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Führungskräfte: "Erfolg haben die Härtesten, nicht die Besten"

Corbis18-Stunden-Tage, enormer Druck, abgeschottet in der Vorstands-Festung - wo bleibt da der Blick über den Tag hinaus? Die Führungskultur in Deutschland gehört erneuert, sagen Soziologin Jutta Allmendinger, Personalberater Jörg Ritter und Stiftungsvorstand Tobias Leipprand im Gespräch.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...828086,00.html
  1. #1

    "Sie müssen sich als Dienstleister verstehen"

    Das ist wohl der wichtigste Satz in diesem Gespräch, wenngleich ich ihn etwas anders formulieren möchte:
    "Sie müssen dienen."
    oder:
    "Sie müssen Diener sein."
    Jemand, der es in irgendeiner Sache zur Meisterschaft bringen will, der muss dieser Sache DIENEN! In echter - nicht gespielter - Bescheidenheit.
    Egal, ob es sich um Kunst (wirkliche Kunst, keinen Schrott!) handelt, um Wissenschaft, um Handwerk, um Hilfe für Menschen (Ärzte!), um Menschenführung.
    Wer nicht dient, sondern sich dem Wahn hingibt, er sei der Größte und der Beste, ist ein armer kranker Irrer, der zu nichts nutze ist, sondern im Gegenteil nur Schaden anrichtet.
    Und der auch nicht das Geld wert ist, das er eben nicht ver-DIENT!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    18-Stunden-Tage, enormer Druck, abgeschottet in der Vorstands-Festung - wo bleibt da der Blick über den Tag hinaus? Die Führungskultur in Deutschland gehört erneuert, sagen Soziologin Jutta Allmendinger, Personalberater Jörg Ritter und Stiftungsvorstand Tobias Leipprand im Gespräch.

    Führungskräfte: "Erfolg*haben die Härtesten, nicht die Besten" - SPIEGEL ONLINE
    Der Alpha-Wolf lebt am kürzesten und hat den meisten Stress. Männer sind hierfür eben genetisch besser konditioniert als Frauen, da helfen auch keine Quoten. Aber das verstehen die Soziologen eben nicht.
  3. #3

    Ja, und Frauen kommen nicht in Führungspositionen, weil sie (manche? viele?) die Frechheit besitzen, einen Arbeitstag schon nach 12 Stunden für beendet zu erklären und den Kontakt zu Familie / Freunden nicht verlieren wollen. Das ganze System ist irre - alle beschweren sich über die Zustände, sagen: Das kann so nicht weitergehen!, aber erklären jede Verhaltensänderung für unmöglich.

    Eigentlich bin ich ein Quotengegner, aber manchmal - gerade bei solchen Meldungen - kommen mir doch Zweifel.

    Im Übrigen gibt es natürlich auch Männer, die aus genau denselben Gründen nicht aufsteigen. Nur wird gerade in der Quotendiskussion dies Argument so oft gebracht.
  4. #4

    Entschuldigung.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    18-Stunden-Tage, enormer Druck, abgeschottet in der Vorstands-Festung - wo bleibt da der Blick über den Tag hinaus? Die Führungskultur in Deutschland gehört erneuert, sagen Soziologin Jutta Allmendinger, Personalberater Jörg Ritter und Stiftungsvorstand Tobias Leipprand im Gespräch.

    Führungskräfte: "Erfolg*haben die Härtesten, nicht die Besten" - SPIEGEL ONLINE
    ..aber die Naivität um es mal Gelinde zu formulieren des Fragestellers ist schon frappierend. Das ist ein zu wichtiges Thema, um die Fragestellung Praktikanten zu überlassen. Enttäuschend "einfache" Fragen.
  5. #5

    ?

    Zitat von einbelgier Beitrag anzeigen
    Der Alpha-Wolf lebt am kürzesten und hat den meisten Stress. Männer sind hierfür eben genetisch besser konditioniert als Frauen, da helfen auch keine Quoten. Aber das verstehen die Soziologen eben nicht.
    Wo haben Sie denn das her? Es gibt auch weibliche Alphatiere (s.Wiki)

    Im Übrigen haben (Gott sei Dank) viele Unternehmen mittlerweile erkannt, dass ein 18-Stunden-Tag nicht Voraussetzung für Erfolg ist.
  6. #6

    Typsich Staatsdienst

    Zitat Allmendinger:
    "Viel zu wenig. Das sagen uns die Topmanager ja auch. Moralische Dimensionen kommen oft zu kurz. Wie gehe ich mit Mitarbeitern um? Wie schaffe ich es, dass diese langfristig dem Unternehmen verbunden bleiben, dass sie sich wohlfühlen? Was passiert mit meinen Beschäftigten, wenn ich Arbeitsplätze abbaue? Was kann ich dazu beitragen, dass Teile der deutschen Bevölkerung nicht völlig abgehängt werden? Für viele Menschen an der Spitze ist das weit weg"

    Seit wann interessiert so etwas Führungskräfte. Die interessiern sich für Ihre Aktienoptionen und Boni. Zum Portfolie des Betriebes gehört dort ausschließlich der Vorstand. Der Rest ist nur zu Geld-abliefern da. Verantwortung? Was passiert mit den Menschen beim Personalabbau? Was kann ich dazu beitragen, dass Teile der deutschen Bevölkerung nicht völlig abgehängt werden? Nur Gutmenschen wie Allmendinger glauben, daß sich darüber Topmanger in der Wirtschaft Gedanken machen. Im Staatsdienst hat man den Kapitalismus leider immer noch nicht begriffen. Klar, wer lebenslänglich bestens abgesichert im Elefenbeinturm lebt, kennt natürlich die Realitäten außerhalb nicht.
  7. #7

    >|-)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    18-Stunden-Tage, enormer Druck, abgeschottet in der Vorstands-Festung - wo bleibt da der Blick über den Tag hinaus? Die Führungskultur in Deutschland gehört erneuert, sagen Soziologin Jutta Allmendinger, Personalberater Jörg Ritter und Stiftungsvorstand Tobias Leipprand im Gespräch.

    Führungskräfte: "Erfolg*haben die Härtesten, nicht die Besten" - SPIEGEL ONLINE
    Das Alles mal wieder ein Ergebnis einer Studie? Ich - so als Bleistift - weiß das aus Lebenserfahrung: Nur die brutalsten haben das Sagen. Das ist einfach so. Der Mensch steht in der Evualiation ganz oben... woher das wohl kommt...
  8. #8

    "Aber momentan ist Deutschland...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    18-Stunden-Tage, enormer Druck, abgeschottet in der Vorstands-Festung - wo bleibt da der Blick über den Tag hinaus? Die Führungskultur in Deutschland gehört erneuert, sagen Soziologin Jutta Allmendinger, Personalberater Jörg Ritter und Stiftungsvorstand Tobias Leipprand im Gespräch.

    Führungskräfte: "Erfolg*haben die Härtesten, nicht die Besten" - SPIEGEL ONLINE
    ...." doch hochgradig erfolgreich. So ganz schlecht können die Spitzenleute ihre Sache doch nicht machen...".

    Und, was hat "hochgradig erfolgreich" mit der Lebensqualität der Menschen zu tun soweit es über den Kontostand hinausgeht? Leider wird immer nur in monetären Einheiten gemessen, nicht in Zufriedenheit des Individuums, nach dem Motto, "kann ich mir viel leisten, geht es mir gut".Das ist viel zu eindimensional und führt zur Eiszeit im sozialen Gefüge der Gesellschaft. Oft ist weniger mehr...
  9. #9

    Niemand muß irgendetwas dienen

    Zitat von polyphemos Beitrag anzeigen
    Das ist wohl der wichtigste Satz in diesem Gespräch, wenngleich ich ihn etwas anders formulieren möchte:
    "Sie müssen dienen."
    oder:
    "Sie müssen....
    Ist Unterordnung nicht dasselbe wie Überordnung ?
    Bedingt nicht Unterordnung die Überordnung ?
    Auch die asiatische Form des Denkens hilft niemandem weiter. Der Mensch braucht die Möglichkeit sich einzuordnen, denn der wichtigste Bezugspunkt eines Menschen sind NICHT Sachen oder Vorstellungen, sondern andere Menschen. Alles ganz einfach und doch für sehr viele unendlich schwierig.

    Das Leben besteht aus geben UND nehmen, nicht aus "entweder oder".








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