DPA / NASA / JHU / UC Santa CruzAstronomen waren Zaungäste bei einem kosmischen Drama: Sie haben in Echtzeit beobachtet, wie ein gigantisches Schwarzes Loch einen Stern verschlingt. Offenbar kam die Rote Riesensonne dem Vielfraß gleich zweimal zu nahe - und wurde nach einem letzten Aufflammen einfach zerrissen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...830903,00.html
"Wir haben den Tod eines Sterns und seine Verdauung in Echtzeit beobachtet", sagt Co-Autor Edo Berger vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts).
Echt jetzt? Obwohl das alles vor rund drei Milliarden Jahren passiert ist?
Nun, die Diskussion um die Unsinnigkeit des Wörtchens "Echtzeit" in kosmischen Zusammenhange hatten wir hier schon mal. Man hat hier nichts 'beobachtet', und schon gar nicht in "Echtzeit". Erst gewaltige mathematische Modelle und technische Apparaturen haben die "Beobachtung" möglich gemacht.
Dass man das Ganze dann in ein anthropozentrisches Sprachspiel kleidet (verschlungen, verdaut, glückloser Stern) machts nicht besser.
Warum nicht gleich: das schwarze Loch tat seinen Schlund weit auf und sog den sich verzweiflend wehrenden Stern in sich hinein, fast wie ein Chamäleon, das seine Zunge nach einem fetten Käfer ausrollt...
Eigentlich gibt es keine "Schwarze Löcher" mindestens nicht solche an die Physiker glauben.
Unendlichkeits-Symbol in Zentrum der Milchstraße | READERS EDITION
Echtzeit hat nichts mit "Live" zu tun. Die Beobachtung ist weder in beschleunigtem noch in verlangsamten Ablauf geschehen sondern in der selben Zeitspanne wie es passierte. Was in einer Stunde beobachtet wird dauerte auch eine Stunde. Die Beobachtung ist lediglich zeitlich verzögert, jedoch weder gestreckt noch gestaucht.
Die NASA hat eine Computersimulation erstellt, in der man genau sehen kann, wie ein Stern von einem Schwarzen Loch zerfetzt wird http://www.youtube.com/watch?v=m4GuAeo_XqE