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Fukushima-Bericht: Mit Autobatterien gegen die Kernschmelze

Ein US-Fachmagazin hat erstmals ausführlich dokumentiert, was genau am Tag des Tsunamis im japanischen Atomkraftwerk Fukushima geschah. Selbst die Notstromversorgung brach zusammen, die Kühlsysteme versagten - die Angestellten im Kontrollraum versuchten, die Anlage im Blindflug zu steuern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...796092,00.html
  1. #70

    Ok

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    sie haben sogar ein Erdbeben überstanden ( die 3 Reaktoren im Betrieb wurden ordnungsgemäss abgeschaltet, sog. Schnellabschaltung, die Notkühlung funktionierte ),
    das um den Faktor 10 stärker war, als die Anlagen ausgelegt waren.
    Die Tsunamischutzmauern waren um einige Meter zu niedrig ausgelegt und gebaut.

    Eine gute Schadensanalyse finden Sie hier.

    http://www.ke-research.de/downloads/...maDesaster.pdf
    Ok, diese Formulierung gefällt mir besser und ist nicht so widersprüchlich.

    Gruß
    der gestiefelte Kater
  2. #71

    .

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    sie haben sogar ein Erdbeben überstanden ( die 3 Reaktoren im Betrieb wurden ordnungsgemäss abgeschaltet, sog. Schnellabschaltung, die Notkühlung funktionierte ),
    das um den Faktor 10 stärker war, als die Anlagen ausgelegt waren.
    Die Tsunamischutzmauern waren um einige Meter zu niedrig ausgelegt und gebaut.

    Eine gute Schadensanalyse finden Sie hier.

    http://www.ke-research.de/downloads/...maDesaster.pdf
    Wie kamen dann die radioaktiven Edelgase vor dem Tsunami aus den Reaktorgebäuden raus, wenn alles in Butter war?
  3. #72

    __________________

    Zitat von domian Beitrag anzeigen
    Das ist zwar ein Vergleich, der hinkt, aber ich froh, dass man den Flugverkehr nicht verbietet, weil man die Elemente nicht zu 100% beherrscht und um Kollateralschäden zu vermeiden.

    1. Kommen die eigenen Probleme und Bedürfnisse und 2. Kommt der Gedanke an die Anderen.

    Ich kann in der heutigen Welt ohne bezahlbaren Strom nicht existieren, sorry. Zumindest schließe ich mich mit meiner ehrlichen Denke nicht den Öko-Heuchlern an.
    Geht es noch flacher?
  4. #73

    kw mit Notstromaggregaten müssen laut den Experten stets nahe beim AKW sein

    "Lkw mit Notstromaggregaten müssen laut den Experten stets nahe beim AKW sein"

    Eventuell wären sie dann auch weggeschwemmt worden.
    Wenn sie Nahe dabei sind und das KKW durch einen ausseren Einfluss schwer beschädigt wird wönnte das mit den LKWs genauso passieren.
    Selbst wenn sie 10km weiter entfernt hinter einer 5m Tsunamischutzmauer gestanden hätten wären sie nicht mehr Einsatzfähig gewesen.

    Hinterher kann man sich immer was schönes ausdenken, doch allein in dem Satz sehe ich noch keine Verbesserung der Sicherheit. Ob Überschwemmung, Erdbeben mit Einstürzenden Häusern, Massenpanik, Meteoriteneinschlag, Atombombe, bei Grossereignissen ist räumliche Nähe auch ein Risiko.

    Das durchkommen auf Strassen auch immer fraglich.
    Ganz ohne Strom gehen heutige KKWs eben hoch.
    Selbst wenn die Generatoren angekommen wären ist fraglich ob man die überschwemmte Elektronik und den scheinbar schon beschädigten Reaktor noch in den Griff bekommen hätte.

    Der EPR immerhin hat auch dieses Szenario mit drin, der Corecatcher soll alles auffangen, dann gibt es in Deutschland noch Wasserstoffkatalysatoren und Gefilterte Ablassventile.
    In neue Kraftwerke kann man schon mehr Sicherheit einbauen, alte kann man jedoch nicht einfach komplett umbauen.
  5. #74

    .

    Zitat von clancy688 Beitrag anzeigen
    [...]

    Und dass sonst viele Menschen gestorben wären - unwahrscheinlich. In Tschernobyl sind in den ersten paar Monaten 60 Leute an Strahlenkrankheit gestorben. Und die waren allesamt auf dem Reaktorgelände. Keiner aus Prypjat. Und dort ist wohlgemerkt der komplette Reaktor auseinander geflogen und hat tatsächlich Brennelemente auf dem Gelände verteilt.
    Allerdings muss man sagen, dass auch hier der Wettergott gnädig gestimmt war. Die erste radioaktive Wolke direkt nach der Explosion hat Prypjat um wenige hundert Meter verfehlt. Wo die lang ist konnte man einige Tage später imposant an den kahlen Bäumen sehen...
    Und der Propagandagott... die Sowjetbehörden haben sich durchaus angestrengt, die wahren Todeszahlen unter Verschluss zu halten.

    Die Nachfolger tun das bis heute - ist teuer, für ein Heer Todkranker zu zahlen.

    Das mit dem Kühlbecken habe ich tatsächlich von Fairewinds. Es erscheint mir mindestens genau so plausibel wie die Behauptung, die Reaktoren hätten das Beben überstanden, obwohl es Risse im Boden gibt, die durch die Anlage gehen.
  6. #75
  7. #76

    Blindflug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein US-Fachmagazin hat erstmals ausführlich dokumentiert, was genau am Tag des Tsunamis im japanischen Atomkraftwerk Fukushima geschah. Selbst die Notstromversorgung brach zusammen, die Kühlsysteme versagten - die Angestellten im Kontrollraum versuchten, die Anlage im Blindflug zu steuern.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...796092,00.html
    DAs sind ja wirklich überraschende Neuigkeiten.
    Das übertragen wir mal jetzt auf hunderte von Atomkraftwerken.
    Das Fazit:
    Technick nicht beherrschbar,weil zu komplex...
  8. #77

    Geht's noch?

    Zitat von Aragorn Beitrag anzeigen
    Ich nutze kein Atomstrom weil ich meinen Kindern nichts hinterlassen möchte womit diese dann ewig Probleme haben, doch ..Grundsätzlich finde ich aber ein Neubau eines AKWs besser als wenn nur alte laufen.
    Ich bin mir nicht sicher ob z.B. ..Die Franzosen haben sogar schon in den achzigern fest mit unserem Ausstieg gerechnet und in Grenznähe mehr Kapazität aufgebaut als sie selbst brauchten (Quelle: Spiegel zum damaligen Neubau in Cattenon).

    Ich persönlich hätte*nichts gegen einen EPR in Deutschland. Solange das nicht auf Kosten der Steuerzahler geschieht.
    Ich persönlich finde ihre Ausführungen unlogisch.
  9. #78

    Wieso durch Wasserstoff

    son Wasserstoffwächter ist nen cent-Artikel, wieso kann son Reaktor wegen Wasserstoff in die Luft fliegen?
  10. #79

    asdf

    Zitat von Aragorn Beitrag anzeigen
    In Österreich wurde das einuige gebaute Kernkraftwerk nie in Betrieb genommen weil es nichtmal der dortigen Dampfkesselverordnung (u.a. für Dampfmaschinen) reicht.
    Bei uns siend baugleiche Kraftwerke mit der gleichen kritischen Schweissnaht bis vor kurzem gelaufen.

    Grundsätzlich hätte das alles bei uns genauso passieren können - wir haben bisher Glück gehabt (wobei Gundremmingen1 immerhin auch zum Totalschaden bei nem Unfall wurde).

    Die Frage bleibt natürlich welche Energiegewinnung kritischer ist.
    Im Vergleich zum Autoverkehr scheinen die KKWs auf den ersten Blick harmlos.
    Aber es gibt auch keine Zahlen was die Gaus tatsächlich bewirken. Zu Tschernobyl liegen die Zahlen zwischen 40 (vierzig!) und dem Tausendfachen.

    Der Konstrukteur der russischen Tsar-Bombe hatte immerhin durchgerechnet wieviele Menschen das Kostet, daraufhin hat er auf die letzte Stufe verzichtet (statistisch gesehen hätte der eine Atomtest 1Mio Menschenleben gekostet, obwohl er weitab von jeder Zivilisation gezündet wurde).
    Man kann schlecht sagen wo welche Krebserkrankung herkommt.

    Ich nutze kein Atomstrom weil ich meinen Kindern nichts hinterlassen möchte womit diese dann ewig Probleme haben, doch ich kann nicht sagen ob nun Atom oder Kohle/Gas/Öl Wind/Wasser das schlimmere Übel sind. Im Zweifel finden sich gegen jede einzelne Stromquelle gute Gründe.

    Kohlekraftwerke stossen sogar mehr strahlende Partikel aus als Kernkraftwerke.

    Grundsätzlich finde ich aber ein Neubau eines AKWs besser als wenn nur alte laufen.
    Ich bin mir nicht sicher ob z.B. die Verhinderung von Whyl am Rhein gut war - stattdessen läft ein paar KM weiter Frankreichs ältestes Kernkraftwerk. Für die Sicherheit der Gegend hat das sicher nichts gebracht - im Gegenteil.

    Die Franzosen haben sogar schon in den achzigern fest mit unserem Ausstieg gerechnet und in Grenznähe mehr Kapazität aufgebaut als sie selbst brauchten (Quelle: Spiegel zum damaligen Neubau in Cattenon).

    Ich persönlich hätte*nichts gegen einen EPR in Deutschland. Solange das nicht auf Kosten der Steuerzahler geschieht.
    Würde für jeden Neubau jeweils die schlimmsten Schrottmeiler Europas in gleicher Kapazität abgeschaltet werden, könnte ich wohl auch durchaus mit neuen AKWs leben. Aber dann muss auch für wirkliche Sicherheitskontrollen gesorgt sein und nicht alle paar Monate mal ne Visite zum gemeinsamen Kaffee trinken.


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