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Gauck, Klarsfeld und die Stasi: Deutschstunde

Die Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl können die Deutschen eine Menge lehren. Hoffentlich nutzt der Kandidat Joachim Gauck die Chance, auch etwas über sich selbst zu lernen. Es wäre höchste Zeit.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821480,00.html
  1. #110

    Da

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Nun ja, kommt drauf an, was man unter "Ungehorsam" versteht.
    Meiner Meinung nach war bereits die Organisation eines Kirchentages in der DDR, als Gegenstück zu den staatlichen Jubelaufmärschen wie Parteitag, Nationales Jugendfestival usw., ein Akt des Ungehorsams.
    verkennen Sie aber die Strukturen des gesellschaftlichen Lebens in der DDR,insbesondere die Schutzfunktionen der Nischen zum Leben
    und Überleben in der DDR.
    Die Organisierung des Kirchentages war eine "gesellschaftliche"
    Aufgabe der Kirche mit der Stadt- und des Bezirkes Rostock,
    eine verzahnte Aufgabe.
    Und wie diese Zusammenarbeit im "Druckkessel" DDR so funktioniert
    hat,sehen Sie ja auch am Beispiel Stolpe
    der deutlich aktiver und weiter "oben" in der Kirchenhierachie
    angesiedelt war.
  2. #111

    Planwirtschaftliche Armut

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Ihnen ist aber schon mal aufgefallen, dass die Linke keine 90%-Mehrheit bei Wahlen erzielt?
    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, das wir spätestens seit der Rettung Griechenlands, zu 90% in einer europäischen Planwirtschaft leben.
  3. #112

    Da kann ich Ihnen

    Zitat von betty.ford Beitrag anzeigen
    stimmt.
    was aber nicht heißt, dass damit der landläufige deutsche 'sozialismuskritiker' vom verdacht der dummheit befreit wäre.
    nur Recht geben. Holz vom selben Stamm.
  4. #113

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    soll diese Frage,Pseudonym ....?
    Ist der Sachverhalt falsch dargestellt ?
    Wenn man den Beitrag, auf den ich mich beziehe, liest,könnte man denken, daß der Forist dabei war bei all den im Detail beschriebenen Wortwechseln.
  5. #114

    Gut bezahlt ist dreist

    Zitat von elster22 Beitrag anzeigen
    Aber im Westen das kleine NSDAP-Mitglied Kiesinger zu ohrfeigen, war absolut gefahrlos, nur gut bezahlt.
    Kurzer Ausflug in die Geschichte: damals gab es noch sowas, wie 'Berufsverbote'. Gut, das wissen die Jüngeren nicht mehr.
    Fakt ist aber, dass die davon Betroffenen die Grundlage zum Gelderwerb, wenn sie den im öffentlichen Dienst tätig waren, entzogen wurde.
    Insofern hatte sich Fr. Klarsfeld schon SEHR weit aus dem Fenster gelehnt, da ihr damit mal jegliche berufliche Chancen für eine 'gutbezahlte' Stelle im System für alle Zeiten entgehen musste. Das hat sie für sich bewusst einkalkuliert, da sind die 2000,- DM wohl doch eher ein arg bescheidenes Schmerzensgeld gewesen.

    Und die Ohrfeige war ja wohl nicht sosehr in Bezug auf die Vergangenheit des Kiesinger gemünzt, sondern auf den Stand der Aufarbeitung selbiger zu jener Zeit, insbesondere in der damaligen Gesellschaft. Da waren ostdeutsche ehemalige NSDAP-Mitglieder, wenn dann in bestimmte Positionen im ostdeutschen Staate aufgestiegen, sicher ein GANZES Stück weiter.
  6. #115

    Das Problem

    Zitat von caledonian2010 Beitrag anzeigen
    Falsch, das sind keine “kraftspendenden“ Symbole, diese Begriffe werden von den Neoliberalen nur einseitig auf den sogenannten "schwächeren" Teil der Gesellschaft angewendet und damit mißbraucht, das ist das Problem.
    ist, dass es offensichtlich in dieser Welt zunehmend Menschen gibt, die nicht für sich selbst sorgen können. Wer dazu gehört, ist auf Zuwendungen anderer angewiesen. Das sind letztlich Almosen, was auch nicht dadurch geändert wird, dass man ein Recht auf diese Almosen hat. Verantwortung bedeutet eben auch, dass der Gebende dieses Schicksal annimmt und den Nehmenden nicht demütigt.
  7. #116

    Korrektur eines Fehlers

    In einer Ausgabe im Jahr 2000 gab der Verleger Jakob Augstein dem ehemaligen Innenminister der DDR Peter Michael Diestel Raum für eine Abrechnung mit Gauck.
    Während der evangelische Pfarrer Gauck im Oktober und November 1989 an der Spitze der Rostocker Donnerstagsdemonstrationen durch die Augustbebelstraße an einer der größten bewaffneten STASI Zentralen der DDR vorbeizog ist von dem Blockparteimitglied PMD nichts derartiges bekannt. Bekannt ist jedoch, dass PMD später von tlw. prominenten als IM beschuldigten Personen als Verteidiger gewählt wurde.

    Jakob Augsteins heutige Kennzeichnung der im Freitag erschienen Äußerungen von PMD als Unsinn ist der Versuch seinen damaligen Fehler zu korrigieren. Zu spät. Die Glaubwürdigkeit von J.Augstein ist durch die Kumpanei mit PMD erledigt.
  8. #117

    Wer eigentlich ist im Oktober, November 1989

    nicht durch die Strassen ostdeutscher Städte gezogen ???Insofern wird wohl auch der Herr PDM dabei gewesen sein. Wenn auch nicht an der Spitze eines solchen Zuges. Dieses Privileg blieb dann auch den besonders wendigen Wendehälsen vorbehalten.


    Zitat von tom-pac Beitrag anzeigen
    In einer Ausgabe im Jahr 2000 gab der Verleger Jakob Augstein dem ehemaligen Innenminister der DDR Peter Michael Diestel Raum für eine Abrechnung mit Gauck.
    Während der evangelische Pfarrer Gauck im Oktober und November 1989 an der Spitze der Rostocker Donnerstagsdemonstrationen durch die Augustbebelstraße an einer der größten bewaffneten STASI Zentralen der DDR vorbeizog ist von dem Blockparteimitglied PMD nichts derartiges bekannt. Bekannt ist jedoch, dass PMD später von tlw. prominenten als IM beschuldigten Personen als Verteidiger gewählt wurde.

    Jakob Augsteins heutige Kennzeichnung der im Freitag erschienen Äußerungen von PMD als Unsinn ist der Versuch seinen damaligen Fehler zu korrigieren. Zu spät. Die Glaubwürdigkeit von J.Augstein ist durch die Kumpanei mit PMD erledigt.
  9. #118

    Gauck

    Zitat von tom-pac Beitrag anzeigen
    In einer Ausgabe im Jahr 2000 gab der Verleger Jakob Augstein dem ehemaligen Innenminister der DDR Peter Michael Diestel Raum für eine Abrechnung mit Gauck.
    Während der evangelische .....
    Vielleicht ist, dass sich Herr Gauck an der Spitze von Demionstrationszügen in Erfurt bewegte, ja der Grund dafür, dass 2/3 der Erfurter Bürger ihn nicht zum Ehrenbürger machen wollten.

    Oder hat ihn vielleicht nur keiner gesehen?
  10. #119

    'absolut gefahrlos'

    Zitat von elster22 Beitrag anzeigen
    Richtig, in Gefahr hätte sie sich begeben, wenn sie einen der über 800 ehemaligen NS-Funktionsträger, die in hohe SED-Ämter aufgestiegen waren (darunter KZ-Wächter, die ins ZK gekommem sind) , geohrfeigt hätte. Aber im Westen das kleine NSDAP-Mitglied Kiesinger zu ohrfeigen, war absolut gefahrlos, nur gut bezahlt.
    was die feigheit und charakterlosigkeit der westdeutschen nachkriegsgesellschaft nur umso deutlicher hervortreten lässt, die die pauschale amnestierung der willigen vollstrecker mit ihrem grabesstillen schweigen deckte.
    die eilfertige denunzierung klarsfelds resultiert aus dem kollektiven unbehagen über eine (symbolische) tat, deren ausführung eigentl. die pflicht des deutschen volkes gewesen wäre.


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