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Gabby Giffords: Qualvoller Kampf zurück ins Leben

Vor zehn Monaten wurde die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords bei einem Attentat schwer verletzt. Jetzt hat sie ihr erstes TV-Interview seit dem Anschlag gegeben. Die Inszenierung im Fernsehen strotzte vor Pathos und Kitsch - und war doch ein Lichtblick in der zynischen US-Politik.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...797807,00.html
  1. #1

    Da ...

    ... Gifford eine "Demokratin" ist, kann der Autor Pitzke auch über Kitsch hinweg sehen ... solange nicht die bösen Republikaner "zynisch" Obamas Politik in Frage stellen ;)
  2. #2

    Schoen

    Tolle Geschichte, schoen dass in Nachrichten auch mal etwas Gutes vorkommt!
  3. #3

    Frage

    Im Artikel steht, "dass ihre Gedanken klar und präsent sind, dass sie nur nicht ausdrücken kann, was ihr durch den Kopf geht", da ihr Sprachzentrum zerstört wurde.

    Man liest solche Geschichten immer wieder (verkauft sich auch gut), aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich ohne Sprachzentrum klar denken kann. Anders ausgedrückt: Wenn ich über etwas nachdenke, dann führe ich einen inneren Monolog :) Ich formuliere ich im Gedanken Worte...

    Vielleicht kennt sich hier jemand aus, und kann das mal erklären! Danke!
  4. #4

    .

    Wenn dem so wäre hätte er den Kitsch gar nicht erwähnt.

    Er äußert sich ja kritisch dazu.

    Also ich freue mich das Sie das Attentat vergleichsweise gut überstanden hat und wünsche ihr alles Gute.
  5. #5

    Anders wäre es hier.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor zehn Monaten wurde die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords bei einem Attentat schwer verletzt. Jetzt hat sie ihr erstes TV-Interview seit dem Anschlag gegeben. Die Inszenierung im Fernsehen strotzte vor Pathos und Kitsch - und war doch ein Lichtblick in der zynischen US-Politik.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...797807,00.html
    Na klar: ohne Pathos und Kitsch ginge natürlich in den USA, dem Land von Fastfood nicht. Anders hierzulande: sachlich, menschlich und zurückhaltend, echte Gefühle eben.
  6. #6

    das musste unbedingt raus...

    Zitat von forkeltiface Beitrag anzeigen
    ... Gifford eine "Demokratin" ist, kann der Autor Pitzke auch über Kitsch hinweg sehen ... solange nicht die bösen Republikaner "zynisch" Obamas Politik in Frage stellen ;)
    Schade, dass Menschen wie Sie sogar diese schöne Nachricht für ihr politisches Denken instrumentalisieren.
  7. #7

    ...

    Zitat von Stephanwiw Beitrag anzeigen
    Im Artikel steht, "dass ihre Gedanken klar und präsent sind, dass sie nur nicht ausdrücken kann, was ihr durch den Kopf geht", da ihr Sprachzentrum zerstört wurde.

    Man liest solche Geschichten......
    Nennt sich Aphasie. Betrifft oft auch Schlaganfallpatienten oder Unfallpatienten (kenne einen Fall eines 14-jährigen Autounfallopfers, dessen Intelligenz nicht beeinträchtigt ist, aber die Worte auf dem Weg vom Gehirn zum Mund sozusagen eine Verwechslung erfahren. Er will zum Beispiel essen, sagt aber irgendwas mit Straße und sieht die verständnislosen Gesichter. In seinem Fall wird es keine Besserung mehr geben).

    Stell ich mir schrecklich vor.
  8. #8

    erfreulich

    aber mich würd ihre haltung heute zur gun-control ist

    Giffords owns a Glock handgun and regards gun ownership as a constitutional right and an "Arizona tradition,[...]"
    http://findarticles.com/p/news-artic...g=content;col1
  9. #9

    Sprechen <> Denken

    Zitat von Stephanwiw Beitrag anzeigen
    Im Artikel steht, "dass ihre Gedanken klar und präsent sind, dass sie nur nicht ausdrücken kann, was ihr durch den .....
    Gut, Sie haben sich mit dem Thema noch nicht arg beschäftigt. Ich lege Ihre Frage daher als Neugierde und nicht als Sarkasmus aus.

    Als Nicht-Mediziner möchte ich Ihnen nur ein einfaches Beispiel geben: Nehmen wir einmal an, jemand verklebt Ihren Mund mit Superkleber. Oder durch einen Unfall werden Ihre Kiefermuskeln irreparabel beschädigt... Würden Sie dann automatisch nicht mehr klar denken können? Nur weil Sie nicht mehr sprechen können?

    In der Neurobiologie ist der aktuelle Stand, das Gedanken und Entscheidungen erst vollständig im Kopf abgeschlossen und dann zunächst zu einem sog. inneren Spiegel-Ich "gesendet" werden, bevor Muskelaktionen an den "realen" Körper ausgelöst werden (BBC: "The Mysteries of the Brain").

    Wenn nun das Sprachzentrum, das für die Übersetzung der eigenen Gedanken in die Lautmenge der gewünschten Zielsprache zuständig ist, defekt ist, heißt dies noch lange nicht, dass die Gedanken selbst nicht existieren. Sie können zum Beispiel alternativ immer noch niedergeschrieben werden.

    Nehmen Sie Autisten zum Beispiel. Sie können ebenfalls mit Ihrer Umwelt nur schwer oder gar keinen Kontakt aufnehmen. Dennoch sind die meisten von ihnen nach üblichen Maßstäben intelligenter als der Durchschnittsmensch, der gern mal ein Schwätzchen im Büro hält.


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