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Full Tilt Poker: Virtuelles*Zocker-Portal verliert Lizenz
Es hat sich ausgespielt: Bei Full Tilt Poker, einem der weltgrößten Portale für Online-Poker, müssen Millionen Spieler um ihr Geld fürchten. Dem Unternehmen wird Betrug und Geldwäsche vorgeworfen. Die Glücksspielaufsicht hat die Seite bis auf weiteres geschlossen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...771672,00.html
- #1 30.06.2011 20:38 von
Wie kann das sein.....
das ein Poker-Unternehmen die Spielerguthaben nicht mehr auszahlen kann???? Schließlich wird Poker nicht gegen die "Haus-Bank" gespielt. Die Spieler setzen ihre Guthaben gegeneinander ein. Also müssten doch diese Guthaben auf einer Art Treuhanskonto liegen. Full Tilt verdient ja nur an den Tischgebühren. Ob sich nun ein Investor findet oder nicht ist mit persönlich egal, da ich davon ausgehen muss das mit meinem Guthaben wie auch immer gearbeitet wird. Ich kann nur hoffen das Pokerstars hier seriöser agiert. Jedenfalls haben die ihren US-Spielern nach dem Black Friday die Guthaben wieder von Pokerstars zurück erhalten.
- #2 30.06.2011 20:59 von ploko
...
Full Tilt hat von allen Anbietern die meisten bekannten Pokerprofis auf der Gehaltsliste, die kosten schon ein bisschen im Jahr, zumal sie von Full Tilt nicht nur als Werbeträger bezahlt werden, sondern das Geld zum Spielen auf Full Tilt gestellt bekommen. Außerdem steht im Artikel, dass auch wegen Betruges ermittelt wird, insofern ist es nicht ausgeschlossen, dass da einer in die Kasse gegriffen hat.
- #3 30.06.2011 21:06 von
Bei
FTP war einiges im Argen was dazu führte das sie nicht mehr alle Spieler auszahlen konnten:
- kreative Buchführung (von jeder Einzahlung wurden sofort 30% abgezweigt und als operativer Gewinn verbucht)
- Spielergelder wurden für Marketingzwecke missbraucht
- Teilweise wurden in den USA Einzahlungen im 2stelligen Millionenbetrag über Monate hinweg nicht von den jeweiligen Bankkonten der Spieler abgebucht aber den Spieler auf ihren Spielkonten gutgeschrieben
- Spielergelder wurden nicht seperat von operativen Geldern gehalten, was dazu führte, als das DOJ begann Konten zu beschlagnahmen, das auch Spielergelder beschlagnahmt wurden
- FTP´s Kommunikationspolitik zu dem ganzen Thema - defacto nicht vorhanden - Spieler werden belogen und vertröstet
-...
Der Kiosk um die Ecke leitet vermutlich ein seriöseres Geschäft als FTP es jemals getan hat, und im Vergleich dazu ist Pokerstars (bei denen alle Spieler nach dem Black Friday ausgezahlt wurden) geradezu vorbildhaft.
Auch sollte man erwähnen das diese Probleme nun schon seit 2 Monaten bekannt sind, und es durchaus für europäisches Spieler in diesem Zeitraum möglich war, Geld abzuheben. Jedoch haben viele es einfach ignoriert, und somit hält sich mein Mitleid für diejenigen in Grenzen. - #4 30.06.2011 21:08 von
- #5 30.06.2011 21:16 von
Glücksspiel-AUFSICHT???
Auf den Kanalinseln gibt es eine Glücksspielaufsicht??? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? International agierende Glücksspiel-, Porno- und Download-Portale haben doch Ihren Firmensitz gewöhnlich extra im "rechtsfreien" Raum (Antigua, Barbados, Bikini-Atoll, etc.) angesiedelt, um für die Justiz aller Länder unangreifbar zu sein.
Das an einem virtuellen Spieltisch, auf irgendeiner Festplatte zwischengespeichert, Betrug und Geldwäsche grassieren, dürfte sicherlich auch keine neuen Erkenntnis sein... - #6 30.06.2011 21:26 von
Glücksspiel-AUFSICHT???
Auf den Kanalinseln gibt es eine Glücksspielaufsicht??? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? International agierende Glücksspiel-, Porno- und Download-Portale haben doch Ihren Firmensitz gewöhnlich extra im "rechtsfreien" Raum (Antigua, Barbados, Bikini-Atoll, etc.) angesiedelt, um für die Justiz aller Länder unangreifbar zu sein.
Das an einem virtuellen Spieltisch, auf irgendeiner Festplatte zwischengespeichert, Betrug und Geldwäsche grassieren, dürfte sicherlich auch keine neuen Erkenntnis sein... - #7 30.06.2011 22:13 von
Hoffnung für die Spieler
wie es aussieht gibt es doch noch hoffnung für die spieler von full tilt poker, denn es wird gerade über einen rettungsplan verhandelt, bei dem der gründer der WSOP beteiligt ist und ordentlich etwas spendet :). (Quelle: http://www.pokercheck.org/news/full-...-poker-lizenz/)
- #8 01.07.2011 05:52 von
.
Die Kanalinseln mit rechtsfreiem Raum gleichzusetzen zeugt schon von großem Sachverstand.
Wie rechtssicher ist es dagegen in unserer Hauptstadt (abgelaufen): Das Café King war jahrelang beliebter Treffpunkt einschlägiger Wettbetrüger, die unter den zugekniffenen Augen der deutschen Glücksspielaufsicht bei einem staatlichen Betreiber (Lotto), der seine Fußballwette nicht im Griff hatte (Oddset), unbemerkt Millionen platzieren konnten... - #9 01.07.2011 07:09 von
Nö. Eine sprudelnde Einnahmequelle.
Für die Justiz vielleicht, aber an die, natürlich eher schwammigen, Regularien der Lizenzgeber müssen sie sich halt schon halbwegs halten. Ist halt die vielgepriesene Freiheit im Netz.
Können halt nicht überall so Ehrenmänner wie Papandreou oder Ackerman agieren.
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