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G20-Gipfel in Mexiko: Europa verwahrt sich gegen Kritik am Euro-Kurs

AFPDer G20-Gipfel in Mexiko hat noch nicht richtig begonnen, da platzt EU-Kommissionspräsident Barroso schon der Kragen. Kritik am europäischen Krisenmanagement will er sich nicht gefallen lassen. Auch Kanzlerin Merkel wehrt einseitige Schuldzuweisungen ab.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839614,00.html
  1. #70

    Grössenwahn? NEIN!

    Nein..ein berechtiger Einwand. Hier ist vielmehr der Grössenwahn der Nordamerikaner die Ursache. Amerika...größter Schuldner der Welt bekommt es seit Jahren nicht in den Griff seine Wirtschaft nicht nur auf den Binnenmarkt auszurichten...sondern auch mehr zu exportieren und dadurch seine Leistungsbilanz zu verbessern. Der Finanzsektor spielt ein Eigenleben...einzig die Militärs dürfen sich freuen. Denn dort wird trotz "Sparbemühungen auch zukünftig noch kräftig investiert!
  2. #71

    Zitat von herbertmf Beitrag anzeigen
    besteht aus demokratischen Staaten.

    Ich kann mich nicht daran erinnern, gefragt worden zu sein, ob ich einen Euro will und ob ich ihn stützen will...
    Sie bzw. andere haben aber mehrheitlich die Parteien gewählt, die für den Euro standen. Das ist Demokratie, genauer "Parteiendemokratie".
  3. #72

    [QUOTE=flaviussilva;10391155]....Europa raushauen ?
    Deutschland soll Europa raushauen !

    Europa besteht nicht nur aus den südlichen Ländern und Deutschland!
  4. #73

    Zitat von Der Pragmatist Beitrag anzeigen
    Die Schuldenkrise ist nicht die Schuld der Europaeer??? Wer hat denn den Schuldenberg angehaeuft und immer mehr Sozialprogramme eingefuehrt als die Laebedr bezahlen koennen? Es waren sicherlich nicht die Japaner oder Chinese oder Amerikaner. Es waren die verantwortungslosen Politiker in the EU Staaten, fuer die keine Verschuldung zu hoch war.

    Waehrend die Deutschen vernuenftig waren und langsam das Pensionsalter auf 67 Jahre hochschrauben, gehen die Griechen mit 50 in die Pension und Hollande senkt die soeben von Sorkozy eingefuehrte Pension mit 62 wieder auf 60. Wer soll das bezahlen??? Die Laender, wo man mit 65 oder 67 in die Rente geht, natuerlich.
    Da es hierzulande für 60-jährige keine Arbeitsplätze gibt, bedeutet die Rente mit 67 nicht mehr und nicht weniger als die gewaltsame Wiedereinführung breit gestreuter bitterer Altersarmut.
  5. #74

    Zitat von treasurer Beitrag anzeigen
    man braucht nicht darüber zu diskutieren, ob die Staaten in Europa zu viele Schulden haben, sie haben es. Aber es nervte schon reichlich, das das Schuldenproblem nur hier zu sein scheint. Sowohl in den USA als auch in Japan ist dieses Problem um ein vielfaches höher! Und nur das Ablenkungsmanöver der amerikanischen Ratingagenturen haben dazu geführt, das es in Europa nicht möglich ist, dieses Problem in Ruhe anzugehen. kaum ist ein Versuch gestartet, kommen auch schon die Ratingagenturen und verschlimmern es wieder. Das hört sich nach System an! Würden die Märkte mal wieder alle Staaten neutral und in Ruhe betrachten, gäbe es viel mehr Grund, mal auf die Kreditwürdigkeit der USA draufzuhauen.
    Bisher haben die europäischen Politiker zu diesem Thema geschwiegen, es wurde Zeit das sich das ändert. Bravo, weiter so!!
    In Amiland ist eben Wahlkampf, und die Briten sitzen so tief in der selbstproduzierten Sch... dass ihnen nur noch einfällt die alte, antideutsche Karte zu spielen.
    Da hilft nur cool bleiben und den Herren ruhig aber deutlich die Meinung zu sagen - ich fürchte allerdings unsere Dame aus Berlin ist zu so etwas nicht in der Lage.
  6. #75

    Zitat von Acalot Beitrag anzeigen
    Z.B. Irland hätte ohne die Amis keinerlei Probleme.
    Die Amerikaner haben mit ihren Banken (goldman und ein paar andere) das ganze erst ausgelöst, weil die gzielt giftpapiere überbewertete an die europäischen banken verkauften.
    Irland hat ohne nennenswerte eigene Industrie durch die Finanzwirtschaft üppig leben können, bis das Kartenhaus dann zusammenbrach!
  7. #76

    Zitat von Andrzej Lignowski Beitrag anzeigen
    In Amerika hat doch alles mit der Krise begonnen...
    Und die deutschen Banken haben sich mit schlechten Papieren reinlegen lassen und ihre Kunden zu miesen Investition geraten. Toll!

    Aber zum Reinlegen gehören immer zwei, ein aktiver Part und einer, der sich reinlegen lässt.

    Den hiesigen Banken fehlen Mitarbeiter, die imstande sind, die Anlagen zu durchschauen und nicht nur auf die Bewertungen der
    Ratingagenturen zu hören. Das kann schließlich jeder, der lesen kann.

    Dummheit und Unwissenheit werden bestraft, weiß man doch.
  8. #77

    Schon recht, aber ...

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    ... ist schon immer gewesen, Kritik als "Einmischung in die inneren Angelegenheiten" zurückzuweisen. Es ist bezeichnend, dass die EU jetzt auch auf diesen Reiz-Reaktions-Mechanismus verfällt, offenbaren sich doch im Angesicht der Krise die Demokratie-Defizite unseres Staatenmonstrums. Genau dafür steht nämlich Herr Barroso: Er ist der zahnlose Tiger, ausgestellt im Schaufenster einer undemokratischen Organisation.

    Dass diese Peinlichkeit jetzt offenkundig geworden ist, werte ich als einen der wenigen Vorteile der Krise.
    Zustimmung zu Ihrer Kritik.

    Aber ohne in Verschwörungsphantasien zu fallen, sehe ich schon dieses "mit dem Finger zeigen" auf die Eurozone als Ablenkungsmannöver, um vom eigenen Unvermögen die Krise zu managen. (Ok, die Eurozone bietet durch ihre Kakophonie natürlich auch die entsprechende Angriffsfläche.)

    Die USA mit dem Glück der Leitwährung pumpen letztlich via QE "gedrucktes" Geld in die Wirtschaft und entfachen ein Strohfeuer nach dem anderen. 3% Wachstum, aber 9% Neuverschuldung - wirklich effizient ist das nicht.
    Strukturprobleme, Ausbau/Verbesserung der Infrastruktur, Bildung usw. und vor allem vernünftige Besteuerungen kann Obama bei dem politischen Gegenwind gar nicht angehen.

    Und auch in den USA sehe ich Demokratiedefizite, wenn sich zunehmend Gallionsfiguren aus dem Geldadel an die Spitze setzen. Obama war bisher die einzige Ausnahme seit langem.
    Der ehemalige US-Botschafter in Dtl., Jeff Goldblum, hat in einem Phoenix-Interview mal geäußert, dass noch jeder US-Präsident, der sich mit den Jungs aus der Wallstreet angelegt hat, gescheitert ist - es sei denn, er hat rechtzeitig seine Politik umgedreht.

    Die Eurozone wird m.E. unmöglich in ihrer derzeitigen Form überleben können. Nicht nur Griechenland wird im Laufe der nächsten Jahre austreten. Ich denke, zurückbleiben wird ein kleinerer, mehr homogener, eher nord(ost)europäischer Währungsverbund, der sich weitgehend selbst organisiert. Typen wie Barroso können dann im Brüsseler Laufställchen spielen und sich mit dem Durchmesser von Verkehrsschildern, der Maximalgröße von Apfelsinen und sonstigen existentiellen EU-Fragen befassen.
  9. #78

    wie bitte?

    Zitat von Lobbykratie Beitrag anzeigen
    Daraufhin verwies Barroso auf den Ursprung der Krise in den USA: Die Krise sei nicht von Europa ausgelöst worden, sondern habe in den Vereinigten Staaten ihren Ausgang genommen. Dann seien europäische Banken infiziert worden.

    Schön dass es doch noch jemanden gibt der sich daran erinnert. Ich dachte schon ich sei der einzige.

    Die richtige Frage die man sich nun stellen muss ist: Wer profitiert davon, dass durch die Krise in den USA Europa destabilisiert wird?
    Wäre es nicht korrekter zu sagen, dass die Banken weltweit an dieser Krise "mitgearbeitet" haben?
  10. #79

    #73

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Da es hierzulande für 60-jährige keine Arbeitsplätze gibt, bedeutet die Rente mit 67 nicht mehr und nicht weniger als die gewaltsame Wiedereinführung breit gestreuter bitterer Altersarmut.
    Die Gefahr besteht ohne Zweifel. Es gilt also, diese Möglichkeit abzufedern. Dafür gibt es den Sozialstaat. Die Mittel des Sozialsaates werden natürlich geschmälert, wenn er für die Unzulänglichkeiten anderer EU-Staaten einspringen muss.

    Es wäre sicher eine grosse Hilfe, wenn die Staaten, die auf ein so grosszügiges Renteneintrittsalter bestehen, auch die Mittel zur Finanzierung zur Verfügung stellen. Leider ziehen es Staaten wie GR aber vor, dass gemeine Volk auszubluten zugunsten derer, die sich der politisch mafiösen Strukturen bedienen, um das Geld in z.B. die Schweiz transferieren. Solange dieser Zustand nicht beendet wird, können wir Geld nach dort hinpumpen soviel wir wollen, es wird nichts nützen.

    Die Hartnäckigkeit, mit der die EU den Betrug in z.B. GR ignoriert, stellt zwangsläufig die Frage in den Raum, wer alles davon provitiert. Möglicherweise existiert längst auch hier ein griechisches System:
    40% für die EU Initiatoren, 40% für die griechischen Räuber und 20% für den griechischen Staat. Wer kontrolliert das eigentlich?


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