Zitat von
glücklicher südtiroler
Wie auch aus dem Artikel ziemlich klar wird ist es eine ziemlich deutsche Debatte. In Italien interessiert das Thema einer inhaftierten Expolitikerin(hatte Italien schon durch) keinen Menschen. Denke für andere große Länder wie F, GB, ESP spielt das Thema ebenso kaum eine Rolle. Es ist eine ziemliche innerukrainische Angelegenheit. Das gegenwärtige Tauziehen hängt mit der Lage des Landes zwischen Ost und West zusammen und damit daß gegenüber dem Vorgänger der neue Staatschef eher 'östlich' ist. Ich halte sportliche Boykotte letztendlich für kontraproduktiv; sportliche Großereignisse geben auch der Opposition eine Bühne.
Die fachliche Kompetenz von Ulli Hoeneß in Sachen Fußball ist unbeschritten; ich finde es allerdings nicht weißgott wie demokratisch von den Spielern zu verlangen daß sie sich zu bestimmten politischen Vorgängen bzw. zur politischen Situation eines Landes äußern(müssen?). Am Ende besteht der Eindruck, daß die Spieler sich äußern müssen(natürlich im Sinne der Politik und Herrn Hoeneß, die vertreten ja die 'richtige' Meinung ;) ...
Am Ende entsteht auch der Eindruck daß Spieler nicht nur nach ihrer beruflicher Kompetenz sondern auch nach ihrer politischer Meinung ausgesucht werden, bzw. 'gezwungen' werden sich 'richtig' zu äußern.
Bei diesem Thema sollen auch die Liberalen aufpassen!
Die Ukraine hat noch einen langen Weg vor sich. Es geht meist nicht um demokratisch oder weniger demokratisch, sondern vielmehr um verschiedene politische Faktionen und auch Ethnien, die sich gegenseitig in Sachen 'Dreck am Stecken' in nichts nachstehen...
Und nun? Wir sollten nicht immer den Oberlehrer spielen...
Schian Grauß aus Südtirol...