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Fukushima-Katastrophe: Japans dunkelster Tag
REUTERSEs war eines der schwersten je gemessenen Erdbeben, die Folgen waren verheerend: ein Tsunami, die Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima. Vor genau einem Jahr wurde Japan von der Dreifach-Katastrophe getroffen. Nun begehen die Japaner den Tag des Schmerzes und der Trauer zum ersten Mal.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...820581,00.html
- #10 10.03.2012 23:57 von
Solidarität!!!
Sagen wir Mal: Gott sei Dank, es hat uns nicht getroffen, aber es hat Japan getroffen und es tut genauso weh. Wir sollten nicht darum diskutieren wie unbeherrschbar Atomenergie ist, aber wir können uns fragen wie es heute den Japaner geht? Was haben wir für Japaner gemacht? Ist unsere Hilfe angekommen? Wenn wir jetzt noch ein Mal die Japaner unsere Mitgefühl mitteilen, dann sind wir sicher dass die Japaner auch bei schwere Stunde neben uns stehen, denn so eine fleißiger mitfühlende Volk Wie das japanische Volk sollten wir immer beistehen.
- #11 11.03.2012 00:03 von
- #12 11.03.2012 01:07 von
Japans dunkelster Tag?
Der dunkelste Tag Japans liegt etwas länger als das Erdbeben zurück. Wie kann man den Tod von hunderttausenden bei den Atombombenangriff der USA einfach vergessen. Natürlich weil's politisch besser passt. So manipuliert man die Massen bewusst mit großen Headlines oder Überschriften in den Mainstream Informationen. Der dunkelste Tag Japans war der Atombombenangriff der USA.
- #13 11.03.2012 04:26 von
Atomexplosion
Im Abklingbecken des Plutonium-Atomkraftwerk, Block 4, gab es eine Atomexplosion. Die in Fernsehaufnahmen deutliche sichtbare 1 km hohe Explosion-Wolke hat das Plutonium weit verstreut. Grosse Teile des Nordens Japans sind kontaminiert für die nächsten 250.000 Jahren. Untersuchungen internationaler Experten beweisen es; "es ist eine gefährliche Region, ich kann nur raten wegzuziehen." Ein alles verheerendes Brennelemente-Feuer konnte bisher nur verhindert werden, weil Wasser in die zerstörten Reaktoren geleitet wird.
Die Wahrheit hinter dem Super-Gau
Fukushima - Die Wahrheit hinter dem Super-GAU - videos.arte.tv
Fazit: - #14 11.03.2012 06:12 von
"Sagen Sie uns Ihre Meinung!"
Dem SPIEGEL die Meinung sagen? Oh ja, gern - ich sage Ihnen die Meinung!
Das ist - mit Verlaub - eine ungeheuerliche Desinformation! Die japanische Regierung hatte nach wenigen Stunden eine Evakuierungsanweisung für ein Gebiet von 20 km Durchmesser und das havarierte Kraftwerk Fukushima 1 und von 10 km um das ebenfalls beschädigte aber nicht außer Kontrolle geratene Fukushima 2 verfügt, wobei der größere Kreis den kleineren weitestgehend mit überdeckte. Die Gesamtfläche betrug etwa 600 Quadratkilometer, was einem kleineren deutschen Landkreis entspricht. Wochen später wurde ein weiteres wesentlich kleineres Gebiet im Nordwesten um das Dorf Iitate dem Evakuierungsgebiet hinzugefügt. Es ist richtig, daß von der Evakuierung ca. 100.000 Menschen betroffen waren, aber davon lebte der größere Teil in mehreren Küstenstädten. Noch vor der Freisetzung der Radioaktivität waren deren Behausungen zerstört worden, so daß sich die Notwendigkeit der vorübergehenden Notunterbringung schon aus den Verlusten des Wohnraums ergab. Umgekehrt war es gerade dieser Küstenstreifen, der die anschließend niedrigsten Aktivitätswerte aufwies, daß man schon im Juni die Menschen bedenkenlos hätte zurückkehren lassen können. Nachdem japanische Regierungen jahrzehntelang ahnungs- und verantwortungslos (nach deutschen und schweizerischen Standards) schwerste Sicherheitsmängel in den Kraftwerken hatten durchgehen lassen, reagierte die Regierung jetzt mit einer Art Fürsorge-Overkill, als dessen Nebenergebnis die Kosten der Evakuierung auch der Küstenzone TEPCO zugewiesen wurde.
Der Jahrestag der Tsunami-Katastrophe und des nachgelagerten Nuklearunfalls hat erwartungsgemäß noch einmal eine Aufwallung von Medienaktivität ausgelöst. Es ist beschämend festzustellen, daß die von den deutschen Blättern präsentierten Sichtweisen weiterhin nicht den inzwischen hinreichend geklärten naturwissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen folgen, sondern weiterhin die strategischen Ziele und Denklinien der Öko-Prop-Szene bedienen.
Wer einen tieferen Einblick in den Unfall, seinen Hergang und die erkannten Schwachstellen erhalten und zugleich die Fehlreaktionen in den deutschen Medien nachverfolgen möchte, mag folgenden Report herunterladen: http://www.ke-research.de/downloads/...maDesaster.pdf. - #15 11.03.2012 07:10 von
zu gefährlich und zu teuer
Nicht nur, dass die Atomenergie inhärent unsicher ist, wie selbst der oberste Lobbyist der Atomindustrie nun zugibt, sondern sie ist auch zu teuer, um wettbewerbsfähig zu sein, wie The Economist schreibt: "In liberalised energy markets, building nuclear power plants is no longer a commercially feasible option: they are simply too expensive. " (The dream that failed | The Economist) Q.E. D.
- #16 11.03.2012 07:22 von
Nachdenkliches zum Jahrestag
Ich selbst war vor einem Jahr, genau wie jetzt, in Tokyo und wurde nur kräftig durchgeschüttelt, während viele Menschen im Nordosten ihr Leben, ihre Lieben und ihre Existenz verloren haben. Auf das Erdbeben folgte ein Tsunami, auf den Tsunami folgte eine nukleare Katastrophe, die die Menschen hier noch sehr lange in Atem halten wird.
Es hat mich entsetzt und enttäuscht, wie die deutschen Medien im letzten Jahr das Leid der Menschen hinter die Ereignisse um Fukushima und die Diskussion um Atomenergie in Deutschland gestellt haben. Die Fernsehsender überschlugen sich mit Schreckensmeldungen und sogenannte Experten bekamen ihre 15 Minuten Ruhm. Teilweise mit solch haarsträubenden kulturellen Fehlinformationen, dass ich nur mit offenem Mund vor dem Bildschirm saß:
Die zurückhaltende Mentalität der Japaner wurde dahingegen interpretiert, dass sie manipulierbar und hörig seien, mit unerschütterlichem Vertrauen in die Regierung und TEPCO. Die Tatsache, dass viele Japaner Atemmasken tragen, wurde nicht auf Heuschnupfen und Grippeschutz, sondern auf Angst vor Radioaktivität geschoben. Erhöhte Strahlenwerte in Tokyo, die noch weit unter dem lagen, was in Deutschland an natürlicher Strahlung vorhanden ist, ließen deutsche Medien über eine Massenevakuierung spekulieren.
Was dem Fass aber den Boden ausschlug, waren die Aussagen einiger Experten, die ich auf einer Japanologentagung traf und die für verschiedene deutsche Sender ihre Einschätzungen abgegeben hatten. Einer dieser Experten wurde vor der Sendung von der Moderatorin angewiesen, die Arbeiter in Fukushima immer als Helden zu bezeichnen und den Zuschauern zu erklären, wie japanische Kinder in der Grundschule darauf vorbereitet werden, für ihr Land zu sterben. Genau wie diesem Experten blieben mir die Worte im Halse stecken.
Auch in meiner eigenen Familie konnte ich die Auswirkungen der deutschen Berichterstattung spüren und musste mich oft rechtfertigen, insbesondere wenn es um die Entscheidung ging, nach Japan zurückzukehren. Ich bekam zu hören, ich sei von der japanischen Regierung einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Ich solle meine Kleider, die ich aus Japan mitgebracht habe, in eine Plastiktüte stecken, damit sie nicht strahlen. Und die würden irgendwie komisch riechen, das ist bestimmt radioaktives Jod. Ein Pickelausbruch? Ich habe die Strahlenkrankheit! Ob meine japanischen Freunde nicht nach Deutschland kommen wollen, meine Familie würde ihnen gerne Asyl gewähren und ihnen so das Leben retten. Meine Entscheidung, nach Tokyo zurückzukehren? Ich werde elendig verrecken. Selbst Messwerte von Greenpeace halfen nicht, meine Eltern zu überzeugen, dass ich in Tokyo nicht anfangen werde, grün zu leuchten. Und erst letzte Woche fragte mich ein Verwandter, ob ich denn in Japan selbst überhaupt mitbekomme, was in Fukushima im Moment los ist, weil die Japaner die Menschen belügen würden und man in Deutschland erfahren würde, was wirklich los ist.
Ich habe es aufgegeben, dagegen anzukämpfen. Aber es macht mir traurig und unglaublich wütend, wie das Leid der Menschen in Japan zugunsten von "German angst" und kultureller Überheblichkeit in den Hintergrund gestellt wird. Ich gehe jetzt zu einer Gedenkfeier am Tokyo Tower und werde eine Kerze anzünden und für die Menschen beten, die so unvorstellbares Leid erfahren mussten. Und ich hoffe, dass das auch viele Menschen in Deutschland tun werden, anstatt die neueste Fukushima-Doku im Fernsehen zu verfolgen. - #17 11.03.2012 08:26 von
Nachdenken
Wenn ich an einer die schlimmsten Naturkatastrophen der Welt denke, dann stehen zuerst die armen betroffenen Menschen bei mir im Vordergrund.
Ja gegen die Mächte der Natur sind wir machtlos, wir können die Gefahren ab und zu für uns abmildern, aber nicht ganz verhindern.
Und wir werden auch in der Zukunft damit leben müssen, aber was wir können, das sind Lehren daraus zu ziehen.
Japan hat schon so einiges in seinen Städten dafür getan, sie müssen mit diesen vielen Erbeben leben, aber wenn sie schon wissen, dass sie in einem so stark gefährdeten Gebiet leben, dann hätten sie allerdings auch Schlußfolgerungen gegen die Atomkraft gezogen und gerade dass haben sie bisher völlig verweigert.
Ein hochtechnologisiertes Land, dass alle Möglichkeiten besitzt spielt nur mit dem Leben der eigenen Menschen wenn sie weiterhin an dieser unbeherrschbaren Technologie festhalten.
Wie wir es von allen Berichten die uns aus Japan erreichten entnehmen können, so hat die Politk in diesem Land nicht zu sagen, sie stehen alle in der Abhängigkeit der Konzerne und die entscheiden was getan, oder verändert wird.
Ein Land und seine Menschen, die sich vor jedem verneigen und für alles entschuldigen, die kein Selbstbewußtsein zeigen, die werden immer die Verlierer sein.
Wenn man an all die Opfer der Naturkatastrophen denkt, dann muss man aber auch die Sicht auf die Zukunft sehen und das geschied nur, wenn man sich von seiner Knechtschaft dem Untertansein befreit.
Die Schäden einer Naturkatastrophe kann man beseitigen, aber die Auswirkungen der atomaraen Katastrophen die sich meisten dann da anhängen bleiben für lange Jahrzehnte/Jahrhunderte weiter hin bestehen.
HR - #18 11.03.2012 08:29 von
Im Grunde nichts Neues
Erdbeben mit tausenden Toten und 100Tsd Obdachlosen
gab es immer, auch in Japan. (kobe 1995 6000/300000)
Mein Mitgefühl ist auch mit den jetzigen.
Bis jetzt gibt es keinen erkennbaren Kobe-Effekt.
Wahrscheinlich, weil viele Angst haben, mitunter
zuviel für die Dekontaminierung des Gebietes
auszugeben, und viele möglichen Rückehrer
Angst haben, -und auch die, die später
ihre Nahrung von denen beziehen-
das zuwenig Geld ausgegeben wurde.
Gerade der ehrernhafte Japaner Yukiya Amano,
der Vorsitzenden der ehrenhaften friedensnobelpreisinnehabenden Internationalen Atomenergiebehörde IAEA,
resierdend im schönen Wien, der Haupstatdt der schönen verfassungsrechtlich (seltener Umstand) festgeschrieben AKW-freien
und auch sonst freien Rebublik Österreich,
ja dieser Yukiya Amano weist darauf hin,
das er Verständnis für den Bundesdeutschen
Ausstieg habe, er sollte andere Visionen haben.
Alle 153 Mitgliedsstaaten der IAEA sollten einfach 1ct pro
Kwh Atomstrom von ihren AKW-Betreibern einziehen,
und nach Japan überweisen, damit das Gebiet sicher
und zügig dekontaminiert werden kann. Nach 10 Jahren sind so
200 Mrd zusammengokommen. Das sollte reichen.
Vielleicht bleibt ja noch was für Tschernobyl über.
Auf jeden Fall steht dann der Prozess, und
kann schnell in Gang kommen, wenn nochmal was passiert.
Die Zivile Bevölkerung (ja deren Gene und Generationen )
hat dann nur noch minimale Probleme mit den Gaus.
Die IAEA kann ja schon im Verlaufe der Massnahmen
intern eine verursacherorientierten Lastenausglich
vornehmen.
Im Detail würde ich vorschlagen dass dieser
1ct nicht pro erzeugter Kwh gezahlt wird,
sondern pro Kwh, die ein noch nicht vollständig
zurückgebautes AKW erzeugen könnte,
damit die nuklearen Supermänner
nicht einfach ihre AKWs abschalten,
um das umgegehen, bis alles bezahlt ist,
um sie dann wieder einzuschalten.
Mitunter könnte man auch
auf Altbrenstaabsbasis berechnen,
wenn er noch nicht vollständig entsorgt ist. - #19 11.03.2012 08:35 von
das Atomdorf als Quelle der Manipulation
Dass nicht nur die einfachen Japaner, sondern auch kritische Führungskräfte des Landes massiv manipuliert wurden, hat jetzt sogar Naoto Kan mit seinem Bericht über das japanische Atomdorf zu Protokoll gegeben: "Der zurückgetretene japanische Ministerpräsident Naoto Kan berichtet, dass die Ursache für das Atomunglück in fehlenden Vorkehrungen liegt, die vor dem 11. März 2011 von den Verantwortlichen hätten getätigt werden müssen. In den letzten 10, 20 Jahren habe es zudem vielerlei Unterdrückungen von Äußerungen in Bezug auf die Gefahren der Kernenergie gegeben, so Kan im ZDF-Gespräch. Wissenschaftler hätten keine Karrierechancen, wenn sie sagen, dass Gefahren im Zusammenhang mit der Kernenergienutzung bestehen können und Politiker erhalten großzügige finanzielle Unterstützungen von den Energieunternehmen, wenn man der Kernenergie zustimmt, so der ehemalige Ministerpräsident. Das gelte auch für die Kultur, den Sport, etc. Alle seien in dem "Atomdorf gefangen", so Kan". (Fukushima-Ruine: Die Angst vor einem neuen Beben). Ich kann in solchen Berichten keine kulturelle Überheblichkeit oder "German angst" erkennen. Es spricht daraus vielmehr das Mitleid gegenüber einer Nation, die von einer korrupten Atommafia manipuliert und in Unmündigkeit gehalten wurde.
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