Fukushima: Krebsangst frisst Seele auf

REUTERSSeit der Reaktorkatastrophe in Fukushima leben viele Japaner mit der Angst vor Krebs. Doch Experten fällt es schwer abzuschätzen, wie viele Menschen tatsächlich erkranken werden. Sie fürchten vor allem die psychischen Folgen des Atomdesasters.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...812992,00.html
  1. #10

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Danke, sie zitieren mich mal wieder bewust falsch!

    Wenn sie Plutonium inkorporieren verrecken sie daran also blos nicht dran lecken!

    Zum Artikel:

    Das MIT hatte schon vor einem halben Jahr eine Analyse veröffentlicht die besagte das die Folgen des Stresses durch die Evakuierung schädlicher war als das Risiko einer Belastung durch Niedrigststrahlung!

    Menschen wie Dumpfmuff, die unentwegt, gegen alle wissenschaftliche Erkenntnise, behaubten das Niedrigststrahlung das Krebsrisiko wesentlich und messbar erhöht sollten sich dann mal fragen wieso Computertomographien nicht verboten sind.

    Immerhin werden jedes Jahr in Deutschland 4,9 Mio. Menschen dabei mit Dosen von 0,1 -30 mSV bestrahlt!
    Jegliche Strahlung über der natürlichen Strahlung erhöht das Krebsrisiko! Wobei die derzeit auf der Erde vorhandene Strahlung keine natürlich Strahlung im eigentlichen Sinn mehr ist nach tausenden Atombombenversuchen und zahlreichen Kernkrafstörfällen
    Und warum wohl sind Computertomographien nicht verboten?
    Weil man damit sehr viel Geld verdienen kann, wie auch sonst mit der ganzen Vorsorgehysterie. Und wenn die Lobby stark genug ist, werden Studien in Auftrag gegeben, die die Ungefährlichkeit belegen. Schauen Sie immer nach, wer eine Studie in Auftrag gab und finanziert. Dann steht das Ergebnis auch vorab schon fest...
  2. #11

    Mythen und Fakten

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Was ich wirklich nicht verstehe, ist die -sorry- Servilität der japanischen Bevölkerung. Am Anfang habe ich das noch als Gelassenheit und Disziplin bewundert. Mittlerweile empfinde ich das Ausbleiben größerer Reaktionen eher als erschreckend.
    Es könnte sein, dass es deshalb ist, weil sie ein anderes Verhältnis zu ihrer Regierung und ihre Regierung ein anderes Verhältnis zur Bevölkerung hat. Was hilft der deutschen Bevölkerung ihre ach so tolle Aufmüpfigkeit gegen die herrschende Klasse? Seit 40 Jahren gab es Super-Demonstrationen, aber dennoch wurden in Deutschland reihenweise Atomkraftwerke gebaut, Ausstiegsbeschlüsse wurden wieder gekippt, in der Atommüllfrage kam man nicht weiter und trotzdem wurde der Atommüll fröhlich weiter produziert. Nach Fukushima wurde einmal wieder ein Ausstiegsbeschluss gefasst, aber dennoch sind noch sehr viele AKW in Betrieb. Wer weiß, wann der nächste Ausstieg aus dem Ausstieg kommt.

    In Japan sieht es wenig besser aus, aber auch nicht schlechter (abgesehen davon, dass der GAU zufälligerweise Japan und nicht Deutschland getroffen hat).

    Bitte halten Sie Mythen und Fakten auseinander. Der Mythos ist: Eine Atommafia in Japan setzt nur ihre Interessen durch, die japanische Regierung gibt falsche Informationen, die Bevölkerung wehrt sich nicht. Ein Faktum ist: Vielleicht stimmt es zum Teil, aber in Deutschland ist es genauso, und die Bevölkerung meint sich zwar zu wehren, aber es nützt nichts.

    Außerdem: Die japanische Regierung hat sehr viel effektiver als die Deutsche auf den Unfall in Fukushima reagiert, und zwar nicht mit großartigen Absichtserklärungen, sondern mit der tatsächlichen Abschaltung der meisten Atomkraftwerke. Es ist sehr fraglich, ob sie jemals wieder angeschaltet werden, weil man jetzt sehr genau hinsieht.

    Jedenfalls sind derzeit in Japan erheblich weniger Atomkraftwerke in Betrieb als in Deutschland, und das sollten Sie auch wissen, wenn Sie sich regelmäßig aus deutschen Medien informieren.

    Herzliche Grüße aus Tokyo
  3. #12

    >>>

    ... ich finde es schon erstaunlich, wie die Angst der Menschen hier abgetan wird. Als ob die alle nur überempfindlich und hysterisch sind. Wie wäre es denn, wenn TEPCO aufgefordert wird, mit einer Studie eindeutig nachzuweisen, dass die betroffenen Menschen keinerlei zusätzlichem Krebsrisiko ausgesetzt sind. Aber TEPCO wird in dem Artikel noch nicht einmal erwähnt ...
  4. #13

    Verharmlosung

    Verharmlosung, um die Wähler zu beruhigen, von der Milliardenschweren Atomindustrie finanzierte Studien. Wenn es keinen Grund zu Sorge gäbe, warum baut man Atomkraftwerke nicht gleich als "Freiluftreaktoren". Wozu die Mühe und Kosten, meterdickes Beton drum rum zu bauen?

    Den japanischen Atommafia und ihren Schergen glaubt doch hier eh kein Mensch mehr, bei den ganzen Lügen und Verharmlosungen die letzten Monate kein Wunder.
  5. #14

    ......

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Jegliche Strahlung über der natürlichen Strahlung erhöht das Krebsrisiko! Wobei die derzeit auf der Erde vorhandene Strahlung keine natürlich Strahlung im eigentlichen Sinn mehr ist nach tausenden Atombombenversuchen und zahlreichen Kernkrafstörfällen
    Und warum wohl sind Computertomographien nicht verboten?
    Weil man damit sehr viel Geld verdienen kann, wie auch sonst mit der ganzen Vorsorgehysterie. Und wenn die Lobby stark genug ist, werden Studien in Auftrag gegeben, die die Ungefährlichkeit belegen. Schauen Sie immer nach, wer eine Studie in Auftrag gab und finanziert. Dann steht das Ergebnis auch vorab schon fest...
    Aha, interessant!
    Es gibt bewohnte Gegenden in der Welt wo die NATÜRLICHE Strahlung 50-80 mSV im Jahr beträgt!
    Hier sehen sie die Strahlenbelastung in Mitteleuropa durch Atombombentests und Tschernobyl:

    http://www.physikblog.eu/wp-content/...nbelastung.jpg
    Die liegt seit 40 Jahren unter 0,05 mSV pro Jahr und heute unter 0,01 mSV.....
    Sie sollten vor allem das Fliegen unterlassen, das belastet sie um ein Vielfaches!
    Denken hilft!
  6. #15

    kein Titel

    Das erinnert leider erschreckend an die Umgebung von Pripyat. Da hat man ja nach der Katastrophe außerhalb der Sperrzone ein riesiges Krankenhaus hingestellt. Ich wusste das auch nicht, allerdings gab es da mal vor einigen Jahren einen interessanten Fernsehbericht zu. Das Krankenhaus dort ist kaum besucht, zumindest gab es nie den großen Ansturm den man erwartet hätte im Sinne von tausenden Strahlenkranken und Co. Worauf das Fernsehteam die Angestellten dort befragte, ob das nicht eigentlich toll sei, dass die Krebsrate um Tschernobyl nicht größer sei als wo anders und die dann einhellig antworteten: Nein, denn die Krebsrate sei in der ganzen Ukraine extrem hoch...

    Wie genau sich die Strahlung und eventuelle Kontamination von Trinkwasser, Boden und Meer auswirken, wird wohl keiner so genau sagen können. Die Mengen die allerdings gerade ins Meer gelangt sind, können - meiner Meinung nach - für ein so vom Fisch abhängiges Volk eigentlich nicht ohne Auswirkungen bleiben. Auch wenn das Meer groß ist, das radioaktive Material sammelt sich eben immer oben in der Nahrungskette. So lange aber nicht jeder Strahlungskranke grün leuchtet, wird man auch nicht sagen können, ob der Krebs nun von Autoabgasen oder Fukushima kommt. Leukämie und Missbildungen dürften wohl das einzige, recht eindeutige Anzeichen sein, glücklicherweise dürfte das wohl eine Ausnahme sein - zumindest auf ganz Japan bezogen. Sekundäre Effekte wie die Angst, Stress, Abwanderung, wirtschaftlicher Niedergang oder ähnliches ist eben am Ende doch schwer mit Gewissheit einem Kraftwerk anzulasten.
  7. #16

    Statistik

    Zitat von fatali2 Beitrag anzeigen
    Aber nichts desto trotz sind unnatürliche strahlende Teilchen immer eine zusatzbelastung des Körpers (nicht durch Dosismeter messbar). Die Frage ist nur ob es jetzt tausend tote oder mehrere millionen werden
    Das Problem ist das es auch natürliche Strahlung gibt (durch Dosimeter messbar). Statistiken führt man um genau heraus zu bekommen ob es einen Ansteig gibt oder nicht. Wenn 40% (laut Artikel) der japaner sowieso in ihrem Leben Krebs bekommen wird man schwerlich jeden Krebsfall in Fukushima dem AKW anlasten können. Aber wenn man genügend Krebsfälle untersucht wird sich zeigen ob der Krebs a) häufiger b) früher c) auf andere Art als im langjährigen Mittel vor der Katastrophe auftritt.
  8. #17

    Der Mensch und seine Ängste sind schon merkwürdig.
    Er raucht, trinkt und fliegt mit dem Flugzeug, auch Röntgen und CT sind bei Bedarf kein Problem. Aber wehe jemand nimmt das Wort Radioaktivität in den Mund, dann ist die Panik groß. Und wenn es für den Strahlentod nicht reicht dann doch bitteschön Krebs. Da ist es dann auch völlig egal ob medizinische Studien oder Fakten etwas anderes sagen.
    Und noch einmal Erdbeben+Tsunami = 20.000 Tode
    Fukushima keine signifikante Erhöhung der Krebsrate erwartet
    Ergo Natur=gut, AKW=schlecht
  9. #18

    |||

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    (...)Menschen wie Dumpfmuff, die unentwegt, gegen alle wissenschaftliche Erkenntnise, behaubten das Niedrigststrahlung das Krebsrisiko wesentlich und messbar erhöht sollten sich dann mal fragen wieso Computertomographien nicht verboten sind.

    Immerhin werden jedes Jahr in Deutschland 4,9 Mio. Menschen dabei mit Dosen von 0,1 -30 mSV bestrahlt!
    weil der lebensverlängernde Nutzen einer Tomographie das Risiko an Krebs zu erkranken übersteigt !?! Es ist eben eine Risikoabwägung... Eine Computertomographie ist ja nichts was man bei einem verdrehten Knie macht...
  10. #19

    .....

    Zitat von Incubus6 Beitrag anzeigen
    Der Mensch und seine Ängste sind schon merkwürdig.
    Er raucht, trinkt und fliegt mit dem Flugzeug, auch Röntgen und CT sind bei Bedarf kein Problem. Aber wehe jemand nimmt das Wort Radioaktivität in den ....
    Das haben Sie sehr schön auf den Punkt gebracht!

    Danke