Fünf Jahre "Generation Praktikum": Happy Birthday, liebes Uni-Prekariat

Just hat sie ihren fünften Geburtstag, in Büchern und Filmen gibt es sie gewiss - aber auch im richtigen Leben? "Generation Praktikum" ist ein einprägsames Etikett. Viele schimpfen über Ausbeutung junger Akademiker, andere preisen die Vielfalt beim Berufsstart. War da was, ist da was? Eine Inventur.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...687078,00.html
  1. #40

    Das hilflose Aufbegehren der gequälten Kreatur...

    Tja, liebe Studenten, da haben euch der despotisch-bürokratische Moloch zu Brüssel und seine Lysander etwas wahrhaft göttliches und schönes mit dem Junggesellen- und Jungfrauenstudium (zumindest im Lateinischen und im herkömmlichen Deutsch gibt es die Junggesellin eben nicht) eingebrockt! Vielleicht bedankt sich die Schar der akademischen Aspiranten ja in Zukunft nicht nur durch das bisherige rege Desinteresse an den zahlreichen kultisch anmutenden Jubelzeremonien, mit welchen ein wahrhafter Tanz um das Goldene Kalb an den Universitäten, zu Ehren des despotisch-bürokratischen Molochs, betrieben wird, sondern durch störend-argumentative Anwesenheit; falls Argumente fehlen sollten, so kann man sich diese jeder Zeit vom guten Professor Schachtschneider im Geiste Kants entlehnen und durchaus einmal die Frage nach dem aktiven Widerstandsrecht gegen den despotisch-bürokratischen Moloch zu Brüssel aufwerfen (da werden die bezahlten Jubelperser und andere Vortragende Augen machen und die unvermittelten Stauffenbergrufe aus dem Publikum bestimmt für eine lockere Gesprächsatmosphäre sorgen). Ansonsten besteht natürlich wenig Hoffnung durch solche Hörsaalbesetzungen etwas auszurichten...
  2. #41

    ???

    Zitat von Diomedes Beitrag anzeigen
    Tja, liebe Studenten, da haben euch der despotisch-bürokratische Moloch zu Brüssel und seine Lysander etwas wahrhaft göttliches und schönes mit dem Junggesellen- und Jungfrauenstudium (zumindest im Lateinischen und im herkömmlichen Deutsch gibt es die Junggesellin eben nicht) eingebrockt! Vielleicht bedankt sich die Schar der akademischen Aspiranten ja in Zukunft nicht nur durch das bisherige rege Desinteresse an den zahlreichen kultisch anmutenden Jubelzeremonien, mit welchen ein wahrhafter Tanz um das Goldene Kalb an den Universitäten, zu Ehren des despotisch-bürokratischen Molochs, betrieben wird, sondern durch störend-argumentative Anwesenheit; falls Argumente fehlen sollten, so kann man sich diese jeder Zeit vom guten Professor Schachtschneider im Geiste Kants entlehnen und durchaus einmal die Frage nach dem aktiven Widerstandsrecht gegen den despotisch-bürokratischen Moloch zu Brüssel aufwerfen (da werden die bezahlten Jubelperser und andere Vortragende Augen machen und die unvermittelten Stauffenbergrufe aus dem Publikum bestimmt für eine lockere Gesprächsatmosphäre sorgen). Ansonsten besteht natürlich wenig Hoffnung durch solche Hörsaalbesetzungen etwas auszurichten...
    Wovon zur Hölle reden Sie da? Die Bologna Empfehlung ist weder ein EU Beschluss noch rechtlich bindend, und sie hat erst recht nichts mit irgendwelchen Praktika zu tun. Haben Sie eigentlich auch irgendwelche Argumente abgesehen von den immer gleichen Sätzen aus der griechischen Geschichte? Was Schachtschneider sagt lässt sich jedenfalls weitgehend widerlegen, und dazu kommt, dass er für seine Argumentation erstmal der BRD den demokratischen Wert absprechen muss, und auch offen zugibt, dass das von ihm propagierte Gesellschaftsmodell bisher immer phänomenal gescheitert ist. Wenig überraschend, wie ich finde. In jedem Fall wird es wenig helfen, irgendwelchen EU Beamten vorzuwerfen, dass man im Medienbereich ständig nur Praktika kriegt.
  3. #42

    Guten Morgen

    Selten so einen BS gelesen! Recherche würde Ihrem Text guttun. Grüße von einer arbeitenden Sozialwissenschaftlerin aus Kreuzberg - da wohnen übrigens inzwischen überwiegend Gutverdiener. Ihre Informationen scheinen aus den 80er Jahren zu stammen. Ich habe übrigens schon von Ingenieuren gehört, die 2000 € brutto verdienen, z.B. Baubranche Ost ohne tarifliche Absicherung. Das wäre dann noch weniger als z.B. eine Sozialpädagogin verdient. Warum treiben Sie sich auf SPON herum, wenn Sie doch Journalisten u.ä. so verachten und ihnen jeden gesellschaftlichen Nutzen absprechen? Nach meiner Erfahrung sind es Politologen, Juristen, Kommunikationswissenschaftler usw., die die gut dotierten Jobs (E13, E14) in den Ministerien und in der Verwaltung bekommen, wo sie ihre Informationen über diese angeblich nicht karriereträchtigen Fächer herhaben, ist mir schleierhaft. Wahr ist, das der Weg dahin am Anfang etwas beschwerlich sein kann.


    Zitat von Ernst Wurscht Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel:


    Das sagt doch alles. Erst studiert er ein Studiengang wo schon absehbar ist, dass er nie einen entsprechenden Job bekommt und dann nimmt er auch noch einen unbezahlten Job an. Solche Kinder sind doch alle aus mehr oder weniger gutem(=Geld ist genug da) Hause und von Mutti+Papi dauersubventioniert. Ich frage mich was in den Hirnen dieser Kinder und vor allem der Eltern vorgeht.

    Die Underdogs mit Aufsteigerwillen an den Hochschulen studieren deshalb was anderes: Ingenieurstudiengänge, Wirtschaftsing.... Manchmal greifen die auch ins Klo und entscheiden sich für Chemie oder Physik mit dem Ziel Karriere als Wissenschaftler, aber die Griff-Ins-Klo-Quote ist bei den Underdogs deutlich niedriger.

    Während sich das naive Arztkind Fee-Sarah-Luise noch über die böse Ausbeuterwelt ärgert und wieder ein Jahr unbezahlt in einer Redaktion arbeitet, kauft sich das Arbeiterkind Jochen mit Ing.abschluss seine zweite Harley und macht damit Sommerurlaub auf der Route66.

    Diesen, äh, ich sags mal vorsichtig, naiven Dummchen sah man schon auf der Erstsemesterparty das rote A des Arbeitsamtes - sorry, Agentur - auf der Stirn gezeichnet, als sie einem auf Parties vorphantasierten, was sie später mit ihrem Journalismus-/Soziologie-/Design-/Kommunikationswissenschafts-/... Bullshitbingo-Wertlos-Studium machen werden: Den Deppen für Andere, subventioniert by Daddy.

    Bei manchen Mädels dieser Kaste hat es noch frühzeitig klack gemacht und haben sich deshalb ein Kind von einem Underdogstudenten aufbrennne lassen, damit sie später als Hausfrau ne sichere Stelle haben und Pappi nicht endlos auf der Tasche sitzen. Die männlichen Vertreter dieser Kaste haben es da noch ungleich schwerer, denen bleibt nur noch der Absturz ins Drogenmileu oder die Flucht nach Berlin-Kreuzberg, wo sie mit Hartz-4 noch gut über die Runden kommen, unter ihresgleichen weiterträumen können, darauf warten bis die Alten wegsterben damit das Erbe frei wird.

    Bevor jetzt einer meint das wäre überzogen, ich kenne mehrere solcher Fälle wo der Filius eine solche Karriere hinter sich hat und das schon weit vor Bolognia.
  4. #43

    schon wieder kein Titel

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    ...

    Was ist eigentlich aus der "Generation Golf" geworden?
    Die sitzen dann bei SPON-Online als Redakteure, Schreiberlinge oder im hausinternen IT-Keller an den Servern zur Einhaltung der Netquinette.
    ;-)