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Gastbeitrag von Ban Ki Moon: Das Konsum-Prinzip ist tot

AFPWie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...838701,00.html
  1. #110

    Zitat von meergans Beitrag anzeigen
    Deshalb müssen zur Entlastung der Müllberge Produkte aus klar
    definierten Rohstoffen (Recycling/Dienstleistung) her, die langlebig
    sind und preiswert zu reparieren sind.
    Auch so rollt der Rubel!
    Mit langlebigen Waren ist kaum Geld zu verdienen.
  2. #111

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Dann ist Ihnen der Begriff "Stammkundschaft" unbekannt?
    Stammkundschaft bringt nichts wenn etwas langlebig ist.

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Die Leute kaufen weniger Ramsch - und setzen auf Langlebigkeit.
    Langlebigkeit hemmt Innovation.

    Ausserdem sind gerade ökologsich einwandfreie Waren alles andere als Langlebig. Fast alles was in den letzen Jahren an Materialien verboten wurde hat die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit gemindert.

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Wo haben Sie die Mär vom unendlichen Wirtschaftswachstum gelernt, die Sie hier und in anderen Teilforen ständig und gebetsmühlenartig postulieren?
    Ich davon nirgends gesprochen.

    Langlebige Produkte sind Nischenprodukte im Hochpreissegment. Davon allein kann keine Massengesellschaft gut leben.
  3. #112

    Zitat von Madir Beitrag anzeigen
    Da muss man sich doch fragen wie die Menschheit Jahrtausende ohne Kapitalismus und Wachstumszwang überleben konnte.
    Wenn Sie den Lebensstandard während dieser Zeit betrachten wissen sie warum wie heute anders leben.

    Alle innovativen prosperierenden Gesellschaften waren solche mit Geldwirtschaft.

    Zitat von Madir Beitrag anzeigen
    Der Wachstumszwang ist zumindest für mich eine direkte des (Finanz)Kapitalismus.
    Sie können ja gerne zum Tauschhandel zurückkehren. Der Mensch hat nicht umsonst das Geld erfunden.
  4. #113

    Zitat von exminer Beitrag anzeigen
    Das System als solches ist am Ende, nur wollen es nur
    wenige wahrhaben
    Von Ende kann keine Rede sein. Das würden wir alle bemerken.

    Es ist auch nichts zu Ende wenn die Menschheit wie schon öfter etwas neues entwickeln muss. Das ist aber jetzt weder nötig noch sinnvoll.

    Alles zu seiner Zeit. Wir haben im Moment ganz andere Aufgaben zu bewältigen.
  5. #114

    diese ...

    Zitat von meergans Beitrag anzeigen
    .... preiswert zu reparieren sind.
    Auch so rollt der Rubel!
    Diese Forderung kenne ich. Das heißt nämlich auch, dass ein Teil der Bevölkerung gut leben darf. Diejenigen, die die Reparaturen ausführen, sollen möglichst nichts kriegen. Die können sich dann den H4-Zuschuß vom Staat holen.
    Dann rollt weder der Rubel noch der Euro. Doch, der Euro rollt, aber bergab.
  6. #115

    Es ist eigentlich ganz einfach

    Offensichtlich ist die Menschheit nicht fähig oder nicht willens, die einfachen DInge des Lebens zu verstehen, denn sonst wäre man schon längst auf die Hauptursache unserer Probleme gestossen. Denn um Energie einzusparen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen müsste man nur Folgendes:
    Den Maschineneinsatz soweit möglich einschränken, und zwar auf die Bereiche, wo Automatisierung z.B. zur Vermeidung von Gefahren oder zur Erzielung von hohen Genauigkeiten erfoderlich ist.
    Verboten gehörten z.B.
    - Laubgebläse als Besen-/Rechenersatz
    - Rasenmähroboter
    - Haarwaschroboter
    - ...
    Um nur ein paar extreme Beispiel zu nennen
    Aber auch der alternative Einsatz von Rikschas anstatt von Taxis wäre schon ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.
  7. #116

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Mit langlebigen Waren ist kaum Geld zu verdienen.
    Selbst wenn das wahr wäre: Geld ist kein Selbstzweck. Falls es wahr ist dann ist das Geldsystem fehlerhaft.
  8. #117

    Zitat von Madir Beitrag anzeigen
    Da muss man sich doch fragen wie die Menschheit Jahrtausende ohne Kapitalismus und Wachstumszwang überleben konnte.
    Gelebt haben sie, ja.

    Schmutzig, mühevoll, ständig von Schmerz und Krankheit geplagt, ohne nennenswerte Kommunikations- und Reisemöglichkeiten, und kurz.

    Und zu wirtschaftlichem Wachstum "gezwungen" wird überhaupt niemand - Menschen *wollen* zusätzliche Bedürfnisse decken, und infolge dessen finden sich andere, die ihnen die entsprechenden Waren und Dienstleistungen anbieten.
  9. #118

    Weltordnungsaenderung beschleunigt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.

    Ban Ki Moon zu Rio+20: Das Konsum-Prinzip ist tot - SPIEGEL ONLINE
    Menschen folgen nur, nur, nur dem, von dem sie ueberzeugt sind, das ihr tun unmittelbar zu deren Vorteil dient.
    Nicht etwa zum Vorteil anderer, Nachkommen, Gemeinschaft.
    Bilden sich Menschen ein, Goetter sofort und unmittelbar wohlgesonnen stimmen zu koennen, tun sie auch was, was vielleicht erst in tausend jahren sich auswirkt als Erfolg. Pyramiden zu bauen, Bergwerke entwickeln, zu anderen Kontinenten aufzubrechen.
    Aber immer doch nur, um sofort dafuer vermeintliche Vorteile zu bekommen.
    Und genau dieses evolutionaere Naturgesetz scheint Moon nicht zu beruecksichtigen in seinem Appell.
    Es duerfte deshalb zahnlos bleiben.

    Haette er aber gesagt:
    jawohl, ihr koennt sofort viel mehr Geld verdienen,
    - wenn ihr statt mit Gensojasaast mit Terra preta Lebensmittel produziert und verkauft
    -wenn ihr statt in Bergwerken zu buddeln Eure Rohstoffe einfach aus dem Seewasser herausfiltert
    - wenn ihr statt muehselig mit Tankern, Kohlefrachtern, Plutonium zu hantieren Eure Energie schlicht aus der ueberall vor Ort vorhanden Gravitation herausleitet-

    dann, ja dann haette ein amtierender UN-Generalsekretaer tatsaechlich was bewirken koennen. Schliesslich ist er kraft Amtes ja nicht jedermann.
    Hat er aber nicht gesagt.

    Und doch gibts das alles und er haette die anstehende Aenderung der Welt, deren Ausbleiben ihm Sorgen macht, tatsaechlich beschleunigen koennen.
  10. #119

    Rueckschritt um 3000 Jahre

    Zitat von Adolfrausch Beitrag anzeigen
    Offensichtlich ist die Menschheit nicht fähig oder nicht willens, die einfachen DInge des Lebens zu verstehen, denn sonst wäre man schon längst auf die Hauptursache unserer Probleme gestossen. Denn um Energie einzusparen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen müsste man nur Folgendes:
    Den Maschineneinsatz soweit möglich einschränken, und zwar auf die Bereiche, wo Automatisierung z.B. zur Vermeidung von Gefahren oder zur Erzielung von hohen Genauigkeiten erfoderlich ist.
    Verboten gehörten z.B.
    - Laubgebläse als Besen-/Rechenersatz
    - Rasenmähroboter
    - Haarwaschroboter
    - ...
    Um nur ein paar extreme Beispiel zu nennen
    Aber auch der alternative Einsatz von Rikschas anstatt von Taxis wäre schon ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.
    Ja, natuerlich auch Verbot von Wasserleitungen und Stromkabeln.
    Rikschas mit Pedalantrieb und die Hamburger Wassertraeger mit der Berufsbezeichnung Hummel-Hummel muessten wieder uebernehmen.
    Letztere landeten dann folgerichtig bei Mors-Mors.

    Das man mit seiner Lebenszeit was besseres anfangen koennte, als stumpfsinnig arbeiten, wie Sie das hier anregen, wusste man schon im alten Griechenland und auch die neuen beherzigen das besser als wir Dunkeldeutschen.
    Haetten die Altgriechen Maschinen statt Sklaven gehabt, haetten sie diese vorgezogen. Man hatte Durchblick damals.
    Heute haelt man sich Maschinen und Sklaven, obwohl die Maschinen viel besser sind.
    Fuer die Menschen und deren Gebrauch von Maschinen sollten Sie sich einsetzen, nicht fuer den Ersatz vorhandener Maschine durch menschliche Sklaven.
    Letzteres ist naemlich noch rueckschrittlicher als die Griechen vor 3000 Jahren waren.








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