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Fußball-Europacup: Europa kommt einem spanisch vor

AFPSpanien beherrscht den europäischen Fußball in dieser Saison fast nach Belieben. In der Europa League stellt das Land drei von vier Halbfinalisten, in der Champions League die zwei überragenden Teams. Für die Europameisterschaft ist das ein klarer Fingerzeig.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...826171,00.html
  1. #30

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien beherrscht den europäischen Fußball in dieser Saison fast nach Belieben. In der Europa League stellt das Land drei von vier Halbfinalisten, in der Champions League die zwei überragenden Teams. Für die Europameisterschaft ist das ein klarer Fingerzeig.

    Fußball-Europacup: Europa kommt einem spanisch vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport
    Wenn man gesehen hat mit was für einem asozialen und unfairen Verhalten sich Atletico Madrid gezeigt hat (Trainer und Spieler). Sollte man diese Typen für immer und ewig aus dem europäischen Fußball verbannen. Zeitspiel ab der ersten Minute und der Trainer macht es sogar noch vor. Das hat nichts mit Ehrgeiz zu tun. Ist einfach nur abartig.

    Der spanische Fußball mag erfolgreich sein aber um welchen Preis? hoch überschuldetet clubs und Fußballer die eher Schauspieler als Spieler sind...nein danke...
  2. #31

    Ehrgeiz und Können

    Ich denke, der internationale Erfolg von spanischen Teams hängt mit einem unbändigen Siegeswillen und dem technischen Können der Spieler gleichzeitig zusammen. Die Engländer sind bezogen auf ihre spielerische Qualität z.B. eher unterdurchschnittlich, kämpfen aber dafür auch bis zum Ende.

    Bei den deutschen Mannschaften (nicht bei den Bayern) sehe ich als Problem hauptsächlich diese hemmende Ehrfurcht vor dem internationalen Parkett und den angeblich großen Namen. Technisch sind die BuLi-Teams wirklich gut (teilweise besser als die englischen), aber diese Angst vor dem Gegner und der daraus resultierende Mangel an Ehrgeiz - manche sagen immer: "fehlende Erfahrung" - führen dann doch meisten zum Nervenflattern und frühen Ausscheiden.

    Deutlich hat man das bei Hannover im letzten Spiel gesehen. Es wurden oft nur Querpässe in der eigenen Hälfe gespielt, die teilweise an Arbeitsverweigerung erinnerten. Anscheinend wollten die Spieler gar nicht gewinnen. Und hier kommt auch den Fans eine entscheidende negative Rolle zu, weil die sich anscheinend mit solchen Ergebnissen zufrieden geben und keinen Druck machen, nach dem Motto "War doch der erste internationale Auftritt. Nicht so schlimm!"

    Schalke hat ja wenigstens gekämpft, aber mit schlechter Abwehr und noch schlechterem Torwart kassiert man eben Gegentore. Verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum Raul keinen 2-Jahresvertrag mehr bekommt. Er ist spielintelligent, qualitativ hochwertig und seine Erfahrung kann spielentscheidend sein; im Prinzip der beste im Team. Typisch deutsch, hier wieder das Alter vorzuschieben wie in allen Lebensbereichen. In diesem Fall spielt es nämlich wirklich keine Rolle.

    Naja, Hauptsache der Verein ist bald schuldenfrei...wenn er dann wieder in der Mittelmäßigkeit versunken ist. Mieses Management. Deutsches Spießbürgertum.
  3. #32

    Selber Käse wie bei WM.

    Ich kann mich sehr gut erinnern, daß es während der WM einen ähnlichen Schlaumeier-Artikel hier gab, der uns erklärt hat, warum die südamerikanischen Mannschaften dominieren und warum die Zeit der europäischen Vorherrschaft vorbei ist...

    Wir alle wissen, wer die Halbfinals und das Finale gespielt und gewonnen hat.

    Deswegen meine Analyse dieses und ähnlicher Artikel:

    Alles Käse und alberne Kaffeesatzleserei.

    Alle 2 Jahre seit ca.15 Jahren erklärt uns z.B. jemand auf Spon, daß und warum die Dominanz des FCB zu Ende ist, warum Deutschland in Europa Boden verliert auf (je nach Zeit) England/Italien/Spanien/Frankreich) Man wundert sich, warum sich DFL, DFB und BRD nicht aus lauter Verzweiflung über das dauernde toterklären auf Spon, schon lange weinend aufgelöst haben.




    Ich hoffe Jogi liest mit...
  4. #33

    Zudem...

    Zitat von icaruseffect Beitrag anzeigen
    Ja, das hab ich mir auch schon gedacht. Manche Reaktionen sind echt lächerlich und erinnern an kleine Kinder, nach dem Motto "der hat geschummelt!".
    Und Aussagen wie "da spielen ja kaum Spanier"...mein Gott. Willkommen im modernen Fußball. Wohl noch nie die Kader der Bundesligacubs durchgeschaut?
    Moment, da fällt mir aber ein: Athletic Bilbao steht ja im Halbfinale. Und die setzen nur BASKISCHE Spieler bzw. solche mit baskischen Wurzeln ein. D.h. nichtmal Katalanen, Andalusier etc. Die beschränken sich nur auf ihre kleine Region bei der Spielersuche. Damit verbunden ist dann eine umfassende Talentförderung. Bilbao ist neben Barca und Real der einzige Verein in Spanien, der noch nie aus der Primera Division abgestiegen ist. Und dieser Verein hat nun Schalke rausgeworfen, welches ja natürlich ein Musterbeispiel für ordentliches deutsches Wirtschaften ist. Soviel dazu.
    ...spielt auch Barca mit recht vielen Spaniern und ein grßer Teil ihres Kaders kommt aus der eigenen Talentschmiede.

    Den Neid einiger hier kann ich nicht nachvollziehen. Deutschland ist in vielen Hinsichten sehr erfolgreich, auch im Sport. In einigen Disziplinen muss man sich nun mal zurzeit geschlagen geben, z.B. Fußball. Na und? Das heißt ja nicht, dass hier nur Mist zusammengekickt wird, in Spanien spielt man halt nur etwas besser.
  5. #34

    Hannover 96

    Zitat von TimoS. Beitrag anzeigen
    Deutlich hat man das bei Hannover im letzten Spiel gesehen. Es wurden oft nur Querpässe in der eigenen Hälfe gespielt, die teilweise an Arbeitsverweigerung erinnerten. Anscheinend wollten die Spieler gar nicht gewinnen. Und hier kommt auch den Fans eine entscheidende negative Rolle zu, weil die sich anscheinend mit solchen Ergebnissen zufrieden geben und keinen Druck machen, nach dem Motto "War doch der erste internationale Auftritt. Nicht so schlimm!"
    Während ich im großen und ganzen mit Ihren Zeilen übereinstimme, bin ich in Bezug auf die Hannoveraner anderer Ansicht. Wer hat, nachdem der Qualifikationsgegner FC Sevilla ausgelost worden war, überhaupt an eine Teilnahme der Hannoveraner in der Europa-League gedacht? Wohl nur wenige. Wer dachte, dass die Gruppenphase überstanden wird, nach der Niederlage in Lüttich? Auch kaum jemand. Brügge und wiederum Lüttich wurden mit solidem Spiel besiegt und zeitgleich noch die Position in der Liga weitgehend verteidigt. Nun war Atletico der Gegner und im Hinspiel war eindrucksvoll zu sehen, dass hier ein anderes Kaliber gegenüberstand. Kassiert man im Rückspiel zuhause ein Tor, tendiert die Chance, weiter zu kommen, gegen Null. Ich denke, die Hannoveraner haben sich sehr gut verkauft und waren, mit Ausnahme der Standards, nicht schlechter, als sonst. Überdies hatten sie drei Tage zuvor Mönchen-Gladbach geschlagen, auch dieses Spiel war kein Spaziergang. Resumee: 14 EL-Spiele hat den Jungs keiner zugetraut. Diese Mannschaft hat die Bundesliga im Ausland gut vertreten!
  6. #35

    Zitat von ödi Beitrag anzeigen
    Ach Gottchen.....immer wenn das mit dem Sport im eigenen Land mal nicht für Spitzenleistungen reicht zeigt man mit dem berühmten deutschen Zeigefinger ins Ausland: DIE sind gedopt, DORT stimmen die Finanzen nicht.

    Und in Deutschland? Dopt keiner? Jan Ullrich? Ein Versehen? Schlecht geführte Bundesligaclubs? Vollkommen unbekannt?

    Und Alonsos Ferrari war sicher auch schon mal in der Werkstatt des Herrn Fuentes und ist unerlaubt getunt.
    Jaja, der deutsche Zeigefinger muss für alles herhalten, wenn's kritisch wird. Das ist eben auch Teil der deutschen Mentalität, und insgesamt kein schlechter!
    Alonsos Ferrari ist grottenlahm - und gewonnen hat er das letzte Mal nur wegen seiner Schlitzohrigkeit (s. unten).

    Zitat von Shlumpf! Beitrag anzeigen

    Den Neid einiger hier kann ich nicht nachvollziehen. Deutschland ist in vielen Hinsichten sehr erfolgreich, auch im Sport. In einigen Disziplinen muss man sich nun mal zurzeit geschlagen geben, z.B. Fußball. Na und? Das heißt ja nicht, dass hier nur Mist zusammengekickt wird, in Spanien spielt man halt nur etwas besser.
    Interessante Interpretation meines Beitrags, an Neid hatte ich noch gar nicht gedacht. Eigentlich lese ich nur mehr oder minder regelmäßig die Sportteile verschiedener Zeitungen, und dabei fallen eben einige Dinge auf, die zu Hypothesen verleiten, deren Wahrscheinlichkeit nicht ganz Null ist (s. deutscher Zeigefinger weiter oben).

    Als Fussballfan finde ich Mannschaften wie Barca großartig, es ist eine Freude, denen zuzusehen, egal wie die das machen, und das liegt zum Großteil sicherlich an harter Arbeit, den beteiligten Personen und dem Gesamtkonzept des Vereins. Das verbietet aber nicht, sich den einen oder anderen Gedanken zu machen, auch wenn der kritisch sein sollte.

    Zitat von TimoS. Beitrag anzeigen
    Ich denke, der internationale Erfolg von spanischen Teams hängt mit einem unbändigen Siegeswillen und dem technischen Können der Spieler gleichzeitig zusammen...
    Bei den deutschen Mannschaften (nicht bei den Bayern) sehe ich als Problem hauptsächlich diese hemmende Ehrfurcht vor dem internationalen Parkett und den angeblich großen Namen...
    ...Deutsches Spießbürgertum.
    Genau, und übertragen auf den Platz zeigt deutsches Spießbürgertum leider nicht den Mut und die Schlitzohrigkeit, die gegen gute Mannschaften nötig ist und die vor allem die Spanier, Italiener und auch die Engländer - jedenfalls meistens - zeigen und die auch die Würze nicht nur in diesem Sport ausmachen.
  7. #36

    Zitat von gis Beitrag anzeigen
    In Spanien drückt der Staat beide Augen bei den Steuerschulden zu. Das ist bei uns nicht so.
    Wenn ein Verein pleite ist, dann ist er pleite. Wem er das Geld schuldet ist dabei letztlich irrelevant. Entscheidend ist nur, dass hier genauso die Augen zugedrückt werden, wenn es um entsprechende Clubs geht, weltseriösestes Lizensierungssystem hin oder her...


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