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Fußball-Debatte bei Plasberg: Bengalische Wortgefechte

DPAEin Stadionbesuch, viele Gefahren: Im TV-Talk "Hart aber fair" suchte eine reichlich schwatzhafte Runde nach Ursachen der Gewalt im Fußball. Echte Fans jedoch kommen gar nicht erst zu Wort - zu groß ist das Redebedürfnis der Medienprofis.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,834353,00.html
  1. #1

    optional

    " wie beim Relegationsspiel in Düsseldorf reichlich normal aussehende Fans auf den Platz stürmen, weil sie irrtümlicherweise dachten, das Spiel sei beendet und ihre Mannschaft bereits aufgestiegen. "

    Wie sieht denn ein unnormaler Mensch aus? Die Verharmlosung der Platzstürmung durch die Düsseldorfer Fans ist genauso gefährlich wie die Verharmlosung von bengalischen Feuern. Dummheit schützt vor Strafe nicht und wer einen Schiedsrichterpfiff nicht von einem Schlusspfiff unterscheiden kann hat von Fussball keine Ahnung. Fans haben im Satdioninnenraum nix zu suchen, es sei denn Verhältnisse auf den Tribünen machen das notwendig um eine Stampede oder Panik zu verhindern. Wenn das der Fall war warum reden wir dann immernoch von "normal aussehenden Fans" oder die das waren doch nur Kinder und friedlich Fans.... hier passt nix zusammen.
  2. #2

    .

    Was hatte die Unperson Oliver Pocher dort verloren? Angekuendigt als Fussballexperte und Hannover Fan. Die ard verpulvert Gebuehrengelder an solche Taugenichtse? Nicht mit meinem Geld!
  3. #3

    "es wird noch einmal vorgeführt, wie beim Relegationsspiel in Düsseldorf reichlich normal aussehende Fans auf den Platz stürmen, weil sie irrtümlicherweise dachten, das Spiel sei beendet und ihre Mannschaft bereits aufgestiegen."

    die lüge wird auch durch wiederholung nicht besser- die fans stürmten aufs spieldfeld um den schlußpfiff zu erzwingen. und reichlich normal aussehende fans ist auch sehr verharmlosend- schauen sie sich die bikldern an und sie werde auch diverse vermummte entdecken.
  4. #4

    Schlecht

    Ich finde diesen Artikel deutlich schlechter als die Sendung über die er urteilt. Sicher, warum Pocher da sass, weiss wohl nur derjenge der Redaktion, mit dem er (mutmasslich) befreundet ist. Ansonsten wars ok.

    Die beiden "Fan-Vertreter" hatten durchaus auch genug Redezeit, nur recht wenig brauchbares zu sagen...
  5. #5

    .

    Zitat von Matze-in-London Beitrag anzeigen
    " wie beim Relegationsspiel in Düsseldorf reichlich normal aussehende Fans auf den Platz stürmen, weil sie irrtümlicherweise dachten, das Spiel sei beendet und ihre Mannschaft bereits aufgestiegen. "

    Wie sieht denn ein unnormaler Mensch aus? Die Verharmlosung der Platzstürmung durch die Düsseldorfer Fans ist genauso gefährlich wie die .....
    Können bitte die richtigen Wörter gefunden werden? Die Platzstürmung in Düsseldorf war nicht gefährlich sondern lediglich ausgesprochen dämlich. Wenn wir aus jedem Fitzelchen eine GEFAHR machen, dann verwässern wir die Begrifflichkeiten.
  6. #6

    optional

    Die These, nur friedliche, freudetrunkene Fans stürmten den Platz, die man allerorten lesen darf, ist entweder ein Nachweis von hellseherischen Fähigkeiten oder einfach nur ein dümmliches Totschlagargument. Bei hunderten oder tausenden grölenden, springenden u. schreienden Leuten ist es eben nicht auszumachen, ob Gefahr für Leib u. Leben für wen auch immer besteht. Das Urteil des DFB ist mitnichten sportlichen Kriterien geschuldet; es ist ein sportpolitisches Urteil, gefällt von Sportfunktionären. Ich hege i.ü. genau Null Sympathie für Berlin.
  7. #7

    .........

    das ist doch ganz einfach -- die Menschen sind aufgrund ihrer Unzufriedenheit aggressiver geworden.

    Viele der Jugendlichen haben zudem keinen Job, also auch keine Verantwortung kennen gelernt, da lassen sie eben die aufgestaute Sau bei solchen Veranstaltungen raus.
    Arbeit für junge Menschen ist eine der wichtigsten Dinge für eine Regierung sorgen muss, nee-- da gibt es Rente bis 67. Ich weiss nicht ob das so eine gute Idee war.
  8. #8

    Feuer!

    Es dürfte doch jedem Beobachter des Themas, der nicht mit dem Schaum der braven Bürgerlichkeit vor dem Mund rumläuft, klar sein, dass Seenotrettungsfackeln (denn das sind die so genannten "Bengalos" ja eigentlich) für beide Seiten dieses eskalierenden Kulturkampfes nur Symbole sind. Da kann die Putenwurst noch so viele Puppen abfackeln - fest steht, dass es in deutschen Stadien trotz viel mehr Zündelei keine Verletzten gab und gibt.

    Gerade JBK bewies gestern überdeutlich, auf welcher Seite des Kampfes er steht: Auf der von FIFA, UEFA, DFB, DFL und FC Bayern München, allesamt honorige, hoch seriöse Institutionen. Die aber eine Agenda haben: Aus dem Fußballsport das Fußball-Business zu machen, weil diese Organisationen und deren Protagonisten sowie Medienmenschen wie eiben Kerner davon in höchstem Maße wirtschaftlich profitieren. Auf der anderen Seite stehen die - man muss es wirklich so sagen - Bewahrer der FußballKULTUR. Die leitet sich her aus der Geschichtes des Fußballs als Proletensport, als befreite Zone für Unterschichtkinder, als Ort, an dem die emotionale Überwältigkeit Platz hat und in jeder Hinsicht ausgelebt werden kann.

    Was seit Mitte der Achtziger in Europa stattgefunden hat, kann man die Gentrifizierung des Fußballs nennen: die kalte, wie sich herausstellt feindliche Übernahme durch Besserverdiener. Wer sich als Student so um 1982 in einen Stehblock verirrte, konnte damit rechnen, von den Fans der eigenen Mannschaft aufs Maul zu kriegen, weil man Oberschüler und Studenten eben aufs Maul gibt. Das war für die Betroffenen unschön, aber auch ein Versuch, den Fußball für sich zu behalten.
    Und so wie Stadtviertel nach der Gentrifizierung schön aufgeräumt, clean und harmlos sind, so soll auch der moderne Fußball werden, denn nur mehr brave Bürger auf den Tribünen und vor allem auf den Sofas vorm TV konsumieren mehr, spülen also mehr Geld in die Kassen, noch mehr Geld und immer noch mehr Geld. So wie die Quadratmeterpreise in gentrifizierten Quartieren steigen und steigen.

    Dass solche Kerners, Pochers, Rauballs und wie sie alle heißen, mittlerweile vollkommen abgeschirmt von den Fans existieren, ist klar. Aber dass in den Fanblocks nicht irgendwelche gewaltbereiten Ultras und Hooligans stehen, die völlig unreflektiert Krawall und Randale wollen, weiß ja in der bunten Medienwelt kaum jemand. Da stehen 20-jährige Fensterputzerlehrlinge immer noch neben der Omma und dem Inhaber einer Wirtschaftsprüferkanzlei, da wird diskutiert über die Zustände, und da wird sehr genau beobachtet, wer diesen Fans auf welche Weise die Freude am Fansein nehmen will.
    Typen wie Kerner und Pocher sollten mal mit "ihren" Mannschaften zum Auswärtsspiel reisen, im Fanbus oder Sonderzug. Und sich dann nicht wundern, wenn sie am Ziel auch schon mal grundlos Knüppel und Pfefferspray abbekommen - das ist die Realität.
  9. #9

    Titel

    Zitat von Matze-in-London Beitrag anzeigen
    " wie beim Relegationsspiel in Düsseldorf reichlich normal aussehende Fans auf den Platz stürmen, weil sie irrtümlicherweise dachten, das Spiel sei beendet und ihre Mannschaft bereits aufgestiegen. "

    Wie sieht denn ein unnormaler Mensch aus? Die Verharmlosung der Platzstürmung durch die Düsseldorfer Fans ist genauso gefährlich wie die Verharmlosung von bengalischen Feuern. Dummheit schützt vor Strafe nicht und wer einen Schiedsrichterpfiff nicht von einem Schlusspfiff unterscheiden kann hat von Fussball keine Ahnung. Fans haben im Satdioninnenraum nix zu suchen, es sei denn Verhältnisse auf den Tribünen machen das notwendig um eine Stampede oder Panik zu verhindern. Wenn das der Fall war warum reden wir dann immernoch von "normal aussehenden Fans" oder die das waren doch nur Kinder und friedlich Fans.... hier passt nix zusammen.
    Also nur um das Ganze klar zu stellen : Sie sehen den Platzsturm von Düsseldorf als Beispiel für Fussballbezogene Gewalt und gewalttätiges Ultratum. Ihrem letzten Satz stimme ich allerdings zu ... Sie haben es imo auch geschafft ein komplexes Thema mit zwei, drei Sätzen so über einen Kamm zu scheren, daß hier nichts mehr zusammen passt. Ich stimme dem Autor mit seiner Einschätzung eines grotesken Mißverständnisses absolut zu .... der Platzsturm war für mich etwas komplett anderes als die Bengalos beider Parteien davor oder die vermeintlichen Handgreiflichkeiten der Hertha Profis nach dem Spiel. Alles zu bestrafen, aber bitte die Verhältnismäßigkeiten wahren .... und nicht wieder bizarr von "Todesangst" und "anstehendem Blutvergießen" fabulieren ....








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