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G20 in Seoul: Alte Freunde lassen Obama im Stich

Es sollte ein Neustart werden nach den verlorenen Kongresswahlen. Barack Obama*reiste nach Indien und*Indonesien, dann nach Südkorea zum G-20-Gipfel. Er wollte*neue Partner*gewinnen - doch überall*hagelte es Kritik an der US-Wirtschaftspolitik:*Die Verbündeten fallen dem Präsidenten in den Rücken.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...728459,00.html
  1. #110

    ...

    Zitat von OWL-Dirk Beitrag anzeigen
    Na, da bin ich aber froh, dass mir endlich mal jemand die Funktionsweise ganzer Volkswirtschaften, des Welthandels, des Währungs- und Finanzsystems und wahrscheinlich auch die Quantenphysik allein aus seinem reichhaltigem praktischen Erfahrungsschatz heraus erklären kann, ganz ohne lästige Theorie und Sachkenntnis.
    Nun seien Sie doch nicht so pikiert. Sie sind nun mal ein Theoretiker. Und die Theorie lässt sich halt nicht immer in die Praxis umsetzen. Als Theoretiker sollten Sie Empfehlungen abgeben und nicht dem einzelnen Dummheit unterstellen.
  2. #111

    Die Kehrseite...

    Zitat von MT91 Beitrag anzeigen
    1 Vereinigte Staaten 14.256.275
    2 Japan 5.068.059
    3 China 4.908.982

    4 Deutschland 3.352.742
    Wie soll ein Land untergehen, welches die Liste der wirtschaftsstärksten Länder so eindeutig dominiert wie die USA?
    Dem italienische Finanzministers Giulio Tremonti zufolge belaufen sich die Schulden der privaten Haushalte Großbritanniens auf 462 % des BIP, die Irlands auf 888 %, die Schulden der Niederlande insgesamt - also die der öffentlichen und der privaten Haushalte - auf 677 % . *)

    Der offizielle Schuldenstand der öffentlichen Haushalte der USA liegt bei etwa 14.000 Milliarden Dollar, eine Quelle nennt jedoch 400 % des BIP. Leider geht Tremonti nicht auf die Höhe der privaten Schulden der USA ein. Jedoch ist die Annahme eines Mehrfachen der Staatschuld sicher berechtigt. Bereits vor Jahren, lange vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise, nannte ein Werk die Gesamtsumme von 100 Billionen Dollar.


    *) Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ausgabe vom 22. Oktober 2010.
  3. #112

    .

    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Nun seien Sie doch nicht so pikiert. Sie sind nun mal ein Theoretiker. Und die Theorie lässt sich halt nicht immer in die Praxis umsetzen. Als Theoretiker sollten Sie Empfehlungen abgeben und nicht dem einzelnen Dummheit unterstellen.
    Ich habe hier überhaupt keine Aussagen über das Verhalten Einzelner getroffen, geschweige denn irgendjemandem Dummheit unterstellt, außer vielleicht in rethorischer Überspitzung dem einen oder anderen Mitforisten als Reaktion auf dumme Beiträge. Ganz im Gegenteil: Ich habe stets nur makroökonomische Aussagen gemacht und betone immer wieder, dass man mikroökonomische Regeln i.A. nicht auf makroökonomische Zusammenhänge extrapolieren darf, soll heißen: Was für den Einzelnen richtig und vernünftig ist, muß für ganze Volkswirtschaften noch lange nicht richtig sein.
  4. #113

    Ein Wort zur Schuldenmacherei der USA

    Man sollte niemals vergessen, dass die USA nur deshalb so hohe Schulden machen können, weil sie die Weltwirtschaftsordnung praktisch beherrschen; ließen sie diese doch 1945 in Potsdam mit ihrer neuen Weltordnung aufrichten, so wie die UN die internationale Bühne beherrschen sollte, so beherrschen Weltbank, der internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation das wirtschaftliche Leben auf der Erde; hinzu kommt noch die Rolle des Dollars als Welthandelswährung und die politisch-militärische Vormachtstellung der USA; eine Bewertungsagentur, welche den US-Anleihen Unsicherheiten bescheinigen wollte, müßte sich also auf ganz anderen Gegenwind und Gefahren gefasst machen, als dies im Falle Spaniens, Griechenlands oder Portugals der Fall ist; die USA können zudem ihre Schulden jederzeit durch eine Entwertung des Dollars reduzieren; Deutschland dagegen ist allein auf seine wirtschaftlich-industrielle Stärke verwiesen, wenn es sich Geld leihen will, daher ist jede Nachahmung des amerikanischen Gebarens selbstmörderisch. Wobei auch den USA schon bald die Rechnung vorgelegt werden wird: In dem Maße wie sie von China als mächtigster Staat überflügelt werden, wird auch die Möglichkeit schwinden so zu wirtschaften!
  5. #114

    G20

    Als Ergebnis der G20 Konferenz von Seoul lässt sich feststellen, daß "Mutti" die Gewinnerin und Obama der Verlierer ist. "Wir" können weiter unbeschwert exportieren und uns dem Wettbewerb mit China stellen ( über die schwächelnde Binnennachfrage decken wir mal den Mantel des Schweigens ) und die USA muß weiter importieren.

    Man könnte sagen daß die USA sich dahin entwickeln wo China einst war : Ein hilfloses, verschuldetes Importland. Grund sind die unmögliche Finanzpolitik der FED und mangelnde Qualität der US-Produkte.
    Wer hat schon ein Produkt aus den USA bei sich zu Hause ? Nicht mal die Amerikaner selbst.
  6. #115

    Ausgereizt: „Entwicklungs- und Managementmodell der USA mangelhaft“

    Zitat von Diomedes Beitrag anzeigen
    hinzu kommt noch die Rolle des Dollars als Welthandelswährung und die politisch-militärische Vormachtstellung der USA; eine Bewertungsagentur, welche den US-Anleihen Unsicherheiten bescheinigen wollte, müßte sich also auf ganz anderen Gegenwind und Gefahren gefasst machen, als dies im Falle Spaniens, Griechenlands oder Portugals der Fall ist
    Diese Bewertungsagentur gibt es bereits seit Mitte der 1990er Jahre, und aus den von Ihnen genannten Gründen braucht sie Gefahren und Gegenwind von der US-Geldelite nicht mehr zu fürchten. Eher umgekehrt.

    >> Daumensenkerin des Tages: Ratingagentur Chinas
    Dagong Global Credit Rating ist der Name der Agentur Chinas für die Bewertung international angebotener Wertpapiere. Einen Tag vor Beginn des G-20-Gipfels in Seoul stufte sie am Mittwoch US-Schatzbriefe weiter herunter – von AA auf A+, das ist knapp über der Note für Schrottpapiere. Als Grund nannte Dagong den nachlassenden Willen und die abnehmende Fähigkeit der US-Regierung, die vom Ausland gehaltenen Schulden der USA jemals wieder zurückzuzahlen. Deren einheimische Ratingagenturen geben dagegen mit AAA den Anleihen Washingtons immer noch die höchste Benotung. Es sind dieselben »Experten«, die vor dem Ausbruch der Finanzkrise US-Hypotheken und andere einheimische Giftpapiere mit AAA aufhübschten.

    Angesichts der Rekordschulden des Landes und der riesigen Haushaltsdefizite Washingtons, die selbst bei Hochkonjunktur bis 2020 durchschnittlich etwa eine Billion Dollar im Jahr betragen, ist diese Bewertung lächerlich. Aus Angst, Washington zu verärgern, haben die meisten Länder bisher so getan, als wüßten sie das nicht. Nur China verschärfte nach und nach seine Kritik und sagt nun: »Der Kaiser ist nackt«. Dagong Global Credit Rating fomuliert kühl:

    »Die ernsten Mängel im wirtschaftlichen Entwicklungs- und Managementmodell der Vereinigten Staaten werden zum langfristigen konjunkturellen Niedergang ihrer nationalen Ökonomie führen, was die Zahlungsfähigkeit des Landes fundamental senken wird.«

    Zeitgleich mit solchen Prognosen mußten sich die US-Amerikaner per TV-Interview von einem jungen chinesischen Börsianer aus Schanghai in fließendem Englisch belehren lassen, die US-Regierung verhalte sich wie ein Drogensüchtiger. Sie sei abhängig von Schulden, brauche immer mehr und benötige dringend eine Entziehungskur, bevor es wieder Kredit gebe. (rwr) << Zitat Ende.

    Soweit ein Artikel vom 11.11.2010 in der (ehemaligen DDR- und nach wie vor erscheinenden) Zeitung Junge Welt, von Rainer Wolfgang Rupp, der für die DDR als Spion TOPAS bei der NATO kundschaftete, und der beachtlicherweise immerhin erst 1993 enttarnt wurde. Hervorhebungen von mir.

    Diese Herunterstufung durch die Chinesen, ebenso wie die Äußerungen des deutschen Finanzministers Schäuble dieser Woche, dass die USA nun lange genug auf Schuldenbasis gelebt haben, deuten darauf hin, dass man in Peking wie in Berlin das Spiel für ausgereizt hält.


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