Zitat von
strixaluco
Was wirklich aus preußischen Zeiten stammt, ist die Einstellung, Männer hätten die Familie allein zu ernähren und Frauen hätten gefälligst im Haus zu bleiben und ihre Finger aus der Politik und der Wissenschaft zu halten. Wie man an den Kommentaren oben sieht - wahrscheinlich haben da ein paar Leute Angst vor Konkurrenz - ist diese Einstellung immer noch ziemlich weit verbreitet. Der Muff hat sich unter den Krawatten erschreckend gut gehalten.
- Was die Arbeitszeiten betrifft - dagegen, für eine Deadline einmal mehr zu arbeiten, hat ja wohl niemand etwas. Ein Problem ist, wenn regelmäßige Überstunden stillschweigend erwartet werden, so dass für Familie und gesellschaftliches Engagement kein Platz mehr bleibt. Das ist in der Wissenschaft an vielen Stellen so. - Wer seine Karriere auf solchem Verhalten aufbaut, überholt rechts - er tut dies auf Kosten der Menschen, die sich nicht aus der Gesellschaft verabschieden möchten, und deren Engagement dringend gebraucht wird. Wofür denn das alles, wenn keine Kinder da sind, die davon einmal etwas haben könnten?
Nein, ich möchte auch keine Schubladen! Ich fände es schön, wenn alle in der Wissenschaft sich gemeinsam für vernünftige und gerechte Arbeitsbedingungen und ein Recht auf Familie und Sozialleben einsetzen würden, Männer und Frauen gleichermaßen.
Das würde der Arbeit auch sehr gut tun, denke ich.