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G20 in Seoul: Streit lähmt den Club der Mächtigen

Es ist vorbei mit der Geschlossenheit der*zwanzig wichtigsten Wirtschaftsmächte:*Je stärker sich die Konjunktur erholt, desto mehr regiert der Egoismus - das zeigt sich beim G-20-Gipfel in Seoul. Kanzlerin Merkel*ging in Sachen Handelspolitik auf Konfrontationskurs zu den USA.*

http://www.spiegel.de/politik/auslan...728441,00.html
  1. #100

    Ja, wenn wir es nicht auf Kette

    Zitat von icke60 Beitrag anzeigen
    Meine Hochachtung! Damit identifiziere ich mich voll und ganz!
    Hinzu kommt aber aus meiner Sicht noch, dass das "deutsche Bildungswesen" zusätzlich den Abstieg wesentlich beschleunigen wird.
    bekommen, dann scheiden wir als effektiver Wettbewerber aus dem Welthandel aus. Derzeit zehren wir noch von der Substanz. Was derzeit die Schulen und Unis verlässt, ist bedenklich. Aber noch haben wir nicht das Ausbildungsniveau der US-Amerikaner erreicht. Deshalb müssen wir uns tummeln.
  2. #101

    Das ist mit Verlaub gesagt,

    Zitat von salomona7o Beitrag anzeigen
    globale, ultra-liberale marktwirtschaft, das ist das credo dieser zeit. wenn deutschland seine ware sehr gut verkaufen kann und amerika auf teufel komm raus ihre dollars ausdruckt, um damit ihre banken zu fuettern , dann ist das kapitalismus pur.
    man kommt an china nicht mehr vorbei und ohne china gehts nun erst recht nichts.
    ist doch recht einfach zu verstehn, oder?
    ihre Sehnsucht in den Ständestaat oder in die Planwirtschaft.
  3. #102

    China hängt am Tropf

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Na - sie verwechseln da einfach etwas - in diesem falle geht es weniger um Interessen , sondern schlicht ein Faktisch - Praktisches Problem - das genauso wie ein Automotor nach ganz bestimmten Regeln laufen MUSS - zwangsweise!

    Staaten die Waren-Exportieren bekommen dafür Devisen = Leistungsversprechungen. Aber man muss eben davon überzeugt sein das man dafür auch im Gegengeschäft einkaufen gehen kann!

    Die Devisen selber sind wertlos - würde man sie unendlich horten dann müßte man seine eigenen Landsleute irgendwann damit bezahlen - Statt Euro also in Dollar!
    Damit würde aber die eigene Währung immer Wertloser!

    Man muss zusehen das man die Devisen wieder los wird .. alles andere führt zum eigenen Zusammenbruch auch der eigenen Währung - und damit entsteht der zweite Zwang ... die andere Seite muss die Chance haben die Devisen "zurückzubekommen" - also im "eigenen Land (D) zu verkaufen - damit man an genausoviel Euro kommt wie Dollar in D. liegen"!

    Das Geschäft des import/exports ist damit ein Zwangsgeschäft was auf absoluter Gegenseitigkeit beruht - und es ist langfristig immer eine Nullsummen rechnung!

    Die kann man auch politisch nicht wegreden - es ist letztlich nichts "diskutierbares" in diesem Vorgang!

    Will Merkel ihre "Überschüsse" behalten - dann behält sie schlichtweg auch immer gigantische Bestände an dollar-Devisen, die Verschwinden ja nicht!

    Merkel MUSS mit diesen 4,7 Bio USD an Devisen die inzwischen als "Schuldverschreibungen" auf eu. Konten verzeichnet werden - aber eben nur Devisen sind einkaufen gehen - sonst verschwinden diese!

    Die dt. Vermögen beruhen nicht auf etwas was man Besitz nennen könnte - sie beruhen auf "Schuldverschreibungen" nicht zuletzt in gigantischer Menge von Dollar damit!

    Sie tut den Dt. im Moment keinen Gefallen - faktisch ist ihr Verhalten in Konsequenz so das gigantische Vermögenswerte der Dt. sich in Luft auflösen wenn sie ihre Export-überschüsse nicht schleunigst abbaut und dafür einkaufen geht!

    China könnte den Platz einnehmen, aber die haben daran kein wirkliches Interesse - China war immer ein Land was sich nur bedingt um den Rest der Welt kümmert - die haben keine "Anspruchmentalität" in dieser Hinsicht - und genau deshalb haben sie eine Wirtschaftspolitik die vollkommen vom Rest der Welt getrennt ist!

    China läßt kein "Fremdes Geld ins Land" - China verkauft zwar aber es ist darauf nicht angewiesen (mehr). Die Welt kann drum herum kaputt gehen, das würde sie nicht stören einfach!

    Es sind eben nicht alle "geldgeile kapitalisten" - China interessiert sich für Geld immer nur solange bis damit bestimmte Ziele erreicht sind ..dann geben sie es schlicht einfach auf !
    der Ingenieur-staaten des Westens. Noch! Die Frage ist, ob sich die Genialität in diesem konfuzius-basierten Gesellschaftssystem so freisetzen lässt, dass die Chinesen nach 2000 Jahren auch mal wieder eigenständige Erfindungen machen werden, über die wir Staunen können. Was die jetzt machen, dass ist Abkupfern. Die müssen dazu kommen, dass sie uns zum Staunen bringen!
  4. #103

    Kapitalismus - wo denn ?

    Zitat von salomona7o Beitrag anzeigen
    globale, ultra-liberale marktwirtschaft, das ist das credo dieser zeit. wenn deutschland seine ware sehr gut verkaufen kann und amerika auf teufel komm raus ihre dollars ausdruckt, um damit ihre banken zu fuettern , dann ist das kapitalismus pur.
    Mitnichten. Was Sie da (völlig zurecht) anprangern, die staatliche Protektion ausgewählter Akteure in all ihren Ausprägungen, von Handelsschranken über Subventionen, Bailouts, willkürlicher Zentralbankzins etc. - all das hat mit "Kapitalismus" nicht zu tun, vielmehr (im besten Fall) mit Merkantilismus.
  5. #104

    Kupfern?

    Zitat von la borsa Beitrag anzeigen
    der Ingenieur-staaten des Westens. Noch! Die Frage ist, ob sich die Genialität in diesem konfuzius-basierten Gesellschaftssystem so freisetzen lässt, dass die Chinesen nach 2000 Jahren auch mal wieder eigenständige Erfindungen machen werden, über die wir Staunen können. Was die jetzt machen, dass ist Abkupfern. Die müssen dazu kommen, dass sie uns zum Staunen bringen!
    Das Kupfern haben die Japaner damals (50er und 60er Jahre)auch gemacht, wir haben gelästert und uns amüsiert ... dann haben wir gestaunt!

    Jetzt kupfern die Chinesen ... das sollten Sie sich mal vor Ort ansehen! Dort fahren z.B. mehr erdgasbetriebene Nahverkehrsbusse oder Elektroautos bzw. -motorräder, als Sie es sich träumen lassen.
    Meine Feststellung, da können wir auch schon ganz schön kupfern, damit wir den Anschluss nicht verlieren!

    Aber wir wollen alles neu erfinden (ich denke nur an Feinstaubfilter, die sich dann aber nachdem sie verkauft waren, als weitgehend wirkungslos herausgestellt haben.)

    Für ein viertel Prozent Wachtum verkauft Deutschland (Regierung und Wirtschaft) doch auch die Umwelt.
    Deutschland sollte nicht immer so arrogant und besserwisserisch auftreten. Erstmal unter die eigene Fußmatte gucken, ob da nicht mein eigener Dreck liegt!
  6. #105

    Apropos Kupfern

  7. #106

    Nochmal

    der vorige Link hat offenbar nicht geklappt:
    Der Spiegel-Artikel ist vom 11.11.2010 und hat den Titel

    Unesco-Bericht
    China hat bald weltweit die meisten Forscher

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...728588,00.html
  8. #107

    Die USA selbst haben doch das ...

    hemmungslose Finanzspekulationssystem in die ganze Welt exportiert und durch politische Fehlentscheidungen, die letztlich zur Finanzkrise geführt haben, ihre wirtschaftliche Basis verloren. Die Länder z.B. der europäischen Gemeinschaft, insbesondere GB, haben sich an diese Ideologie gehängt. Aber vergessen sollte man nicht - wie es auch hier im Forum schon mehrfach beschrieben wurde - dass fairer Handel in seiner Grundidee immer eine Win-Win- Situation sein sollte. Diese gibt es aber m.E. nicht, weil die Bedingungen der Produktion (Menschenrechte, Löhne, Umweltstandards, etc.) sehr unterschiedlich sind. Trozdem müssen alle Marktteilnehmer ein ureigenes Interesse daran haben, dass alle von diesem Handel profitieren. Wenn Die USA auch selbstverschuldet in dieser Klemme stecken, sollte man nicht vergessen, dass man sich im Leben immer zweimal sieht. Frau Merkel sollte meiner Meinung nach schlichtend wirken und auf konstruktive Vorschläge und Ausgleich hinwirken.
  9. #108

    Gasautos

    Zitat von icke60 Beitrag anzeigen
    Das Kupfern haben die Japaner damals (50er und 60er Jahre)auch gemacht, wir haben gelästert und uns amüsiert ... dann haben wir gestaunt!

    Jetzt kupfern die Chinesen ... das sollten Sie sich mal vor Ort ansehen! Dort fahren z.B. mehr erdgasbetriebene Nahverkehrsbusse oder Elektroautos bzw. -motorräder, als Sie es sich träumen lassen.
    Meine Feststellung, da können wir auch schon ganz schön kupfern, damit wir den Anschluss nicht verlieren!

    Aber wir wollen alles neu erfinden (ich denke nur an Feinstaubfilter, die sich dann aber nachdem sie verkauft waren, als weitgehend wirkungslos herausgestellt haben.)

    Für ein viertel Prozent Wachtum verkauft Deutschland (Regierung und Wirtschaft) doch auch die Umwelt.
    Deutschland sollte nicht immer so arrogant und besserwisserisch auftreten. Erstmal unter die eigene Fußmatte gucken, ob da nicht mein eigener Dreck liegt!
    zu fahren, lässt sich in China befehlen. Klar. Es gibt Vorteile der Kommandowirtschaft. Da können wir nicht mithalten.Entscheidend ist aber, dass die Kreativität freigesetzt bleibt. Das ist Deutschland der Fall. In China ist Befehl und Gehorsam unter Eliten - auch den wissenschaftlichen noch zu weit verbreitet.
  10. #109

    Soso ...

    Zitat von la borsa Beitrag anzeigen
    zu fahren, lässt sich in China befehlen. Klar. Es gibt Vorteile der Kommandowirtschaft. Da können wir nicht mithalten.Entscheidend ist aber, dass die Kreativität freigesetzt bleibt. Das ist Deutschland der Fall. In China ist Befehl und Gehorsam unter Eliten - auch den wissenschaftlichen noch zu weit verbreitet.
    Ich will China beileibe nicht in Schutz nehmen. Man sollte aber einigermaßen gerecht bleiben!
    Wenn ich richtig informiert bin, ist in vielen deutschen Firmen auch Schleimen und Kriechen angesagt, damit man wenigstens seinen niedrigbezahlten Ausbeutungsplatz behält. Da ist es egal, ob der Staat oder der Betrieb, in dem man beschäftigt ist, die Unterdrückung ausübt. Vor allem dann, wenn sich die Leute sogar um niedrigbezahlte Arbeitsplätze schlagen müssen.

    Die Kommandowirtschaft lässt grüßen!

    Wir sollten nicht so arrogant sein und sehen, in welch kurzer Zeit China die Entwicklung durchgemacht hat, die in Deutschland Jahrhunderte brauchte.
    Wir befinden uns seit 1990 bezüglich der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsrechts im Rückwärtsgang. Mal sehen, wann wir China unterboten haben ...


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