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Fußtritt gegen Reus: Jones wegen Körperverletzung angezeigt
War es mehr als ein böses Foul? Nach seinem Tritt gegen Marco Reus drohen dem Schalker Jermaine Jones nun rechtliche Konsequenzen. Bei der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gingen mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung ein.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...805582,00.html
- #1 23.12.2011 13:25 von
.
4 Anzeigen?! Ich glaube, der einzige, der hier ein Recht hätte Jones anzuzeigen, ist Reus selbst. Unterlässt er das, hat gut zu sein. So was würd ich nicht mal prüfen, sondern der oder demjenigen sagen: Danke, aber für so was haben wir keine Zeit.
Und das soll keine Verharmlosung der Tätlichkeit sein. Es sollte aber in dem Rahmen behandelt werden, in den es gehört. - #2 23.12.2011 13:37 von
Zickenaktion
Wenn ich es nicht gesehen hätte, ich würde es nicht glauben wollen.
Jones läuft um das Rudel vorm Schiri herum und tritt dem Reus auf den Fuß – mit einem Stollenschuh!
Klar, im Gefecht, vollgepumpt mit Adrenalin kann immer mal was passieren, siehe der Hunter.
In dieser Situation aber war das Spiel schon seit einiger Zeit unterbrochen, genug Zeit, Herr über die Affekte zu werden – und dann so eine miese Zickenaktion.
Für diese vorsätzliche Körperverletzung erwarte ich eine saftige Spielsperre, die Jones dazu nutzen sollte, sich mit den persönlichen Anforderung an den Profisport auseinander zu setzen. - #3 23.12.2011 13:44 von
- #4 23.12.2011 13:50 von
Lesen
Lies mal den Artikel aufmerksam(er) durch. Anzeigen müssen immer geprüft werden, es handelt sich schliesslich um einen Rechtstaat und nicht einen Willkürstaat.
Und wenn man zum Schluss kommt, dass es absichtliche Körperverletzung gewesen sein kann, dann spielt es auch keine Rolle ob das Opfer eine Anzeige macht oder nicht. Auch das gehört zur Rechtstaatlichkeit.
Es soll ja auch Opfer geben, die aus Angst selber keine Azeige erstatten wollen. Das ist hier wohl kaum der Fall, aber das tut nichts zur Sache, denn das ist nicht Bestandteil der Beurteilung. - #5 23.12.2011 13:59 von
Manchmal muss man offenbar Anzeige erstatten, auch wenn es das Opfer selbst nicht tut - Vergewaltigung ist so ein Fall. Es muss auch Sorge dafür getragen werden, dass das Opfer nicht zu Selbstjustiz greifen soll, indem der gefoulte Spieler im nächsten Aufeinandertreffen Rache üben könnte. Wird der Klage stattgegeben, fungiert das Opfer nur noch als Zeuge - aber da kann er ja immer noch abwiegeln: "Das ist nur so ein Spielchen unter Fußballern, nennt sich 'Tritt den Fuß' ".
- #6 23.12.2011 14:13 von
Ein Fußballspiel ist kein rechtsfreier Raum
Sehe ich völlig anders. Einer bestimmten Person, absichtlich mit voller Wucht gegen ein verletzten Körperteil zu treten, nur um daraus einen Vorteil bei einem Fußballspiel zu erzielen, gehört sicherlich zu den übelsten Vergehen, die man sich innerhalb einer Sportart vorstellen kann. Ich hoffe, der DFB spricht die härteste Strafe aus. Aber hier liegt damit wohl auch Körperverletzung vor. Das ist meines Wissens ein Strafdelikt. Die Gesetze der Bundesrepublik gelten auch während eines Fußballspiels. Was soll das also heißen „in dem Rahmen behandeln, in den es gehört“. Ich glaube nicht, dass absichtliche Körperverletzung und andere Strafdelikte zum Fußballsport gehören und damit sprengen sie den Rahmen des Sports. Eine strafrechtliche Untersuchung kann nicht von den DFB-Juristen verfolgt werden, das ist Sache der Staatsanwaltschaft. Das besondere an diesem Fall ist eben die Absichtlichkeit der Tat. Das ist etwas völlig anderes als die üblichen Fouls.
Das die Anzeige von Dritten erfolgt ist völlig in Ordnung. Man kann Reus doch nur abraten, dass er Jones selbst anzeigt. Damit würde er sich unter seinen Berufskollegen und unter manchen „Fans“ sicher keine Freunde machen. - #7 23.12.2011 14:27 von
Kirche im Dorf lassen
Herrje, jetzt sollten aber alle mal die Kirche im Dorf lassen. Mir ist neulich beim Tanz eine Frau mit ihrem spitzen Absatz auf die zehen getreten. Das tat sicherlich mehr weh als die Aktion von Jones.
Körperverletzung - Strafanzeigen - rechtliche Klärung: Das alles ist lächerlich. Reua hatte keinerlei Schaden, Jones wird's nicht noch einmal tun, so what? - #8 23.12.2011 14:38 von
endlich Zeichen setzen
Das war zweifellos vorsätzliche Körperverletzung. Diese Leute sind Vorbilder für viele Spieler, vor allem Jugendliche und Kinder, in den anderen Ligen. Was heute in der BuLi zugelassen wird, passiert morgen auf dem Granitplatz. Schon deshalb: Jones sollte nicht mehr auf einem deutschen Platz spielen dürfen!
- #9 23.12.2011 14:54 von
Im Prinzip...
ja, wäre da nicht der Vorsatz gewesen. Ist Ihnen die Tanzpartnerin auch vorsätzlich auf den Fuss - vielleicht sogar auf Ihren verletzten Fuss - getreten oder war es eher ein Versehen? Hier sollten jedenfalls nicht nur Schmerzen erzeugt werden sondern es wurde mit Vorsatz der Versuch unternommen, Reus aus dem Spiel zu nehmen, was vielleicht zwei Tore weniger für BMG bedeutet hätte. Dass Reus keinen Schaden hatte, ist glücklich aber in der Sache irrelevant.
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