteien" bereits zu viele.
Nichts gegen Gauck, der beste zur Verfügung stehene Kandidat. Gleichwohl muß er sich(wie Jeder) erst noch beweisen. Sein Hauptthema "Freiheit"(tatsächlich ein inflationär gebrauchter Begriff!) allein reicht für fünf Jahre natürlich nicht aus, daß weiß Hr. Gauck allerdings selbst.
Wirklich interessant wirds, falls Gauck der etablierten Parteien-Mafia verbal erstmals am Zeuge flickt. Selbstbewußt genug ist er dafür zum Glück ! - #63 20.02.2012 13:19 von
Titel-Umfrage
Freuen Sie sich nicht zu früh. 1982 stürzten die Liberalen den SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Im Herbst 1982, wenige Monate vor der Bundestagswahl 1983, lag die FDP in den Umfragen bei drei Prozent. DER SPIEGEL*41/1982 - Stirbt die FDP, überlebt Kohl? Mit sieben Prozent Stimmenanteil ist die Partei dann in den Bundestag eingezogen.
Ich denke, so wird es auch 2013 kommen. - #64 20.02.2012 13:20 von
Interessantes Schauspiel!
Wer nicht glaubt, dass diese Aktion der F.D.P. innerhalb der Koalition im Vorfeld haarklein kalkuliert, abgestimmt und vorbereitet war, der glaubt auch, das Zitronenfalter Zitronen falten.
Hier wurde der kleinen F.D.P. aus meiner Sicht in Abstimmung mit der Union die einmalige Möglichkeit zur Profilierung gegeben.
Da die Umfragewerte der F.D.P. seit Monaten im Keller liegen, wurde ihr somit eine einmalige Chance geboten, sich im Sinne der Bevölkerung in Szene zu setzen. Frei nach dem Motto: "Seht her, der kleine David domptiert den großen Goliath (Union) und zwingt diesen zum Einlenken im Sinne des Volkes."
Merkel scheut aus gutem Grund eine große Koalition wie der Teufel das Weihwasser. Wenn nun ein grandios inszenierter, virtueller Koalitionskrach der F.D.P. dazu verhelfen mag, die fehlenden paar Prozentpünktchen für einen Wiedereinzug in den Bundestag zu holen, ist Merkel damit mehr geholfen, als einen BP Gauck zu verhindern.
Und wer tatsächlich glaubt, dass die FDP derzeit mit einem möglicherweise provozierten Koalitionsbruch tatsächlich ihre Existenz gefährdet, überschätzt aus meiner Sicht tatsächlich die F.D.P.
Aus meiner Sicht ist diese Aktion vorher haarklein in den Hinterzimmern des Bundeskanzleramtes ausgetüftelt worden.
Alles andere wäre anhand des Risikos einer unabgestimmten Aktion, verbunden mit der Untergangswahrscheinlichkeit der F.D.P. bei vorgezogenen Neuwahlen einfach realitätsfern.
Eben eine geniale Charade; Chapeau Frau Merkel!!! - #65 20.02.2012 13:27 von
Was ist liberal?
Und blöderweise war die FDP dafür eigentlich mal zuständig. Dann kamen die Wirtschaftsliberalen, mit dem - überspitzt ausgedrückten - Ziel, das Staatsvermögen in Richtung Individuum umzuverteilen. Die FDP hätte so schöne Assets oder mögliche Inhalte: "Wir haben die besten Manager, damit der Staat wieder schwarze Zahlen schreibt" (würde aber bedeuten: die Steuern müssen rauf, die Ausgaben runter). "Wir sorgen dafür, dass du deine persönliche Freiheit ausleben kannst - streich dein Haus wie du willst, lebe mit dem zusammen, mit dem du willst, gründe ein Unternehmen, wenn du Lust hast, mach im Internet, was Du willst". Aber nein ... diffuse Piraten wirken da ein bisschen frischer (und pragmatischer, zum Teil).
- #66 20.02.2012 13:29 von
- #67 20.02.2012 13:35 von
.
"Der Liberalen-Chef präsentiert sich erstmals als harter Machtpolitiker"
woher nehmen Sie sowas, Gnade, ich fühle mich veralbert.
1. Rösler am Freitag: Kandidat der Koalition um Stärke zu zeigen nix überparteilich
2. Kubicki am Freitag: überparteilich
3. Rösler am Sonntag: überparteilich tolle Sache
Bitte keine Legendenbildung und einfach sauber recherchieren. - #68 20.02.2012 13:46 von
- #69 20.02.2012 13:57 von
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