Führungsstreit vor Parteitag: Die Super Horror Linken Show

DPADie zerstrittene Linke will auf ihrem Parteitag ein neues Führungsduo wählen, zehn Kandidaten gibt es. Es ist noch längst nicht ausgemacht, wer am Ende an der Spitze stehen könnte. Wie stehen die Chancen für Dietmar Bartsch? Was macht Sahra Wagenknecht? Fünf Szenarien.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836317,00.html
  1. #1

    Endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke will auf ihrem Parteitag ein neues Führungsduo wählen, zehn Kandidaten gibt es. Es ist noch längst nicht ausgemacht, wer am Ende an der Spitze stehen könnte. Wie stehen die Chancen für Dietmar Bartsch? Was macht Sahra Wagenknecht? Fünf Szenarien.

    Die Linke und ihre Kandidaten für die Führungsspitze - SPIEGEL ONLINE
    fängt die alte SED an, sich zu zerlegen. Ein begrüßenswertes Ende, besser als jedes andere.
  2. #2

    Helau und Alaaf

    Wieso eigentlich nur 10 Kandidaten?
    Einer fehlt noch, dann ist der Elferrat komplett, Narhallamarsch!
  3. #3

    Ängste

    Der Flügelstreit ist eine Übergangserscheinung einer neuen Partei. Dietmar Bartsch repräsentiert einen bestimmten Typus. Er gehörte zu den jungen SED-Funktionären, die sich an das westdeutsche System anpassen wollten und nach Anerkennung strebten (Ausgrenzungsangst). Dabei haben sie sich so stark an die SPD angepasst, dass sie 2002 die Wahlen verloren. Der andere Flügel ist heterogen, sich aber einig in der radikalen Abgrenzung von der SPD. Diese Anpassungsangst basiert auf Erfahrungen mit der SPD und den Grünen. Linke Sozialdemokraten hielten die SPD für das „kleinere Übel“ bis die Partei unter Schröder zur neo-liberalen Partei wurde. Professionelle Politiker müssen mit solchen Ängsten umgehen können. Überanpassung führt zum Verlust der Parteiidentität, die Linke wird dann nicht mehr als linke Partei wahrgenommen und gewählt. Umgekehrt führt Anpassungsangst zur Politikunfähigkeit. Diese Linken haben immer ein reines Gewissen (Gesinnungsethik), aber sie können auch wenig verändern. Es gibt Situationen, in denen eine Partei in der Opposition mehr erreicht als in einer Koalition, in der sie die eigenen Ziele aufgeben muss. Aber es gibt auch andere Situationen. Daher wären jetzt zwei Personen aus der jüngeren Generation, die nicht durch den Krieg der Flügel vorbelastet sind, das Beste, vielleicht Heyenn ( West) und Kipping ( Ost).
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke will auf ihrem Parteitag ein neues Führungsduo wählen, zehn Kandidaten gibt es. Es ist noch längst nicht ausgemacht, wer am Ende an der Spitze stehen könnte. Wie stehen die Chancen für Dietmar Bartsch? Was macht Sahra Wagenknecht? Fünf Szenarien.

    Die Linke und ihre Kandidaten für die Führungsspitze - SPIEGEL ONLINE
  4. #4

    Koan Titel

    Die Partei ohne tragfähige Lösungen für irgendwas beschäftigt sich seit bald zwei Jahren nur noch mit sich selbst. Unglaublich, wer braucht so eine Partei? Die Linke ist noch überflüssiger als die FDP und das ist wirklich eine Leistung. Hoffentlich löst sich die Partei anständigerweise selbst auf oder wird sukzessive in die Bedeutungslosigkeit gewählt.
  5. #5

    sowas plattes

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    fängt die alte SED an, sich zu zerlegen. Ein begrüßenswertes Ende, besser als jedes andere.
    Da Leute wie Sie ja im vor-vor-Gestern gefangen zu sein scheinen habe ich aus dieser Zeit extra etwas ausgegraben, besonders die letzte Phrase ist interessant:
    Es fällt schwer im Sozialismus die Hoffnung zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Kapitalismus die Hoffnung aufzugeben
    Es fällt schwer im Sozialismus das Menschliche zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Kapitalismus das Unmenschliche zu dulden
    Es fällt schwer im Sozialismus die Lösung zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Kapitalismus keine Lösung zu erwarten
    Es fällt schwer im Sozialismus die Antwort zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Kapitalismus keine Fragen zu stellen
    Es fällt schwer im Sozialismus die Zukunft zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Kapitalismus in der Vergangenheit zu leben
    Quelle: "Wir sind millionen mal so stark" von Floh de Colongne auf dem Album Rock-Jazz-Rakete Lucky Streik
    Man könnte sich natürlich auch ganz sachlich mit Inhalten auseinandersetzen, aber da läuft man ja Gefahr Zugeständnisse machen zu müssen.
  6. #6

    Tatsächlich! Ein Horrorszenario !?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke will auf ihrem Parteitag ein neues Führungsduo wählen, zehn Kandidaten gibt es. Es ist noch längst nicht ausgemacht, wer am Ende an der Spitze stehen könnte. Wie stehen die Chancen für Dietmar Bartsch? Was macht Sahra Wagenknecht? Fünf Szenarien.

    Die Linke und ihre Kandidaten für die Führungsspitze - SPIEGEL ONLINE
    Die einzige linke Partei in Deutschland konzentriert sich auf innerparteiliche Flügelkämpfe und geht daran sich zu spalten.
    Fortsetzung : Die nunmehr gespaltenen Parteien bekämpfen sich weiter, neutralisieren sich und geben den restlichen, neoliberalen Parteien freie Hand zum Abbau auch noch der verbliebenen Bestandteile der sozialen Marktwirtschaft.
    Völlig kritikfrei, weil man hat ja mit sich selbst zu tun.
    Es scheint der Beginn einer neuen Phase von Parteienpolitik zu sein, in der nicht mehr das Hauptaugenmerk darin liegt, durch eigene gute Politik zu punkten, sondern vor allem darin durch Zersetzungspolitik die anderen Parteien zu schädigen.
    Damit läßt sich das Niveau ohne weiteres noch tiefer nach unten ziehen.
    Eine Partei kann sich eigentlich nicht in der vorgeführten Form selbst zerlegen, da müssen andere Interessen mitspielen.
    Hat schon mal jemand nachgeschaut, wie derzeit die Wetten bei den Buchmachern stehen und ob Linke-Politiker mit Insider-Geschäften dabei sind?
    Ich denke dies ist erst der Anfang einer neuen Politikkultur und es wird interessant sein, zu beobachten, wie es bei den anderen Parteien weitergeht.
    Der Linke der SPD kann unmöglich weiter den Schuhputzer für ihre rechte Garde spielen und die linken Kräfte bei den Grünen können den kriegs- und neoliberalen Kurs ihrer Führung nicht unbeschränkt weiter mitmachen.
    Wie gesagt, es wird interessant!
  7. #7

    Warum jetzt das Geschrei um die LINKE

    In anderen Parteien gab und gibt es dieses Machtgerangel doch auch. Wie wurde Beck von der SPD vom Stuhl gestoßen, wer und mit welchen Mitteln stürzte Westerwelle. Die Kanzlerin macht es anders, sie kegelt mögliche Konkurrenten schon im Vorfeld raus.
  8. #8

    Tolle Lyrik!

    Zitat von Afrojüdischer_Sozi-Sinti Beitrag anzeigen
    Da Leute wie Sie ja im vor-vor-Gestern gefangen zu sein scheinen habe ich aus dieser Zeit extra etwas ausgegraben, besonders die letzte Phrase ist interessant:
    Es fällt schwer im Sozialismus die Hoffnung zu sehn,
    wenn .....
    Mehr jedoch nicht, Sie sprechen von Phrasen und Sachlichkeit? Ihre Zeilen, im Hinblick auf den bisher einzigen praktizierten, mittlerweile gescheiterten Sozialismus, mal in die Realität versetzt:

    Es fällt schwer im Kapitalismus die Hoffnung zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Sozialismus die Hoffnung aufzugeben
    Es fällt schwer im Kapitalismus das Menschliche zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Sozialismus das Unmenschliche zu dulden
    Es fällt schwer im Kapitalismus die Lösung zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Sozialismus keine Lösung zu erwarten
    Es fällt schwer im Kapitalismus die Antwort zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Sozialismus keine Fragen zu stellen
    Es fällt schwer im Kapitalismus die Zukunft zu sehn,
    wenn man sich daran gewöhnt hat im Sozialismus in der Vergangenheit zu leben.

    Akzeptieren Sie, Sozialismus funktioniert nicht, ohne Gleichschaltung, Zensur und Freiheitsentzug! Und das will nunmal kein Mensch haben, also will auch kein Mensch die LINKE haben! (Außer die LINKE selbst)
  9. #9

    Womit

    Zitat von Afrojüdischer_Sozi-Sinti Beitrag anzeigen
    Man könnte sich natürlich auch ganz sachlich mit Inhalten auseinandersetzen, aber da läuft man ja Gefahr Zugeständnisse machen zu müssen.
    Sie das Problem der LINKEN in wenigen Worten trefflich umrissen haben.