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Fünf Jahre Vélorution: Paris radelt vorweg

AFPNoch vor wenigen Jahren fuhren nur wenige Pariser Fahrrad - doch der Leihrad-Service "Vélib" hat die Fortbewegungskultur in der Hauptstadt verändert. Radeln ist jetzt cool, gleichzeitig ist der Autoverkehr in der Metropole deutlich zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...840463,00.html
  1. #20

    Zitat von Äquipotentiallinie Beitrag anzeigen
    Wir haben auch 2 Kinder und machen alles mit dem Rad und ÖPNV. Am Ende ist das günstiger und in der Stadt auch schneller und flexibler als wenn wir uns ein Auto leisten würden. Und es ist weder schwierig noch mühsam. Es dauert nur ein paar Wochen sich umzugewöhnen, aber danach vermisst man nix mehr.
    Das mag ja für Sie (herzlichen Glückwunsch) vielleicht gelten aber kommt es doch hierbei auf Wohnort, Geldbeutel & andere wichtige Dinge an. Für manche ist das Auto nun einmal unersetzbar. Auch in der Stadt.

    Im Allgemeinen ist das Fahrradfahren aber eine tolle Sache die unbedingt weiter gefördert werden sollte. Und mit dem gebürenden Respekt im Straßenverkehr kann ich keine Nachteile entdecken :)
  2. #21

    +

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Für junge urbane Singles mag das angehen. Für Familien wird das schwierig und mühsam.
    Klara-Sophie wird auch weiterhin mit dem Family-SUV zum Ballettunterricht gebracht...
  3. #22

    Genial! Was für eine gute Nachricht. Vive les Francaises!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch vor wenigen Jahren fuhren nur wenige Pariser Fahrrad - doch der Leihrad-Service "Vélib" hat die Fortbewegungskultur in der Hauptstadt verändert. Radeln ist jetzt cool, gleichzeitig ist der Autoverkehr in der Metropole deutlich zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte.

    Radfahren in Paris: Leihrad-Service Vélib' ist ein Erfolg - SPIEGEL ONLINE
  4. #23

    warum so hässlich

    warum musste es ein so hässliches Rad sein?
    Auch die Räder der DB sehen grauenhaft aus....

    warum nur?

    damit sie keiner klaut?
  5. #24

    warum immer dieses rufen nach Radwegen?

    Radwege sind nur dazu da den Status Quo des Autos auf Dauer zu sichern.
  6. #25

    optional

    Auch hier ist Berlin mal wieder hinten dran.
  7. #26

    Korrektur

    Zitat von laffleur Beitrag anzeigen
    Das DeutscheBahn(?) System (hier in Berlin) ist damit nicht zu vergleichen. Die DB-Räder können überall abgestellt werden, damit sind sie für den täglichen Gebrauch (z.b. für den Weg in die Arbeit) nutzlos, man weiss nie wo eins steht (selbst wenn es dafür Apps gibt, eine feste Station bietet sehr viel mehr Planungssicherheit).
    Ich weiß ja nicht, in welcher Zeit Du lebst, aber das hervorragende System der Call-a-Bikes gibt es nun schon seit 2 Jahren nicht mehr. Dafür das vollkommen unflexible neue System nach etlichen Vorbildern. Ich nutze seit der Umstellung keine Call-a-Bikes mehr. Die Strecken kann ich bequemer mit dem ÖPNV zurücklegen und erspar mir den Anmelde- und Abmeldeunsinn. Solange die DB das System nicht massiv ausbaut und mit Stationen versieht, bringt das neue System nichts. Früher habe ich fast überall ein Bike herumstehen sehen und dank App gefunden. Genau das war das Praktische! Die Fahrräder standen Berlinweit herum! Und nun? Feste Ausleihstationen, die an den Orten stehen, die sowieso schon sehr gut mit dem ÖPNV angebunden sind. Der Sinn geht gegen Null. Als wenn ich mir merke, wo es die einzelnen Stationen gibt. Gut, die App zeigt mir das sicherlich nun an. Trotzdem.

    Seit der Umstellung hat Call-a-Bike in Berlin jedenfalls massiv Kunden verloren und es auch massiv Proteste dazu gehagelt.
  8. #27

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    glaube ich Ihnen nicht. Bei einem Preis von 400 Euro für das Neufahrrad, hiesse das 3.600 Euro Unterhalt. Das kann nicht stimmen.
    Lesen Sie z.B. nach bei:

    Le Figaro - France : Vlib': quatre ans aprs, un bilan mitig


    Der Figaro gibt für Paris Kosten von 3.000 Euro pro Jahr und Velib an, 4.000 Euro ist ein Zahl, die durch Internetforen geht. Die exakten Kosten in Paris werden offenbar geheim gehalten. Klar ist, dass die Kosten viel höher sind, als bei der Einführung geschätzt.


    Nein, ich habe die Systemkosten pro Rad zitiert. Das hat mit den Kosten der Anschaffung eines Rades wenig zu tun, ebenso wenig wire mit einer echten Kosten-Nutzen-Analyse, die alle externen Effekte einbeziehen sollte.


    Verstehen Sie mich nicht falsch: ich bin nicht gegens Radfahren, auch mir macht das Velib Spass. Aber wenn Herr Simons bei den Spinndoktoren im Rathaus abschreibt, ist eine etwas nuanciertere Betrachtung angezeigt.
  9. #28

    schöne PR für den Bürgermeister

    Vor gar nicht so langer Zeit war der Pariser Bürgermeister Bürgermeister Bertrand Delanoë noch Fachmann für Werbung und Kommunikation. Das liest man auch hier; Kritik wird einfach ausgeblendet:
    - Allein in den ersten zwei Jahren Vélib wurden 18.000 Fahrräder beschädigt, ca. 8000 wurden gestohlen. Pro Jahr muss mehr als der Gesamtbestand an Vélib ersetzt werden. So erklärt sich der Preis, der hier schon erwähnt wurde.
    - Nicht die Stadt macht Gewinne, sondern das Unternehmen Decaux:
    Im Gegenzug zu Wartung und Installation des Vélib erhielt Decaux städtische Werbefläche. Diese bringen dem Unternehmen demnach mindestens 60 Millionen Euro pro Jahr ein. Doch es fließt auch Geld von Decaux an die Stadt: Etwa 3,4 Millionen Euro pro Jahr. Decaux verdient damit laut „Le Canard enchaîné“ ca. 10 Millionen Euro pro Jahr. Dieses Geld fehlt in der Stadtkasse.
    - Kritiker der Pariser Verkehrspolitik wie der emeritierte Professor Prud'homme, ein Verkehrsexperte, werden von der PR-Abteilung des Bürgermeisters regelrecht mundtot gemacht. Prud'homme hatte gewagt zu behaupten, Delanoës Massnahmen hätten die Luftverschmutzung in Paris verschlimmert. Dies basierte auf der simplen Erkenntnis, dass ein Fahrzeug im Stau die Luft stärker und länger verschmutzt als ein Fahrzeug im fließenden Verkehr.
    - Wie schon anderswo erwähnt: man vergleiche mal die Zahl der Motorräder und -roller mit den Fahrrädern. "Motorution" wäre ein besseres Wort.

    Wahrlich, eine Erfolgsgeschichte.
  10. #29

    doch

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    glaube ich Ihnen nicht. Bei einem Preis von 400 Euro für das Neufahrrad, hiesse das 3.600 Euro Unterhalt. Das kann nicht stimmen. Die Einnahmen aus der Werbung dagegengerechnet? Die Einnahmen der Abonnenten gegengerechnet? Die Mietpreise, gegengerechnet?
    Die vermiedenen Kosten des MIv gegengerechnet? Die vermiedenen Kosten des ÖPNV gegengerechnet? Was ist mit vermiedenen Schäden?
    gegengerechnet? Mit eingesparter Verkehrsfläche? gegengerechnet?
    Ich wäre Ihnen für eine Quelle dankbar.
    100 Millionen jedes Jahr für den Unterhalt von Fahrrädern macht nur jemand, der damit richtig Geld verdient. Da wird sich einer reich rechnen an den Unterhaltskosten.
    dass stimmt schon, die fahrräder müssen zum einen aufwendig umverteilt werden, um zu vermeiden, dass an einer sation zu viele fahrräder stehen und an einer anderen gar keine, zum anderen sind die kosten durch totalverlust und vandalismus nicht unerheblich.
    das kerngeschäft der firma jcd ist die außenwerbung und stadtmöblierung, der fahrradverleih dient zum einen der imagepflege zum anderen soll der fahrradverleih vorteile gegenüber konkurrenten, wenn es um die vergabe von stadtverträgen geht, verschaffen.


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