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Games Convention: Schlichte Spiele für die Massen

Der Erfolg von Nintendo und von simplen Spielen für jedermann beflügelt die Branche. Bei Europas größter Fachmesse zum Thema werden deshalb vor allem "Casual Games" angepriesen: Spiele für die Masse. Das ist gut für die Industrie - aber schlecht für die Zukunft der Videospiele.

http://www.spiegel.de/netzwelt/spiel...501325,00.html
  1. #1

    Was ist 'brutal' an einem SPIEL?

    Kann Agieren in einer virtuellen Realität als Brutalität bezeichnet werden? Ist es ein Zeichen von Verrohung, wenn man in einem Spiel durch's Zielfernrohr die Spielfigur 'Terrorist' per Kopfschuß ausschaltet? Ist das der erste Schritt zum Amoklauf? Ist das Spiel schuld, wenn Menschen mit psychischen Problemen Realität und Imagination nicht klar unterscheiden können, oder hat dieser Mensch ein Problem, das nur peripher mit dem Spiel zu tun hat? Wieviel Moorhühner oder andere Wildvögel wurden nach dem Moorhuhn-Boom gemeuchelt? Wieviel Menschen wurden Zaubersprüche murmelnd angetroffen, die vorher exzessiv Warcraft gespielt haben? Wieviele Menschen wurden Panzerfahrend angetroffen, die vorher Blitzkrieg oder anno 1944 o.ä. gespielt hatten?
    Liegen die Antworten nicht auf der Hand?
  2. #2

    Leider nix neues

    Das Phänomen, dass gerade beim Thema Unterhaltung die Qualität der Ware zugunsten des anspruchslosen Massenmarktes auf der Strecke bleibt ist ja nun beleibe nix neues. Egal ob Musik, Kino, Fernsehen oder Literatur mit anspruchsvollen Produkten wird in kaum einem dieser Märkte viel Profit gemacht.

    Sicher bei PC oder Video-Spielen ist 'anspruchsvoll' auf einer etwas anderen Ebene, aber das Grundprinzip ist dasselbe. Ausserdem ist auch hier diese Entwicklung nix neues, diese Entwicklung gibt es auch hier schon seit Jahren.

    Wie die Zukunft aussehen wird kann man aber bereits heutzutage im Netz sehen: Während große Firmen wie EA und Ubisoft (die ja wohl demnächst auch noch fusionieren) auf low risk Titel für den Massenmarkt setzen bieten im Netz kleinere Programmierteams ihre qualitativ oft sehr hochwertigen Produkte direkt zum Online-Kauf ein. Sicher, das sind oft Nischenprodukte und man muss meist auf High-End 3D Grafik verzichten, aber wenn der Spielspaß stimmt, dann stört das IMO auch nicht.
  3. #3

    Zitat von Jabba56 Beitrag anzeigen
    Kann Agieren in einer virtuellen Realität als Brutalität bezeichnet werden? Ist es ein Zeichen von Verrohung, wenn man in einem Spiel durch's Zielfernrohr die Spielfigur 'Terrorist' per Kopfschuß ausschaltet? Ist das der erste Schritt zum Amoklauf? Ist das Spiel schuld, wenn Menschen mit psychischen Problemen Realität und Imagination nicht klar unterscheiden können, oder hat dieser Mensch ein Problem, das nur peripher mit dem Spiel zu tun hat? Wieviel Moorhühner oder andere Wildvögel wurden nach dem Moorhuhn-Boom gemeuchelt? Wieviel Menschen wurden Zaubersprüche murmelnd angetroffen, die vorher exzessiv Warcraft gespielt haben? Wieviele Menschen wurden Panzerfahrend angetroffen, die vorher Blitzkrieg oder anno 1944 o.ä. gespielt hatten?
    Liegen die Antworten nicht auf der Hand?
    Nur mal so als Anmerkung: Dieser Beitrag geht völlig am Thema des Artikels vorbei.....
  4. #4

    Nicht nur Software ist innovativ

    Natürlich kann man der Branche konstatieren, dass in den letzten Jahren wenig Neues im Bereich der Spieleaufgetan wurde und zumeist Fortsetzungen das Bild prägten. Aus wirtschaftlichen Gründen ist das verständlich, als Konsument, der mal wieder ein wenig Abwechslung vom Einheitsbrei erwartet eher ärgerlich.

    Nichtsdestotrotz hat sich eine Menge getan, jedoch von Seiten der Hardware, nicht der Software. Besonders die im Artikel erwähnten neuen Geräte von Nintendo bieten doch dem Nutzer ein völlig neuartiges, ungewohntes Spielerlebnis. Aus diesem Grund kann man auch nicht so einfach pauschalisieren und sagen, alles gleich, wenig Neues.

    Es wird auch immer wieder einige feine, anspruchsvolle und neuartige Programme geben, wer sich mit der Thematik beschäftigt, wird diese auch für sich entdecken, wer nicht, der gehört sowieso zur angesprochenen Zielgruppe der "Masse", welche sich auf festgetretenen Spielepfaden bewegt.
  5. #5

    untergang schon seit jahren im gange

    @Jabba56
    oh mein gott, wie dumm muss man nun wirklich sein spiele für real-life kreationen zu halten? ist ihnen das eigentlich nicht peinlich? mein kleiner cousin würde sie auslachen.

    was sind spiele heute? sehen nur gut aus, 3 tasten genügen, zu simple zu kurz sind teuer. benchmarks würde ich sagen. wer macht das geld? nvidia und ati, grafikkartenhersteller. die leben von dem geld, ermöglicht durch die spielehersteller (die entweder für ATI oder Nvidia (best played...). früher war fast jedes spiel was besonderes und heute? wird meistens nur müll produziert und resourcen verschwendet.

    früher gab es schöne kartons mit dicken handbüchern (bsp.: falcon) und heute? 10 seiten für die paar tasten-beschreibungen. mit volksverdummung wird viel geld gemacht und das wird sich auch in anderen gebieten nicht mehr ändern. bei massenprodukten kann man keine qualität erwarten, aber jeder lässt sich durch das aussehen blenden (das gilt auch für alles andere).
  6. #6

    Stimmt, der Beitrag ging echt am Thema vorbei... die gewaltsamen, oft fragwürdig brutalen Inhalte von diversen (weniger als 4%) 3D Computerspielen die jährlich auf den Markt kommen, stehen hier gar nicht zur (Spiegel)Debatte.

    Habe selbst (bin 3D & VFX Artist) gelegentlich in meiner Freelancer-Zeit für diverse Spieleschmieden gearbeitet und muß sagen: Es ist ein enorm kreativer Prozess (und verdammt viel Arbeit). Hier werden die Designer von den Programmierern meist strickt getrennt und die Kommunikation beschränkt sich meist nur darauf, was machbar ist und was sich die Designer wünschen, so daß es machbar gemacht werden kann (manchmal ist es nicht erfüllbar was sich an Detailreichtum erwartet wird - das gibt die Technik einfach noch nicht her).

    Es ist durchaus erschütternd zu sehen, daß die massentaugliche Gaming-Ware teilweise mit altertümlichen und oft auch lieblosen Design daherkommt... aber es ist wohl das Prinzip des Marktes und so sehr man das auch schwarz sehen kann, so steht doch fest: Es wird sie immer geben... die visionären Gamedesigner die mit viel Zeit, Geld und Manpower Kunstwerke abliefern wollen und werden, die in ihrem Unterhaltungspotential; in ihrer Erzählweise so stark und nachhaltig sind, daß es ein Roman nicht besser machen könnte.

    Ich sehe da weniger ein Problem... auch das wird sich legen - so wie die Tamagotchi Spielchen, die einem zwei Jahre an jeder Ecke nervten und dann verschwanden. Nichts hält ewig außer Qualität und Anspruch - den wird es immer geben. Wer ein Strategiespiel spielen möchte, daß auch ordentlichen Gripsanspruch hat, wird sich von diesen Schnellschüssen nicht weiter vereinnahmen lassen. Diese Kunst ist nicht totzukriegen.
  7. #7

    Auslachen?

    Zitat von TheCabal Beitrag anzeigen
    @Jabba56
    oh mein gott, wie dumm muss man nun wirklich sein spiele für real-life kreationen zu halten? ist ihnen das eigentlich nicht peinlich? mein kleiner cousin würde sie auslachen.
    Schon mal etwas von rhetorischen Fragen gehört? Mein kleiner Cousin beherrscht übrigens auch die Interpunktion sowie die Groß- und Kleinschreibung.
  8. #8

    Inhaltliche Ungenauigkeiten

    Guter Artikel, allerdings sind mir ein paar inhaltliche Ungenauigkeiten und ein Fehler aufgefallen:

    Dass die großen Publisher auf den "Casual-Games"-Zug aufspringen ist nicht bloß auf Moorhuhn und die neuen Nintendo-Konsolen zurückzuführen.
    Casual-Games Developer wie z.B. PopCap haben seit Jahren stetig wachsenden Erfolg mit ihren Produkten; Web-Spiele Platformen mit innovativen Geschäftsmodellen, wie z.B. Kongregate.com sind schon lange im Kommen. Auch der Erfolg von Abbonement-Services wie z.B. Puzzle Pirates spricht für sich.

    Der Fehler, der mir aufgefallen ist:
    Bei der neuen Konsolengeneration handelt es sich (nach weitgehend akzeptierter, aber nicht unumstrittener Zählung) um die "fünfte" Generation, nicht die "dritte". Aber selbst wenn man diese Zählung anzweifelt, so wäre die Zahl eher höher als fünf.
  9. #9

    Fehler im Post

    Ich meinte die siebte Generation.








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