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Fukushima-Betreiber: Tepco erhält 6,7 Milliarden Euro Staatshilfe

SPIEGEL ONLINEDer japanische Staat stockt seine Hilfe für Tepco deutlich auf: Die Fukushima-Betreiberfirma bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiven Entschädigungen, die der Konzern zahlen muss.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...814866,00.html
  1. #10

    'Ein paar läppische yen"??

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    In Fukushima ist noch nichts passiert, keine Dekontamination der Lebensräume, keine, wie auch immer gearteten Aufräumarbeiten an den Ruinen.
    Tausende Arbeiter haben unter sehr schweren Arbeitsbedingungen das menschenmögliche nach der Havarie geleistet. Sind Sie sich der erbärmlichen Arroganz Ihrer ahnungslosen Behauptung bewusst?

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Ein paar läppische Yen sind geflossen an Menschen, die ihre Heimat, ihren Reiserwerb und ihre Hoffnung auf eine Zukunft ohne schwere Erkrankungen verloren haben.
    Sicher haben Sie Belege dafür, dass die Entschädigungen die der Betreiber ausbezahlt nur aus 'ein paar läppischen Yen' bestehen, und nicht auf denselben Bewertungsmaßstäben basieren, auf denen vergleichbare Schäden auch von anderen Verursachern oder Versicherungen berechnet werden?

    An der NO Küste Japans hat diese Erdbeben/Tsunami-Katastrophe ca 20000 Menschen in den Tod gerissen und immense Verwüstungen angerichtet. Ganze Ortschaften wurden ausgelöscht, riesige Landstriche von einem Giftcocktail verseucht.

    Keiner bestreitet, dass die Evakuierung ein schlimmer Schlag für die Betroffenen ist. Wenigstens kamen durch die KKW-Havarie keine Menschen zu Tode.

    Die Japaner werden mit Geduld und Akribie an die Dekontaminierung der Evakuierungszone gehen. Erst mit Erreichen des 'cold-shut-down-Equivalents' ist es von Regierungsseite erlaubt mit der Dekontaminierung des Sperrbezirkes zu beginnen.

    Was die Japaner am wenigsten brauchen können sind jetzt Kernkraftgegner aus Europa, die sich an ihrem Leid auch noch bereichern. Einer der 'wissenschaftlichen' Kronzeugen der IPPNW, und beliebter Interviewpartner deutscher Fernsehberichte, der britische Professor Chris Busby, ist gerade als 'erfolgreicher' Geschäftemacher mittels Verkauf von wirkungslosen Antistrahlenpillen in Japan aufgeflogen.
  2. #11

    Anschauungsbeispiel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der japanische Staat stockt seine Hilfe für Tepco deutlich auf: Die Fukushima-Betreiberfirma bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiven Entschädigungen, die der Konzern zahlen muss.
    Fukushima-Betreiber: Tepco erhält 6,7 Milliarden Euro Staatshilfe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ist ein schönes Anschauungsbeispiel für den Wahrheitsgehalt der von den Atomfuzzies gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptung, Atommeiler müssen nicht versichert werden, weil die Betreiber mit ihrem gesamten Vermögen haften. Da das Vermögen (wie im Falle TEPCO zu besichtigen ist) nach einem Super-GAU nur noch Peanuts wert ist, tritt natürlich der Steuerzahler dafür ein. Dabei sind die 6,7 Mrd. € erst die Spitze des Eisberges. Die japanische Regierung gibt Schätzungen an, wonach es den Steuerzahler höchstwahrlich mit 250 Mrd $ treffen wird!
  3. #12

    52 Milliarden

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Die japanische Regierung gibt Schätzungen an, wonach es den Steuerzahler höchstwahrlich mit 250 Mrd $ treffen wird!
    Die japanische Regierung geht von Kosten von 52 Milliarden Dollar aus. Ihre verzerrende Aussage zu den Schätzungen eines Think Tanks - hier wurden Kosten zwischen 71 und 250 Milliarden angegeben - ist alter Schnee.

    Meine Ansage wird sich leider noch oft bewahrheiten:

    Zitat von peterm8s
    "Wird aber manche ideologisch standfesten Mitforisten nicht davon abhalten weiterhin von Kosten von 250 Milliarden Dollar zu schreiben....und immer wieder die alte Quelle zu verlinken...."
  4. #13

    teuer und gefährlich

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen
    Die japanische Regierung geht von Kosten von 52 Milliarden Dollar aus. Ihre verzerrende Aussage zu den Schätzungen eines Think Tanks - hier wurden Kosten zwischen 71 und 250 Milliarden angegeben - ist alter Schnee.
    Selbst Ihre schöngerechneten Zahlen weisen einen Beitrag der Steuerzahler aus, der wesentlich größer als das Vermögen von TEPCO ist. Meine Befürchtungen, dass die Atomfuzzies weiterhin die nackten Tatsachen leugnen und gebetsmühlenartig wiederholen werden, dass man für Schrottmeiler keine Versicherung braucht, weil der Betreiber mit seinem ganzen Vermögen haftet, haben sich leider bestätigt. Auch wenn das Schneee von vorgestern ist: Die Nutzung der Atomenergie zum Wasserkochen für die Stromerzeugung ist die teuerste, schädlichste und dümmste Art, Elektroenergie bereitzustellen.
  5. #14

    Stützung von Tekp

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Selbst Ihre schöngerechneten Zahlen weisen einen Beitrag der Steuerzahler aus, der wesentlich größer als das Vermögen von TEPCO ist...
    Ich beziehe mich auf die Zahlen der japanischen Regierung. Ihre Angaben waren eine Verfälschung, selbst der Angaben des Think Tanks, da es hier immer schon 'von 71 bis 250 Milliarden' hieß.

    Tepco wird von der japanischen Regierung vor dem Bankrott bewahrt, damit es die Entschädigungen auszahlen kann. Ist auch in anderen Branchen und Ländern manchmal notwendig.

    Tepco's Verluste in Höhe von etlichen Milliarden sind hauptsächlich auf die erhöhten Brennstoffkosten zurückzuführen die durch die Suspendierung der KKW entstehen.
  6. #15

    Stützung von Tepco

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Selbst Ihre schöngerechneten Zahlen weisen einen Beitrag der Steuerzahler aus, der wesentlich größer als das Vermögen von TEPCO ist.
    Mit 51 Milliarden beziehe ich mich auf die neuesten Zahlenangaben der japanischen Regierung. Sie verfälschten die Angaben des Think Tanks, dort hieß es stets zwischen 71 und 250 Milliarden.

    Die japanische Regierung stützt Tepco vor dem drohenden Bankrott. Das kommt auch in anderen Branchen und Ländern vor!

    Tepco's Vermögen mag kleiner sein als die angenommenen Gesamtkosten der Havarie. Aber keiner sagt, dass Tepco jetzt verkauft werden müsse und damit versucht werden solle die in Zukunft angenommenen Gesamtkosten zu begleichen.
    Wenn Sie ernsthaft an differenzierter Information zu dieser Problematik interessiert sein sollten, dann lesen Sie dieses Editorial im bestimmt nicht kernkraftfreundlichen oder regierungsnahen Mainichi.

    Dort werden Sie auch sehen, dass die laufenden Verluste des Unternehmens hauptsächlich durch die hohen Brennstoffkosten auf Grund der Havarie in Daiichi und der Suspendierung seiner Kernkraftwerke (in Daini und Kariwa) zustandekommen. (" due mainly to increased fuel costs following the suspension of nuclear power plants.")

    Die Wirklichkeit ist meist nicht so schwarz weiß, wie Sie und andere Antiatomfuzzies (um mal Ihren Ausdruck zu gebrauchen:) annehmen.


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