Gasleck in der Nordsee: Sprudelnde Gefahr aus der Tiefe

Jago-Team, GEOMARTotal kämpft gegen das Gasleck im "Elgin"-Feld. Was passieren kann, wenn der Konzern den Blowout nicht stoppt, zeigt eine andere Quelle in der Nordsee: Dort blubbert seit 20 Jahren Methan an die Oberfläche, weil eine Bohrung scheiterte. Bis heute gibt es kein Mittel dagegen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...824799,00.html
  1. #10

    mhm jaja ...

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Erdgas ist im Grunde Biogas, aus abgestorbenen Urwäldern oder aus tauendem Permafrostboden. Es ist, wenn man wieder Pflanzen vergräbt im Grunde "erneuerbar", was man z.B. vom Sonnenlicht nicht sagen kann :)
    Genauso wie Erdöl. Und beides ist übrigens gespeicherte Sonnenenergie - oder von mir aus auch "Sonnenlicht". Ergo noch ihrer "Definition": Nicht erneuerbar.

    Quasi jede Energiequelle auf der Erde lässt sich auf die Sonne zurückführen: Gezeiten, Wind, Erdöl, Erdgas ...
  2. #11

    [QUOTE=dynamitharry;9919384]
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum wird das Gas an der Meeresoberfläche nicht einfach in einen Tanker geleitet? Technisch sollte das doch machbar sein.
    Genauso wie ich nicht verstehe, warum auf Bohrinseln das mit austretende Gas einfach abgefackelt wird.
    zu 1.
    weil der technische aufwand so hohe kosten verursachen würde, dass sich das ganze finanziell nicht lohnt.
    zu 2.

    bei der Erdölförderung wird unter anderem erdgas frei, welches mit dem rohöl mit gefördert wird. die hierbei entstehende menge an erdgas ist dabei jedoch zu klein, um diese wirtschaftlich nutzen zu können, daher siehe punkt 1.
    daher wird das freiwerdende gas durch verbrennen "entsorgt", denn es einfach in die umwelt zu entlassen wäre schädlich und gefährlich.
  3. #12

    Schwachsinn

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Und woher kommt dann das "Erdgas" auf dem Saturnmond Titan? Welche "Urwälder" sind denn da vergraben worden?
    Kohlenwasserstoffe sind Teil des Erdmantels und stehen in praktisch unbegrenzter Menge zur Verfügung. Man nur danach bohren.
    Was reden Sie denn da fuer einen Schwachsinn? Unbegrenzt? Natuerlich ist die Menge begrenzt. Unser Planet ist auch begrenzt. Was auch immer Sie von den "Oekofreaks" halten ist im Grunde egal. Eines sollte Ihnen allerdings klar sein, und zwar dass uns das Oel und Gas bald ausgeht. Das bestreitet heute nicht einmal mehr die Oellobby. Und dann wird es ganz finster aussehen. Denn alles von Medikamenten, ueber Plastik und Textilien, moderne Werkstoffe, Computer bis hin zum Treibstoff ist aus Oel hergestellt. Unsere komplette Weltwirtschaft gibt es nur wegen Oel und Gas. So und dann denken sie das mal weg. Und wenn Sie mir das nicht glauben, weil das menschliche Gehirn die Angewohnheit hat die fast schon unvorstellbaren Gefahren einfach auszublenden, gehen Sie mal tanken.
  4. #13

    Auffangen oder verbrennen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Total kämpft gegen das Gasleck im "Elgin"-Feld. Was passieren kann, wenn der Konzern den Blowout nicht stoppt, zeigt eine andere Quelle in der Nordsee: Dort blubbert seit 20 Jahren Methan an die Oberfläche, weil eine Bohrung scheiterte. Bis heute gibt es kein Mittel dagegen.

    Gasleck in der Nordsee: Sprudelnde Gefahr aus der Tiefe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Auffangen (mit einer Art großem Unterwasser-Trichter) und ableiten/nutzen wäre eine Lösung. Im Golf von Mexico hat man das mit der lecken Ölquelle versucht. Hat dort zwar leider nicht geklappt, aber da sollte man mal drüber nachdenken.
    Alternativ und auf alle Fälle besser als unkontrolliertes Ausströmen, wäre Abfackeln:
    Klimawirksamkeit von Methan gegenüber CO2 = Faktor 25!
    Wenn man das Erdgas einfach abfackelt reduziert man ganz erheblich das Treibhausgas-Potential des Gaslecks (ein Methan-Molekül = ein C-Atom)
    Andernfalls bedeuten 200.000m³ Gas/Tag einen Äquivalenten CO2 Ausstoß von 144t CO2/Tag, das entspricht:
    * dem Verfeuern von fast 40t Steinkohle pro Tag
    * dem CO2 Ausstoß für ein 6,3MW Kohlekraftwerk pro Tag

    Aber wie schon bei der Deep Water Horizon, es ist alles gar nicht so schlimm und alles ist unter kontrolle
  5. #14

    Zitat von Child Beitrag anzeigen
    Genauso wie Erdöl. Und beides ist übrigens gespeicherte Sonnenenergie - oder von mir aus auch "Sonnenlicht". Ergo noch ihrer "Definition": Nicht erneuerbar.

    Quasi jede Energiequelle auf der Erde lässt sich auf die Sonne zurückführen: Gezeiten, Wind, Erdöl, Erdgas ...
    ausser Kernenergie
  6. #15

    is ja süß

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    entspricht das doch der Fischer-Dropp-Synthese .
    Was ist das denn? Werden so saure Dropps hergestellt?
    Oder Fischermanns Freunde?
  7. #16

    Die Gezeiten kommen nicht von der Sonne!

    Zitat von Child Beitrag anzeigen
    Quasi jede Energiequelle auf der Erde lässt sich auf die Sonne zurückführen: Gezeiten, Wind, Erdöl, Erdgas ...
    Erdöl und Erdgas sind gespeicherte Sonnenenergie. Wind ist aktuelle Sonnenenergie.

    Die Gezeiten aber stammen nur zum Teil von der Sonne: Hauptverursacher von Ebbe und Flut ist der Mond. Wäre die Sonne also bereits erloschen oder ein "brauner Zwerg", der nie richtig gezündet hat, dann gäbe es auf der Erde trotzdem Gezeiten, in was auch immer auf der Erdoberfläche bei der geringen Temperatur noch flüssig ist, zum Beispiel Wasserstoff.
  8. #17

    [Warum wird das Gas an der Meeresoberfläche nicht einfach in einen Tanker geleitet? Technisch sollte das doch machbar sein.
    Genauso wie ich nicht verstehe, warum auf Bohrinseln das mit austretende Gas einfach abgefackelt wird.[/QUOTE]



    ... ganz so einfach ist das mit dem Gas an der Meeresoberfläche nicht, das würde jetzt hier allerdings den Rahmen sprengen, rein technisch gesehn... Eine Vapor Recovery Unit ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit.

    Zur Fackel : Diese Fackeln sind nicht nur auf Bohrinseln zu finden, sondern in ziemlicher jeder Raffinerie. Direkt am Bohrloch dienen sie der Sicherheit, "Safety-flares". Man kann Gas nicht einfach so "auffangen" (wo wir wieder bei den VRU's sind...). Bevor es Fackeln gab, wurde überschüssiges Gas einfach in die Atmosphäre "geblasen", das Abfackeln ist um ein X-faches umweltschonender. Google mal ein bisschen zum Thema "Flares", es wäre jetzt wirklich zuviel das alles zu erklären. Fackeln haben wie gesagt verschiedene Anwendungen, sind sehr oft sogar vorgeschrieben, meist sogar mehrere, damit immer eine funktionierende da ist, wenn mal eine ausfällt.

    Gruss aus der Industrie
  9. #18

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    ausser Kernenergie
    Auch die Vorräte an Uran - alles Material der Erde stammt aus Sternen - und ist damit extraterristischen Ursprunges ..
    Die Sonne ist ja nur "ein Stern" - aber erst die gesamte Sternenvielfalt hat all die Materie geformt!
  10. #19

    Spiel auf Zeit...

    Seit Tagen spielen die Verantwortlichen auf Zeit, wohl auch, weil sie Angst vor einer Explosion der evakuierten Anlage haben. Immer noch brennt auf der Plattform eine Fackel.
    Wenn sie Angst vor der Explosion haben, was sollen dann Verzögerungstaktiken bringen? Wollen die ihre Angst besiegen, indem sie so lange rumtrödeln, bis es Bumm macht und sie ein herrliches Feuerwerk ansehen können?!?!

    Oder hat da etwa ein SPON-Schreiberling die Redewendung "auf Zeit spielen" nicht ganz kapiert?