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Gastbeitrag von Ban Ki Moon: Das Konsum-Prinzip ist tot

AFPWie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...838701,00.html
  1. #60

    Ja, Ja..

    Zitat von suchenwi Beitrag anzeigen
    Wachstum: ja. Am besten Bäume. Die binden Kohlenstoff für Jahrzehnte bis Jahrhunderte, vor allem wenn man das Holz nicht verfeuert, sondern für Möbel und als Bauholz nutzt.

    Wachstum in nachhaltigen Energien: ja. Wo immer die Sonne scheint, ohne von einem PV-Modul aufgefangen zu werden, ist sie irgendwie verschwendet. Wo immer der Wind weht, ohne von einem Windgenerator genutzt zu werden, war er irgendwie vergeblich.

    Wohlstand: ja. Am besten immaterieller - unter http://* steht schon soviel an Wissen und Unterhaltung bereit, dass die materiellen Medien mit ihren ganzen Umweltproblemen irgendwie sehr von gestern sind. Wer z.B. SpOn liest, produziert weniger Altpapier...

    Konsum: nein, wenn es zu Müllproduktion führt.
    Ja wie schön, das die Sonne keine Rechnung schreibt, leider tun das aber die "PV" Hersteller, die verbrauchen auch Energie und Rohstoffe und auf Teufel komm raus auch Subventionen. PV ist prima, aber nur ohne Giftmetall und Subventionitits.
    Nur ma so nebenbei, Ölverbrennung ist Nutzung gespeicherter Solarenergie! :))
  2. #61

    Ja, die Welt wäre schön

    wenn sie so funktionieren würde. Aber Wirtschaft, Industrie und Politik sind nun mal mittlerweile beseelt von Korruption, Machtgier und allzu oft heiligt der Zweck die Mittel.

    So nett dieses Essay sein mag, so naiv und träumerisch ist es an der Realität vorbei geschrieben. Profit zählt! Einige Baumkuschler und auch von oben besagten Kreisen ins Amt gelassene Persönlichkeiten wie Herr Ban Ki Moon, um das Image aufzupolieren, werden an der Korruption, der Unehrlichkeit; kurz dem Vexierbild mit dem wir täglich verarscht werden nichts ändern.
  3. #62

    Herr Ban Ki Moon ....

    .....sollte erst mal die Klassiker studieren (Marx), um die wirklichen Zusammenhänge erkennen zu können.....!
  4. #63

    genereller Irrtum...

    Zitat von Gman Beitrag anzeigen
    Was definieren Sie den konkret unter "Wohlstand" - Konsum, idealerweise noch kreditfinanziert, welcher der Finanzindustrie hilft sich weltweit ein Heer von Zinssklaven zu halten, um Geld aus dem Nichts zu machen?
    Dieses System fährt gerade voll vor die Wand - mal sehen was von Ihrem Wohlstand, oder was Sie darunter verstehen, übrig bleibt, wenn die Mathematik gesiegt hat.
    Geld entsteht nicht aus nichts... Weder an der Börse noch in der Bank.

    Egal wo sie einen real existierenden Dollar machen, muss irgendeiner dafür zahlen.

    Bei einem Kredit zahlen sie nicht "für nichts", sondern dafür, dass die bank ihnen für bestimmte Zeit einen Wert überlässt. In den meisten Fällen tun sie dies mehr oder weniger freiwillig bzw. hätten die Wahl.

    Auch an der Börse wird nur gegen reales Geld gehandelt. Irgendwelche Phantasiezahlen an der Tafel nutzen wenig, wenn sie ihre Papiere für den Preis nicht verkauft bekommen...

    Jeder (Spekulations-)Gewinner hinterlässt einen Verlierer und das wird sich nicht ändern, solange noch zwei Leute auf diesem Planeten Kohle haben... Mathematik wird da wenig ausrichten...
  5. #64

    Was nützt der gute Wille...

    ...wenn man doch bloß als vermeintliche Lösung "mehr Arbeitsplätze" und "grünes Wachstum" anbieten kann. Auch das lässt beides die Menge des Geldes anwachsen, was dann wieder verwertet werden muss usw. Rendite bestimmt das Handeln, nicht Ökologie oder Bedürfnisbefriedigung. Die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus wirken so ungestört weiter. Nur weil er die ausblendet "funktionieren" die Vorschläge von Ban Ki Moon in seiner Vorstellung.
  6. #65

    Aber nein - wir brauchen doch jetzt "Wachstum"

    Ach, wer fährt denn da den Hollande & Co in die Parade?
    Wir in Europa sollen doch jetzt wieder neue Schulden machen, Deutschland soll dafür bürgen - und dann können wieder alle shoppen gehen. Die Krise ist dann vorbei - oder?
  7. #66

    nix verstanden

    Zitat von kioto Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Leider wird das Streben nach Reichtum, ausgeprägt als Zinsgewinn und Spekulation, übermächtig bleiben.
    Gibt es kein Wachstum, muß umverteilt werden. Die Richtung ist klar.
    Also entweder Wachstum oder Feudalismus (6 Mrd. Arme 1 Mio Reiche).
    Auch der dritte Weg des Sozialismus ist kaum sinnvoll durchführbar und scheitert am Eigennutz.
    Ich sehe leider wenig Grund zur Hoffnung.
    Kioto
    Sie, und die vielen anderen Kommentatoren, die hier eine Neuausrichtung fordern, haben einfach noch nicht so ganz umgesetzt, dass Sie - und Ihresgleichen - aus Sicht der überwiegenden Mehrheit der Weltbevölkerung als 'die Reichen' gesehen werden. Essen im Überfluß, freier Zugang zu Informationen, soziale Auffangsysteme wie Rente- und Krankenversicherung - alles, was für Sie selbstverständlich ist: DAS ist ist Luxus für weit über 90 % der Weltbevölkerung!
    Und das, was Sie für 'gerecht' erachten, ist nicht: IHR Lebensstandard für alle... mit dem SIE prima leben können ... das Weltvermögen aufgeteilt auf alle, das ist ein Lebensstandard, der in Deutschland nicht einmal mehr in Ansätzen existent ist!

    Besuchen Sie einfach einmal folgenden Länder: Haiti, Eritrea, Liberia, Tschetschenien, Laos - und dann erklären Sie den Menschen da, dass Sie gerne so leben möchten, wie die Menschen da. Sollten Sie diese Länder nur aus Google Maps kennen, dann sollten Sie vielleicht einfach nicht so laut rumtönen, was Sie von Ungerechtigkeit halten.

    Es ist toll, in einem der reichsten Länder der Welt zu sitzen, den ganzen Luxus in Anspruch zu nehmen, und gefahrlos zu postulieren, dass man den eigentlich nicht braucht - wenn man nicht in Gefahr läuft, den Luxus wirklich zu verlieren.

    Es ist billig und ekelhaft, wenn man in seinem Luxus meint, zu den Armen und Bedauernswerten zu gehören, ohne Armut nicht einmal gesehen, geschweige denn, erlebt zu haben.
  8. #67

    Einsicht

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    "Viel zu lange haben wir versucht, den Weg zu Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern."
    Ja selbstverständlich: (materieller) Wohlstand wird durch Konsum gemessen, also kann man ihn nicht anders steigern. Was will uns der Mann also sagen? Dass wir mehr auf *immateriellen* Wohlstand setzen sollten? O.K., warum sagt er es nicht? Aber dann redet er darüber, dass wir umwelteffizienter werden müssen. Nicht verkehrt, aber das vermindert den Konsum nicht, soll es auch gar nicht. - Es macht alles keinen Sinn.

    Auf wirkliche Sinn kommt es wohl auch gar nicht an. Es ist eine von einem Redenschreiber gut klingende Jubelarie auf den nächsten Umweltgipfel. Und da die internationale Mittelklasse im Moment "gegen Konsum" ist, aber gleichzeitig gern mehr Güter haben möchte, ist diese Jubelarie eben auch gegen "Konsum". Auch in Ordnung. Leider werden dann auf dem Umweltgipfel ähnliche in sich widersprüchliche oder sinnfreie, aber gut klingende, moralisierende Erklärungen abgesondert. Und das ist wirklich schrecklich, denn die Umwelt ist darauf angewiesen, dass unsere Erklärungen und Taten klar und in sich widerspruchsfrei sind. So verspielt die UNO Glaubwürdigkeit.
    Immerhin hat die UNO per se erkannt, dass man auf einer begrenzten Fläche nicht unbegrenzt wachsen kann.
    Wenn aber auf einem begrenzten Gebiet scheussliche Dinge geschehen, dann ist die UNO nur noch ein Papiertiger.
    Die UNO an sich ist das Feigenblatt für gewisse Interessen.
    Vielleicht keht sogar in Russland und China die Einsicht ein, dass man niemals allein mit Repressionsmassnahmen Erfolg haben kann, wenn es um die Gesamtgesellschaft geht, sozusagen die Mafia Gmbh light...
  9. #68

    Uno

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Irgendwelche Gipfeltreffen haben noch nie die Welt verändert. Der UNO-Generalsekretär gibt doch nur hohle Phrasen von sich. Alte Männer, die weder das Interesse noch die echte Macht haben, irgendetwas zu verändern. Das Konsumprinzip mag tot sein, aber das ganze System ist es, inklusive Nationalstaaten, Regierungen, UNO etc. Die wahren Kräfte, die den Planeten formen, sind ganz andere.

    Wenn man die Welt verbessern will, dann sollte Ban Ki Moon als erstes zurücktreten, weil er mit seinem Tun sowieso keinen Einfluß hat und von den Mächtigen nur mißbraucht wird, weil man halt so jemand braucht, der ab und zu mal solche Artikel schreibt, über die man dann nett spricht, als Alibi, und dann trotzdem anders handelt.
    Ja, wieviel Geld koennte gespart werden, wenn man die UNO aufloeste ? Damit koennte man erfolgreich Farmen anlegen in Gebieten, die sie am meisten brauchen. Das unterirdische Wasser in Afrika koennte man anzapfen und man kann Taten, statt Worte, zeigen. Die UNO ist doch nur noch ein Ort fuer unliebsame Familienmitglieder von Drittlaendern. Man sehe sich nur die Zusammensetzung der Menschenrechtskommission an !
    Ja, es gibt noch viel brachliegendes Farmland in der Welt.
  10. #69

    Unmenschlich

    Das Prinzip, der Mensch braucht die Produktion ist ueberholt. Es muss
    heissen, die Produktion braucht den Menschen, also den als Verbraucher
    des Ueberflusses.

    Unsere Politiker helfen da kraeftig mit, was Manche garnicht spitzkriegen.
    Denken Sie einmal nach, was da alles aus dem Familienministerium kommt! Das Neueste ist die " HERDPRAEMIE!"

    Unsere Politiker beklagen doch schon den Rueckgang der Geburten!
    Unsere Politiker importieren doch schon muslimische Familien.

    Alles an der Realitaet vorbei!! Wie waere es, jedem Neugeborenen oder
    noch besser, jedem Schulabgaenger 1Million Euro zu schenken!!! Dann
    wird er einige Jahre voll konsumieren.

    Das Dilemma ist nicht der Verbraucher, sondern der Produzent der mithilfe der IRREN Werbung die Dummen zum Kauf seines Produktes animiert.
    z.B. Potenzsteigerung!! (BMW). Der Deutsche wird langsam klueger,
    vor allem die Jugend.

    Aber wir sind inzwischen so in den Konsum eingebunden. Wenn wir verzichten wuerden, ginge Deutschland PLEITE.

    In meiner Kindheit gab es nur den Sonntagsbraten und ggf Freitags Fisch, wenn er vorhanden war. Dann gab es jede Menge Eintoepfe, meistens sogar 2 Tage lang. Gibt es noch die Erbswurst von Knorr oder Maggi?








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