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Fünf Jahre Vélorution: Paris radelt vorweg

AFPNoch vor wenigen Jahren fuhren nur wenige Pariser Fahrrad - doch der Leihrad-Service "Vélib" hat die Fortbewegungskultur in der Hauptstadt verändert. Radeln ist jetzt cool, gleichzeitig ist der Autoverkehr in der Metropole deutlich zurückgegangen. Eine Erfolgsgeschichte.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...840463,00.html
  1. #10

    Warum in die Ferne schweifen...?

    In Hamburg gibt's seit drei Jahren das Stadtrad. Auch dort ist die erste halbe Stunde kostenlos, danach eine halbe Stunde für 4 Cent je Minute (3 Cent mit HVV-Abo oder BahnCard), ab der 61. Minute 8 bzw. 6 Cent. Kostet nicht einmal eine Jahresgebühr wie in Paris, sondern man zahlt 5 Euronen für die Anmeldung, bekommt dafür aber ein Guthaben in gleicher Höhe. Keine Ahnung, wie das bezahlt wird (Träger ist die DB), aber solange es existiert, ist das eine sehr feine Sache, die ich jetzt ausgiebig nutze.
  2. #11

    optional

    auch für Touristen in Paris ist das Velib eine prima Sache, kenne die genaue Gebühr nicht mehr, aber man zahlt pro Tag glaube ich 1 Euro oder so und hat dann die gleichen Konditionen wie die Jahreskartenbesitzer für 29 €... die erste halbe Stunde ist umsonst. Wir hatten auf diese Weise eine prima Stadtrundfahrt, die Sehenswürdigkeiten liegen ja normalerweise deutlich weniger als eine halbe Stunde voneinander entfernt.
  3. #12

    Irgendein CDU-Politiker sagte einmal:

    "Das Fahrrad ist das am meisten unterschätze Transportmittel!" Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal mit einem Vertreter dieser Partei so übereinstimme. Fahrradfahren ist einfach klasse. Ich habe einen Arbeitsweg von 6 km, brauche dafür 17 Minuten, spare mir Parkgebühren von täglich ca. 10 Euro und bin genau so schnell, aber viel gesünder unterwegs.
  4. #13

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Fahrräder stehen mehr Fahrern zur Verfügung. In einer halben Stunde sind gut 15 km zurückgelegt, das wird für 80% der Fahrten reichen.
    Würden die Kosten nicht steigen, könnte der eine oder andere das Rad eben behalten bis zur Rückfahrt am Abend. Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Übung.
    Nur mal so freihändig , ungeschützt.
    15km in einer halben Stunde und das auch noch innerstädtisch? Na den Raser möchte ich gerne kennen lernen ;-) Da müssten sie während der Zeiten, die sie in die Pedale treten können, schon meist >40km/h zurücklegen und die sind bei vielen nicht einmal mit gutem Rückenwind drin.
    Auf einem solchen Rad eine Unmöglichkeit, v.a. für den Durchschnittsbürger. Durchschnittsgeschwindigkeiten von etwa 15-18km/h sind da doch realistischer bei den meisten Personen. Doch durch die ganzen Ampeln wird man zusätzlich ausgebremst.

    Dennoch nur eine Frage der Zeit, bis die Zahl der Autos in den Städten wieder rasant abnimmt, insbesondere im Hinblick auf die steigenden Unterhaltungskosten eines solchen Gefährts.
  5. #14

    Für junge urbane Singles mag das angehen. Für Familien wird das schwierig und mühsam.
  6. #15

    Zitat von hinifoto Beitrag anzeigen
    TWer in Innenstädten im Stau steht oder vergebens einen Parkplatz sucht ist meist selbst schuld.
    Parkplatzsuche resultiert aus ungenügendem Parkraum. Die meisten Städte haben Parkraum teuer und rar gemacht und haben zusammen mit Verkehrsberuhigungen das Problem erst verursacht.
  7. #16

    Velib!

    Das System (welches es übrigens auch u.a. in Lyon gibt) ist super. Die Stadt ist - im positiven Sinne - übersäht mit Stationen. Man bekommt überall zu jeder Zeit ein Fahrrad.
    Noch eine kleine Bemerkung zum Tarif: Die ersten 30 Minuten kosten 1€. Wenn man das Rad allerdings vorher abgibt, z.b. bei 29:00 und sich ein neues Rad holt, fängt der Zähler wieder bei 0 an! Man kann also, wenn man rechtzeitig umsteigt, für 1€ den ganzen Tag fahren.
    Der Pariser Innenstadtring ist verglichen mit dem Berliner Ring extrem klein. In 30 Minuten kommt man da so gut wie überall hin.

    Das DeutscheBahn(?) System (hier in Berlin) ist damit nicht zu vergleichen. Die DB-Räder können überall abgestellt werden, damit sind sie für den täglichen Gebrauch (z.b. für den Weg in die Arbeit) nutzlos, man weiss nie wo eins steht (selbst wenn es dafür Apps gibt, eine feste Station bietet sehr viel mehr Planungssicherheit).

    Die erwähnte kleine Innenstadtfläche und das eher mäßig ausgebaute U-Bahn Netz fördern natürlich gleichzeitig die Nutzung. U-Bahnen sind oft voll und fahren selbst am Wochenende nur bis ca. 1:00 Uhr, für eine Großstadt ist das wirklich ein mieser Wert.
  8. #17

    Das gibt es bereits in vielen europäischen Städten,

    wobei die Anmietung m.E. zu kompliziert ist. Viele Hotels
    bieten ebenfalls Mieträder an, die man problemlos an der
    Rezeption mieten kann.
  9. #18

    Familie

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Für junge urbane Singles mag das angehen. Für Familien wird das schwierig und mühsam.
    Wir haben auch 2 Kinder und machen alles mit dem Rad und ÖPNV. Am Ende ist das günstiger und in der Stadt auch schneller und flexibler als wenn wir uns ein Auto leisten würden. Und es ist weder schwierig noch mühsam. Es dauert nur ein paar Wochen sich umzugewöhnen, aber danach vermisst man nix mehr.
  10. #19

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Für junge urbane Singles mag das angehen. Für Familien wird das schwierig und mühsam.
    Haben wir wieder (neben EE) was gefunden, das ja total ungerecht ist, weil es nicht gleich für 100% der Menschen taugt? ;)

    Man sollte echt alles abschaffen, oder nicht? Nur die schweren Jeeps für die City sollten bleiben. ;)

    Bloss keinen Fortschritt!!

    *Zynismus aus*








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