REUTERSEs war eines der schwersten je gemessenen Erdbeben, die Folgen waren verheerend: ein Tsunami, die Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima. Vor genau einem Jahr wurde Japan von der Dreifach-Katastrophe getroffen. Nun begehen die Japaner den Tag des Schmerzes und der Trauer zum ersten Mal.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...820581,00.html
Das stimmt nicht ganz. Der Bürgermeister von Fudai hatte alte Marken früherer Tsunamis nicht ignoriert, sondern sich stur durchgesetzt mit einer hohen, teuren und hässlichen Schutzmauer, die schließlich den Ort rettete. Der Retter, der sich ziemlich unbeliebt gemacht hatte, hat seine Rehabilitation nicht mehr erlebt.
Fukushima war nicht das Resultat unbeherrschbarer Kerntechnik, sondern das Resultat menschlicher Profitgier, die sich auf zu hohe Risiken eingelassen hatte.
Ehe wir aber mit dem Finger auf die hochdotierten Manager von Tepco&Co zeigen, sollten wir darüber nachdenken, welche "Warnmarken" wir in unserem eigenen Leben ständig ignorieren mit der Haltung "wird schon gutgehen".
Link zu Fudai:
Umstrittenes Bauwerk: Riesenmauer rettete japanisches Dorf vor Tsunami - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Ich weiß gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll -- oder den Presserat wegen dieses Tiefpunktes des Journalismus anrufen soll. Nein, der Name Fukushima ist nicht der Inbegriff für mehr als 19.000 Tote und eine komplett verwüstete Küste. Der Begriff dafür ist 東北地方太平洋沖地震, frei übersetzt Großes Erdbeben in der Tohoku-Region. Das Erdbeben und der Tsunami haben diese Opfer gefordert, und obgleich es eine dreifache Katastrophe ist und man in keiner Weise die schwerwiegenden Schäden durch die Kernschmelzen in Fukushima Daiichi herunterspielen sollte muss ich doch sagen, dass ich mich gegenüber meinen japanischen Kollegen und Freunden einfach nur schäme wenn ich hier so etwas lese: denn auch die trennen zwischen diesen beiden Dingen und Gedenken der Toten einer Erdbeben- und Tsunamikatastrophe, keiner Atomkatastrophe.
Man sollte auch als Journalist noch auf Relationen achten. Die Katastrophe war schlimm. Schlimm sogar für die CDU in Bden-Württemberg. In der Geschichte der Naturkatastrophen und anderer Katastrophen in Japan spiele sie aber nur eine untergeordnete Rolle. Wenn man heute so darüber schreibt, dann schreibt man aus deutscher Sicht. Aus der Sicht eines Landes, in dem nach Fukushima die Geiger-Zähler knapp wurden.
Gegenüber den Atombombenabwürfen auf Hiroschima und Nagasaki waren die Menschenopfer verhältnismäßig gering. Heftiger waren schon die Schäden entlang der Küste, die vom Tsunami getroffen wurde. Dort sind die Menschen gestorben und nicht in Fukushima. Vielleicht sollten wir wieder lernen die wahren Ausßmaße von Katastrophen zu erkennen und nicht die journalistisch hochgepuschten à la Fukushima.
Ach ja, seit Neuestem ist auch Homöopathie wieder im Kommen! Radioaktive Verschmutzung könnte sogar die Westküste der USA treffen. Im Gegensatz zum Tsunami kommt dort vermutlich nur eine C30000 an.
hat man den Eindruck, dass die Deutschen nur eines interessiert: Das ungeliebte Atom. Die tausenden von Opfer, die wirklich verheerenden Schaeden an Feldern, Natur, Doerfern, Staedten, Schiffen etc. Fast niemanden scheint es zu bekuemmern. Immer nur Atom, Atom, Atom. Typical "German Angst".
"Das hat mich davon Überzeugt, dass wir aus dem Ausstieg des Ausstiegs aussteigen sollten."
Ich würde mich wirklich freuen, wenn die Presse das nicht immer auf "Atomausstieg" verkürzen würden. Es ist der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg.
Meinetwegen auch Ausstieg^3.
Sie schreiben:
"Ein Jahr ist seit dem schwärzesten Tag in der Geschichte Japans vergangen. Der Name Fukushima wurde zum Inbegriff für mehr als 19.000 Tote, für verstrahlte und verwaiste Landstriche - und für eine Politik der Beschwichtigung und Desinformation. "
1. Der Tag der "Fukushima-Katastrophe" ist nicht der schwärzeste Tag Japans.
2. Fukushima hat nicht einen einzigen Toten verursacht. Die 19000 Tote sind dem Erdbeben und dem Tsunami zuzuschreiben.
3. Es gibt keine "verstrahlten Landstriche". Man spekuliert schon darüber, dass bereits in diesem oder nächsten Jahr die Menschen zurückkehren.
4. Mit Desinformation haben Sie recht, aber die Desinformation betreiben vor allem deutschsprachige Medien.
Erdbeben und Tsunami waren höhere Umstände und schon schlimm genug, das was im Zuge der Naturkatastrophe in Fukushima gelaufen ist und noch immer läuft
( Informationen sind ja noch immer eher spärlich) daran ist nicht nur die Natur schuld.
Aber es ist halt diese in dem Fall komische Mentalität der Japaner
" Auf keinen Fall das Gesicht zu verlieren und líeber schweigen und die Katastrophe herunterspielen auch wenn es noch so schlimm ist"
Wahrscheinlich können wir Europäer die Japaner in dem Punkt niemals verstehen.
Da wäre hier wohl die Hölle los, die Japaner schweigen und leiden heimlich. ( bloss nicht das Gesicht verlieren - das ist das wichtigste)
Naja, Japan ist nicht untergegangen, ich arbeite in einer Firma die Produkte unter anderem nach Japan exportiert, die Japaner bestellen wie verrückt, man kommt kaum mit der Arbeit nach.
FG