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Gamesbranche: Die Angst vor dem zweiten Crash

Ende der Goldgräberzeit: Die Wirtschaftskrise hat die Gamesindustrie voll im Griff. Umsätze sinken dramatisch, immer mehr Entwicklerstudios gehen vor die Hunde. Fieberhaft sucht die Branche jetzt nach einem Ausweg aus der Misere - denn sie weiß: Ihre ganze Zukunft steht auf dem Spiel.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...684290,00.html
  1. #40

    Ist der Ruf erst ruiniert...

    Zitat von käsetoast Beitrag anzeigen
    im gegensatz zu ab und ubi hat sich ea in letzter zeit doch ganz schön gemausert.
    Mag sein, mag nicht sein. Wenn einem aber erstmal ein negatives Image anhängt, braucht es viel Wiedergutmachung, bis das verschwindet. Das merken die Betroffenen aber meistens erst zu spät...
  2. #41

    ...

    Zitat von Wuschelkopp Beitrag anzeigen
    ihrem unwissen kann geholfen werden. gerne stehe ich zu einem skype-gespräch, chat oder Mailkorrespondenz mit Ihnen zur verfügung, und zwar über politik wie "computer-nerd virtuellen mistkram". Wenn sie dann noch immer auf "so viel Dummheit" beharren, gehört diese wohl ebenso bestraft.

    Oder war diese Nörgelei wieder nur heiße Luft?
    Ich würde mal schätzen, sie sind einer der Prototypen über deren kommende Prrobleme ich eigentlich geschrieben habe?
  3. #42

    Linke Polemik, ich lach mich tot!

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt auf der Hersteller Seite, dass viel zu viel Leute, deren ganzes Wissen letztlich darin besteht eine 1 von einer 0 unterschieden zu können und sie im Programm an den richtigen Platz zu .......
    Also, erst einmal ist und bleibt die Spieleentwicklung - neben der Entwicklung von Datenbanksystemem - die Königsdisziplin in der Softwareentwicklung. Nirgends sonst hat man eine solche Komplexität und vielzahl an zu beherrschenden Zuständen, wie dort. Aber wenn man selbst nicht in der Lage ist, auch nur die Entwicklungsumgebung anzuschmeißen, kann man das vielleicht wirklich nicht beurteilen - diese Behauptung aufzustellen strotzt aber per se schon einmal von ungebildetheit, ich will ihre Beleidigungen da echt nicht zitieren, aber diese wird auch von ihnen erfüllt.
    Aber bei dem Statement zur angeblichen unpolitischheit der "Nerds" zeigt dann aber auch schon auf, woher der Wind weht. Wer nicht sozialistisch-kommunistisch Links ist, ist dumm, da er die einzige Wahrheit nicht erkannt hat. Solche Ausbrüche kenne wir in letzter Zeit ja genug, vor allem in diesem Forum. Ein typisches Beispiel, wie ignorant die Linke andersdenkenden gegenüber ist. Ja, die meisten in der Branche sind eher liberal eingestellt, sowohl links (in Richtung der Grünen), als auch recht (FDP). Und genau das schmeckt ihnen nicht. Da gibt es jemand, der anders denkt und sie eventuell sogar zu Arbeit und Leistung zwingen will! Was für ein Skandal! Also, kriegen Sie ihren Hintern hoch, suchen sie sich einen Job und lassen sie mich weiter machen, was ich kann - Spiele entwickeln. So schlecht sieht es im Moment nämlich gar nicht aus...
  4. #43

    Korrektur bezüglich Vampire Bloodlines

    Zitat von OoogaBoooga Beitrag anzeigen
    Sehr positiv, innovativ und kreativ war z.B. Vampire Bloodlines. Wurde vom Markt jedoch insgesamt nicht gut aufgenommen, sprich der Entwickler war danach nicht mehr. Da sind die Käufer eben selbst schuld, dass sie nur meist nur noch Einheitsbrei vorgesetzt bekommen.
    Kleine Korrektur das Studio wurde nicht wegen der schlechten Verkäufe geschlossen, sondern weil es zu lang gebraucht hat um den Titel herauszubringen. Vampire Bloodlines war eigentlich nicht fertig als es herauskam, aber der Publisher (Activision) wollte das Projekt scheinbar so kurz vor Ende nicht sterben lassen. Ein Monat nach Release wurde das Studio bereits geschlossen (http://de.wikipedia.org/wiki/Troika_Games), da kann man überhaupt nicht erwarten, dass man schon genug Geld durch die Verkäufe bekommen hat.

    Wo ich dir aber auf jeden Fall zustimmen muss es war ein super Spiel, kann auch die anderen Troika-Titel empfehlen echt schade, dass es Die nicht mehr gibt.
  5. #44

    ...

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Ich würde mal schätzen, sie sind einer der Prototypen über deren kommende Prrobleme ich eigentlich geschrieben habe?

    wie immer, schätzen, mutmaßen, unterstellen = wissen. Welches sind den meine kommenden Probleme, psychodoc? Sie unterstellen Computerspiele = negativer Zeitvertreib = 1. Generation wird "alt genug" zur altersweisen Einsicht dieses Unfugs und spielt nicht mehr.

    Gehts noch?

    Spielen = Unterhaltung ist per definitionem sinnfreies Zerstreuen zur erreichung eines wohlempfundenen Erregungszustandes. Ob sie jetzt Bücher lesen, fernsehen, ins Kino, Theater oder die große Oper gehen ist völlig irrelevant. Unterhaltung means Unterhaltung means: Zeitverschwendung. Ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Sie sollten Ihren eigenen Zeitvertreib mal wertschätzen lernen und andere Leute sich so unterhalten lassen, wie sie das für richtig halten.

    Übrigens: Bezeichnend, wie sie ein konstruktives Gesprächsangebot geflissentlich ignorieren.

    Ach, und übrigens: Wenn ich ein Prototyp bin, dann der des mündigen Spielers, der sich nicht gefallen lässt, dass sein Hobby zum Zeitvertreib permanent diabolisiert wird in lächerlich oberflächlicher Art und Weise.
  6. #45

    Schlecht recherchiert.

    Ganz besonders der Verweis auf die Verluste durch "Softwarepiraten/Raubkopierer".
    Ich möchte im Detail nicht darauf eingehen, aber inzwischen sollte auch der schlechteste Manager in der Softwarebranche verstanden haben, das nicht jede verhinderte illegale Kopie auch automatisch einen Verkauf darstellt.
    Meiner Meinung nach ist das genau die gleich Art von Entschuldigung, wie "Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen".

    Das Ganze hat jetzt schon solche paranoiden Ausmasse angenommen, das der ehrliche Kunde derjenige ist, der durch Antipirateriemassnahmen abgestraft wird. Der "Pirat" bekommt eine kundenfreundlichere Version mit weniger Repressalien, auf manchen System macht erst der Crack das gekaufte Spiel lauffähig. Das ist keine "Urban Legend" das ist mir selber passiert.

    Software wird unfertig ausgeliefert und immer mehr Inhalte werden zu Downloadcontents ausgelagert, um den Profit weiter zu maximieren.

    Dann gibt es auch nur eine endliche Anzahl von möglichen Kunden, unendliches Wachstum kann es auch nicht geben. Auch etwas, was die zuständigen Manager nicht verstanden haben scheinen. Fehlt der Wachstum stimmt etwas nicht.

    Weiter Resourcen an denen es mangeln kann:
    Das Geld des Käufers das er ausgeben kann und will.
    Die Zeit des Käufers.

    Ich könnte mir das eine oder andere Spiel durchaus leisten, will es aber nicht:
    Eben weil:
    - Mir der Kopierschutz zuwieder ist.
    - Ich keine zusätzliche Zeit mehr habe im Leben, es gibt auch noch das "RealLive" mit Haushalt und Freunden.
    - Mir die Lust auf das Spielen auch mal vergeht.
    - Mich einige neuere Spiele gar nicht mehr anmachen, andere vom Konzept für mich kaputt gemacht worden sind.
  7. #46

    ok

    Meistens beginnt das Spiel schon vor dem Spiel.
    Nämlich das Cracken des Kopierschutzes.
    Das ist die Herausforderung, der eigentliche Inhalt des Spiels ist Nebensache.
  8. #47

    ...

    Die Probleme sind einfach und leicht zu erkennen, wie in allen anderen Branchen auch, nur bei Verantwortlichen ohne jeden Menschenverstand, die ihr Gehirn durch ein BWL-Lehrbuch-für-Dummies ersetzt.

    Was haben wir denn heute immer mehr, trotz angeblicher Professionalität und millionenschweren Projekten?

    - Millionen werden in Grafik und vor allem Marketing gesteckt
    - Game Design, das Grundgerüst für Gameplay und den Zusammenhalt aller Komponenten völlig vernachtlässigt - viele kleinere Firmen wisse nicht einmal, was ein Game Designer überhaupt ist!
    - Der Spieler ist der Feind, leider hat er halt auch das Geld an das man will und so wird nicht versucht, Spielspaß zu schaffen und wenn ein Entwickler es tatsächlich möchte, wird er vom Publisher gemaßregelt.
    - Auch die Arbeiter werden mies behandelt, häufiger Wechsel, massenweise Überstunden (die hauptsächlich auf beschissener Planung beruhen) und hier in Deutschland nimmmt das mit schlecht- bis unbezahlten Praktika, die sämtlichen Merkmalen nach keine sind, krankhafte Ausmaße an.

    Achja: und bitte Blizzard nicht als Beispiel nehmen. Innovativ waren die 1. noch nie und 2. ist das nur ein Name. Wer der eigentlich guten und kreativen Leute steht denn heute noch hinter dem Namen?

    Der Erfolg von WoW beruht nicht auf hoher Qualität, sondern psychologisch genau analysierter und herausgearbeiteter Suchterzeugung. Wenn ein zeitlich genau eingeteiltes Belohnungssystem (Dailies, Weeklies, Events) notwendig ist, weil ein Spielspaß nunmal nicht existent ist, hat ein Spiel qualitativ vollkommen versagt, auch wenn es kommerziell noch so erfolgreich ist.
    Und wer dagegen spricht, kann sich ja überlegen, wie viele Leute noch in Dungeons, Raids, Battelgrounds und Arenen gehen würden, einfach so zum Spaß, wenn es dort keine Items, Punkte oder Marken geben würde.

    Aber wirklich Innovation, wirkliche Kreativität oder einfach nur gutes Gameplay gibt es leider selten. Nur noch die Bedienung niedrigster Triebe, weil man sich dafür wirklich keinerlei Mühe geben muss.
    Wäre noch nich einmal schlimm, wenn Spiele nicht durchaus auch ihren Beitrag zur Charakter- und Moralbildung beitragen würden.
  9. #48

    Es kommt wie es kommen musste...

    Was die Mähr des Bösen Raubkopierers angeht, ist ja auch schon viel geschrieben worden. Dazu gibt es nichts hinzuzufügen.

    Wäre da noch das Problem, dass die Spielehersteller schon viel zu lange an ihrer Kundschaft vorbeientwickeln. Durch den anscheinend großen Erfolg der Spielekonsolen wird seid ca. 3 Jahren vorrangig für Konsolen entwickelt. Viele PC Spieler fühlten und fühlen sich dadurch vor den Kopf gestoßen. Die Leute die das Computerspielen erst groß gemacht haben, sind nun aufgrund des schnelleren Dollars links liegen gelassen worden. Nun darf man sich auch nicht wundern das sich diese rege Community nach schlechten Erfahrungen mit schlecht von der Konsole portierten Spielen nun etwas zurückhaltend reagiert.

    Multiplattform heist das neue Zauberwort! Auf die ureigenen Eingabegeräte wie Maus, Tastatur und Joystick wird nicht mehr geachtet, Gamepads braucht das Land. Keine Konsole kann mit den technischen Möglichkeiten eines PC´s mithalten, dennoch werden die meisten Spiele für XBox und CO. programmiert.

    Wenn heute ein Spiel entwickelt wird, wird erst ein riesen medien Hype veranstaltet, danach das Spiel unfertig auf den Markt geworfen und danach lehnt man sich erst mal zurück und genießt die verdienten Millionen. Wenn sich dann die Proteste in den eigenen Foren häufen, stellt man diese erst mal für ein paar Tage ab und hofft, das sich die Wogen von alleine glätten. Wenn das nix hilft, packt man eine kostenpflichtige Erweiterung aus, veranstaltet den nächsten Hype und ignoriert die Foren. Alle fehler werden mit der Erweiterung behoben.. Die letzten treuen Kunden die diese Erweiterung gekauft haben sehen entäuscht ein, das sie erneut auf den Hersteller reingefallen sind und erneut nur verschlimmbessert wurde.


    Ich für meinen Teil werde PC-Spieler bleiben und wenn nix nachkommt spiel ich eben die alten Klassiker nochmals durch.

    Computerspieler sind speziell und eben nicht Casual! Wenn die Hersteller das begreifen, kommen die schwarzen Zahlen wie von selbst. Was würde Red Dead Redemption auf dem PC einschlagen wie eine Bombe, nur scheint man hier das Ziel zu verfolgen das sich der PC Spieler das Ding 2mal kauft. Einmal für die Konsole und in einem halben Jahr für den PC?
    Mehr als kopschütteln für diese Dreistigkeit ist nicht drin..

    LG


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