Fußball und Politik im TV: Staatsfernsehen mit Merkel und Löw

Usedom ist überall: Nicht nur bei der Fußball-WM, auch in ihren Nachrichtensendungen haben sich ARD und ZDF von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...840369,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Usedom ist überall: Nicht nur bei der Fußball-WM, auch in ihren Nachrichtensendungen haben sich ARD und ZDF von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung.

    Georg Diez über Fußball und Politik im deutschen Fernsehen - SPIEGEL ONLINE
    Stimmt alles, aber die Fußball-Bericherstattung von ARDZDF war noch nie, oder höchsten um Winzigkeiten, besser.

    Ton abdrehen, Radio hören, Zeitung lesen. Kennt man doch. Wirklich ärgerlich finde ich, dass für mein Empfinden TV- und Radio-Signal zeitlich immer weiter auseinander driften....
  2. #2

    Muss man sich denn 22 über die eigenen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Usedom ist überall: Nicht nur bei der Fußball-WM, auch in ihren Nachrichtensendungen haben sich ARD und ZDF von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung.

    Georg Diez über Fußball und Politik im deutschen Fernsehen - SPIEGEL ONLINE
    Füße Stolpernden anschauen ?
    Nein.
    Also schönen Abend noch.
  3. #3

    ...

    Ja, der von Kampen ist mir auch schon negativ aufgefallen. Völlig unkritisch übernimmt er die Sichtweisen der Bundesregierung und fragt sich keine einzige Sekunde, wieso das alles so gekommen ist und welche Alternativen es gäbe.
  4. #4

    Na nu

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Usedom ist überall: Nicht nur bei der Fußball-WM, auch in ihren Nachrichtensendungen haben sich ARD und ZDF von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung.

    Georg Diez über Fußball und Politik im deutschen Fernsehen - SPIEGEL ONLINE
    Nach mehrmaligem durchlesen weiss ich immer noch nicht was sie rüberbringen wollten.
    Etwa die erkenntnis, das fast alle medien, zitat:
    "von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung".
    Immerhin jetzt haben sie es auch gemerkt. Sollte etwa ein umdenken bei den deutschen medien unmittelbar bevorstehen?
  5. #5

    so seh ich das auch...

    ...die Berichterstattung ist widerlich... das allerdings am weitesten inflationär benutze Wort ist: "besonders"! Das wird nicht nur gedoppelt, das wird schon längst endlos multipliziert...
  6. #6

    Ich habe schon vor 2 Jahren im Kabel SF2 (Schweiz) entdeckt und schau mir meistens hier die Spiele an. Oft sind in der Pause interessante Experten da. Allerdings muss man sich an die Sprache gewöhnen - ist aber viel lustiger als ARD/ZDF.
    Was die Nachrichten betrifft, gebe ich dem Autor vollkommen Recht!
  7. #7

    Nun, gabs denn je unabhängiges Radio und TV in Deutschland

    die schwammige Bezeichnung "öffentlichrechtlich" ist eine Bezeichnung für ein staatsnahes Rundfunksystem, dem man unter kohl ein sündhaft teures und nur Großkonzernen zugängliches sytem zur Seite gestellt hat, alleine durch das Sendemonopol und die wiederum staatsnahen Medienanstalten.
    Eine Demokratie, die sich vor ihren Bürgern fürchtet ist kiene Demokratie.
  8. #8

    Kommentatoren

    Das Schlimme an Kommentatoren, ist ja nicht das bedeutungsvolle "Schweinsteiger" - seis drum. Auch das Lobhudeln der deutschen Spieler "Neuer, der ist mit allen Wassern gewaschen" - meinetwegen.
    Aber was gar nicht geht, ist die Herablassung gegenüber dem Gegner "Ronaldo, beim Freistoss, zieht wieder seine Show ab, kann kaum stehen vor lauter Cohones"*

    Wenn unsere Nachrichtensprecher irgendwann mit sowas anfangen ("Berlusconi, fideler Italienerpräsident versucht Frau Dr. Merkel in Geldbörse zu greifen.") dann sollte man sich überlegen ob man Europa vielleicht rechtzeitig verlässt, bevor wieder ganz andere Dinge alternativlos werden....

    * Einfach mal konzentriert Bela Rethy lauschen, der ist da besonders auffällig.
  9. #9

    Kritiklos und gleichgeschaltet

    Herr Dietz hat es vielleicht noch nicht mitbekommen, aber unsere Medien waren schon immer kritiklos und gleichgeschaltet. Das beste und jüngste Beispiel dafür ist der Atomausstieg und die sog. Energiewende. Beides wurde von den linken öffentlich-rechtlichen Medien nicht nur kritiklos hingenommen, sondern sogar forciert. In der Folge kritisieren nur noch unbedeutende Randgruppen der Gesellschaft daran, weil die Tagesschau immer noch das meinungsführendste Nachrichtenmedium ist.

    Allerdings sollte man bedenken, dass kritische, unparteiische und neutrale Medien wahrscheinlich nur Wunschdenken sind. Solange Nachrichten von Subjekten gestaltet werden, können die naturgemäß nicht objektiv sein. Schade!