Forum


 

Fußball-Sicherheitsgipfel: Härtere Strafen für Stadion-Zündler

dapdBei ihrem Sicherheitsgipfel haben sich Deutschlands Fußballbosse und Innenminister Friedrich auf einen Maßnahmenkatalog geeinigt. Der Einsatz von Pyrotechnik und gewalttätiges Verhalten werden stärker bestraft. Ein Stehplatzverbot gibt es jedoch vorerst nicht.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...844870,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei ihrem Sicherheitsgipfel haben sich Deutschlands Fußballbosse und Innenminister Friedrich auf einen Maßnahmenkatalog geeinigt. Der Einsatz von Pyrotechnik und gewalttätiges Verhalten werden stärker bestraft. Ein Stehplatzverbot gibt es jedoch vorerst nicht.

    DFB und DFL sagen Pyrotechnik den Kampf an - SPIEGEL ONLINE
    Vorweg: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgends. Hundertprozentige Kontrollen auch nicht. Und es gibt gewaltbereite Fans. Aber die eine winzige Minderheit. Die überwältigende Mehrheit der Fans will Fußball sehen, will Emotionen, Leidenschaft. Die muss man mit ins Boot holen, mit ihnen reden und nicht sie unter Generalverdacht stellen und ständig in Sippenhaft nehmen. Nur gemeinsam wird das gehen: Verein, Fans, Polizei, Behörden. Sinnvolle Fanprojekte schaffen, Jugendliche von der Straße holen und integrieren. Bei Union Berlin ist man da auf einem guten Weg! Und das in einem reinen Stehplatzstadion. Und da war in den letzten Jahren keinerlei nennenswerte "Randale".
    Demonstrativ sind Vertreter von Union der heutigen "Sicherheitskonferenz" ferngeblieben. Mehr Sicherheit wird es nur gemeinsam und in mühsamer Fanarbeit geben, nicht mit dem Beschließen eines aktionistischen Maßnahmenkatalogs.
  2. #2
  3. #3

    Zitat von SPON
    Fans waren hingegen nicht eingeladen.
    Gut so! Von denen wäre auch nur "Ich will abaa zündäähääähääähääähäääln" gekommen - im Tonfall eines verheulten 7jährigen.

    Bleibt zu hoffen, daß das Pyro-Verbot jetzt endlich konsequent umgesetzt wird!
  4. #4

    Zitat von fun-tastisch Beitrag anzeigen
    Bei Union Berlin ist man da auf einem guten Weg! Und das in einem reinen Stehplatzstadion. Und da war in den letzten Jahren keinerlei nennenswerte "Randale".
    Ach, das kommt schon noch. Früher war ein Bengalo auch keine Randale, sondern südländische Atmosphäre. Heute spricht man von massiven Ausschreitungen. Ist halt alles eine Frage der Sprachregelung.

    Irgendwann glaubt der geneigte Sky-Zuschauer auch, dass es vorm Fernseher viel ungefährlicher ist als im Stadion, das er vor 20 Jahren das letzte mal von innen gesehen hat... Und dann schreibt er hier: ja ja, er traut sich mit seinem Enkel nicht mehr in den Sitzplatzblock, weil das alles so gafährlich ist.

    Eine lachhafte Diskussion.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei ihrem Sicherheitsgipfel haben sich Deutschlands Fußballbosse und Innenminister Friedrich auf einen Maßnahmenkatalog geeinigt. Der Einsatz von Pyrotechnik und gewalttätiges Verhalten werden stärker bestraft. Ein Stehplatzverbot gibt es jedoch vorerst nicht.

    DFB und DFL sagen Pyrotechnik den Kampf an - SPIEGEL ONLINE
    1. FC Union Berlin - Verein - 1. FC Union Berlin bleibt Sicherheitsgipfel in Berlin fern

    Stellungnahme von Union Berlin... aus meiner Sicht völlig verständliches Fortbleiben...
  6. #6

    Zitat von a_friend Beitrag anzeigen
    Gut so! Von denen wäre auch nur "Ich will abaa zündäähääähääähääähäääln" gekommen - im Tonfall eines verheulten 7jährigen.

    Bleibt zu hoffen, daß das Pyro-Verbot jetzt endlich konsequent umgesetzt wird!
    Klasse Beitrag. Sie scheren tausende von Leuten über einen Kamm und unterstellen grundsätzlich, das kein Fußballfan in der Lage ist sachlich zu diskutieren. Wenn, ja wenn aktive Mitglieder von Fanszenen eingeladen worden wären, wären das Fanbeauftragte oder Mitglieder von "Pro Fans" o.ä. gewesen, die jederzeit zu Gesprächen bereit sind. An Ihrem Beitrag ist aber gut zu erkennen das Sie sich mit solchen Leuten, die Auswärtsfahrten organisieren und Fanprojekte etc. etc. auf die Beine stellen sowieso noch nie unterhalten haben. In Ihrer Welt gibt es nur die 4 Leute vorne auf dem Zaun, die Bengalos abbrennen, der Rest sind mindestens Mittäter.
    Es wurden auch mal wieder die tatsächlichen Zahlen über Körperverletzungen etc. in Stadien geflissentlich übersehen. Denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.
    Die Rhetorik der anwesenden Politker bei diesem "Gipfeltreffen" erinnert mich in fataler Weise an das von unserer Frau Merkel überreizte Unwort "alternativlos".
  7. #7

    Zitat von fun-tastisch Beitrag anzeigen
    . Die überwältigende Mehrheit der Fans will Fußball sehen, will Emotionen, Leidenschaft. Die muss man mit ins Boot holen, mit ihnen reden und nicht sie unter Generalverdacht stellen und ständig in Sippenhaft nehmen.
    Das ist der Denkfehler, niemand muss irgendwen ins Boot holen. Die Überwältigende Menge an Fans kann genauso gut eingreifen., die Übeltäter verpfeiffen, etc. Aber meistens tauchen grad die Pyrotechnik Nutzer in genau dieser Menge ab, um sich umzuziehen, etc.
    Da darf man sich über Sippenhaft dann aber auch nicht beschweren.

    Ansonsten grenzt die Diskussion ans lächerliche. Leider genauso wie der Umfang dieses "Maßnahmenkataloges". Der wird nix ändern, weil er viel zu lasch ist.
  8. #8

    Nichts verstanden...

    Natürlich muss man sie ins Boot holen. Diese Gruppen verpfeifen sich nicht gegenseitig. Das geht aber nicht von heut auf morgen. Das ist ein Prozess. Ein Verhaltenskodex, der erst die Gruppe erreichen muss. Das müssen die Vereine beeinflussen und ja, auch wir Alten. Und Pyrotechnik immer mit Gewalt gleichzusetzen, ist auch kontraproduktiv. Ich persönlich mag Pyro auch nicht. Aber Gewalt wird's erst, wenn Raketen, Böller ins Spiel kommen oder mit Bengalis geworfen wird. Ein kontrolliertes Abbrennen in einem festgelegten Stadionbereich ist sicher oft möglich. (Feuerwerke nach großen Länderspielen sind ja auch nicht verboten). Würde aber dem Ganzen die Brisanz nehmen.
    In einem gebe ich Ihnen Recht: Maßnahmenkataloge werden nichts ändern. Sie werden das Gegenteil bewirken.
    Auch Geisterspiele sind eher Wasser auf die Mühlen der Falschen.
  9. #9

    Fehlgeschlagener Sicherheitsgipfel! Kriegserklärung an die Fans?

    Es ist möglich Pyro legal abzubrennen, nach geltendem Recht. Nur wurde immer wenn die Fans auf DFB und Polizei zugegangen sind, nie wirklich drauf eingegangen und einfach die Diskussionen beendet, als hätte es diese nicht gegeben. Das dann Reaktionen kommen ist doch ganz normal. Immer nur über die Fans und deren Vertreter zu reden als mit ihnen ist nicht Schuld der Fans, alleine der Polizei und des DFBs, die es nicht anders wollen und Angst vor anderen Meinungen haben. Zudem geht es um mehr als nur Pyro. Jedoch wird diese gerne vom DFB mit Gewalt gleichgesetzt, um den normalen Bürger, der sich nicht damit befasst, auf die Seite des DFB zu holen und der Innenminister will doch auch nur Wählerstimmen.
    Zudem sollten die Medien, auch der Spiegel, mit Fanvertretern Reden, damit man auch mal die andere Seite der Diskussion sieht.
    Dieser Sicherheitsgipfel und grade die Erhöhung des maximalen Stadionverbots auf absurde 10 Jahre klingt wie eine Kriegserklärung an die Fans, denn Stadionverbote werden meist nur auf Verdacht und oft willkürlich ausgesprochen. Leider will man wirklich nur das letzte Geld aus den Meschen quetschen und die Emotionen aus den Stadien verdrängen...


TOP



TOP