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Gaelic Football in Irland: Götter des Gemetzels
Wer Irland verstehen will, muss mindestens einmal ins Stadion: zum Gaelic Football, einer der brutalsten Team-Sportarten der Welt. Das knochenbrecherische Spektakel ist weit mehr als nur ein Spiel - es ist die eigentliche Staatsreligion des Landes.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0...744861,00.html
- #20 21.02.2011 19:53 von
Da war ich tatsächlich zu blöd für die Bedienung...
Schon mal Danke für die Tipps! Cork vs. Dublin am 17. ist besonders ärgerlich, da wir erst später in der Woche in Cork sein werden.
Aber Pub ist tatsächlich immer eine gute Idee! - #21 21.02.2011 21:37 von
Was für ein Schwachsinnssport....
u...nd der Spiegel empfiehlt auch noch, sich bei einem Irlandbesuch für dieses Gemetzel Karten zu kaufen. Sport als Staatsreligion? Nein danke! Mir reicht schon det real existierende Aberglaube. Den Gaelic Football sollte man verboten wie in Spanien die Stierkämpfe und nicht auch noch hochjubeln.
- #22 22.02.2011 02:38 von
Kneipen'wissen'
Wenn Sie schon wollen, dass Schwachsinn verboten wird, dann kann man auch den Zündschlüssel aus Ihrem geliebten Formel 1 Wagen rausziehen und auch diesen 'Sport' verbieten.
Gaelic Football ist ganz weit weg von diesem Gemetzel wie es im Artikel beschrieben wird. Wie viele meiner Vorredner schon angemerkt hatten: Dieser Artikel ist nicht sauber recherchiert und basiert auf Kneipenwissen nach dem fünften Pint. Gaelic Football kann man durchaus mit Fussball mit raueren Regeln vergleichen. Komischerweise gibt's beim Gaelic Football viel weniger Gejammer, mehr echten Sport und vor allem Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter!
Auch der Begriff Religion ist sehr seltsam in Verbindung mit diesem Sport. Dieser Sport ist ein grosses Familiending und basiert auf Herkunft. Einmal Galway, immer Galway auch wenn man inzwischen in Dublin wohnt.
Wenn der Ehemann aus Tipperary ist und die Frau aus Kerry, dann ziehen sich beide Ihre Trikots an, malen ihre verschiedenen Farben ins Gesicht und sitzen Nebeneinander im Croke Park. Die Kids sind total Stolz, wenn Mama und Papa mir denen fünf Stunden im Auto nach Dublin fahren und dann wieder heim! So wie der kleine deutsche Bub aus dem tiefsten Bayrischen Wald sich zur Fahrt in die Allianzarena zum FC Bayern freut.
Ich sehe eine Verbundenheit des Iren zu seiner Heimat, den Cliffs of Moher, Kerry, Cork,... . Es ist einfach nur der Stolz, zu diesem Clan zu gehören und nicht zum anderen - jedoch ohne Aggressionen oder Hässlichkeiten. Das ist Sport im sportlichen Sinne eben.
Dieser Sport hat auch schon seit langem nichts mehr mit Politik zu tun. Es ist einfach ein Familiennachmittag. Völlig harmlos. Da geht's auch nicht um die Briten, das verspreche ich Ihnen (noch mal: Das ist das oben schon erwähnte Kneipenwissen).
Also frage ich Sie: Warum wollen Sie den Leuten nehmen was ihnen lieb gewonnen ist? - #23 22.02.2011 08:41 von
Sanfte, gute Christen, zumeist Katholiken,.........
haben da eine Sportart, die ihrem Wesen wohl sehr entspricht.
Schon im amerikanischen Sezessionskrieg haben sich irische Kämpfer auf beiden Seiten durch Brutalität und gnadenlose Unfairnis hervorgetan.
Ists vielleicht endlich Zeit, den geistigen Unterbau zu verändern und in Richtung seelische gesundheit zu renovieren ?
Triebverdrängung führt zwangsläufig zu Brutalität....... - #24 22.02.2011 10:13 von
Zu viel Weihrauch beim Gaelic Football
Dieser Beitrag ist krasser Unsinn, schlimme Legendenbildung und maßlos übertrieben. Autor Linden muss zu viel Weihrauch inhaliert haben, als er zum Stadion zog. Gaelic Football ist schnell, hart, aber auch diszipliniert und kein Freistilsport, in dem fast alles erlaubt ist. Mit Rugby hat Gaelic Football nichts zu tun, es ist ein Spiel in ständiger Vorwärtsbewegung. Die großen Spiele, wie das geschilderte, dauern übrigens 70 Minuten, und die Footballspieler arbeiten zum kleinsten Teil "auf den Feldern", was wohl implizieren soll, dass es sich bei irischen Footballspielern überwiegend um Bauern handele. Gruß aus Irland. Der Wanderer.
- #25 23.02.2011 13:29 von
Zudem ist das 5. Foto falsch
Ein Dank an die vielen Foren-Teilnehmern, die den Sport richtigstellen. Zudem ist das 5. Foto von einem International Rules Spiel entnommen worden und stellt somit nicht Gaelic Football dar.
In einem irklich interessanten Artikel hätte der Author über die Abwanderung vieler Gaelic-Footballer (amateure) zum Australian Football (profis) berichten können. Da werden dann nicht nur die Sportarten sondern auch der Zusammenhang/Konflikt zwischen Profi- und Amateursport thematisiert. - #26 24.02.2011 16:11 von
Gaelic Football in Irland
Obwohl es mich freut, einen Artikel über Gaelic Football in Spiegel Online zu sehen, möchte ich wie viele andere Kommentatoren auf einige Ungenauigkeiten hinweisen, die eventuell ein falsches Bild des Spiels vermitteln. Wie der Autor würde ich empfehlen, dass deutsche Besucher in Irland ein Gaelic Football oder Hurling Spiel besuchen, da dies wunderbare Spektakel sind, die jeder Sportliebhaber genießen wird.
Es stimmt nicht, dass Gaelic Football rauer ist als zum Beispiel Fußball, Rugby oder Eishockey. Tatsächlich ist Gaelic Football eher ein Sport, bei dem die Spieler Oberkörperkontakt haben und daher gibt es allgemein weniger Verletzungen als in der Fußballbundesliga. In wichtigen Spielen müssen Spieler so gut wie nie wegen Verletzungen ausgetauscht werden. Außerdem haben erfolgreiche Gaelic Football Teams in den letzten Jahren mehr auf Ballweitergabe und Taktik gesetzt als auf Körpereinsatz. Gaelic Football der Frauen ist heute eine der am schnellsten wachsenden Sportarten in Irland.
Bei der Wiederbelebung der irischen Identität im frühen 20. Jahrhundert, die den Weg für die irische Unabhängigkeit bereitet hat, haben irische Spiele eine wichtige Rolle gespielt. Regeln, die Mitgliedern der britischen Armee und der nordirischen Polizeikräfte gälische Spiele verboten, wurden längst abgeschafft. Tatsächlich gibt es im Northern Ireland Police Service nun ein offizielles Team, das an Gaelic Football Wettbewerben teilnimmt.
Angesichts des beachtlichen Angebots an internationalen Sportarten innerhalb Europas, sind wir stolz auf die andauernde Popularität der einheimischen Sportarten und die Tatsache, dass sie ihren Amateurstatus beibehalten haben. Der Autor hat Recht, wenn er andeutet, dass gälische Spiele für ein Verständnis des modernen Irland unabdingbar sind.
Maeve von Heynitz
Pressesprecherin
Botschafter von Irland, Berlin - #27 24.02.2011 22:25 von
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