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Führungspositionen: Wissenschaftsrat fordert eine Frauenquote
CorbisZwar schließen mehr Frauen als Männer ein Studium ab, doch dann steigt an den Hochschulen die männliche Dominanz. Deswegen fordert der Wissenschaftsrat jetzt nach SPIEGEL-Informationen eine Frauenquote für die Uni. Der Frauenanteil müsste sich demnach gewaltig erhöhen.
Wissenschaftsrat fordert eine Frauenquote in Auswahlkommissionen - SPIEGEL ONLINE
- #1 26.05.2012 10:25 von
fatal
Ich halte das für ein fatales Signal, viele Frauen wissen schon, warum sie sich gegen den Karriereweg an der Uni entscheiden. Weil die Bezahlung so schlecht ist, die Anforderungen so hoch und die Aussichten eine feste Stelle zu bekomen so mies. Aber das ist ja jetzt endlich vorbei, während sich Männer weiter wie bekloppt um die wenigen Stellen balgen müssen, können die wenigen Frauen, die daran interessiert sind sich jetzt einfach aus einer reichhaltigen Palette bedienen. Schönes Deutschland.
- #2 26.05.2012 10:37 von
Waere es nicht besser die Quote auch vom Anteil der Doktorandinnen pro Bereich abhaengig zu machen? Im Bereich Informatik z.B. sieht es da noch nicht so gut aus und eine feste 40% Quote wuerde nur den Frauen schaden, die es auch ohne diese schaffen wuerden oder bereits geschafft haben.
Natuerlich kann ich hier nicht fuer andere Faecher sprechen aber nehme an eine differenziertere Herangehensweise die sich am tatsaechlichen Anteil im jeweiligen Fach orientiert wuerde zu einem faireren Ergebnis fuehren. - #3 26.05.2012 10:43 von
Das gibt es nicht?
Wir leisten uns neben anderen Dummschwätzern auf dem Bildungssektor noch einen Wissenschaftsrat? Woraus wird der bezahlt und warum hat er den Bologna-Irrsinn nicht gestoppt?
Dafür haben wir jetzt eine Reform bei der unser Uniniveau nach unten angepasst worden ist damit wir im Ausland vergleichbarer und konkurenzfähiger werden! Ha, das ich nicht lache! Genau hinschauen und mit Abgängern wie Arbeitgebern sprechen. Da kommt ein anderes Bild auf. Wieder eine Generation in den Sand gestzt ihr Schlafsäcke! - #4 26.05.2012 11:25 von
das Bild ist irreführend
Bei 15% frauenanteil und 31 personen auf dem Bild, sollten davon eigentlich 5 Frauen sein.
- #5 26.05.2012 11:28 von
15 %
ach ja, und wenn es 15% professorinnen sind und gemäß graphik über 20% kanzlerinnen und Prorektorinnen, dann sind die Frauen in diesen Gruppen (auf der obersten Leitungsebene) bereits überrepresentiert.
- #6 26.05.2012 11:51 von
optional
Ich denke auch, dass vor allem die Begleitumstände an der Uni dafür sorgen, dass es für Frauen nicht attraktiv ist (die ja sonst gerne im öffentlichen Dienst tätig sind).
Man muss ich entscheiden, ob man dem Mittelbau würdige Stellen anbieten will oder über befristete Angebote die Leistungsmotivation steigert. Es ist sicherlich schwierig, in der Forschung die Arbeit zu bewerten und es wird Wissenschaftler geben, die in unbefristeter Stelle mit "Scheinarbeit" ein gutes Bild abgeben, obwohl sie kaum etwas leisten. Beides hat seine Vor- und Nachteile und die ernsthaften Forscher würden in unbefristeter Stelle sicherlich auf einige unausgegorenen Forschungsartikel verzichten, die heute einfach zwingend sind, um voran zu kommen.
Eine starre Quote ist aber in meinen Augen der falsche Weg. Für die Männer ist es noch hoffnungsloser, ihren Traum von der Uni-Karriere wahr zu machen. Und Frauen könnten in manchen Fachbereichen nach ein paar Jahren Mittelbau unabhängig der Tätigkeit ihre Professur entgegen nehmen (etwas, was in meinen Augen schon heute greift, wenn man sich denn als Frau die Jahre im Mittelbau antun will - zumindest im Bereich der Naturwissenschaften). - #7 26.05.2012 12:24 von
Zwang
Zwingt die Frauen doch bitte erst einmal Technische Bereiche zu studieren, bevor ihr sie in irgendwelche Führungspositionen hebelt in die sie eh nicht hingehören.
In unserer Hochschule gehen sicher auch viele Frauen ab, die studieren dann so unglaublich intellektuelle Fächer wie Kunst oder Medien, die die dann was vernünftiges studieren, wo nicht jeder x beliebige idiot mal kurz vorbei kommen kann um mitzumachen, die richtigen Ingenieure, sind immer noch nahezu ausschliesslich männlich. Frauenanteil hier in etwa 4%, aber hauptsache 40% Frauenquote fordern.
Meine Güte, ich dachte die Politik verdummt, seitdem die Frauen dort mitmischen, jetzt sind sie wohl schon in den Wissenschaftstrakt eingedrungen. Das die Politik die mieseste ist, seitdem es die Republik überhaupt gibt, damit habe ich mich ja abgefunden, aber ich will die Deutschen Ingenieure nicht auch noch durch diesen Ansturm an Inkompetenz ertragen müssen... bleibt bitte bei euren Pappkatons, mit denen ihr tolle Blumen bastelt oder son schmarn und lasst die Männer mal weiter die richtige Arbeit machen.
MfG - #8 26.05.2012 12:38 von
Die Wissenschaft ist noch eine der letzten Domänen wo Leistung zählt und nichts anderes. Um dort erfolgreich zu sein, muss man vor allem gut Publizieren.
Und nun fordern die Frauenbeauftragten eine Quote weil die meisten Frauen dort einfach nicht mit der Überzahl männlicher Konkurrenten mithalten kann.
Ein wunderbarer Entschluss die Leistungsbereitschaft der Frauen sowohl in der Wirtschaft als auch Wissenschaft zu belohnen.
In Spitzenpositionen gehören meiner Meinung nach immer Menschen die Spitzenleistungen erbracht haben und aus eigener Erfahrung korreliert das bei weitem nicht mit dem höheren Frauenanteil an den Unis. - #9 26.05.2012 16:55 von
persöhnliche Erfahrung
Ich persöhnlich studiere Lehramt Sek I in den Fächern Chemie, SoWi und Germanistik. Während sich der Anteil der SoWi-Damen mit den Herren die Waage hält, sind in den beiden anderen Bereichen die Damen deutlich in der Überzahl (ca 70-80%).
jedoch muss man beachten, dass von den 12 Teilnehmern in Chemie die Damen (9 Stk.) jedoch fast ausschließlich Primärstufe (7 Stk.) (also Sachunterricht) unterrichten wollen und nur im Kurs sitzen, weil er deckungsgleich mit Sek I ist.
Germanistik ist ein Wahlpflichtfach, welches mit Mathematik in Konkurrenz steht.
Dass sowohl die alternativen Mathekurse, als auch die Fachvorlesungen Chemie, die ich regelmäßig besuche, zu 80-90% männlich dominiert sind, zeugt von dem geringen Interesse an Mathematik, bzw. dem gesteigerten Interesse, lieber mit den Kindern zu tun zu haben, die noch "süß" sind.
Die Leitungsebene und die Dozentenstellen spiegeln das selbe Bild, Didaktik eher weiblich dominiert bis ausgewogen, Fachbereich stark männlich. Von daher scheint es wenig ratsam, keine "fixe" Quote für Fachbereiche zu erlassen, da sich diese ohne eine Orientierung an Fachbereich als äußerst weltfremd erweisen dürfte.
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