Forum: Blogs
Gasleck in der Nordsee: Sprudelnde Gefahr aus der Tiefe
Jago-Team, GEOMARTotal kämpft gegen das Gasleck im "Elgin"-Feld. Was passieren kann, wenn der Konzern den Blowout nicht stoppt, zeigt eine andere Quelle in der Nordsee: Dort blubbert seit 20 Jahren Methan an die Oberfläche, weil eine Bohrung scheiterte. Bis heute gibt es kein Mittel dagegen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...824799,00.html
- #10 30.03.2012 15:25 von
mhm jaja ...
- #11 30.03.2012 15:29 von
[QUOTE=dynamitharry;9919384] zu 1.
weil der technische aufwand so hohe kosten verursachen würde, dass sich das ganze finanziell nicht lohnt.
zu 2.
bei der Erdölförderung wird unter anderem erdgas frei, welches mit dem rohöl mit gefördert wird. die hierbei entstehende menge an erdgas ist dabei jedoch zu klein, um diese wirtschaftlich nutzen zu können, daher siehe punkt 1.
daher wird das freiwerdende gas durch verbrennen "entsorgt", denn es einfach in die umwelt zu entlassen wäre schädlich und gefährlich. - #12 30.03.2012 15:37 von
Schwachsinn
Was reden Sie denn da fuer einen Schwachsinn? Unbegrenzt? Natuerlich ist die Menge begrenzt. Unser Planet ist auch begrenzt. Was auch immer Sie von den "Oekofreaks" halten ist im Grunde egal. Eines sollte Ihnen allerdings klar sein, und zwar dass uns das Oel und Gas bald ausgeht. Das bestreitet heute nicht einmal mehr die Oellobby. Und dann wird es ganz finster aussehen. Denn alles von Medikamenten, ueber Plastik und Textilien, moderne Werkstoffe, Computer bis hin zum Treibstoff ist aus Oel hergestellt. Unsere komplette Weltwirtschaft gibt es nur wegen Oel und Gas. So und dann denken sie das mal weg. Und wenn Sie mir das nicht glauben, weil das menschliche Gehirn die Angewohnheit hat die fast schon unvorstellbaren Gefahren einfach auszublenden, gehen Sie mal tanken.
- #13 30.03.2012 15:39 von
Auffangen oder verbrennen
Auffangen (mit einer Art großem Unterwasser-Trichter) und ableiten/nutzen wäre eine Lösung. Im Golf von Mexico hat man das mit der lecken Ölquelle versucht. Hat dort zwar leider nicht geklappt, aber da sollte man mal drüber nachdenken.
Alternativ und auf alle Fälle besser als unkontrolliertes Ausströmen, wäre Abfackeln:
Klimawirksamkeit von Methan gegenüber CO2 = Faktor 25!
Wenn man das Erdgas einfach abfackelt reduziert man ganz erheblich das Treibhausgas-Potential des Gaslecks (ein Methan-Molekül = ein C-Atom)
Andernfalls bedeuten 200.000m³ Gas/Tag einen Äquivalenten CO2 Ausstoß von 144t CO2/Tag, das entspricht:
* dem Verfeuern von fast 40t Steinkohle pro Tag
* dem CO2 Ausstoß für ein 6,3MW Kohlekraftwerk pro Tag
Aber wie schon bei der Deep Water Horizon, es ist alles gar nicht so schlimm und alles ist unter kontrolle - #14 30.03.2012 15:42 von
- #15 30.03.2012 16:02 von
- #16 30.03.2012 16:03 von
Die Gezeiten kommen nicht von der Sonne!
Erdöl und Erdgas sind gespeicherte Sonnenenergie. Wind ist aktuelle Sonnenenergie.
Die Gezeiten aber stammen nur zum Teil von der Sonne: Hauptverursacher von Ebbe und Flut ist der Mond. Wäre die Sonne also bereits erloschen oder ein "brauner Zwerg", der nie richtig gezündet hat, dann gäbe es auf der Erde trotzdem Gezeiten, in was auch immer auf der Erdoberfläche bei der geringen Temperatur noch flüssig ist, zum Beispiel Wasserstoff. - #17 30.03.2012 16:04 von
[Warum wird das Gas an der Meeresoberfläche nicht einfach in einen Tanker geleitet? Technisch sollte das doch machbar sein.
Genauso wie ich nicht verstehe, warum auf Bohrinseln das mit austretende Gas einfach abgefackelt wird.[/QUOTE]
... ganz so einfach ist das mit dem Gas an der Meeresoberfläche nicht, das würde jetzt hier allerdings den Rahmen sprengen, rein technisch gesehn... Eine Vapor Recovery Unit ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit.
Zur Fackel : Diese Fackeln sind nicht nur auf Bohrinseln zu finden, sondern in ziemlicher jeder Raffinerie. Direkt am Bohrloch dienen sie der Sicherheit, "Safety-flares". Man kann Gas nicht einfach so "auffangen" (wo wir wieder bei den VRU's sind...). Bevor es Fackeln gab, wurde überschüssiges Gas einfach in die Atmosphäre "geblasen", das Abfackeln ist um ein X-faches umweltschonender. Google mal ein bisschen zum Thema "Flares", es wäre jetzt wirklich zuviel das alles zu erklären. Fackeln haben wie gesagt verschiedene Anwendungen, sind sehr oft sogar vorgeschrieben, meist sogar mehrere, damit immer eine funktionierende da ist, wenn mal eine ausfällt.
Gruss aus der Industrie - #18 30.03.2012 16:12 von
- #19 30.03.2012 16:22 von
Spiel auf Zeit...
Wenn sie Angst vor der Explosion haben, was sollen dann Verzögerungstaktiken bringen? Wollen die ihre Angst besiegen, indem sie so lange rumtrödeln, bis es Bumm macht und sie ein herrliches Feuerwerk ansehen können?!?!Seit Tagen spielen die Verantwortlichen auf Zeit, wohl auch, weil sie Angst vor einer Explosion der evakuierten Anlage haben. Immer noch brennt auf der Plattform eine Fackel.
Oder hat da etwa ein SPON-Schreiberling die Redewendung "auf Zeit spielen" nicht ganz kapiert?
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

