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Fünf Jahre Vélorution: Paris radelt vorweg

AFPNoch vor wenigen Jahren fuhren nur wenige Pariser Fahrrad - doch der Leihrad-Service "Vélib" hat die Fortbewegungskultur in der Hauptstadt verändert. Radeln ist jetzt cool, gleichzeitig ist der Autoverkehr in der Metropole deutlich zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...840463,00.html
  1. #40

    Zitat von ajf00 Beitrag anzeigen
    Die Staedte haben den Parkraum nicht teuer und rar gemacht, Parkraum ist in Staedten teuer und rar.
    Falsch. Viele Städte haben in den letzen Jahren den vorhandenen öffentlichen Parkraum massiv ausgedünnt. Tiefgaragen kosten die Kommune ebenfalls nichts, die sie privat gebaut werden.

    Faktisch leben die Städte vom Parkraum, denn dieses ist die Basis prosperierenden Handels, Gewerbes und Gastronomie. Das haben die Kommunen nur oft nicht begriffen.
  2. #41

    Nun

    Zitat von ynwa_ Beitrag anzeigen
    dass stimmt schon, die fahrräder müssen zum einen aufwendig umverteilt werden, um zu vermeiden, dass an einer sation zu viele fahrräder stehen und an einer anderen gar keine, zum anderen sind die kosten durch totalverlust und vandalismus nicht unerheblich.
    das kerngeschäft der firma jcd ist die außenwerbung und stadtmöblierung, der fahrradverleih dient zum einen der imagepflege zum anderen soll der fahrradverleih vorteile gegenüber konkurrenten, wenn es um die vergabe von stadtverträgen geht, verschaffen.
    dann müsste man sich mal näher anschauen, wer alles da noch mit dran verdient, das sind Systemkosten. Des einen Kosten sind des anderen Einkommen. Der Forist wies über seine Quelle 3000 Euro nach- da sind 1000 Euro mehr schon einmal ein Aufschlag von 33% . Demnach scheint sich die Effizienz des Systemns aber auch noch erheblich steigern zu lassen. Die von einem anderen Foristen genannten Kosten einer amerikanischen Stadt mit ähnlichem System in Höhe von 2000 Dollar finde ich akzeptabel.
    Aber Randproblem .
  3. #42

    Das

    Zitat von ford_fairlane Beitrag anzeigen
    Ich halte mich jetzt nicht für untrainiert, aber wie t_s123 schon schrieb, sind 15 km etwas sehr optimistisch. Ich denke mal dass dann etwa 99 % aller Fahrer als Pfütze am Ziel ankommen (darunter auch ich). Zwischen 5-10 Kilometern ist wohl realistischer und deckt auch einen recht großen Bereich ab.

    Die Idee ist grundsätzlich gut, nur ist es verkehrstechnisch dann auch erforderlich die Rahmenbedingungen entsprechend anzupassen. Solange die Infrastruktur nicht verbessert wird, ist ein durchschlagender Erfolg fraglich.

    In Hamburg sind viele Radwege qualitativ völlig indiskutabel. Manche Wege sind sogar mit dem Mountainbike unschön zu befahren. Es ist allerdings festzustellen, dass ganz langsam ein Umdenken in der Straßenplanung erfolgt. Da Öl und Benzin dazu tendieren preistechnisch in eine bestimmte Richtung zu gehen, kann das Fahhrad durchaus eine Alternative sein, zumindest in Ballungsräumen. In ländlichen Gebieten wird es da schon schwieriger.
    System hat meine Korrektur verschluckt. Natürlich 15 km/h, wie im Artikel beschrieben.
    Also :in einer halbe Stunde mit 15 km/h sind 80% der Ziele erreicht.
    Schon klar dass bei Tempo 30 die Leute nur noch horizontal zwischen Türkilinke und Türklinke unterwegs sind.
    Also: Zustimmung.
  4. #43

    Das

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Falsch. Viele Städte haben in den letzen Jahren den vorhandenen öffentlichen Parkraum massiv ausgedünnt. Tiefgaragen kosten die Kommune ebenfalls nichts, die sie privat gebaut werden.

    Faktisch leben die Städte vom Parkraum, denn dieses ist die Basis prosperierenden Handels, Gewerbes und Gastronomie. Das haben die Kommunen nur oft nicht begriffen.
    sind doch Marginalien, ob eine Stadt den Parkraum verdünnt. Entscheidend ist doch, wie z.B. im Falle München ich las, dass nicht alle Autos gleichzeitig auf die Strasse öpassen. Dann muss doch auch ein Tausenfüssler sehen, dass das System zwangsläufig an seine Grenzen stösst. Unabhängig von Ressourcenverbrauch, Luftverschmutzung, Lärmbelastung,Unfalltoten u.ä.
    Es ist einfach nicht genug Platz für jedes Auto in der Stadt. Die kolportierten 4000 Euro jährlich für ein Fahrrad sind dann nur noch ein Klacks.
    Bei uns haben nur die Einzelhandelsgeschäfte in der Stadt eine Chance, die im Fussgänger/Verkehrsberuhigten Bereich liegen. Alle anderen fallen gnadenlos den Einkaufszentren im Umland zum Opfer.
    Kein Mensch fährt mit dem Auto freiwillig in die Stadt zum shoppen.
    Viele Geschäfte, wie z.B. Kaufhof u.a. haben Auslieferungslager ausserhalb der Stadt und das Hauptgeschäft im Zentrum übernimmt die Kundenbetreuung.
  5. #44

    optional

    Faktisch leben die Städte vom Parkraum, denn dieses ist die Basis prosperierenden Handels, Gewerbes und Gastronomie. Das haben die Kommunen nur oft nicht begriffen.
    DAS ist nun schon oft genug widerlegt worden und wird auch durch erneutes Behaupten nicht richtiger.
  6. #45

    vorweg???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch vor wenigen Jahren fuhren nur wenige Pariser Fahrrad - doch der Leihrad-Service "Vélib" hat die Fortbewegungskultur in der Hauptstadt verändert. Radeln ist jetzt cool, gleichzeitig ist der Autoverkehr in der Metropole deutlich zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte.

    Radfahren in Paris: Leihrad-Service Vélib' ist ein Erfolg - SPIEGEL ONLINE
    Eine wunderschöne Meldung, nur sehe ich sie durch die Realität nicht wirklich bestätigt. In meinem Freundes-/Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der das Vélib nutzt (außer es sind nachts um 2 alle Taxen belegt). Es ist schlichtweg lebensgefährlich, in Paris Fahrrad zu fahren, die Radwege sind entweder super eng und mit Leuten übersät oder man muß die Busspur nutzen. Man wird vom Fahrrad fahren schnell geheilt, wenn ein Stadtbus im Abstand von 20 cm an einem vorbeirauscht. Darüberhinaus dürfte es in absoluten Zahlen in Paris weniger Fahrradfahrer geben als in Buxtehude, von daher ist die Aussage, Paris radle "vorweg", schlichtweg lächerlich.
  7. #46

    Täglich

    Zitat von cevauel Beitrag anzeigen
    Eine wunderschöne Meldung, nur sehe ich sie durch die Realität nicht wirklich bestätigt. In meinem Freundes-/Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der das Vélib nutzt (außer es sind nachts um 2 alle Taxen belegt). Es ist schlichtweg lebensgefährlich, in Paris Fahrrad zu fahren, die Radwege sind entweder super eng und mit Leuten übersät oder man muß die Busspur nutzen. Man wird vom Fahrrad fahren schnell geheilt, wenn ein Stadtbus im Abstand von 20 cm an einem vorbeirauscht. Darüberhinaus dürfte es in absoluten Zahlen in Paris weniger Fahrradfahrer geben als in Buxtehude, von daher ist die Aussage, Paris radle "vorweg", schlichtweg lächerlich.
    330.000 Fahrradfahrten wären ab für Buxtehude schon etwas. Irgendwie widerspricht der Artikel Ihnen. Aber ich kenne nur 25 Pariser, von denen rund ein Viertel das Fahrrad nutzen, aber das ist bei Millionen Franzosen wohl nicht repräsentativ.
  8. #47

    Wunsch und Wirklichkeit

    Wie praxistauglich die Idee "Berufsverkehr mit dem Fahrrad" ist wird durch einen einzelnen kräftigen Regenschauer eindrucksvoll demonstriert: schwupps sind die Radwege leer.

    Mit dem Fahrrad zur Arbeit etc. fahren kann man wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet (eine gewisse Schlumpgkeit ist dann okay) oder wenn man Rentner ist und sich die Fahrzeiten aussuchen kann.

    Für alle Leute mit einem etwas strengeren Arbeits- und Lebensrhythmus bleibt das Auto die erste Wahl: zuverlässig, trocken, geheizt und gepäckfähig.
  9. #48

    Zitat von phocs Beitrag anzeigen
    Für alle Leute mit einem etwas strengeren Arbeits- und Lebensrhythmus bleibt das Auto die erste Wahl: zuverlässig
    Sie muessen von Dorfarbeitsplaetzen reden. In Staedten sind Autos nicht zuverlaessig und Leute (egal in welchem Job) fahren auch bei Regen Fahrrad.
  10. #49

    Das

    Zitat von phocs Beitrag anzeigen
    Wie praxistauglich die Idee "Berufsverkehr mit dem Fahrrad" ist wird durch einen einzelnen kräftigen Regenschauer eindrucksvoll demonstriert: schwupps sind die Radwege leer.

    Mit dem Fahrrad zur Arbeit etc. fahren kann man wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet (eine gewisse Schlumpgkeit ist dann okay) oder wenn man Rentner ist und sich die Fahrzeiten aussuchen kann.

    Für alle Leute mit einem etwas strengeren Arbeits- und Lebensrhythmus bleibt das Auto die erste Wahl: zuverlässig, trocken, geheizt und gepäckfähig.
    kann man so oder so sehen. Ich sehe noch die Kollegin nassgeschwitzt und mit hochrotem Kopf aus dem Innenraum ihres BMW bei über 50 Grad Celsius mir neidvoll nachblicken.
    Die konnte so schnell gar nicht die Wäsche wechseln, wie die wieder durchschwitzte. Im Fahrtwind ist das schon angenehmer.
    An Regen gewöhnt man sich, kein Problem, nur eine Frage der Kleidung. Wind ist unangenehmer.
    Warum noch mal kann sich der Rentner auf dem Weg zur Arbeit die Fahrtzeiten aussuchen? War es in Ihrem Auto etwas zu heiss heute?

    Das Problem des Autos war bei uns häufig die Unpünktlichkeit der Kollegen. Häufige Staus, Pannen, Unfälle und was es nicht alles gab. Allerdings muss ich sagen, die Ausrede Stau oder Autopanne wurde immer als Gott gegeben akzeptiert.
    Aber ich vermute einfach, Sie arbeiten nicht in der freien Wirtschaft und da fallen die Fehlzeiten Ihrer Kollegen aufgrund der Verkehrssituation nicht so auf.
    Ach, geheizt ist Ihr Auto und gepäckfähig? Klar, wenn Sie Maler und Anstreicher sind haben Sie manchmal ein Problem mit dem Gepäck auf dem Weg zur Arbeit. Ansonsten komme ich mit Aktentasche und Laptop hin. Kein Problem.


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