dapd"Karrieristen, Trolle, Verschwörungsfritzen": Die Piraten werden ungeduldig mit Störenfrieden in den eigenen Reihen, Selbstdarsteller sollen künftig ausgebremst werden. Der Grund ist klar - die Aufstellung für die begehrten Listenplätze zur Bundestagswahl rückt näher.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...843405,00.html
Warum soll es den Piraten besser gehen, als den anderen Konservativen von der CDU. Dort zerlegt der Uhl in einer Nach- und Nebelaktion zum Melderecht, Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit der Schwarz-Geld-Koalition. Die dann immer als Trolle und Verschwörungstheoretiker auszugrenzen, nur weil die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen kräftezehrend ist, ist ziemlich platt, wenn auch weitverbreitet.
In jeder Partei hat man schwierige Leute, so ist das Leben. Zu glauben, das wäre jetzt bei den Piraten besonders wegen anstehender Mandate, ist ein Irrglaube. Die Schwierigen sitzen längst im Kern. Mir ist es vor zwei oder drei Jahren passiert, dass auf einem Bord der Piraten ein Ex-SPDler als Admin seine unkontrollierte Macht vervollkommnen wollte. Wie weiland der Geßler von Tell forderte, einen dumpfbackigen Hut auf einer Stange zu grüße, so sollte Demut vor der Verwendung der Schriftfarbe grün gezeigt werden (wie bei einem Minister in der Regierung). Wer sich erdreistete, die Schriftfarbe grün zu verwenden, war ein Troll, Störer, Verschwörungstheoretiker und wurde Gegenstand der stalinistisch anmutendenn Säuberungen. Man war geneigt zu sagen: Is klar, Genosse :-)
Um die Brücke zu den anderen Konservativen zu schlagen: Nachtigall, ick hör Dir trapsen :-)
Ich warte seit 2 monaten auf meine mitgliedsnr., womit ich dann bei ``liquid democracy´´mit wirken könnte,ausserdem wollte ich
meinen mitgliedjahrebeitrag gerne sofort bezahlen,fehlanzeige.
Ich habe mich in der Berliner Geschäftsstelle persöhnlich als mitglied
eingetragen.Mittlerweile glaube ich das von den anwesenden evtl.
einer mitglidsanträge die nicht mit dem persöhnlichen meinungsprofil
ausgestattet sind im papierkorb landen.
Die Piraten hätten die möglichkeit wichtige themen an die sich die etablierten nicht ranwagen medienwirksam auf die tagesordnung zu setzen,
was passiert ist leider nichts ausser das sich die selbstdarsteller mit
den überzeugungstätern um die macht streiten.
Wer immernoch glaubt, dass die Macht alleine von unten ausgeht sieht doch so langsam den klaren Beweis, dass dem nicht so ist. Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile, und wer in diesem politischen Zirkus einen mehr als 5% Auftritt will braucht Parteiraeson und was alles noch dazugehoert. Dieser Sachverhalt geht auf das System zurueck. Wer Arbeitnehmer oder sonstwie beschaeftigt ist hat einfach nicht soviel Zeit zu investieren wie Karrieristen (die ja dann Arbeitnehmer im politischen Geschehen sind). Gibt es keine Parteiraeson bleibt man bei unbeantworteten Fragen zurueck etc. Im Endeffekt war die Piratenpartei erstmal so stark, da sie dutzende Meinungen akkumuliert hat, deren Vertreter nun Schritt fuer Schritt das Boot wieder verlassen, da die Partei eben in all diesen Fragen zu jeweils einer Antwort konvergiert.
Die Piraten beantworten die Systemfrage fuer den geneigten Zuschauer wunderbar.
ich bin weder pirat noch will ich in den bundestag. doch dieser artikel liest sich für mich zwischen den zeilen etwa so: piraten sind in den parlamenten angekommen und werden dort nun erstmal schön von den etablierten auf die wege der "alternativlosen" politik in D eingeschworen.
resultat u.a.: die quertreiber müssen weg! bin mir sicher, dass es da nicht nur pro-rauchen-stimmen gab, sondern auch gefährliche, radikale ideen zur sog. euro-krise, zu den kriegen in afghanistan & irak etc. ist ja auch einfach: "extremistische" stimmen werden einfach abgekanzelt. demokratie total!
noch 4 bis 6 jahre, dann sind die piraten nicht mehr von der restlichen grümschwarzrotgelben sauce zu unterscheiden.
Ich sehe das ähnlich, eine Partei müßte sich als erstes klare Ziele setzen und eine Richtung geben- es Allen und Jedem recht zu machen, ist unmöglich. Die Grünen hatten in der Anfangszeit Antiatom- und Umweltpolitik als ihre Schwerpunkte gehabt, aber die Piraten sind für mich per se unwählbar, weil ich nicht erkennen kann, in welche Richtung sie eigentlich wollen. So sympathisch die Basisdemokratie auch scheinen mag- sie funktioniert ja noch nicht einmal in der kleinsten Menge der Gesellschaft- der Familie, ohne dass eine Richtung vorgegeben wird. Alle Diskussionen müssen letztlich den Kompromiss zum Ziel haben, welcher den meisten Beteiligten am wenigsten wehtut. Hast du aber "Trolle und Querulanten" an Bord, findest du nie ein Ende.
Wenn die Grundsätze da sind, sollte sich rasch die Spreu vom Weizen trennen lassen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dort die Menschen, die neue Ideen einbringen und die Zukunft der Partei mitgestalten wollen, nicht mehr erwünscht sind. Es hat sich schon eine starre Hierarchiestruktur etabliert und neue Mitglieder nur dann willkommen sind, wann sie keinen Anspruch auf Partizipation in Entscheidungsprozessen erheben, die Entscheidungen der Altmitglieder kommentarlos mittragen und sich lediglich als Gehilfen einbringen wollen. Ist sehr fraglich, ob eine solche Vorgehensweise den Grundsätzen dieser Partei überhaupt entspricht ... darum geht es da aber wahrscheinlich nicht mehr. Es sind nicht mehr die Grundsätze, sondern in erster Linie die Personalien wichtig!