Zitat von
Kokeldil
Ich habe es bestimmt schon einmal hier im Spon-Forum losgelassen, aber gern noch einmal: Jura hat sehr wenig mit Pauken zu tun. Vielmehr allerdings mit Systemverständnis und der grundsätzlichen Begabung zwei oder mehr Seiten derselben Medaille überhaupt sehen zu können.
Das was der Otto-Normal-Student im Fach Rechtswissenschaften so gerne paukt sind allesamt Dinge, die man, so man sich denn ein paar Jahre lang mit etwas ernsthaft (nicht intensiv, nur eben ernsthaft) auseinandersetzt, sowieso von ganz allein lernt. Wo da allerdings auch noch das letzte Aktenzeichen und die letzte Mindermeinung wortwörtlich aus dem Lehrbuch eingepaukt werden ist´s mit "Rechtswissenschaften" eh vorbei und die Damen und Herren die so ihr Studium verbringen werden, zum Glück, zu einem großen Teil beim 1. Staatexamen (gibt´s das überhaupt noch?) ausgesiebt. Rechtswissenschaft ist Geisteswissenschaft und wer da meint mit Pauken und Repetitorien sich durch´s Studium schleppen zu müssen - bittesehr. Ich kann Ihnen nur aus eigener Erfahrung sagen, dass man eine juristische Abschlussprüfung (sei´s nun Staatsexamen, oder was man da auch immer heute hat) durchaus auch ohne großes Lernen mit einer "mentalen Vorbereitungszeit" von 3-4 Wochen (noch einmal in die Bücher schauen) bestehen kann. Vielleicht nicht unebdingt mit Bestnote, aber auch weit entfernt von "gerade so".
Habe den Artikel jetzt gar nicht gelesen, fühlte mich irgendwie genötigt hier zu posten, nachdem ich "Paukfach" las. Bitte, liebe angehende Stundenten, glaubt nicht, dass Jura sich mit Pauken bewältigen lässt - das ist, mit Verlaub, bullshit.